Hausmittel gegen Bauchschmerzen & Bauchkrämpfe

Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe treten aus den verschiedensten Gründen immer mal wieder auf. Viele Menschen leiden unter immer wiederkehrenden heftigen Bauchschmerzen und Völlegefühl. Die Naturheilkunde hält allerhand wirkungsvolle Heilmittel bereit, die wir in Form von Hausmitteln sehr gut einsetzen können. Haben Sie immer wieder Bauchschmerzen, Magenschmerzen oder Darmbeschwerden , verbunden mit Übelkeit, Blähungen, Erbrechen und Brechreiz sollten Sie unbedingt einen Arzt zur Abklärung der Ursache aufsuchen. Mit Hausmitteln sollte man nur sporadisch auftretende Bauchschmerzen behandeln. Manchmal können hinter Bauschmerzen ernsthafte Erkrankungen stecken.
Unser Ratgeber „Die besten Hausmittel gegen Bauchschmerzen“ gibt Ihnen viele Tipps und Tricks an die Hand, wie Sie sich wirkungsvoll und schnell Linderung bei Bauchschmerzen verschaffen können. Gerade die pflanzlichen Heilmittel sind schnell zur Hand, günstig zu erwerben und nebenwirkungsarm einzusetzen.

Hausmittel gegen Bauchschmerzen & Bauchkrämpfe

Hausmittel gegen Bauchschmerzen & Bauchkrämpfe

Mit welchen Hausmitteln und Haushaltstipps kann man Bauchschmerzen lindern?

Die folgenden Tipps und Tricks gegen Bauchschmerzen können schnell Linderung der Beschwerden verschaffen. Eventuell hilft nicht jedes Hausmittel bei jedem Bauchschmerz geplagten Kranken gleich gut, von daher müssen Sie unter Umständen einige Tipps durchprobieren, bis Sie einen finden der gut bei Ihnen hilft. Je nach Ursache hilft eher der eine Tipps und manchmal ein anderer. Neben den Haushaltstipps, um die Beschwerden zu lindern und den Magen zu beruhigen, sollten Sie aber auch zunächst auf Ihre Ernährung achten. Meiden Sie am besten vorerst fettige und schwerverdauliche Nahrung und alles was Blähungen und Luft im Körper erzeugt. Also keine Bohnen, kohlensäurehaltige Getränke und anderes was bläht. Kaffee und Alkohol sind tabu. Verzehren Sie lieber viele kleine Mahlzeiten am Tag, als nur 1-2 große. Das entlastet den Magen-Darm Bereich, Leber und Galle deutlich.

Wärme und Ruhe helfen gegen Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe

Das wohl beste und wohl auch älteste Hausmittel, was auch schon Großmutter kannte, ist die Wärme. Wärme entspannt den geplagten Bauch, Magen und Darm. Die Wärme können Sie von innen oder von außen Ihrem Körper bzw. dem Bauch zuführen. Von außen am besten in Form von Wärmeflasche, Rotlichtlampe, Heizkissen oder warmen Umschlägen. Sehr bewährt haben sich Essigwickel. Dafür tauchen Sie ein Handtuch in heißes Wasser und Essig und legen es dann gut 15-20 Minuten auf den Bauch. Aber nicht nur Wärme tut gut, sondern auch Entspannung. Oft krampft der Magen-Darm-Trakt. Legen Sie sich also mit einer Wärmeflasche oder Heizkissen ins Bett oder Sofa, ziehen die Knie und Beine an und ruhen sich ein wenig aus. Lenken Sie sich ab (Lesen, Musik oder Fernsehen), versuchen zu entspannen und lassen Sie die angenehme Wärme auf sich wirken. Ein kurzes Schläfchen hat an sich noch immer geholfen. Ruhe und Wärme sind also sehr effektiv.
Von „innen“ können Sie die Wärme in Form von warmen Suppen (am besten eine milde Kartoffelsuppe) und Brühen zuführen. Warme bzw. heiße Getränke in Form von Tee sind ebenfalls sehr effektiv. Hier sollten Sie am besten Teesorten nutzen, die entspannend, entblähend und entzündungshemmend wirken, also Kamille, Koriander, Ingwer, Fenchel, Basilikum, Pfefferminze, Kümmel oder spezielle Mischungen (Magen-Darm-Tee). Am besten ohne Zucker, da dieser den Magen unnötig reizt. Trinken Sie viel davon über den Tag verteilt. Liegt den zwickenden und stechenden Bauchschmerzen eine Entzündung zugrunde, kann die warme Flüssigkeit diese eindämmen und die Erreger bzw. Bakterien aus dem Körper spülen. Gerade Kräutertees sind hier sehr effektive Hausmittel gegen Bauchschmerzen und allgemeine Magen-Darm-Beschwerden. Sie können (natürlich auch vorbeugend und bei leichten Magenschmerzen) über den Tag verteilt viel Tee trinken oder spätestens dann wenn die Beschwerden akut sind. Sie werden merken wie wohltuend die Tees wirken und sich die Schmerzen rasch lindern lassen.

