So düngen Sie Ihren Rasen richtig

Wohl jeder Gartenbesitzer weiß: Eine regelmäßige Düngung des Rasens ist sehr wichtig. Denn nur so erhält das Gras ausreichend Nährstoffe, wird saftig grün und schön dicht. Nur wenn die Rasennarbe gesund ist, haben Unkraut, Moos, Rasenkrankheiten und kahle Stellen keine Chance. Doch welchen Dünger sollte man für den Rasen verwenden? Wie sollte man den Rasen nach dem Düngen wässern? Wie oft sollte man düngen und vor allem die Frage aller Fragen: Wann sollte man den Rasendünger ausbringen? Fragen über Fragen…
Unser Ratgeber „So düngen Sie Ihren Rasen richtig“ gibt Ihnen anhand einer Anleitung wertvolle Informationen, Tipps und Tricks was Sie bei der Düngung beachten sollten.

So düngen Sie Ihren Rasen richtig

So düngen Sie Ihren Rasen richtig

Woran erkennen Sie, dass Sie den Rasen düngen sollten?

Stellen Sie die folgenden „Symptome“ an Ihrem Rasen fest, obwohl Sie ausreichend wässern, scheint ein Nährstoffmangel vorzuliegen:

  • Gelbfärbung des Rasens
  • Wenig Wachstum
  • Kahle Stellen und Lücken in der Grasnarbe
  • Dünner und „kraftloser“ Rasen
  • Viel Unkraut
  • Übermäßige Moosbildung
  • Krankheiten und Schimmelbefall

Wann sollten Sie den Rasen düngen?

Je nach Art und Lage des Rasens, Bodenart und Nutzung empfiehlt sich eine 2-3 malige Düngung pro Jahr. Bei einem reinen Zierrasen ohne große Belastung reicht meist eine 2-malige Düngung pro Jahr aus. Am besten eignet sich das Frühjahr und der Herbst. Stark strapazierte Rasenflächen (mit spielenden Kindern etc.) können problemlos 3-4 Mal pro Jahr eine Dosis Nährstoffe vertragen.
Je nach Lage und Witterung beginnt das Rasenwachstum Mitte / bis Ende März und endet im Oktober. Empfehlenswert ist es zu Anfang und zum Ende der Wachstumsperiode zu düngen. Bei weiteren Düngergaben, je nach Dünger, alle paar Monate nachdüngen. Eine Düngergabe im späten Herbst ist sinnvoll, weil diese das Gras für den bevorstehenden Winter stärkt.
Sie werden nach der Düngung schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der Rasendecke feststellen. Lässt dieser Effekt nach einigen Wochen oder Monaten deutlich nach, können Sie gleich wieder nachdüngen. Achten Sie aber darauf, nicht zu häufig zu düngen. Man kann einen Rasen auch sehr schnell überdüngen, welches ihn sehr leiden lässt.

Welchen Dünger sollten Sie für den Rasen verwenden?

Ein gesunder Rasen benötigt die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Alle Einzelkomponenten tragen zur Gesunderhaltung des Grüns bei. Stickstoff und Phosphor sorgen für Wachstum und eine satte grüne Farbe. Kalium stärkt die Widerstandskraft.

Da die Ansprüche der Graspflanze von denen anderer Pflanzen sehr abweichen, sollten Sie keinen Universaldünger nutzen, sondern speziellen Rasendünger. Die Bedürfnisse des Rasens sind im Frühjahr ein wenig anders, als im Herbst. Deswegen gibt es im Handel auch verschiedene Sorten Dünger (Frühjahresdünger und Herbstdünger für Rasen). Natürlich machen Sie auch nichts falsch, wenn Sie für die gesamte Saison einfach nur eine Sorte Rasendünger kaufen.

Neben normalem Rasendünger, bei dem die Wirkung nur wenige Wochen oder Monate anhält, gibt es auch Rasenlangzeitdünger (mit Sofort- und Langzeitwirkung). Hier handelt es sich um kleine „Kügelchen“, die über Monate bei Kontakt mit Wasser, nach und nach ihre Nährstoffe an die Graswurzeln abgeben. Hier kommen Sie in der Regel mit 1-2 Düngungen pro Jahr aus und sparen sich ein häufiges Nachdüngen.

So gehen Sie beim Rasen düngen richtig vor

Vor dem Düngen empfiehlt es sich die Rasennarbe aufzulockern. Dieses können Sie mit einem Vertikutierer erreichen. Im Handel gibt es elektrische Vertikutierer und auch preiswerte Handgeräte. Durch ein Auflockern der Erde, dringt das Regenwasser mit dem Dünger später besser an die Wurzeln vor.

Damit der Rasen auch gleichmäßig grün, kräftig, stark und widerstandsfähig wird, sollten Sie unbedingt auf eine gleichmäßige Verteilung des Düngers achten. Profis können sicher gut mit der Hand streuen, falls die Rasenfläche nicht allzu groß ist. Ansonsten empfiehlt sich ein Streuwagen, um den Dünger gleichmäßig, schnell und komfortabel auf dem Rasen auszubringen. Sie kippen den Dünger in den Streuwagen, stellen die Streumenge am Gerät ein und laufen dann Bahn um Bahn den Rasen ab. Am besten nicht nur in eine Richtung sondern in einem zweiten Gang auch nochmal diagonal, also über Kreuz.

Wollen Sie dem Rasen mit Flüssigdünger auf die Beine helfen, können Sie hier mit einer Gießkanne oder einem Drucksprühgerät vorgehen.

Nach der Düngung sollten Sie den Rasen sofort bewässern (außer es regnet ausreichend) und auch in den kommenden Tagen immer wieder reichlich beregnen, damit die Nährstoffe ins Erdreich gespült werden. Bevorzugt sollte in den Abendstunden den Rasen wässern, da tagsüber bei viel Sonne und Hitze das Wasser zum Teil verdunstet. Bei manchen Düngersorten, kann der Rasen sonst sogar verbrennen, wenn der Dünger zu lange auf der Rasenoberfläche liegt.

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