Kirschlorbeer hat braune Blätter

Der Kirschlorbeer (oft auch Lorbeerkirsche genannt) steht in vielen Gärten und ist dank seiner immergrünen Blätter als Hecke ein optimaler Sichtschutz, auch im Winter. Er kann bis zu 7 Meter hoch werden und ist, schön in Form geschnitten, mit seinen sattgrünen Blättern ein wahrer Hingucker. Allerdings kann ein Kirschlorbeer auch braune Blätter bekommen. Die Ursachen dafür sind recht unterschiedlich. Neben Schädlingen, extremer Kälte, Trockenheit und falscher Pflanzenpflege kann auch ein Pilzbefall dazu führen.

Unser Ratgeber „Kirschlorbeer hat braune Blätter“ gibt Ihnen viele wertvolle Tipps und Informationen, wie Sie braunen Blättern am Kirschlorbeer vorbeugen und Sie behandeln können.

Kirschlorbeer hat braune Blätter

Kirschlorbeer hat braune Blätter

Braune Blätter am Kirschlorbeer im Winter

Auch wenn der Kirschlorbeer ein sehr robustes Gewächs ist und durch seine immergrünen Blätter stark und wenig anfällig aussieht, so kann es jedoch in einem strengen kalten Winter zu braunen Blättern an der Pflanze kommen. Besonders in Wintern mit wenig Niederschlag und viel Sonne kann der Kirschlorbeer leiden. Er vertrocknet regelrecht. In der Folge vertrocknen viele Blätter, werden gelb und/oder braun und fallen irgendwann ab. Das ist aber kein Problem. Auch wenn der Kirschlorbeer nach einem frostigen und regenarmen Winter im Frühjahr ziemlich lädiert und unschön aussieht, so wird er in der Regel zuverlässig wieder austreiben, schnell grüne Spitzen und neue Blätter bekommen und sich rasch erholen. Sie können der Lorbeerkirsche in trockenen Perioden im Winter helfen, indem Sie sie an frostfreien Tagen ein wenig gießen. Aber auch starke Fröste können dem Kirschlorbeer ordentlich zusetzen, besonders, wenn die Sonne am nächsten Tag auf die noch gefrorenen Blätter scheint. Aber auch extreme Kälte von -20 Grad C sorgt dafür, dass viele Blätter und Äste erfrieren und absterben. Aber keine Sorge. An sich ist ein Kirschlorbeer unverwüstlich. Er wird im Frühjahr wieder austreiben.

Braune Kirschlorbeer-Blätter durch falsche Pflege

Normal sehen die Blätter des Kirschlorbeer kräftig und gesund aus. Sie sind knallig grün und glänzen. Hierbei spielt der Standort aber eine wichtige Rolle. Der Boden soll gut durchlässig sein. Zudem sollte keine übermäßige Trockenheit vorherrschen, aber auch Staunässe vermieden werden.
Weist der Kirschlorbeer nach dem Schnitt mit der Heckenschere nach kurzer Zeit braune Blätter auf, liegt es daran, wie die Blätter geschnitten wurden. Schneiden Sie das Gewächs mit einer elektrischen Heckenschere, dann durchtrennen Sie dabei die Blätter. Durch diese Verletzung wird die Blattstruktur so beschädigt, dass das Blatt absterben und braun werden kann, aber zumindest an der Schnittstelle gut erkennbare braune Ränder aufweist. Am besten schneiden Sie den Kirschlorbeer mit einer kleinen Gartenschere und trennen die Blätter direkt am Stiel zum Ast bzw. Zweig ab. Mit einer scharfen Hand-Heckenschere (also keine elektrischen) gelingt es auch oft, dass keine braunen Verfärbungen an den Schnittkanten auftreten. Dafür sollten Sie die Heckenschere aber vorher gut schärfen und schnelle glatte Schnitte ausführen, ohne die Blätter zu quetschen.

Auch Krankheiten können beim Kirschlorbeer die Ursache für braune Blätter sein

Auch wenn die Pflanze gut gepflegt wird und der Standort optimal ist, können sich trotz allem braune und kaputte Blätter am Kirschlorbeer zeigen. Weisen die Blätter rot-braune Flecken und kleine Löcher auf, so ist die Pflanze mit großer Sicherheit mit der sogenannten Schrotschusskrankheit befallen. Hierbei handelt es sich um einen Pilzbefall mit dem Pilz Wilsonomyces carpophilus, der anfangs nur die Blätter angreift, bei Nichtbehandlung aber nach und nach die ganze Pflanze befallen kann, was sie dann schlussendlich eingehen lässt. Um den Pilz zu behandeln, sollten Sie zuerst die befallenen Blätter sorgfältig entfernen. Entsorgen Sie die Blätter nicht in den Kompost, denn dort kann der Pilz fleißig weiter gedeihen, sich ausbreiten und sich mit seinen Schimmelsporen im ganzen Garten verteilen. Am besten geben Sie die Blätter in einen Müllbeutel, binden ihn zu und entsorgen ihn dann mit dem Hausmüll. Sammeln Sie auch unbedingt die bereits heruntergefallenen Blätter auf, die bereits vom Pilz befallen sind. Ist der Pilz schon sehr weit fortgeschritten sollten Sie sich im Baumarkt ein passendes Anti-Pilzmittel besorgen und den Kirschlorbeer damit behandeln.
Neben dem Pilz Wilsonomyces carpophilus verbreitet sich auch gerne ein anderer Pilz auf dem Kirschlorbeer mit dem Namen Monilia laxa. Umgangssprachlich wird hier von Spitzendürre oder Zweigdürre gesprochen. Bei dieser Pilzart werden die Blattränder braun und die Triebe gelb. Die befallenen Teile der Pflanzen fallen später ab. Hier sollten Sie die betroffenen Pflanzenteile ebenfalls möglichst rasch entfernen, um den Pilz einzudämmen. Bekämpfen Sie den Pilz mit einem Anti-Pilzmittel für Pflanzen. Nach der Behandlung sollten Sie regelmäßig nachkontrollieren, ob Sie den Pilz auch komplett „erwischt“ haben.

Schädlinge können ebenfalls braune und gelbe Blätter hervorrufen

Ist der Kirschlorbeer mit Schädlingen, wie z.B. Wollläusen, Schmierläusen, Blattläusen oder Schildläusen befallen, hat der Kirschlorbeer in der Regel zu viel Stickstoff. Dieses kann bei einer übermäßigen Düngung passieren. Geben Sie weniger Dünger und bekämpfen Sie die Schädlinge mit einem speziellen Schädlingsbekämpfungsmittel aus dem Baumarkt. Ansonsten werden diese sich weiter ausbreiten und irgendwann die gesamte Pflanzen befallen. Ist der Befall noch nicht sehr fortgeschritten und wollen Sie auf das Schädlingsmittel verzichten, dann können Sie die betroffenen Äste und Zweige auch sorgfältig und großzügig abschneiden.

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