20 Tipps um beim Duschen Wasser zu sparen

Wer jeden Tag duscht, verbraucht auf das Jahr gesehen erstaunlich viel Wasser und Energie. Zum Glück musst Du Deinen Komfort im Bad nicht komplett aufgeben, um trotzdem spürbar zu sparen. Oft reichen kleine Verhaltensänderungen, eine angepasste Ausstattung und ein besseres Bewusstsein für den eigenen Verbrauch. Besonders warmes Wasser schlägt auf Deine Kosten und auf die Umweltbilanz, denn für das Erhitzen wird sehr viel Energie benötigt. Wenn Du mehrere der folgenden Ideen kombinierst, merkst Du den Unterschied nicht nur auf der Nebenkostenabrechnung, sondern auch im Alltag, weil alles routinierter abläuft. In diesem Ratgeber findest Du 20 praxiserprobte Tipps, die Du ohne großen Aufwand umsetzen kannst. Viele davon funktionieren sogar in Mietwohnungen, ohne dass Du baulich etwas verändern musst. Such Dir zuerst zwei oder drei Maßnahmen aus, die zu Deinem Alltag passen, und erweitere Dein Sparprogramm danach Schritt für Schritt. So bleibt die Motivation hoch und Duschen fühlt sich trotzdem angenehm an.

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20 Tipps um beim Duschen Wasser zu sparen

Inhaltsverzeichnis

  1. Duschdauer bewusst verkürzen
  2. Wasser beim Einseifen abstellen
  3. Sparduschkopf einbauen
  4. Durchflussbegrenzer an der Armatur nutzen
  5. Wassertemperatur leicht senken
  6. Weniger oft, dafür gezielt duschen
  7. Duschablauf planen und alles bereitlegen
  8. Stoppuhr oder Duschsong verwenden
  9. Kinder spielerisch ans Wassersparen heranführen
  10. Baden durch kurze Dusche ersetzen
  11. Körperpflegeprodukte clever einsetzen
  12. Armatur regelmäßigen Checks unterziehen
  13. Warmwasseraufbereitung optimieren
  14. Kaltes Wasser am Anfang auffangen und nutzen
  15. Haare seltener unter der Dusche waschen
  16. Duschkabine und Vorhang effizient nutzen
  17. Wasser während kleiner Pausen immer wieder abdrehen
  18. Mitbewohner und Familie einbeziehen
  19. Im Urlaub und Fitnessstudio bewusst duschen
  20. Fortschritte messen und Sparziele setzen

1. Duschdauer bewusst verkürzen

Der einfachste und gleichzeitig effektivste Weg, um beim Duschen Wasser zu sparen, ist eine kürzere Duschdauer. Viele Menschen stehen aus Gewohnheit viel länger unter der Brause, als eigentlich nötig wäre. Beobachte einmal, wie lange Du wirklich brauchst, um Dich einzu­shampoonieren und abzuspülen. Die meisten kommen problemlos mit fünf Minuten aus. Wenn Du Deine Duschroutine straffst, reduzierst Du automatisch den Wasserverbrauch und den Energiebedarf für warmes Wasser. Ein guter Trick ist, zuerst alle Handgriffe im Kopf durchzugehen und dann bewusst zügiger zu handeln. Vermeide es, gedankenverloren unter der Dusche zu stehen, zu träumen oder auf dem Handy Musik zu wechseln. Du wirst merken, dass Du Dich auch mit weniger Zeit genauso sauber und erfrischt fühlst, während Deine Wasserrechnung nach und nach sinkt.

2. Wasser beim Einseifen abstellen

Viele Liter Wasser fließen völlig ungenutzt in den Abfluss, während Du Dich einseifst oder die Haare einshampoonierst. In dieser Zeit brauchst Du das Wasser nicht, also lohnt es sich, die Brause konsequent kurz abzudrehen. Das fühlt sich anfangs ungewohnt an, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Praktisch ist eine Armatur oder Handbrause mit leicht zu erreichendem Hebel oder Knopf, den Du auch mit seifigen Händen bedienen kannst. So lässt sich der Wasserstrahl zwischendurch ohne Mühe stoppen und später wieder aufdrehen. Wer es ganz konsequent angeht, stellt das Wasser auch beim Rasieren oder bei kurzen Pausen aus. Auf das Jahr gerechnet ist der spareffekt enorm, vor allem, wenn mehrere Personen im Haushalt diese Gewohnheit übernehmen.

