Eine Zahnfleischentzündung ist neben Zahnschmerzen wohl eine der schmerzhaftesten Erkrankungen im Mundbereich. Das Zahnfleisch kann sich aufgrund verschiedenster Ursachen, oft durch Zahnstein und Zahnbelag ausgelöst, entzünden und schmerzen. Besonders beim Zähneputzen, beim Essen und Trinken von besonders kalten oder heißen Speisen und Getränken. Durch eine Zahnfleischentzündung kann das angegriffene Zahnfleisch auch bluten, ist geschwollen, gerötet und sehr gereizt.

Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung

Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung

Man kann sich kurzfristig mit Schmerzmitteln behelfen und sollte möglichst bald einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren um die Zahnfleischentzündung behandeln zu lassen. Aber anstatt starker Schmerzmittel mit Nebenwirkungen kann man sich auch mit allerhand praktischen Hausmitteln aus der Naturheilkunde gegen entzündetes Zahnfleisch und damit verbundenen Schmerzen behelfen.
Unser Ratgeber Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung“ gibt Ihnen viele Informationen, Tipps und Tricks mit Therapieformen der alternativen Natur-Heilkunde nur mir praktischen und nebenwirkungsfreien Hausmitteln.

Wie erkennt man eine Zahnfleischentzündung?

Zahnfleischentzündung, medizinisch Gingivitis genannt, entsteht oft durch Bakterien. Diese sammeln sich an den Zähnen, vermehren sich dort und greifen in Form einer Entzündung das Zahnfleisch an. Das Zahnfleisch schwillt an, ist gereizt, gerötet und blutet schließlich. Gerade beim Zähneputzen sehen Sie beim Ausspucken der Zahnpasta Blutbeimengungen. Dieses ist ein recht eindeutiges Zeichen, dass das Zahnfleisch angegriffen und entzündet ist. Auch wenn das Zahnfleisch an manchen Stellen stark gerötet und geschwollen aussieht ist dieses ein deutliches Anzeichen. Wenn Sie mit dem Finger auf das Zahnfleisch drücken und es an den auffälligen Stellen schmerzt, haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung). In manchen Fällen handelt es sich aber glücklicherweise nur um eine Reizung und diese ist oft nach 1-2 Tagen wieder weg.
Leider äußert sich oft genug eine Zahnfleischentzündung gar nicht in Form von Schmerzen und Blutungen. Hier hilft nur eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt, damit diese erkannt wird.

Sollte man eine Zahnfleischentzündung behandeln?

Eine Zahnfleischentzündung sollte unbedingt behandelt werden. Ist das Zahnfleisch gereizt, gerötet und blutet, dann können sich dort Bakterien und Viren einnisten und sogar den Kieferknochen angreifen und entzünden. Eine Entzündung des Kieferknochens und des umliegenden Gewebes (Zahnbett) um den Zahn herum nennt sich medizinisch Parodontose. Durch die Zahnfleischentzündung geht das Zahnfleisch nach und nach zurück. Es bilden sich Zahnfleischtaschen. In den Vertiefungen können sich die Bakterien dann munter und sehr gut vor der Zahnbürste „verstecken“ und sich weiter vermehren. Die Bakterien greifen dann früher oder später die Zahnwurzel, Zahnhaltegewebe und schlussendlich auch den Kieferknochen an. Es droht Zahnverlust. Eine unbehandelte Parodontitis kann zu vielen weiteren Beschwerden und Erkrankungen führen, wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Atemwegserkrankungen, weil die Bakterien weiter durch den ganzen Körper wandern können. Es ist also extrem wichtig eine Zahnfleischentzündung rechtzeitig zu behandeln und die Entzündung einzudämmen.
Sie können zuerst versuchen sich mit den guten alten Hausmitteln zu behelfen, die Oma schon kannte. Mit Desinfektion, Mundspülungen und verschiedenen Ölen und Kräutern können Sie recht effektiv und schnell die Zahnfleischschmerzen lindern und hoffen, dass die Entzündung mit Unterstützung der Hausmittel und unter Mithilfe des Immunsystems nach wenigen Tagen wieder abklingt. Falls nicht, sollten Sie unbedingt einen Termin bei Ihrem Zahnarzt zur Behandlung vereinbaren. Auch wenn eine Zahnfleischentzündung auf den ersten Blick nicht so dramatisch aussieht, sollte man diese nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ist das Zahnfleisch schon sehr angegriffen und hat sich schon zurück gebildet, sollten Sie Ihren Zahnarzt befragen. Er hat verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Sie parat.

