Ordnungssysteme für kleine Wohnungen

Viele Wohnungen verfügen nur über ein beschränktes Platzangebot. Daher ist es wichtig, sich über die Einrichtung Gedanken zu machen, um auch aus der kleinsten Wohnung eine Wohlfühloase zu machen. Mit diesen einfachen Tricks können auch Sie aus wenig (Raum) viel machen!

Ordnungssysteme für kleine Wohnungen

Ordnungssysteme für kleine Wohnungen

Aussortieren erleichtert

So wie man nicht getragene Kleidungsstücke aus dem Kleiderschrank aussortiert, sollte man auch bei den restlichen Gegenständen in der Wohnung vorgehen. Sehen Sie sich genau um, schauen Sie in alle Schränke und Schubladen und fragen Sie sich ehrlich: Habe ich diesen Gegenstand im letzten Jahr gebraucht oder auch nur in der Hand gehabt? Erst wenn man genau hinsieht, erkennt man, wie viele Dinge man besitzt, die man eigentlich gar nicht braucht. Spezialgerät ist immer gut, aber meist reichen auch nur die einfachen Sachen des Lebens aus. Oder wie oft benutzen Sie Ihre Eismaschine? Wahrscheinlich ungefähr so oft wie den Topfaufsatz zur Herstellung von gebrannten Mandeln oder den tollen Schokoladenbrunnen: Nämlich ungefähr nie. Und am Ende – das kann wohl jeder aus eigener Erfahrung sagen – ist es ein unheimlich befreiendes Gefühl, wenn man in einem ausgeräumten Zimmer steht und all die Fläche betrachtet, die man nun wieder nutzen kann!

Auf Zusammenhänge achten

Bei der Anschaffung neuer Möbel sollten Sie auf folgendes achten: Wählen Sie lieber Möbel, die wenig ausgeschmückt sind und deren Formgebung eher geradlinig ist. Zugegeben, die verzierte Holzkommode von Oma mit den Schnitzereien und Eisenbeschlägen ist optisch ein echter Hingucker, aber wer auf minimalem Raum wohnt, sollte sich auch minimalistisch einrichten. Will heißen: Kombination ist das Zauberwort. Nicht umsonst sind quadratischen Regalteile wahre Kassenschlager. Der Grund ist so einfach wie genial: Quadratische oder rechteckige Möbel ohne Verzierungen lassen sich bequem stapeln, neu arrangieren und problemlos nach Bedarf erweitern – was man von Omas Kommode leider nicht sagen kann. Schöne Möbel wollen gesehen werden, wohingegen einfache Möbel es verkraften, in eine weiter hinten gelegene Ecke verbannt zu werden.
Ein weiterer Vorteil liegt in ihrer Anpassungsfähigkeit. So lässt sich ein hohes rechteckiges Regal bequem in den Freiraum zwischen zwei Fenstern stellen, während der Raum unter der Fensterbank weiterhin frei ist und anderweitig genutzt werden kann. Viele Möbel verfügen zusätzlich über versteckten Stauraum, wie z.B. ein Sitzhocker mit abnehmbaren Deckel.

Alles griffbereit

Ziel der Optimierung ist, die Dinge schnell zu finden, die man braucht, und sie ebenfalls so schnell wieder verstauen zu können. Daher sollten Sie sich beim Erstellen eines Ordnungssystems ehrlich fragen, wie oft Sie etwas brauchen. Sie können dabei nach dem Ampel-System vorgehen: Rot steht für Dinge, die Sie nur selten brauchen (aber dennoch nicht wegschmeißen können, denn immerhin haben sie Ihre erste Aufräumaktion bereits überlebt), Gelb für Dinge, die Sie hin und wieder brauchen und Grün für die Dinge, die Sie ständig im Gebrauch haben. Nach dieser Einteilung sollten Sie dann bei Ihrem Ordnungssystem vorgehen. Dinge, die Sie selten brauchen, können hinten im Schrank stehen, oft gebrauchte Gegenstände sollten nach vorne. Bei allem gilt, die natürlichen Gegebenheiten im Blick zu behalten: Schwere und sperrige Gegenstände kommen nach unten, leichte nach oben (z.B. in ein Hängekörbchen von der Decke).