3. Sparduschkopf einbauen

Ein Sparduschkopf reduziert die durchströmende Wassermenge, ohne dass sich der Komfort stark verändert. Moderne Modelle mischen Luft unter das Wasser oder formen feine Strahlen, sodass sich der Duschstrahl angenehm voll anfühlt, obwohl weniger Wasser fließt. Der Einbau ist unkompliziert, meist genügt es, den alten Duschkopf abzuschrauben und den neuen aufzuschrauben. Mit relativ kleinen Investitionskosten kannst Du so den Wasserverbrauch pro Minute deutlich senken. Wichtig ist, ein qualitativ hochwertiges Modell zu wählen, das nicht zu einem unangenehm harten Strahl führt. Viele Hersteller geben an, wie viel Liter pro Minute durchfließen. Vergleiche diese Angabe mit Deinem bisherigen Duschkopf. Wenn Du pro Minute mehrere Liter weniger verbrauchst, sparst Du bei jeder Dusche bares Geld und trägst gleichzeitig zum Umweltschutz bei.

4. Durchflussbegrenzer an der Armatur nutzen

Neben dem Duschkopf selbst kannst Du auch an der Armatur ansetzen. Durchflussbegrenzer werden zwischen Duschschlauch und Armatur oder direkt im Anschluss montiert. Sie sorgen dafür, dass insgesamt weniger Wasser durch die Leitung strömt. Oft lassen sie sich sogar nachrüsten, ohne dass Du große Änderungen am Bad vornehmen musst. In Mietwohnungen ist das besonders praktisch, weil Du die Teile beim Auszug wieder entfernen kannst. Manche Armaturen haben bereits integrierte Sparfunktionen, erkennbar an speziellen Markierungen am Hebel. Prüfe, ob Deine Armatur so eine Funktion besitzt und nutze sie konsequent. In Kombination mit einem Sparduschkopf senkst Du den Verbrauch deutlich. Achte darauf, dass der Wasserdruck in Deiner Wohnung nicht ohnehin schon sehr niedrig ist, damit der Komfort beim Duschen erhalten bleibt.

5. Wassertemperatur leicht senken

Auch wenn es verlockend ist, sehr warm zu duschen, verbrauchst Du dadurch mehr Energie für die Warmwasserbereitung. Wenn Du die Mischtemperatur geringfügig senkst, merkst Du das beim Komfort kaum, Deine Heizung oder Dein Durchlauferhitzer aber schon. Eine etwas kühlere Dusche erfrischt zusätzlich und regt den Kreislauf an. Besonders im Sommer kann ein lauwarmes oder leicht kühles Duschbad sehr angenehm sein. Wenn Du zusätzlich die Duschdauer reduzierst, summiert sich der Effekt. Achte darauf, die Temperatur gleich zu Beginn richtig einzustellen, statt lange nachzujustieren, während das Wasser läuft. Manche Thermostatarmaturen lassen sich auf eine bestimmte Temperatur voreinstellen, die Du nur noch kurz anwählst. So vermeidest Du unnötige Schwankungen und senkst Deinen Energieverbrauch langfristig.

6. Weniger oft, dafür gezielt duschen

Viele Menschen duschen aus reiner Routine täglich oder sogar mehrfach am Tag, obwohl das nicht immer nötig ist. Überlege, wann eine volle Dusche wirklich erforderlich ist und wann eine kurze Katzenwäsche am Waschbecken ausreicht. Gerade an Tagen, an denen Du wenig geschwitzt hast, reicht es oft, nur bestimmte Körperbereiche gründlich zu reinigen. Das schont nicht nur Deine Haut, sondern spart auch Wasser und Energie. Außerdem kannst Du überlegen, ob Du Haare und Körper jedes Mal zusammen wäschst oder die Haarwäsche auf bestimmte Tage legst. Wenn Du insgesamt seltener duschst, reduziert sich Dein Verbrauch automatisch, ohne dass Du bei jeder einzelnen Dusche extrem sparen musst. Wichtig ist, ein gesundes Mittelmaß zu finden, in dem Du Dich sauber und wohl fühlst und trotzdem bewusster mit Ressourcen umgehst.

