Warum nehmen Sportler oft Creatin ein?

Viele Sportler, besonders im Bereich Bodybuilding bzw. Muskelaufbau, nehmen Creatin ein. Dieses ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kommt auch in natürlicher Nahrung vor. Um größere Mengen einzunehmen nehmen Sportler das Creatin in Form von Pulvern oder Kapseln ein. Doch warum nehmen Sportler Creatin ein, wie wirkt es und was ist Creatin überhaupt? Bringt es wirklich extreme Leistungssteigerungen mit sich? Um es gleich vorweg zu sagen: Zaubern kann Creatin nicht. Richtiges Muskeltraining und eine gute und ausgewogene Ernährung sind immer noch das wichtigste. Also einfach nur Pülverchen, Pillen und Kapseln einwerfen macht einem nicht zu Supermann. Fitnessgerecht Kochen muss nicht teuer sein. Auch mit einfachen Mitteln und guten Rezepten kann man sich richtig und gut ernähren und liefert dem Körper die optimalen Baustoffe für die Muskeln.
Unser Ratgeber „Warum nehmen Sportler oft Creatin ein?“ gibt Ihnen zu diesem Thema wertvolle Informationen.

Warum nehmen Sportler oft Creatin ein?

Warum nehmen Sportler oft Creatin ein?

Was ist Creatin?

Das Nahrungsergänzungsmittel nennt sich „Creatin“, beinhaltet aber die Aminosäure „Kreatin“. Das Wort Kreatin stammt vom griechischen Wort „kreas“ ab. Dieses bedeutet Fleisch. In Fleisch ist nämlich außerordentlich viel Creatin vorhanden. Die Hauptaufgabe von Kreatin ist die Versorgung der Muskeln mit Energie. Die Entdeckung haben wir Eugène Chevreul zu verdanken, der die essentiell wichtige Aminosäure 1832 entdeckte. Jeder Bodybuilder kennt Creatin zur Förderung des Muskelaufbaus. Viele Studien weisen zudem seine positive Wirkung auf den menschlichen Körper nach. Man könnte Creatin über die Nahrung (hauptsächlich über Fleisch und Fisch) aufnehmen, es geht aber auch einfacher. Bodybuilder nehmen Creatin oft in Form von Pulver (in Wasser oder Shakes eingerührt) oder in Kapselform zu sich. Creatin ist eines der am meist verbreitetsten Nahrungsergänzungsmittel bei Bodybuildern. Unser Körper kann Creatin aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin auch selbst bilden. Eine Zufuhr von diesen Aminosäuren fördert also indirekt die Produktion von Creatin. Es wird in der Niere, der Leber und in der Bauchspeicheldrüse synthetisiert.

Was bewirkt Creatin im Körper?

Creatin bewirkt während des Krafttrainings eine Steigerung der Muskelkraft, kann im Übermaß aber oxidativen Stress im Körper auslösen. Es wirkt als Energieträger zur Synthese von ATP (Adenosintriphosphat). Ist mehr Creatin im Muskel bzw. in einer einzelnen Muskelzelle vorhanden, umso länger sind die Muskeln fähig ein Maximum an Leistung zu erbringen. Also genau das, was sich ein Bodybuilder wünscht, um das Training mit noch höherem Gewicht so richtig auszureizen. Besonders gut wirkt Creatin beim Schnellkrafttraining. Hierfür ist eine tägliche Menge von 3 Gramm Creatin notwendig.

Viele Bodybuilder und Sportler nehmen Creatin anfangs über 1 Woche in einer höheren Dosis ein. Dieses nennt sich im Fachjargon Hochdosisphase. Hier werden in der sogenannten Ladedosis oft 4-5 Gramm Creatin eingenommen. Nach der Hochdosisphase wird dann eine Erhaltungsdosis eingenommen, die sich im Rahmen von ca. 2-5 Gramm Creatin bewegt. Über die Nahrung können Sie solch eine hohe Dosis gar nicht erreichen. Zum Beispiel müssten Sie in der einwöchigen Hochdosisphase mit 4-5 Gramm Creatin gut 1-1,5 kg rohes Rindfleisch verzehren und das täglich. Optimal also das Creatin ganz bequem und kostengünstig als Pulver bzw. in Kapselform einzunehmen.

Eine Dauereinnahme über einen längeren Zeitraum im Rahmen von ca. 5 Gramm pro Tag gilt als unbedenklich. Gut 4 Wochen nach dem Ende der Einnahme von Creatin sinkt der muskuläre Gehalt wieder auf den Ausgangswert ab.

Creatin ist kein Wundermittel und auf keinen Fall Doping. Enorme Leistungssprünge sind nicht möglich, schon gar nicht ohne ausgiebiges Krafttraining. Es wirkt aber durchaus im gewissen Rahmen leistungssteigernd.

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