Kräuter und Öle gegen Magenkrämpfe und Darmbeschwerden

Leiden Sie häufig unter leichtem Magendruck und Magenschmerzen können Sie schon gleich morgens Kümmel (am besten Kümmelkörner) und Blutwurz zerkauen und langsam schlucken. Dieses wirkt entzündungshemmend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. So können Sie gleich zu Beginn des Tages die Beschwerden mildern. Ebenfalls mit Kamillenöl, Kümmelöl und Sanddornöl (3x täglich über den Tag verteilt) erreichen Sie eine deutliche Linderung der Bauchschmerzen. Sanddornöl, Kümmelöl und Kamillenöl erhalten Sie in Apotheken, Drogerien und auch in manchen Supermärkten.
Ebenfalls Bitterstoffe wie Wermut oder gelber Enzian wirken sich positiv auf den Magen und Darm aus und beruhigen ihn.
Verschiedene Magen-Darm-Tropfen mit wohltuenden Kräutern sind ebenfalls beruhigend und schmerzlindernd. Diese erhalten Sie praktisch in jedem Supermarkt, Drogerie und Apotheke von verschiedenen Herstellern (z.B. Iberogast, Tetesept Magen-Darm Tropfen)

Schüßler Salze helfen bei Bauchbeschwerden

Schüßler Salze können bei vielen Gebrechen und Beschwerden helfen. Glücklicherweise auch bei Bauchweh und Magenschmerzen. Folgende Schüßler Salze sollten Sie bei Schmerzen einnehmen:

  • Ferrum phosphoricum Nr. 3
  • Calcium phosphoricum Nr. 2
  • Kalium phosphoricum Nr. 5
  • Magnesium phosphoricum Nr. 7
  • Silicea Nr. 11
  • Natrium chloratum
  • Natrium sulfuricum Nr. 10

Verstopfung als Ursache von Bauchbeschwerden

Oft sorgen auch Verstopfungen für heftige Bauchschmerzen und Koliken. Die Ursachen für Verstopfungen sind sehr vielfältig:

  • schlechte Darmflora
  • Flüssigkeitsmangel
  • Fehlernährung
  • Nebennierenschwäche
  • Stoffwechselstörung
  • hormonelle Störungen
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel (Kaliummangel)
  • Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)
  • Bewegungsarmut
  • Stress
  • Burnout-Syndrom
  • Medikamente
  • Drogen
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Darmentzündung