7. Duschablauf planen und alles bereitlegen

Hast Du schon einmal gemerkt, wie oft Du während des Duschens nach Shampoo, Rasierer oder einem frischen Waschlappen suchst, während das Wasser weiterläuft. Wenn Du Deinen Duschablauf vorher planst und alles Wichtige griffbereit platzierst, verhinderst Du diese unnötigen Laufzeiten. Lege Shampoo, Duschgel, Peeling oder Rasierzeug vor dem Einstieg so hin, dass Du ohne Suchen drankommst. Überlege Dir, in welcher Reihenfolge Du vorgehst und bleibe dann bei diesem Schema. So kommst Du schneller durch Deine Routine und vermeidest Pausen, in denen Wasser sinnlos in den Abfluss rauscht. Ein kleines Duschregal oder ein Korb kann helfen, Ordnung zu halten. Mit der Zeit wird das ein fester Ablauf, über den Du kaum noch nachdenken musst. Deine Duschzeit verkürzt sich fast automatisch, ohne dass Du Dich gestresst fühlst.

8. Stoppuhr oder Duschsong verwenden

Ein sehr praktischer und motivierender Trick ist der Einsatz einer Stoppuhr oder eines festen Duschsongs. Stelle Dir zum Beispiel eine Küchenzeituhr oder die Timerfunktion auf dem Smartphone auf fünf Minuten. Alternativ suchst Du Dir ein Lied in passender Länge aus und versuchst, mit Deiner Dusche fertig zu sein, wenn der Song zu Ende ist. So bekommst Du ein Gefühl für Zeit, ohne ständig auf die Uhr starren zu müssen. Aus der kleinen Herausforderung kann fast ein Spiel werden. Gerade Kinder und Jugendliche lassen sich so leichter für das Thema Wassersparen begeistern. Du kannst Deine Zeiten gelegentlich notieren und schauen, ob Du Dich im Laufe der Wochen verbesserst. Wichtig ist nicht, einen Rekord aufzustellen, sondern ein gesundes Bewusstsein für die tatsächlich benötigte Duschdauer zu entwickeln.

9. Kinder spielerisch ans Wassersparen heranführen

Wenn Kinder im Haushalt leben, haben sie großen Einfluss auf den Wasserverbrauch beim Duschen. Statt ständig zu ermahnen, kannst Du das Thema spielerisch angehen. Erkläre in einfachen Worten, warum Wasser wertvoll ist und was im Hintergrund passieren muss, damit warmes Wasser aus der Leitung kommt. Nutze zum Beispiel eine bunte Sanduhr, die anzeigt, wie lange die Dusche dauern sollte. Ihr könnt gemeinsam Duschregeln aufstellen, etwa dass das Wasser beim Einseifen abgestellt wird oder dass nur ein bestimmter Song lang geduscht wird. Belohne konsequentes Einhalten mit kleinen Anerkennungen oder einem gemeinsamen Spiel, nicht mit materiellem Konsum. So verknüpfen Kinder das Wassersparen mit positiven Erlebnissen und übernehmen die guten Gewohnheiten später ganz selbstverständlich.

10. Baden durch kurze Dusche ersetzen

Ein Vollbad verbraucht in der Regel deutlich mehr Wasser als eine kurze Dusche. Wenn Du also häufiger badest, lohnt es sich, einige dieser Bäder durch eine effiziente Dusche zu ersetzen. Natürlich darfst Du Dir ab und zu ein entspannendes Bad gönnen, doch im Alltag reicht oft eine schnelle Dusche völlig aus. Besonders an Tagen, an denen es nur darum geht, Schweiß oder Staub loszuwerden, sparst Du mit der Dusche viele Liter Wasser. Mach Dir bewusst, dass ein Vollbad eher ein Luxusmoment ist und plane es entsprechend selten und bewusst ein. Wenn Du im Familienalltag häufiger badest, etwa mit Kindern, kannst Du überlegen, diese Badezeiten zu bündeln und ansonsten auf kurze Duschgänge umzusteigen. So reduzierst Du den Gesamtwasserverbrauch, ohne komplett auf Gemütlichkeit zu verzichten.