Gleiches zu Gleichem

Oberstes Ziel Ihrer Optimierung soll sein, Ihre Räume zu verschlanken, Sachen schnell zu finden und vor allem, einen übersichtlichen und befreiten Eindruck zu bewahren. Dies erreicht man gut, wenn der Betrachter auf den ersten Blick nicht erahnen kann, wie viele Dinge Sie tatsächlich verstaut haben. Schränke bieten natürlich den geeigneten Stauraum und durch Türen und Schubladen den benötigten Sichtschutz um zu verschleiern, wie viel sie tatsächlich beinhalten. Doch es gibt eine noch einfachere Möglichkeit, zusätzlichen Stauraum zu gewinnen: Mit mobilen Ordnungssystemen. In ihnen lässt sich – je nach Ausführung – diskret oder offen verstauen, was Sie an Kleinzeug so alles haben. Dabei können Sie nach Sachzusammenhang vorgehen (z.B. Schminksachen) oder einfach Gleiches zu Gleichem packen (z.B. verschiedene Spielsachen der Kinder in eine Kiste).
Mit Aufbewahrungsboxen lässt sich ebenfalls Stauraum urbar machen, der sonst ungenutzt geblieben wäre, z.B. der Raum unter dem Bett oder in schmalen Zwischenräumen. Eine besonders charmante Version besteht darin, die Kisten in einem Ständer für Getränkekisten zu stapeln. Sie lassen sich auch problemlos mit größeren Ordnungsmöbeln kombinieren und z.B. in ein Regal oder einen offenen Schrank stellen.
Aufbewahrungsboxen sind zudem auch eine hübsche und lustige Variante, denn es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Farben, ebenso wie aus verschiedenen Materialien, je nachdem, was Sie verstauen wollen. Besonders für Kinderzimmer sind sie geeignet, da sich mit ihnen mühelos und ohne großen Aufwand aufräumen lässt. Wer zusätzliche Ordnung möchte, kann die Aufbewahrungsboxen zusätzlich mit Einsätzen aufrüsten, um beispielsweise verschiedene Gruppen von Gegenständen sofort griffbereit zu haben, vergleichbar mit einem Besteckkasten.

Lücken nutzen

Versuchen Sie, jeden sich bietenden Raum zu nutzen. Hohe Decken sind der ideale Ort für Hängekörbchen. Unter dem Bett findet sich einiges an Raum, das sonst ungenutzt geblieben wäre. Aber auch schmale Ecken lassen sich gut mit schmalen und flexiblen Regalen aus Stoff ausfüllen und zu zusätzlichen Stauraum schaffen. Auch der Raum über der Tür oder über tief gelegenen Fenstern lässt sich durch ein Regal nutzen. Eine clevere Idee ist auch ein Podest: Dieses lässt sich nachträglich einbauen und bietet diskreten Stauraum für sperrige Dinge, wie Klappstühle, Koffer oder das Gästebettzeug. Dachschrägen lassen sich spielerisch in Wandschränke verwandeln, ohne groß Platz wegzunehmen.

Mit Farben schummeln

Die Farbgebung ist bei kleinen Räumen sehr wichtig: Helle Farben lassen ein Zimmer größer wirken, dunkle erdrücken den Blick. Wer über eine kleine Wohnung verfügt, sollte besser zu kühlen Farben greifen; warme drängen sich dem Betrachter entgegen und lassen den Raum wieder kleiner wirken.

Alles eine Frage der Planung

Wie man sieht, kann man auch aus kleinen Räumen viel machen; man muss nur wissen, wie. In jedem Fall sollten Sie nicht einfach so loslegen, sondern sich vorher einige Gedanken über Ihre Vorgehensweise machen. Ein ausgefeilter Plan nämlich verhindert, dass man mittendrin den Überblick oder gar die Lust verliert und einfach in alte (Unordnungs-)Muster zurückfällt. Zusätzlich sollte man für genügend Motivation sorgen, z.B. durch Musik beim Aufräumen oder eine kleine Belohnung danach.

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