Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche

Ein Bienen- oder Wespenstich ist äußerst unangenehm, kaum vergleichbar mit einem Mückenstich. Auch wenn die Bienen und Wespen ihren Stachel nur zu Selbstverteidigung und in Notwehr einsetzen, weil sie sich bedroht fühlen, kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen manchmal dazu, dass man sich einen Stich einhandelt. Der Stich einer Wespe bzw. eine Biene ist meist recht schmerzhaft und kann bei Allergikern sogar extreme Beschwerden verursachen. In diesem Fall sollte der Gestochene unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn im schlimmsten Fall kann es zu einem anaphylaktischen Schock mit Blutdruckabfall, Ohnmacht und Kreislaufkollaps kommen. Sticht eine Wespe oder Biene zu, gelangt über den Stachel ein Gift in die Einstichstelle, welches verschiedene Symptome, wie Schmerzen, Rötung, Juckreiz, Schwellung, Brennen und Druckgefühl verursacht. Auch wenn die Beschwerden nach wenigen Tagen von alleine abklingen, sind diese doch sehr unangenehm und können mit einfachen Hausmitteln behandelt werden. So können nicht nur die Beschwerden schnell gelindert werden, sondern auch die Leidenszeit verkürzt werden.

Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche

Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche

Welches Insekt hat mich gestochen?

Sind Sie unsicher, ob Ihr Stich überhaupt von einer Biene oder Wespe herrührt, kann Ihnen die nachfolgende Infografik Auskunft geben.

Hausmittel gegen Bienen- und Wespenstiche

Quelle Infografik initiative-insektengift.de

Erste Hilfe: Entfernen Sie unbedingt sofort den Stachel

Da das Gift der Wespe bzw. Biene über den Stachel in die Einstichstelle gerät, sollte dieser sogleich nach dem Stich entfernt werden. Das Gift gelangt binnen weniger Sekunden in die Haut. Jede Sekunde zählt also. Je schneller Sie den Stachel herausbekommen, umso weniger Gift gelangt in den Körper, welches dann umso weniger Beschwerden verursacht. Handeln Sie möglichst schnell und kratzen Sie mit dem Fingernagel den Stachel aus der Wunde. Versuchen Sie nicht ihn mit den Fingern oder einer Pinzette zu greifen. Das Gift befindet sich nämlich im Stachel. Durch das Zusammendrücken mit den Fingern oder der Pinzette, wird das Gift regelrecht herausgepresst und in die Wunde befördert. Es ist also sehr wichtig, dass Sie den Stachel vorsichtig herauspuhlen bzw. kratzen ohne dabei zu heftig zu reiben oder zu drücken. Nach dem Entfernen des Wespen- bzw. Bienenstachels waschen Sie die Wunde mit lauwarmem Wasser oder etwas Alkohol aus. Das spült die Reste des Giftes weg und beugt einer eventuellen Infektion vor.

Achtung: Es wird oft fälschlicherweise empfohlen das Gift mit dem Mund herauszusaugen. Dieses ist aber falsch, weil sich so das Gift über die Schleimhäute im Körper verteilt. Dieses kann unter Umständen eine Infektion zur Folge haben, da Bienen und Wespen oft mit Bakterien in Kontakt kommen.

Kühlung mit Eis

Als nächsten Schritt sollten Sie die Einstichstelle mit Eis kühlen. Dieses lindert die Beschwerden, betäubt den Schmerz und sorgt für eine Reduzierung der Schwellung. Zumal die Kälteanwendung an der Stichstelle dafür sorgt, dass das Gift sich langsamer bzw. weniger ausbreitet. Wickeln Sie einige Eiswürfel oder einen Kühlakku in ein Tuch oder einen Waschlappen und legen Sie dieses gut 15 Minuten auf die Einstichstelle. Diesen Vorgang können Sie alle 2-3 Stunden wiederholen. Besonders, wenn Sie merken, dass die Schwellung wieder zunimmt und die Schmerzen wieder heftiger werden. Haben Sie keinen Kühlakku oder Eiswürfel zur Hand, dann funktioniert als Notbehelf auch ein Tuch bzw. Lappen mit möglichst kaltem Wasser aus dem Wasserhahn oder einer Wasserflasche aus dem Kühlschrank. Da die Kühlung hier aber schnell nachlässt, müssen Sie den Lappen häufiger mit dem kalten Wasser nass machen.

Mit dem Hausmittel Backpulver Linderung bei einem Wespen- bzw. Bienenstich verschaffen

Auch mit einem ganz einfachen Hausmittel, welches Sie vermutlich zu Hause in der Küche haben, können Sie Linderung verschaffen. Die Rede ist von ganz normalem Backpulver. Dieses wirkt stark alkalisch und kann das saure Bienen- bzw. Wespengift neutralisieren, was dazu führt, dass sich die Schwellung, Juckreiz, Rötung und Schmerzen reduzieren. Verrühren Sie dazu etwas Backpulver mit ein wenig Wasser zu einem Brei und schmieren Sie dieses dann auf die Einstichstelle.