11. Körperpflegeprodukte clever einsetzen

Auch die Wahl und der Einsatz von Körperpflegeprodukten beeinflussen, wie viel Wasser Du beim Duschen brauchst. Sehr stark schäumende Duschgele oder Shampoos müssen oft länger ausgespült werden, wodurch mehr Wasser fließt. Produkte, die gut reinigen und sich trotzdem leicht ausspülen lassen, sind hier im Vorteil. Du kannst außerdem darauf achten, nicht zu viel Produkt zu verwenden. Eine kleine Menge reicht meist aus, wenn Du sie in den Händen vorverteilst und dann auf dem Körper oder im Haar verteilst. Das verkürzt die Einwirkzeit und den Spülvorgang. Feste Shampoos oder Duschseifen lassen sich oft sehr gezielt dosieren. Indem Du insgesamt weniger Schaum erzeugst, brauchst Du weniger Wasser, um alles wieder zu entfernen, bleibst aber genauso sauber und gepflegt.

12. Armatur regelmäßigen Checks unterziehen

Undichte oder verkalkte Armaturen können den Wasserverbrauch unbemerkt in die Höhe treiben. Prüfe daher regelmäßig, ob irgendwo Wasser nachtropft oder seitlich am Duschschlauch entweicht. Kalkablagerungen an Sieben und Dichtungen führen zu einem ungleichmäßigen Strahl und manchmal zu höherem Durchfluss, weil das Wasser nicht mehr sauber verteilt wird. Durch einfaches Entkalken mit haushaltsüblichen Mitteln und den gelegentlichen Austausch von Dichtungsringen kannst Du das verhindern. Wenn die Armatur schon sehr alt ist, lohnt sich eventuell der Austausch gegen ein modernes Modell mit sparsamen Funktionen. Achte darauf, dass der Hebel leichtgängig ist und sich die Wassermenge fein dosieren lässt. Je präziser Du einstellen kannst, desto geringer ist das Risiko, unnötig viel Wasser durchlaufen zu lassen. Kleine Wartungsarbeiten zahlen sich langfristig aus.

13. Warmwasseraufbereitung optimieren

Die Art, wie Dein warmes Wasser erzeugt wird, beeinflusst ebenfalls Deinen Verbrauch. Ein schlecht eingestellter Durchlauferhitzer oder eine überdimensionierte Warmwassertemperatur führen dazu, dass Du länger mischen musst, bis die richtige Temperatur erreicht ist. Prüfe, ob die Temperatur am Gerät sinnvoll eingestellt ist, damit das Wasser nicht viel zu heiß ankommt. Dann musst Du nämlich weniger kaltes Wasser beimischen. Bei zentralen Heizungsanlagen kannst Du mit Deinem Heizungsfachbetrieb sprechen, ob sich Einstellungen optimieren lassen. Auch eine gute Dämmung von Warmwasserleitungen verhindert, dass Wärme unnötig verloren geht. Zwar geht es dabei vor allem um Energie, doch wenn warmes Wasser schneller in der gewünschten Temperatur bereitsteht, lässt Du die Dusche nicht so lange vorlaufen und sparst indirekt auch Wasser ein.

14. Kaltes Wasser am Anfang auffangen und nutzen

Zu Beginn der Dusche kommt oft zuerst kaltes Wasser aus der Leitung, das viele einfach ungenutzt in den Abfluss laufen lassen. Stattdessen kannst Du einen Eimer, eine Schüssel oder sogar eine saubere Gießkanne unterstellen und dieses Wasser auffangen. Verwende es später zum Blumengießen, Putzen oder für andere Haushaltsaufgaben, bei denen Du kein warmes Wasser benötigst. So reduzierst Du zwar nicht die Menge, die durch die Leitung fließt, aber Du nutzt sie sinnvoll doppelt. Gerade bei älteren Leitungen, in denen das warme Wasser länger braucht, bis es ankommt, summieren sich diese Mengen deutlich. Mach es Dir zur Routine, den Auffangbehälter rechtzeitig vor das Einschalten der Dusche zu stellen. Je selbstverständlicher dieser Schritt wird, desto mehr Wasser kannst Du im Alltag weiterverwenden.

