Matratze reinigen und Flecken entfernen

Gut ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Von daher sollte die Matratze nicht nur eine gute Qualität und einen hohen Schlafkomfort aufweisen, sie sollte auch von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Im Inneren der Matratze setzen sich im Laufe der Zeit Milben fest. Dieses lässt sich gar nicht vermeiden. Da sich die Milben von Staub, Haaren und Hautschüppchen ernähren, kann man durch regelmäßiges Reinigen und Lüften der Bettunterlage die Milben ein wenig im Zaum halten. Doch wie reinigt man eine Matratze richtig? Wie entfernt man Flecken aus Blut, Urin und verschütteten Getränken wie z.B. Kaffee und Tee? Schließlich sehen schmutzige Flecken und Ränder in der Matratze beim Bettenmachen nicht wirklich schön aus. Braucht man für die Fleckentfernung teure chemische Spezialreiniger oder kann man diese auch mit den guten alten und kostengünstigen Hausmitteln, die Oma schon kannte, entfernen? Bedenken Sie, dass sich eine Matratze aus Kaltschaum, Latex oder Federkern im Laufe der Jahre durchliegt und an Stabilität verliert und auch aus hygienischen Gründen (Milben etc.) nach ca. 5-6 Jahren getauscht werden soll. Gute Matratzen bekommen Sie im Fachhandel vor Ort, aber auch kostengünstiger in Online Shops wie z.B. www.belama.de. Informieren Sie sich vorab zu den verschiedenen Modellen und lesen Sie am besten Testberichte, damit Sie die für Sie optimale Matratze finden.
Unser Ratgeber „Matratze reinigen und Flecken entfernen“ gibt Ihnen hierzu viele wertvolle Putztipps, damit Sie die Matratze möglichst lange und unbeschwert nutzen können.

Matratze reinigen und Flecken entfernen

Matratze reinigen und Flecken entfernen

Folgendes benötigen Sie zur Reinigung der Matratze

  • Feinwaschmittel
  • Backpulver
  • Staubsauger mit Polsterdüse
  • weiche Bürste
  • Teppichklopfer

Eine Moltonspannauflage schützt Ihre Matratze

Bevor wir zu den Tipps für die Reinigung kommen, vorab noch ein kleiner Tipp: Benutzen Sie am besten eine sogenannte Moltonspannauflage. Diese Auflage wird einfach über die Matratze gespannt, liegt also zwischen ihr und dem Spannbettlaken. Sie ist so eine Art „unsichtbarer“ Schutz. Die Moltonauflage nehmen Sie dann einfach von Zeit zu Zeit oder wenn Sie fleckig geworden ist, ab und geben sie (nach Möglichkeit bei 95 Grad Kochwäsche – unbedingt Herstellerempfehlung beachten) in die Waschmaschine. Sie kann im gewissen Maß sogar vor Staubmilben schützen und sorgt dafür, dass die Hautschüppchen und Haare, die wir im Bett verlieren und von denen sich die Milben ernähren, auf der Moltonauflage liegen bleiben und nicht in direkten Kontakt mit der Matratze kommen. Ziehen Sie also regelmäßig die Moltonauflage vorsichtig ab und zwar so, dass die Hautschuppen und Haare auf der Auflage bleiben und nicht auf die Matratze gelangen. Rollen Sie die Auflage am besten zusammen, schütteln Sie kurz im Freien aus und geben Sie dann bei möglichst hoher Temperatur in die Waschmaschine.

So gehen Sie bei der Grundreinigung der Matratze vor

Sinnvoll ist es, die Matratze alle 4 Wochen gut auszulüften. Stellen Sie sie dazu seitlich an das geöffnete Fenster. So kann eventuell Feuchtigkeit, die wir nachts über den Schweiß verlieren, gut ablüften. Nach einigen Stunden sollten Sie die Matratze mit einem Teppich- oder speziellem Bettklopfer ein wenig ausklopfen und von Staub befreien.
Saugen Sie anschließend die Matratze mit einem Staubsauger und einer Polsterdüse von allen Seiten (auch seitlich) gründlich ab.
Sie können Sie Matratze dann wieder in das Bettgestell legen und frisch beziehen.
Moderne Matratzen verfügen über eine abnehmbare waschbare Hülle bzw. Ummantelung. Diese ist meist mit einem Reißverschluss zu öffnen. Ziehen Sie die Hülle von der Matratze ab und geben Sie diese in die Waschmaschine bei einer möglichst hohen Temperatur (60 oder 95 Grad Kochwäsche – Herstellerempfehlung beachten). Dieses tötet wirkungsvoll Hausstaubmilben, Keime, Bakterien und sogar eventuellen Schimmel ab. Geben Sie ruhig noch etwas Hygienespüler mit in die Maschine. Danach ist die Ummantelung wieder klinisch rein. Am besten waschen Sie den Matratzenbezug alle 3-6 Monate. Allergiker sollten sie häufiger in der Waschmaschine durchwaschen, um eine Belastung durch Staub und Milben möglichst stark zu reduzieren.