Wie kann man Zahnfleischentzündungen vorbeugen und verhindern?

Hygiene ist der wohl wichtigste Faktor um eine Zahnfleischentzündung zu vermeiden. Mindestens zwei Mal pro Tag (morgens und abends) Zähne putzen sind sehr wichtig. Besser sogar 3 Mal pro Tag (also auch nach dem Mittagessen) und am besten immer dann, wenn man besonders zuckerhaltige Sachen gegessen oder getrunken hat. Eine zuckerfreie oder zuckerarme Ernährung ist natürlich ebenfalls sehr gut für die Zähne. Der regelmäßige Einsatz von Zahnseide und Interdentalbürsten sind sehr empfehlenswert, um auch die Zahnzwischenräume zu reinigen und zu säubern. Mundspülungen mit Mundwasser (mit Chlorhexidin oder Fluorid) und Mundduschen können die Zahnreinigung ebenfalls verbessern und fördern. Ausreichend Speichelfluss, durch Kaugummi kauen (zuckerfrei), sorgt für vermehrten Speichelfluss. Dadurch werden vorhandene Bakterien im Mund weggespült. Ist nach einer Mahlzeit keine Zahnbürste griffbereit, ist das Kauen von zuckerfreien Kaugummis ideal.
Die Bakterien entstehen durch Plaque (Zahnbelag und Zahnstein) an den Zähnen. Sie ernähren sich von den Belägen und vermehren sich rasch. Es gilt also die Zähne von Belägen und Zahnstein zu befreien.
Auch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt alle 6-12 Monate kann eine Zahnfleischentzündung vorbeugen, da unter anderem der Zahnstein entfernt wird und die Zahnfleischtaschen gereinigt werden. Der Preis für eine solche Behandlung liegt beim Zahnarzt je nach Aufwand bei ca. 40-60 Euro. Da Zahnfleischentzündungen oft genug auch keine Schmerzen und Beschwerden hinterlassen ist eine zahnärztliche Kontrolle alle 6-12 Monate angeraten. Auch wenn Sie keine Schmerzen haben, wird der Zahnarzt eine eventuelle Zahnfleischentzündung feststellen können und behandeln.

Mit welchen Hausmitteln und Haushaltstipps kann man eine Zahnfleischentzündung lindern?

Die Natur hält allerhand wirkungsvolle Heilkräuter und Pflanzen bereit, die Zahnfleischentzündung lindern und eindämmen können. Sie wirken recht schnell, schonen und in der Regel nebenwirkungsfrei. Die Hausmittel fördern die Abheilung und vermindern die Schmerzen recht effektiv. Da nicht alle Hausmittel bei jedem Menschen und bei jeder Zahnfleischentzündung gleich gut wirken, müssen Sie unter Umständen einige der Haushaltstipps durchprobieren, bis Sie eines finden, was bei Ihnen am besten anschlägt. Oft sind auch Kombinationen von mehreren Maßnahmen sehr wirkungsvoll.

Mundspülungen helfen bei Zahnfleischentzündung

Eines der wirkungsvollsten Hausmittel bei Zahnfleischentzündung ist die gute alte Kamille. Schon unsere Großmütter wussten, dass die Kamille bei vielerlei Beschwerden schnell Linderung verschaffen kann. Mit Mundspülungen können Sie recht einfach die Bakterienlast im Mund vermindern. Kamille wirkt antibakterielle und beruhigend. Wohl jeder hat Kamillentee zu Hause in der Küche. Nehmen Sie einfach eine Tasse, geben den Kamillen-Teebeutel hinein und gießen ihn mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher auf. Lassen Sie den Tee gut 5-10 Minuten ziehen und lassen den Kamillentee dann abkühlen bis er nur noch lauwarm ist. Zu heißer Tee würde das angegriffene Zahnfleisch nur unnötig reizen. Ist der Kamillentee nun lauwarm trinken Sie einen großen Schluck und spülen damit den Mundbereich, besonders die entzündete Stelle des Zahnfleisches. Belassen Sie den Kamillentee ein paar Minuten im Mund und spucken ihn dann aus. Wiederholen Sie den Vorgang mit der ganzen Tasse Tee. Je nach Stärke der Zahnfleischentzündung sollten Sie diesen Vorgang anfangs alle 30-60 durchführen. Später, wenn die Entzündung abklingt und sich bessert, können Sie die Abstände vergrößern.
Anstatt Kamillentee können Sie das Zahnfleisch auch mit Salbeitee spülen. Ebenfalls hilfreich sind Mundspülungen mit Meersalz, angerührt in lauwarmem Wasser (gut 1/8 TL Meersalz auf 1 Trinkglas).
Haben sie empfindliches Zahnfleisch können Sie die Mundspülungen auch vorbeugend durchführen und nicht erst, wenn Sie eine Zahnfleischentzündung bemerken und schon Schmerzen haben.