15. Haare seltener unter der Dusche waschen

Die Haarwäsche ist oft der Teil der Dusche, der am meisten Zeit und Wasser beansprucht, weil Shampoo einmassiert und gründlich ausgespült werden muss. Überlege, ob Du Deine Haare wirklich bei jeder Dusche waschen musst oder ob ein Rhythmus von zwei oder drei Tagen ausreicht. Viele Kopfhauttypen profitieren sogar davon, wenn sie nicht täglich mit Shampoo behandelt werden. An haarwaschfreien Tagen bist Du wesentlich schneller fertig und verbrauchst weniger Wasser. Wenn eine Haarwäsche nötig ist, kannst Du sie effizienter gestalten, indem Du Shampoo nur einmal gründlich aufträgst und nicht mehrfach hintereinander verwendest. Eine kurze Einwirkzeit reicht meist aus. So kannst Du für saubere Haare sorgen und gleichzeitig Deine Duschzeit deutlich verkürzen.

16. Duschkabine und Vorhang effizient nutzen

Eine gut schließende Duschkabine oder ein korrekt gezogener Duschvorhang helfen dabei, dass das Wasser dort bleibt, wo es hingehört. Auf den ersten Blick hat das nichts mit Wassersparen zu tun, indirekt aber schon. Wenn ständig Wasser aus der Dusche auf den Boden spritzt, ist der Putzaufwand danach größer, und Du benötigst möglicherweise zusätzlich Wasser zum Reinigen. Außerdem neigen manche dazu, den Wasserstrahl höher aufzudrehen, um den ganzen Körper zu erreichen, wenn die Kabine schlecht gebaut ist. Achte darauf, dass die Brause so eingestellt ist, dass der Strahl Dich gut trifft, aber nicht darüber hinaus gegen Wände oder Öffnungen prallt. Eine passende Höhe der Halterung und der richtige Winkel helfen dabei. So nutzt Du das Wasser gezielt und vermeidest unnötige Spritzer.

17. Wasser während kleiner Pausen immer wieder abdrehen

Nicht nur während des Einseifens, sondern auch in vielen kleinen Pausen kannst Du das Wasser zuverlässig abstellen. Beispiele sind kurze Momente, in denen Du nach einem Produkt greifst, Dich unter der Dusche bewegst, eine Bürste nutzt oder ein Rasiermesser wechselst. Jede einzelne Pause mag unbedeutend wirken, doch zusammengerechnet über das Jahr gehen viele Minuten Laufzeit verloren, wenn der Strahl ununterbrochen läuft. Trainiere Dir deshalb an, Deine Hand wie automatisch zum Hebel oder Knopf zu führen, sobald Du nicht direkt im Wasserstrahl stehen musst. Mit etwas Übung gelingt das ganz ohne Hektik. Besonders effektiv ist diese Gewohnheit, wenn mehrere Personen im Haushalt sie übernehmen. Die Summe vieler kleiner Unterbrechungen führt zu einer spürbaren Reduzierung des Gesamtverbrauchs.

18. Mitbewohner und Familie einbeziehen

Wirklich große Effekte entstehen, wenn nicht nur Du selbst, sondern alle im Haushalt beim Duschen Wasser sparen. Sprich offen darüber, warum Dir das wichtig ist und welche Vorteile alle davon haben. Geht gemeinsam die Tipps durch und einigt Euch auf Regeln, die für alle gut umsetzbar sind, zum Beispiel eine maximale Duschdauer oder die konsequente Nutzung des Sparduschkopfs. Ihr könnt auch kleine Wettbewerbe veranstalten, wer am besten seine Duschzeit verkürzt, ohne auf Hygiene zu verzichten. Wichtig ist, niemanden zu belehren, sondern das Thema positiv zu formulieren. Wenn alle mitziehen, macht das Wassersparen sogar ein wenig Spaß und wird zu einer Art Teamprojekt. Gerade in größeren Haushalten mit mehreren Bädern ist der Effekt auf den Gesamtverbrauch enorm.

