Eine Leuchtstoffröhre (oft auch Neonröhre genannt) ist zwar sehr langlebig, hält aber doch meist nur einige Jahre und muss irgendwann ausgetauscht werden. Die Leuchtstoffröhre oder der Starter ist defekt, wenn die Leuchte flackert, nicht mehr komplett leuchtet oder gar nicht mehr anzuschalten geht. Ein Austausch des Leuchtmittels oder des Starters ist dann nötig und kann auch von einem Laien durchgeführt werden. Es gilt allerdings einiges zu beachten. Zuerst sollten Sie einen neuen Starter und/oder eine neue Leuchtstoffröhre kaufen. Orientieren Sie sich einfach an der alten defekten Lampe. Wattzahl und Länge der Röhre sollten übereinstimmen. Ob Ihre Leuchtstoffröhre einen Starter besitzt, erkennen Sie daran, dass die Lampe nach dem Anschalten erst 1-3 Sekunden ein wenig flackert und nicht sofort leuchtet. Geht Sie sofort an besitzt sie ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) und keinen konventionellen Starter (Zündvorrichtung). Bei Lampen mit EVG ist auch kein leises Brummen zu hören, bei Leuchtstoffröhren mit Starter können Sie ein ganz leises Brummen bzw. Surren vernehmen.
Unser Ratgeber „Leuchtstoffröhre und Starter ersetzen“ gibt Ihnen wertvolle Informationen und Tipps, wie Sie die Leuchte und/oder den Starter selbst austauschen können.

Leuchtstoffröhre und Starter ersetzen

Leuchtstoffröhre und Starter ersetzen

Ist die Leuchtstoffröhre oder der Starter defekt?

Bei Leuchtstofflampen kann es zu zwei Defekten kommen. Entweder kann die Leuchtstoffröhre selbst defekt sein oder der Starter, falls die Lampe einen hat und es sich nicht um eine Leuchte mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) handelt.
Schalten Sie die Lampe an und es passiert gar nicht, dann ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der Starter defekt. Es kann allerdings auch am Stromanschluss (Kabel), dem Schalter oder am Vorschaltgerät liegen. Dieses kann in der Regel aber nur ein Fachmann also Elektriker prüfen. Meist liegt aber ein Defekt am Starter vor.
Kommt es nach dem Anschalten der Lampe zu einem Knallgeräusch, dann hat sich der Starter „verabschiedet“. Dieses Geräusch ist ein recht untrügliches Zeichen, dass dieser in diesem Moment kaputtgegangen ist. Es kommt oft vor, dass die Lampe beim Knallgeräusch noch gestartet werden kann. Lassen Sie sich davon also nicht täuschen. Beim wiederholten Anschalten der Leuchtstofflampe wird sich die Lampe dann nicht mehr starten lassen. Manchmal kann durch den Defekt des Starters auch die Leuchtstoffröhre einen Defekt bekommen, wenn es beim Anschalten laut knallt. Leuchtet die Röhre anfangs nur an den Seiten und erst später in der Mitte, hat der Starter die Röhre irreparabel beschädigt. Die Enden der Röhre verfärbt sich in der Folge dunkel bzw. schwarz. In diesem Fall muss nicht nur der Starter, sondern auch die Röhre getauscht werden.
Flackert die Leuchtstoffröhre nach dem Anschalten dauerhaft stark, konnte aber noch problemlos gestartet werden, ist die Röhre selbst defekt, der Starter aber meist noch in Ordnung. Schalten Sie die Lampe unbedingt aus, wenn sie stark flackert, da sie sonst den Starter schädigen kann.
Bitte beachten Sie: Es ist bei Leuchtstoffröhren völlig normal, dass diese nach dem Anschalten erst durch den zweiten oder dritten Impuls durch den Starter anspringen. Dauert es länger liegt ein Defekt vor.

So tauschen Sie selbst eine defekte Leuchtstoffröhre aus

  • Zur Vorsicht sollten Sie vorab den Strom abschalten, indem Sie die Sicherung im Sicherungskasten ausstellen. Oder ziehen Sie, falls vorhanden, den Netzstecker der Lampe.
  • Nehmen Sie nun die Abdeckung der Leuchtstofflampe ab. Diese ist meist nur aufgesteckt, oftmals aber auch verschraubt oder mit einer Verriegelung versehen.
  • Manchmal verdecken eine oder zwei weitere Verkleidungen den Blick auf die Enden bzw. die Kontakte der Röhre. Diese müssen ebenfalls entfernt werden.
  • Die Leuchtstoffröhre wird nicht einfach nur in die Halterung geschoben. Diese verfügt über einen Drehmechanismus. Sie müssen somit die alte Röhre um ca. 90 Grad (also eine Vierteldrehung) nach vorne drehen. Benutzen Sie zur Sicherheit am besten Handschuhe. In seltenen Fällen kann es, besonders bei alten und recht festsitzenden Leuchtstoffröhren dazu kommen, dass diese beim „herausdrehen“ kaputtgehen. Es drohen Glassplitter an denen Sie sich schneiden können. Gehen Sie hier also sehr vorsichtig zu Werke.
  • Ziehen Sie die defekte Leuchtstoffröhre nach unten aus der Halterung. Zapfen und Schlitz müssen hierzu senkrecht zueinanderstehen.
  • Um die neue Leuchtstoffröhre (Neonröhre) einzusetzen, gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor. Sie schieben die neue Röhre von unten durch den Schlitz und drehen sie dann um ca. 90 Grad nach oben. Sie werden ein leises „Einrastgeräusch“ hören.
  • Stecken Sie die Abdeckungen wieder auf die Lampenhalterung.
  • Sie sollten nun die Sicherung wieder einschalten bzw. einen eventuellen Netzstecker wieder in die Steckdose stecken.
  • Schalten Sie die Lampe ein. Nach 1-3 Impulsen vom Starter sollte die Leuchtstoffröhre anspringen und eine regelmäßige und volle Leuchtkraft erreichen.

Wie wird der Starter einer Leuchtstoffröhre gewechselt?

  • Um einen defekten Starter zu wechseln, entfernen Sie die Abdeckung und Leuchtstoffröhre wie im vorherigen Absatz beschrieben.
  • In der Leiste sehen Sie eine kleine runde Kappe oder das Endstück eines kleinen Zylinders. Schrauben Sie nun die kleine Kappe nach links ab.
  • Anschließend können Sie den kleinen Starter greifen und drehen ihn ein wenig nach links. Dann können Sie ihn herausziehen.
  • Geben Sie nun den neuen Starter hinein und drehen ihn nach rechts.
  • Der Starter rastet ein.
  • Geben Sie die Kappe wieder auf die Öffnung, setzen die Röhre wieder ein, geben Abdeckungen und Verkleidungen auf die Lampe. Schalten Sie den Strom wieder ein und testen Sie die Lampe.
  • Startet die Lampe trotz des neuen Starters nicht und ist die Röhre Ihrer Meinung nach in Ordnung, dann sollten Sie Hilfe von einem Elektriker einholen. Eventuell ist die Zuleitung oder der Einschaltknopf an der Lampe defekt.

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