So entfernen Sie Flecken (Urin, Blut, Rotwein, Milch, Kaffee etc.) aus der Matratze

Flecken in Matratzen lassen sich nicht immer leicht und komplett entfernen. Auch wenn Hausmittel bei frischen Flecken recht gut funktionieren, sind die Spezialreiniger zur Fleckentfernung oft die letzte Möglichkeit, besonders alte, eingetrocknete und hartnäckige Flecken komplett entfernt zu bekommen. Besitzt Ihre Matratze eine Hülle mit Reißerschluss, dann sollten Sie nach der Fleckentfernung diese in die Waschmaschine geben und gut durchwaschen. Waschen Sie die Matratzenhülle so heiß wie möglich. Beachten Sie die Herstellerempfehlung oder das Waschetikett.

Blutflecken: Blutflecken in der Matratze sollten unbedingt so schnell wie möglich entfernt werden. Benutzen Sie nie heißes oder warmes Wasser zur Fleckentfernung, da die Eiweißbestandteile im Blut bei Wärme gerinnen und sich im Material erst dann so richtig festsetzen. Am ehesten bekommen Sie Blutflecken mit kaltem Wasser aus der Matratze. Nehmen Sie eine Schüssel und einen Lappen und wischen Sie die Blutspritzer und Flecken großzügig damit aus. Sparen Sie nicht mit Wasser. Falls der Blutfleck nicht komplett zu entfernen ist, können Sie den Rest noch mit Gallseife bearbeiten. Lassen Sie nach der Reinigung die Matratze unbedingt gut trocknen, bevor Sie das Bett wieder beziehen. Eine weiterer Putztrick funktioniert mit dem guten alten Hausmittel Backpulver. Weichen Sie den Blutfleck mit kaltem Wasser ein und geben Sie dann für 20-30 Minuten Backpulver auf den Fleck. Nehmen Sie das Backpulver anschließend mit einem feuchten Tuch auf. Abschließend können Sie den verbliebenen Fleck noch mit Wasser und etwas Feinwaschmittel bearbeiten.

Urinflecken: Versuchen Sie noch nasse und feuchte Urinflecken zuerst mit Toilettenpapier oder Küchenrollenpapier gut abzutrocknen. Dann geben Sie großzügig Zitronensaft auf den Urinfleck und lassen dieses gut eintrocknen. Nehmen Sie nun eine weiche Bürste und bearbeiten Sie damit den Urinfleck. In der Regel lässt er sich größtenteils ganz gut herausbürsten. Vermutlich bleiben noch Ränder zurück, das Urin selbst sollte aber weitgehend entfernt sein. Sprühen Sie anschließend Desinfektionsspray auf den ehemaligen Urinfleck.
Entfernen Sie „Pippiflecken“ nach Möglichkeit immer so früh wie möglich. Je frischer der Fleck, umso besser, einfacher und rückstandsloser lässt er sich entfernen.

Kaffeeflecken, Teeflecken und Milchflecken: Kaffee-, Tee- und Milchflecken lassen sich meist recht einfach entfernen. Nehmen Sie einfach lauwarmes Wasser und spülen Sie den Fleck damit gründlich aus. Dieses reicht in der Regel. Bei alten und hartnäckigen Flecken können Sie dem Fleck auch mit Gallseife zu Leibe rücken.

Rotweinflecken: Rotweinflecken lassen sich mit Salz und kohlensäurehaltigem Mineralwasser recht gut entfernen. Geben Sie großzügig normales Kochsalz auf den Rotweinfleck. Dieses saugt den Rotwein gut auf und entfernt ihn damit aus der Matratze. Klopfen Sie das Salz mit dem Zeigefinger in die Matratze ein. Saugen Sie anschließend das Salz inklusive des aufgesogenen Rotwein mit einem Staubsauger ab. Um die Wirkung des Salzes zu unterstützen können Sie nach dem Auftragen auch vorsichtig etwas kohlensäurehaltiges Mineralwasser auf das Salz und den Rotweinfleck geben. Trocken Sie danach den Fleck gut ab und lassen die Stelle an der Luft gut durchtrocknen, bevor Sie das Spannbettlaken wieder aufziehen. Den restlichen Fleck können Sie dann auch noch mit etwas milder Spülmittellauge bearbeiten.

Was tun, wenn sich Flecken aus der Matratze schlecht entfernen lassen?

Nützen all die Maßnahmen nichts um die Flecken zu entfernen und die Matratze ist noch relativ neu, dann können Sie diese vom Fachmann auch professionell reinigen lassen. Ist Ihnen dieses zu teuer und sind die Flecken so hartnäckig und sehen extrem unschön aus, dann können Sie die Matratze auch umdrehen, damit die „Fleckenseite“ nach unten zeigt. So sind die Flecken zwar nicht entfernt, aber zumindest beim Bettenmachen nicht mehr sichtbar.

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