19. Im Urlaub und Fitnessstudio bewusst duschen

Oft achtet man zu Hause sehr auf den Wasserverbrauch, vergisst diese Gewohnheiten aber in Hotels, Ferienwohnungen oder im Fitnessstudio. Doch gerade dort wird sehr viel Wasser verbraucht, weil die Kosten nicht direkt sichtbar sind. Nimm Deine Sparroutinen daher einfach mit auf Reisen und ins Studio. Das bedeutet nicht, dass Du Dich einschränken musst, sondern dass Du genau wie zu Hause auf kurze Duschzeiten und effizient genutztes Wasser achtest. Nutze auch dort bewusst einen Stoppuhr Gedankentrick oder zähle innerlich, um im Rahmen zu bleiben. So bleibst Du Deinen eigenen Prinzipien treu. Wenn viele Menschen das so handhaben würden, hätte das einen spürbaren Effekt auf den Gesamtwasserverbrauch in öffentlichen und halböffentlichen Einrichtungen.

20. Fortschritte messen und Sparziele setzen

Damit Du motiviert bleibst, lohnt es sich, Deine Fortschritte beim Wassersparen messbar zu machen. Du kannst Dir zum Beispiel notieren, wie lange Deine Duschen im Durchschnitt dauern, und Dir ein realistisches Ziel setzen, das Du nach einigen Wochen erreichen möchtest. Auch ein Blick auf den Wasserzähler oder die Nebenkostenabrechnung kann helfen, die Veränderung sichtbar zu machen. Vergleiche dazu idealerweise einen Zeitraum vor Deinen Sparmaßnahmen mit einem danach. Selbst wenn die Ersparnis nicht riesig erscheint, summiert sich der Effekt über die Jahre. So erkennst Du, dass Deine täglichen Entscheidungen in der Dusche tatsächlich einen Unterschied machen. Das bestärkt Dich darin, Deine neuen Gewohnheiten beizubehalten und vielleicht weitere Energiesparideen im Haushalt umzusetzen.

Tabelle: Konkrete Maßnahmen zum Wassersparen beim Duschen

Maßnahme Kurzbeschreibung Typischer Effekt auf den Verbrauch* Umsetzungsaufwand
Duschdauer verkürzen Duschen auf etwa fünf Minuten begrenzen Deutlich weniger Wasser und Energie pro Duschgang Sehr gering
Wasser beim Einseifen abstellen Strahl in Pausen konsequent ausschalten Spart viele Liter, die sonst ungenutzt abfließen Sehr gering
Sparduschkopf verwenden Duschkopf mit reduziertem Durchfluss montieren Weniger Liter pro Minute bei ähnlichem Komfort Gering
Durchflussbegrenzer nutzen Begrenzer an Armatur oder Schlauch einsetzen Senkt den maximalen Wasserdurchfluss Gering
Temperatur etwas senken Mischtemperatur nur so warm wie nötig wählen Reduziert Energie für Warmwasser Sehr gering
Seltener duschen Duschrhythmus an tatsächliche Bedürfnisse anpassen Weniger Duschgänge insgesamt Mittel
Haare seltener waschen Haarwäsche auf bestimmte Tage legen Verkürzt viele Duschen deutlich Gering
Duschablauf planen Produkte vorher bereitlegen, feste Reihenfolge nutzen Verhindert Suchpausen mit laufendem Wasser Sehr gering
Timer oder Duschsong einsetzen Zeit mit Stoppuhr oder Musik begrenzen Hält die Duschdauer im geplanten Rahmen Sehr gering
Kinder spielerisch motivieren Regeln und Spiele rund ums Wassersparen einführen Senkt Verbrauch im Familienhaushalt spürbar Mittel
Armatur warten und entkalken Dichtungen prüfen, Siebe reinigen, Kalk entfernen Sorgt für gleichmäßigen, gut dosierbaren Strahl Mittel
Kaltes Anlaufwasser auffangen Anfangswasser in Eimer oder Kanne sammeln Wasser steht für Garten oder Haushalt zur Verfügung Gering
Warmwasser optimal einstellen Temperatur am Gerät sinnvoll justieren Kürzere Wartezeiten bis zur Wunschtemperatur Mittel
Baden durch Duschen ersetzen Vollbäder auf besondere Anlässe beschränken Deutlich weniger Wasser im Alltag Mittel
Produkte sparsam dosieren Shampoo und Duschgel nur in benötigter Menge nutzen Weniger Ausspülzeit und Wasserbedarf Sehr gering

*Die Effekte sind allgemeine Richtwerte und können je nach Haushalt und Technik variieren.

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