50 Tipps zur effektiven Mülltrennung

Du willst Müll trennen, ohne jedes Mal zu rätseln, und genau darum geht es hier. Effektive Mülltrennung spart Ressourcen, hält Wertstoffe sauber und macht Recycling erst möglich. Im Alltag scheitert es aber oft an Kleinigkeiten: Verpackungen bestehen aus mehreren Materialien, Essensreste kleben an Bechern, Papier wird nass, und plötzlich ist die ganze Tonne voller Fehlwürfe. Mit ein paar klaren Regeln und einem guten System zu Hause bekommst Du das schnell in den Griff, auch ohne Perfektionismus. Wichtig ist vor allem: lieber konsequent und sauber trennen als selten und dafür kompliziert. Wenn Du Dir feste Abläufe aufbaust, die richtigen Sammelstellen einrichtest und typische Fehler vermeidest, wird Mülltrennung zur Gewohnheit. Die folgenden Tipps helfen Dir dabei Schritt für Schritt, von der Küchen Organisation bis zu Sonderfällen wie Batterien, Altglas, Bioabfall oder Elektrogeräte.

50 Tipps zur effektiven Mülltrennung

50 Tipps zur effektiven Mülltrennung

Inhaltsverzeichnis

  1. Ein einfaches Sammelsystem einrichten
  2. Sammelbehälter klar beschriften
  3. Mülltrennung dort platzieren, wo sie entsteht
  4. Fehlwürfe durch kleine Checkliste vermeiden
  5. Verpackungen grob entleeren statt perfekt spülen
  6. Deckel und Folien getrennt sammeln
  7. Verschiedene Materialien konsequent trennen
  8. Papier und Pappe trocken halten
  9. Kartons platzsparend flach machen
  10. Kein Restmüll in die Wertstoffsammlung
  11. Biomüll mit Küchenroutine sauber halten
  12. Bioabfall abtropfen lassen statt einpacken
  13. Kompostierbare Beutel richtig einschätzen
  14. Glas nach Farben sortieren
  15. Deckel von Gläsern getrennt entsorgen
  16. Pfand und Mehrweg konsequent zurückgeben
  17. Getränkekartons richtig vorbereiten
  18. Folien und leichte Kunststoffe bündeln
  19. Styropor korrekt einordnen
  20. Metallverpackungen andrücken, aber nicht verschmutzen
  21. Joghurtbecher und Schalen richtig leeren
  22. Schwarze Kunststoffe und Sonderfälle prüfen
  23. Batterien immer separat sammeln
  24. Akkus sicher lagern und abgeben
  25. Elektrogeräte getrennt sammeln
  26. Lampen und Leuchtmittel korrekt entsorgen
  27. Medikamente nicht in Toilette oder Spüle
  28. Problemstoffe gesondert abgeben
  29. Textilien sinnvoll weitergeben statt wegwerfen
  30. Sperrmüll rechtzeitig organisieren
  31. Holzreste und Bauabfälle trennen
  32. Gartenabfälle passend entsorgen
  33. Asche nur kalt und trocken entsorgen
  34. Zigarettenstummel nie in Bio oder Papier
  35. Windeln und Hygieneartikel richtig zuordnen
  36. Katzenstreu und Kleintierstreu korrekt entsorgen
  37. Fett und Speiseöl getrennt sammeln
  38. Backpapier, Servietten und Pizzakartons richtig bewerten
  39. Kassenbons und Thermopapier trennen
  40. Glasflaschen mit Inhalt vermeiden
  41. Lebensmittelabfälle reduzieren als bester Tipp
  42. Beim Einkauf Verpackung vermeiden
  43. Mehrweg Lösungen im Alltag etablieren
  44. Recycling Hinweise auf Verpackungen lesen
  45. Mülltrennung in der Familie vereinheitlichen
  46. Gäste mit klaren Hinweisen unterstützen
  47. Fehlwürfe als Lernchance nutzen
  48. Nach Feiertagen und Partys vorbereitet sein
  49. Unterwegs sinnvoll trennen
  50. Dranbleiben mit kleinen Routinen

1. Ein einfaches Sammelsystem einrichten

Starte mit einem System, das Du wirklich jeden Tag nutzt. Drei bis vier Behälter reichen meist: Restmüll, Papier, Bio und Wertstoffe. Wenn Du zusätzlich Glas sammelst, genügt ein stabiler Korb oder Eimer. Wichtig ist, dass das System zu Deiner Wohnung passt und nicht im Weg steht. Je einfacher der Weg, desto seltener landet etwas im falschen Behälter. Achte auf gut schließende Deckel, damit Gerüche und Fruchtfliegen keine Chance haben, besonders beim Bioabfall. Wenn Du wenig Platz hast, nutze stapelbare Eimer oder schmale Behälter für Nischen. Ein gutes System ist nicht das größte, sondern das, das Du ohne Nachdenken bedienst.

