Birkenfeige (Ficus benjaminii) pflegen und düngen

Die Ficus Bäumchen sind in fast allen Haushalten heimisch. Der Ficus benjaminii (oder auch benjamina) stammt aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae).

An sich ist die Pflege der immergrünen Birkenfeige (Ficus benjaminii) recht einfach, wenn man einige Regeln einhält. Der Ficus dankt es einem mit schönen großen und dunklen gesunden Blättern und einem dichten Geäst. Im Baumarkt, Supermarkt oder Gärtnerei gibt es ihn mit geflochtenem Stamm oder meist als einzelnes Bäumchen.

Birkenfeige (Ficus benjaminii) pflegen und düngen

Birkenfeige (Ficus benjaminii) pflegen und düngen

Standort des Ficus:

Der Ficus liebt helle und sonnige Standorte. Dauerhafte oder häufige Zugluft sollte man unbedingt vermieden. Das nimmt einem der Ficus schnell übel und wirft die Blätter ab. Da ist er halt ein kleine Mimose.
Der Ficus benjaminii mag es auch gar nicht, wenn er häufig den Standort wechseln muss. Von daher beim ersten Aufstellen des Ficus einen guten Standort aussuchen und die Pflanze nach Möglichkeit dort stehen lassen. Wenn sie irgendwann zu groß dafür geworden ist, dann stellt man in an einen besseren Platz. Dann muss man aber damit rechnen, wenn dort die Helligkeit und Sonnenverhältnisse sehr abweichen, dass der Ficus dann einige Blätter abwirft. Aber die kommen nach kurzer Zeit wieder.
In den Sommermonaten sollte man den Ficus alle paar Wochen ein wenig auf der Stelle ein paar cm drehen, so dass alle Seiten der Pflanzen genug Licht abbekommen und gleichmäßig wachsen und er kräftig und schön dicht wird.

Gießen des Ficus:

Der Ficus braucht nicht viel Wasser. Die Erde darf nur leicht feucht sein, auf keinen Fall sollte das Wasser im Topf stehen. Dann gammelt es leicht, riecht muffig und der Ficus wirft seine Blätter ab und schwächelt. Hat man kleine Töpfe dann kann man den Ficus mitsamt Topf in ein mit Wasser gefülltes Waschbecken oder Badewanne stellen (30-60 min) und wartet bis der Wurzelballen sich schön vollgesogen hat. Dann ordentlich abtropfen lassen und wieder zurück in den Übertopf. So hat der Ficus genug Feuchtigkeit für 1-2 Wochen. Man kann aber auch ganz normal sparsam mit einer Gießkanne gießen. So hat man aber etwas weniger Kontrolle über die Feuchtigkeit als wie mit der Tauchmethode. Gerade große schwere Pflanzen oder Ficus in Seramis kann man nur mit der Gießkanne gießen.

Also wichtige Grundregel beim Gießen des Ficus: Lieber etwas weniger als mehr. Staunäße muss vermieden werden. Immer wenn der Ficus viel Blätter verliert, sollte das sofort ein Alarmzeichen sein. Irgendwas kann nicht stimmen. Manchmal kann es ein Schädling sein, aber, gerade wenn der Standort nicht gewechselt wurde, ist meistens zuviel Wasser und manchmal auch zuwenig Wasser Schuld. Also die Pflanze immer etwas im Auge haben.

Hat man die Birkenfeige (Ficus) mal zu viel gegossen, muss man das überschüssige Wasser unbedingt aus dem Übertopf abgießen. Dann sollte man den Pflanztopf mit dem Ficus für einige Stunden in eine Badewanne stellen zum abtropfen oder auf einige Lagen saugfähiges Zeitungspapier und bei warmen Temperaturen an die frische Luft. Sonst kann das Wasser an den Wurzeln schnell zu Fäulnis führen, wo dann die Pflanze darunter sehr leiden wird.

Düngen des Ficus:

Düngen sollte man den Ficus nur von April bis September. In den Wintermonaten bitte gar nicht düngen und auch deutlich weniger gießen. Der Ficus befindet sich dann im Wachstumsstopp, in so eine Art Winterpause.
Man verwendet ganz normalen Grünpflanzendünger. Einen Ficus kann man schnell überdüngen. Es gibt Empfehlungen die besagen, dass man den Ficus alle 1-2 Wochen mit ca. 1/4 der empfohlenen Menge an Dünger für Grünpflanzen düngen sollte.

Pflege des Ficus:

Vertrocknete oder tote Zweige und Äste kann man bedenkenlos mit einer Gartenschere abschneiden. Gerade bei Ästen die seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr zeigen, sind dann wirklich hinüber und können der Optik willen abgeschnitten werden. Bei vertrockneten Zweigen auch etwas zurückschneiden. Der Ficus treibt dann neu an diesen Stellen aus.
Wird der Ficus irgendwann zu groß für den Standort (Fenster, vor der Terassen- oder Balkontür) kann man ihn etwas zurecht stutzen. Hierfür am besten eine Gartenschere (gibt es oft schon für einige Euro im Bau- oder Supermarkt) nehmen, um die Zweige wirklich ordentlich zu schneiden und nicht abzuquetschen. Deswegen sollte man hier auch keine Schere benutzen.

Erde oder Substrat für den Ficus:

Man benutzt für den Ficus ganz normale Einheitserde mit einem PH-Wert von 5.5-6.5. Es sollte sich um gut durchlässigenr und nährstoffreichen Boden handeln.
Grundmischung: Lehmgranulat + Lava + Flusskies im Mischungsverhältnis 1/3+ 1/3+ 1/3

Vermehrung des Ficus:

Der Ficus läßt sich (am besten in der Wachstumsphase, also im Sommer) einfach durch Ableger bzw. Kopfstecklinge vermehren. Der Steckling sollte nicht zu jung sein (also nicht zu weich), da er beim Wurzeln ausbilden zu schnell fault und er sollte nicht zu alt und verholzt sein. Man schneidet mit einer Gartenschere (bitte kein stumpfes Messer oder Haushaltsschere) also eine mittelalte Triebspitze der Mutterpflanze ab. Man schneidet knapp unterhalb des Stängelknotens den Trieb ab. An dieser Verdickung am Blattansatz wird der Ableger dann die neuen Wurzeln ausbilden.
Den Ableger des Ficus kann man nun in ein Glas gefüllt mit Wasser stellen. Nach wenigen Tagen sollten sich an dem Steckling nun kleine Wurzelchen bilden. Sind die Wurzel groß genug, kann man die Jungpflanze alsbald in die Erde bringen. Am besten ist es Spezielerde aus dem Fachhandel zu benutzen, also spezielle Aussaaterden oder Erde für Sämereien.
Mann kann oft auch Erfolg haben, wenn man den Ableger gleich nach dem Abschneiden in die Erde steckt. Dort können sich dann ebenfalls die neuen Wurzeln bilden.
Wichtig ist es, dass die Erde der Jungpflanze nie nass ist, sondern immer nur leicht feucht. Viel Erfolg!

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