Mit dem Hausmittel Apfelessig das Bienen- bzw. Wespengift neutralisieren

Genauso wie das Hausmittel Backpulver Wespen- bzw. Bienengift neutralisiert, so gelingt dieses auch mit ganz normalem Apfelessig. Nehmen Sie ein Tuch oder etwas Watte, geben etwas Apfelessig darauf und pressen es gut 10 Minuten auf die Stichwunde der Wespe/Biene. Alle 2-3 Stunden sollten Sie dieses wiederholen.

Pfefferminze schmeckt nicht nur gut, sondern hilft auch bei Stichen von Bienen und Wespen

Pfefferminze wirkt bei Bienenstichen, aber auch Wespenstichen, auf vielerlei Arten. Es nimmt den Juckreiz, reinigt die Wunde, wirkt schmerzstillend, wirkt kühlend und entzündungshemmend. Optimal also, um die Stichwunde zu behandeln. Die Beschwerden werden schnell nachlassen. Am besten eignet sich ätherisches Pfefferminzöl. Geben Sie davon 1-2 Tropfen in die Stichwunde und wiederholen Sie dieses über den Tag verteilt immer mal wieder. Anstatt Pfefferminzöl können Sie alternativ auch Nelken-, Lavendel- oder Eukalyptusöl gegen den Juckreiz einsetzen.

Fleischzartmacher gegen Bienenstiche/Wespenstiche

Haben Sie Fleischzartmacher im Gewürzregal, können Sie dieses gegen Wespen- bzw. Bienenstiche einsetzen. Die darin enthaltenen Enzyme verringern die Schwellung, lindern die Entzündung und Schmerzen. Das Gift wird schneller abgebaut. Dadurch verkürzt sich der Heilungsprozess. Setzen Sie mit ein wenig Fleischzartmacher und ein paar Tropfen Wasser einen Brei an und geben Sie dieses auf die entsprechende Hautstelle. Nach gut einer Stunde können Sie die Paste dann wieder abspülen.

Einfache Hausmittel gegen Bienenstiche: Zucker, Knoblauch und Zwiebeln

Auch Zucker, Zwiebeln oder Knoblauch helfen gegen die Entzündung und Schmerzen durch Bienen- bzw. Wespenstiche. Pressen Sie den Saft aus der Zwiebel bzw. Knoblauch und tropfen Sie diesen in die Einstichstelle. Alternativ können sie die Knoblauchzehe oder die Zwiebeln auch anschneiden und mit der Schnittfläche auf die Stichwunde legen. Den Zucker können Sie mit ein wenig Wasser zu einer Paste verrühren und ebenfalls auf die Stichwunde geben.

Mit Schlamm die Einstichstelle kühlen

Auch wenn die vorher genannten Hausmittel alle sehr gut gegen die Beschwerden helfen, so hat man diese unterwegs mit dem Fahrrad oder zu Fuß beim Spaziergang selten zur Hand. Aber auch unterwegs können Sie sich sehr gut behelfen und nutzen das, was Ihnen die Natur bietet.
Die Kinder früher und unsere Omas wussten: Eine Mischung aus Spucke und etwas Erde hilft als Erste Hilfe Maßnahme. Geben Sie also etwas Speichel in die Handinnenfläche und rühren ein wenig Erde hinzu, bis sich ein Brei ergibt. Diese „Schlammpackung“ geben Sie dann direkt auf die Einstichstelle. Die Beschwerden werden schnell besser werden, denn der Schlamm kühlt und beruhigt die Wunde.

Wegerich und Ringelblumen helfen bei Wespen- und Bienenstichen

In der Natur lassen sich auch einige Pflanzen auffinden, die unterwegs sehr gut gegen die Beschweren eines Bienen- oder Wespenstichs helfen. Zu nennen wären hier die Ringelblume und der Wegerich. Diese Pflanzen finden Sie fast immer am Straßenrand oder auf Wiesen vor. Den Blumenkopf der Ringelblume bzw. der Wegerich lindert den Juckreiz und sorgt für einen schnelleren Heilungsverlauf. Suchen Sie sich eine der Pflanzen, machen Sie etwas sauber, zerquetschen und zerreiben Sie sie. Geben Sie etwas Speichel dazu und schmieren Sie die selbst hergestellte „Heilsalbe“ auf den Stich. Am besten hält die Paste auf dem Stich mit einem Pflaster, falls Sie eines griffbereit haben.

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