Aber auch viele Krankheiten (Helicobacter Infektion, Pankreatitis etc.) können Verstopfungen auslösen. Um die Darmpassage anzuregen, sollten Sie unbedingt viel trinken (am besten ungesüßte Kräutertees) oder lauwarmes Wasser. Ebenfalls sehr sinnvoll sind leichte Bauchmassagen und moderate Bewegung (Fahrradfahren, Spazierengehen). Im Zweifelsfall gehen Sie besser zu Ihrem Hausarzt. Es kann unter Umständen auch ein Darmverschluss drohen, der lebensgefährliche Folgen haben kann. Gerade wenn Sie häufiger unter Verstopfung leiden, sollten Sie die Ursache von einem Arzt klären lassen.
Neben Bewegung und viel Flüssigkeit können sonst auch Bittersalz oder andere leichte Abführmittel helfen. Gegen Darmträgheit hat sich ebenfalls Lactulose Sirup sehr bewährt. Lactulose kann vom menschlichen Körper nicht verwertet werden. Es wirkt als Laxans (Abführmittel), da der Zucker im Darm nicht aufgenommen werden kann und durch Bindung von Wasser das Darmvolumen zunehmen lässt und zu einem weichen Stuhl führt. Heilsam ist auch Heilerde (als Pulver in Wasser eingerührt oder als Kapseln, z.B. Luvos Heilerde) oder Bentonit, da diese Giftstoffe in Magen und Darm binden kann und dadurch Entzündungen, Gärungs- und Fäulniszustände gemildert werden können, die ebenfalls als Ursache von Verstopfungen gelten.

Wann sollte man wegen Bauchschmerzen zum Arzt?

Bauchschmerzen hat wohl jeder Mensch mal. Eine leichte Infektion, zu viel, üppiges, falsches oder zu schnelles Essen, Magen-Darm-Grippe, Menstruation, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nahrungsmittelallergien, Histaminintoleranz, Lactoseintoleranz, Fructoseintoleranz und vieles mehr sorgen dafür, dass Schmerzen und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt entstehen können. Aber auch Nikotin, Medikamente (Antibiotikum etc.) Alkohol, Stress bzw. Leistungsdruck sind oft die Auslöser für Magen- und Darmkrämpfe. Oft kommen zwei Faktoren zusammen, die dann die Beschwerden auslösen. Bei zu viel Stress in Verbindung mit zu viel und zu fettigem Essen, kann der nervöse Magen-Darm-Trakt (bekannt als RDS = Reizdarmsyndrom) dann schon mal rebellieren. Oft genug stecken recht harmlose Ursachen dahinter. Sie sollten aber unbedingt die Gründe der Beschwerden von Ihrem Hausarzt oder einem Fachmann (Internist oder Gastroenterologe) abklären lassen, wenn diese häufig wiederkehren oder so heftig sind, dass Sie in Ihrem Tagesablauf eingeschränkt werden. Natürlich auch wenn Sie eine Krankheit vermuten oder gar Blut im Stuhl vorfinden.

Oft will sich unser Körper dem „falschen“ Essen entledigen und tut dieses in Form von Durchfall, um den Nahrungsbrei möglichst schnell wieder aus dem Körper zu befördern. In diesem Fall ist Durchfall also positiv zu sehen. Allerdings sollte er nicht länger als 2-3 Tage anhalten. Tut er das, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es droht sonst eine Dehydrierung des Körpers, weil zu viel Wasser und Mineralien ausgeschieden werden. Auch bei Fieber, Kreislaufschwäche und Schockzuständen sollte der Arzt klären, ob eine Infektion vorliegt, die eventuell mit Medikamenten (Antibiotikum etc.) behandelt werden sollte. Einen ausführlichen Artikel zum Thema Durchfall finden Sie auch auf unserer Seite „Hausmittel und erste Hilfe bei Durchfall

Achten Sie genau auf die Symptome. Zeigen sich die Beschwerden eher auf der rechten Bauchseite, kann dieses auf eine Blinddarmentzündung oder Blinddarmreizung hindeuten. Treten die Bauchschmerzen selten auf, kann man sich sicher mit den guten alten Hausmitteln behelfen. Sind dieser aber häufig und heftig, dann besser den Arzt kontaktieren. Es kann eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken. Manche Erkrankungen lassen andere Organe (Herz, Milz, Leber, Lunge, Pankreas etc.) Schmerzen in den Bauchbereich ausstrahlen.

Bauchschmerzen lindern mit Akupressur – Video


Informationen zum Magen-Darm-Trakt – Video


Wir wünschen Ihnen gute Besserung und hoffen, dass Ihnen unserer Hausmittel gegen Bauchschmerzen geholfen haben.

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