Moos aus dem Rasen entfernen

Ein Rasen sieht nur schön und perfekt aus, wenn in ihm kein Moos oder andere Unkräuter wachsen. Gerade Moos sieht im Rasen sehr unschön aus, weil es bei kurz geschnittenem Rasen so richtig gut zu sehen ist. Neben Klee und Löwenzahn ist Moos wohl das Unkraut, was kein Gartenbesitzer in seinem Rasen sehen möchte. Da man das Moos nicht einfach heraus reißen kann, wie größere Unkraut-Pflanzen, ist die Entfernung per Hand nicht ganz so einfach möglich.
Unser Ratgeber zur Moos Entfernung zeigt Ihnen, wie Sie hierbei am besten vorgehen sollen. Dann ist das Moos entfernen zwar ein wenig zeitaufwendig, aber problemlos und recht nachhaltig machbar.

Moos aus dem Rasen entfernen

Moos aus dem Rasen entfernen

Wie entsteht Moos im Rasen überhaupt?

Klären wir zuerst, wie es überhaupt zu Mooswuchs im Rasen kommt. Es ist nämlich wichtig die Ursache zu klären, um dann entsprechend dagegen vorzugehen. Nur so können Sie Moos künftig ganz oder zumindest im größeren Ausmaß sehr gut vermeiden.

  • Moos bildet sich in der Regel in den nassen und feuchten Jahreszeiten mit wenig Sonne, also im Frühling und Herbst. Bei wenig Sonne und recht viel Regen, entsteht schnell Staunässe. Das heißt, der Boden ist immer feucht. Dieses sind optimale Bedingungen für Moos. Sind die obersten Erdschichten verdichtet, kann das Wasser nicht richtig im Erdboden versickern und „steht“ auf der Erdoberfläche und sorgt für einen viel zu feuchten Untergrund. Hier sollten Sie den Rasen mit einem Vertikutierer belüften.
  • Hat der Boden einen zu sauren pH-Wert, sind dieses ebenfalls optimale Wuchsbedingungen für das Moos. Mit pH-Teststreifen können Sie den genauen Wert feststellen und entsprechend handeln.
  • Aber auch Nährstoffmangel ist ein häufiger Auslöser. Das Gras bekommt nicht genug Nährstoffe, wächst dadurch nicht genug, bildet Lücken, wo sich dann Unkräuter wie z.B. Moos breit machen können. Düngen Sie also regelmäßig, gerade im Frühjahr, damit sich der Rasen nach dem Winter erholen kann.
  • Minderwertige Rasensaat kann ebenfalls eine Ursache sein. Kaufen Sie am besten nur hochwertige Rasensaat. Aber auch die falsche Rasensorte kann dazu beitragen, dass das Moos wuchert. Gerade an Hauswänden oder Hecken, wo häufig Schatten herrscht, ist ein spezieller Schattenrasen sinnvoll. Dieser ist speziell für schattige Orte geeignet. In ihm kann sich nur sehr schlecht Moos bilden.
  • Auch unregelmäßiges Mähen und zu niedriger Schnitt sorgen für eine gute Grundlage für Moos. Mähen Sie den Rasen mindestens 1 Mal pro Woche und schneiden Sie ihn nicht kürzer als 5 cm. Im feuchten Frühjahr und Herbst mit wenig Sonne, sollten Sie den Rasen nicht zu weit stutzen. Dieses begünstigt wiederum Moosbewuchs.
  • Liegt Herbstlaub zu lange auf den Rasenflächen, kann darunter in der Feuchtigkeit das Moos ordentlich sprießen. Harken Sie den Rasen, besonders im Herbst, regelmäßig ab.

Folgende Gegenstände benötigen Sie um Moos aus dem Rasen zu entfernen

  • Vertikutierer
  • Rasenrechen
  • Moosbekämpfungsmittel
  • Rasensamen
  • Rasendünger
  • eventuell Kalk
  • eventuell Sand

So entfernen Sie Moos aus dem Rasen mit einem Vertikutierer

Es gibt verschiedene Methoden das lästige Moos und dabei auch gleich andere unliebsame Unkräuter aus dem Rasen zu entfernen. Die sinnvollste und effektivste Vorgehensweise dem Moos und anderen Unkräutern den Garaus zu machen, ist das Vertikutieren. Hierfür gibt es spezielle Geräte, die Sie im Handel kaufen können, sich aber auch in vielen Baumärkten für einen Tag gegen eine meist geringe Leihgebühr ausleihen können. Pro Jahr sollten Sie die Rasenfläche 1-2 Mal vertikutieren. Der Vertikutierer hat unten mehrere Messer bzw. Klingen, die die Grasnarbe ein Stück einritzen. Dadurch wird die obere Erdschicht gelockert (belüftet) und im gleichen Arbeitsgang werden auch gleich große Unkräuter, Rasenfilz und natürlich auch Moos herausgeholt. Das Wasser kann also besser abfließen und durchdringt nun wieder viel besser die Erdoberfläche. Es steht nicht mehr auf dem Rasen und entzieht dem Moos so seine Lebensgrundlage.
Am besten vertikutieren Sie Ende März und dann noch mal zum Herbst, also August bzw. September. Sie sollten den Rasen in zwei Richtungen über Kreuz abfahren, damit Sie eine gute Durchlüftung erreichen. Abschließend harken Sie mit einem Rasenrechen die Grünfläche ab. Holen Sie mit dem Rechen dann noch die letzten Moos- und Unkrautreste aus dem Rasen, in dem Sie auch hier wieder in zwei Richtungen über Kreuz abharken.
Als Notlösung können Sie anstatt einen Vertikutierer zu benutzen, die Rasenfläche auch mit einem Rechen gründlich abharken. So bekommen Sie unliebsames Moos aus dem Rasen. Eine Belüftung der oberen Erdschicht findet hierbei aber nicht statt.