Nelken helfen gegen Zahnfleischentzündung und Zahnschmerzen

Das uralte Hausmittel, was auch schon unsere Großmütter kannte, ist die Gewürznelke (Syzygium aromaticum). Diese hat schon Generationen gegen Zahnschmerzen geholfen. Die antibakteriell wirkende Nelke hilft aber auch sehr gut bei Zahnfleischentzündung. Sie lindert den Schmerz und wirkt betäubend auf das blutende und gereizte Zahnfleisch. Geben Sie die getrocknete Gewürznelke in die Wangentasche direkt an das Zahnfleisch und belassen Sie sie einige Zeit dort. Wenn Ihnen der würzige Geschmack nichts ausmacht, können Sie die Gewürznelke auch direkt an der Stelle, wo das Zahnfleisch entzündet ist, zerbeißen. Sie können die Gewürznelke auch vorsichtig an das Zahnfleisch reiben und es damit ein wenig massieren. Durch das Nelkenöl mit der hilfreichen Substanz Eugenol wird neben der antiseptischen und schmerzlindernden Wirkung auch die Durchblutung des Zahnfleisches angeregt. Bakterien werden vermehrt gebunden und ausgeschieden. Die Gewürznelken erhalten Sie im Supermarkt im Gewürzregal, in Apotheken und auch in so mancher Drogerie.

Mit ätherischen Ölen gegen Zahnfleischentzündung vorgehen

Neben Tee können Sie auch mit ätherischen Ölen in Wasser gegen Zahnfleischentzündung vorgehen. Bewährt haben sich hier besonders Nelkenöl, Teebaumöl und Walnussöl. Diese erhalten sie in Apotheken, Drogerien, vielen Supermärkten und Online Shops. Die Öle sind lange haltbar und sollten bei oft Zahnfleisch geplagten Menschen in jede Hausapotheke gehören. Geben Sie einige Tropfen in lauwarmes Wasser, spülen Sie damit einige Minuten den Mundraum und spucken es dann wieder aus. Je nach Stärke der Zahnfleischentzündung sollten Sie die Mundspülungen häufiger wiederholen. Anstatt das Nelkenöl in Wasser zu geben, können Sie es auch leicht verdünnt mit einem sauberen Wattestäbchen oder Wattepad auf das Zahnfleisch auftragen. Das Wattepad mit dem Öl können Sie auch für einige Minuten in der Wagentasche direkt am Zahnfleisch belassen. Das Öl wirkt schmerzstillend, antibakteriell und führt schnell eine Linderung der Beschwerden herbei.

Homöopathie kann gegen Zahnfleischentzündung helfen

Auch mit Homöopathie können Sie versuchen Zahnfleischbluten zu behandeln. Mit den folgenden homöopathischen Mitteln sollten Sie es versuchen:

  • Kalium phosphoricum
  • Carbo animalis
  • Carbo vegetabilis
  • Erigeon canadensis

Bei diesen Mitteln eignen sich die Potenzen D6 und D12. Nehmen Sie dreimal täglich folgende Mengen ein:

  • Tropfen: 10 bis 20 Tropfen
  • Globuli: 5 Globuli
  • Tabletten: 1 Tablette

Dieses ist nur eine allgemeine Empfehlung. Im Zweifelfall befragen Sie Ihren Homöopathen oder Fachmann.

Schüßler Salze bei Zahnfleischentzündung einsetzen

Auch Schüßler Salze können bei Zahnfleischentzündung sehr förderlich und positiv auf das gereizte Zahnfleisch einwirken. Die folgenden Schüßler Salzen sollten Sie bei Zahnfleischentzündung einnehmen:

  • Nr. 3. Ferrum Phosphoricum
  • Nr. 4. Kalium Chloratum
  • Nr. 5. Kalium Phosphoricum

Dosierung der Schüßler Salze:

  • Erwachsene: 3 bis 6 mal täglich 1-3 Tabletten
  • Kinder: 3 bis 6 mal täglich 1/2-2 Tabletten je nach Alter

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Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Behandlung von Zahnfleischentzündung mit unseren Haushaltsmitteln und Tipps.



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