Mit Moosbekämpfungsmittel gegen das Moos auf der Grünfläche vorgehen

Da Sie mit dem Vertikutieren eine Menge Arbeit haben und sich unter Umständen keinen Vertikutierer anschaffen wollen und auch keinen ausleihen können, können Sie auch anders gegen das Moos vorgehen. Besorgen Sie sich Moosbekämpfungsmittel (meist mit Eisen-II-Sulfat oder Quinoclamin). Dieses streuen Sie einfach mit der Hand oder mit einem Streuwagen über den Rasen und lassen es dann seine Arbeit machen. In den nächsten 7-10 Tagen wirkt es auf das Moos ein und lässt es absterben, es wird dann regelrecht schwarz und verkümmert. Dem Rasen wird dabei kein Halm gekrümmt. Mähen Sie dann den Rasen möglichst tief und harken Sie mit einem Rasenrechen die Reste von dem vertrockneten Moos heraus. Sie können es auch mit einem Vertikutierer (mit einer sehr niedrigen Schnitttiefe) aus dem Rasen befördern und harken es dann nur noch zusammen.

Eine Nachsaat des Rasens ist nach der Moosentfernung sehr wichtig

Nach der Moosentfernung sollten Sie den Rasen unbedingt stärken und die Lücken im Rasen wieder schließen, in dem Sie neue Rasensamen ausbringen. Am besten einen speziellen Nachsaatrasen von einem Markenhersteller. Dieser geht recht schnell und zuverlässig auf.

Oft ist ein zu saurer Boden Schuld an zu viel Moss

Vermuten Sie einen zu sauren Boden, dann können Sie mit pH-Teststreifen aus dem Gartencenter oder Baumarkt den pH-Wert bestimmen lassen. Ist der Wert zu sauer, sollten Sie dagegen vorgehen, um den pH-Wert zu neutralisieren. Der ideale Wert sollte bei 6,5 – 6,8 liegen.
Liegt der Wert unter 5,5, also im sauren Bereich, dann sollten Sie unbedingt handeln. Mit Kalk können Sie den pH-Wert des Bodens ausgleichen. Besorgen Sie sich den Kalk im Gartencenter oder Baumarkt und bringen Sie ihn nach Anleitung auf Ihrem Rasen aus. Bevor Sie das Grün dann düngen, sollten Sie den Kalk vorerst einige Wochen auf den Rasen einwirken lassen. Häufiges Beregnen hilft hierbei. Kalken sollten Sie gleich zu Beginn der Saison, also bereits im März/April.
Ist der Rasen nach dem Kalken und Düngen knackegrün und enthält wenig Moos, können Sie davon ausgehen, dass der pH-Wert nun in Ordnung ist. Testen Sie aber ruhig alle 3-6 Monate mal nach, besonders wenn der Rasen, trotz Pflege und Düngens, zu schwächeln beginnt.
Wenn der Erdboden recht hart ist, dann sollten Sie nach dem Vertikutieren eine dünne Schicht Sand auf der Grünfläche verteilen. Den Sand harken Sie ein wenig mit einer Harke ein. Dieses macht den Boden durchlässiger und lockert ihn auf.

Eine regelmäßige Düngung stärkt den Rasen gegen unliebsame Mitbewohner

Nur ein starker und kräftiger Rasen kann Unkräuter und Moos verdrängen. Um ihn zu stärken und richtig schön grün zu bekommen, ist mehrfache Düngung pro Jahr unerlässlich. Die erste Düngung kann bereits im April/Mai erfolgen, damit der Rasen sich vom harten Winter erholen kann. Je nach Art des Düngers sollten Sie insgesamt 2-3 Mal pro Jahr düngen. Langzeitdünger ist empfehlenswert, weil dieser meist bis 3-6 Monate lang wirkt. Sie sparen sich hier also das ständige Nachdüngen.

Die richtige Bewässerung ist sehr wichtig, damit die Grasnarbe gesund bleibt

Die richtige Bewässerung ist ein sehr wichtiger Faktor für einen gesunden und moosfreien Rasen. An besonders heißen Tagen, sollten Sie früh morgens und spät abends sprengen. Niemals tagsüber bei Sonne. Sonst kann der Rasen verbrennen. Zumal bei großer Hitze das aufgebrachte Wasser zum Teil gleich wieder verdunstet. Da Gräser Flachwurzler sind, sollten Sie dafür sorgen, dass im Sommer die oberste Bodenschicht niemals ganz austrocknet.
Besonders nach dem Düngen und nach dem Nachsäen ist häufiges Bewässern sehr wichtig. Wässern Sie nach dem Düngen zu wenig, liegt der Dünger zu lange auf dem Rasen, es droht Verbrennung. Bei der Nachsaat empfiehlt es sich die Rasensamen ständig gut feucht zu halten, damit sie keimen und aufgehen können. Lieber mehrmals am Tag bewässern, als nur alle 1-2 Tage mit viel Wasser.

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