2. Sammelbehälter klar beschriften

Beschriftungen sind Dein schneller Helfer im Alltag, besonders wenn mehrere Personen im Haushalt leben. Schreibe groß und eindeutig drauf, was hineingehört, zum Beispiel Papier, Bio, Wertstoffe, Rest. Ergänze darunter zwei oder drei Beispiele, die oft falsch landen, etwa Pizzakarton nur sauber, Batterien nie, Glas extra. Du kannst auch kleine Bild Symbole verwenden, damit Kinder sofort verstehen, was gemeint ist. Das Ziel ist, dass niemand lange überlegt. Wenn Du feststellst, dass ein Behälter regelmäßig falsch genutzt wird, ändere die Beschriftung, statt Dich zu ärgern. Klare Hinweise sind oft effektiver als lange Erklärungen, weil sie direkt im Moment der Entscheidung wirken.

3. Mülltrennung dort platzieren, wo sie entsteht

Müll entsteht nicht nur in der Küche. Wenn Du im Bad Wattestäbchen, Verpackungen oder leere Flaschen hast, stell dort einen kleinen Restmüll Behälter und gegebenenfalls eine Sammelbox für leere Verpackungen auf. Im Büro Bereich sammeln sich Papier, Kartons und Folien. Ein kleiner Papier Behälter am Schreibtisch verhindert, dass alles in den Restmüll wandert. In der Küche lohnt sich ein Bio Behälter direkt in Griffweite zur Arbeitsfläche. Je näher die Sammelstelle, desto konsequenter trennst Du. Wenn Du jedes Mal durch die Wohnung laufen musst, steigt die Chance, dass Du schnell etwas in den nächstbesten Eimer wirfst.

4. Fehlwürfe durch kleine Checkliste vermeiden

Wenn Du unsicher bist, hilft eine Mini Regel: trocken, sauber, sortenrein. Papier muss trocken sein, Wertstoffe sollten grob leer sein, und Mischmaterialien solltest Du trennen, wenn es ohne Aufwand geht. Lege Dir mental drei Fragen zurecht: Ist es Verpackung, ist es Papier, ist es Bio. Alles andere ist meist Rest oder gehört zur Sammelstelle für Sonderabfälle. Du musst nicht jedes Symbol auswendig kennen, aber Du kannst Dir typische Stolpersteine merken, etwa Thermopapier nicht zu Papier, Batterien nie in den Hausmüll, und Essensreste nicht in die Wertstoffsammlung. Mit dieser kleinen Routine sinkt die Fehlwurf Quote spürbar.

5. Verpackungen grob entleeren statt perfekt spülen

Viele trennen schlechter, weil sie glauben, alles müsse klinisch sauber sein. Das stimmt nicht. Es reicht, wenn Du Verpackungen löffelrein machst, also Reste auskratzt und Flüssigkeiten ausgießt. Ein kurzer Schluck Wasser zum Ausspülen ist okay, aber langes Spülen verschwendet Wasser und Zeit. Wichtig ist eher, dass keine Essensreste mit in die Wertstoffsammlung kommen, weil sie stinken und andere Materialien verschmutzen. Wenn etwas stark verschmiert ist, etwa ein fettiger Auflauf Behälter, kann Restmüll sinnvoller sein, je nachdem, wie die Sammlung bei Dir organisiert ist. Grundregel: sauber genug, damit nichts tropft, klebt oder gammelt.

6. Deckel und Folien getrennt sammeln

Viele Verpackungen bestehen aus einem Becher und einem Deckel, manchmal auch aus Folien, Papiermanschetten und Kunststoffteilen. Trenne diese Bestandteile, wenn es schnell geht. Ein Beispiel: Joghurtbecher mit Alu Deckel und Papierbanderole. Wenn Du alles zusammenwirfst, können Sortieranlagen zwar einiges trennen, aber sortenreines Material hat höhere Chancen, wirklich recycelt zu werden. Außerdem verhinderst Du, dass Papier feucht wird oder Folien an Resten kleben. Mach es Dir leicht: Beim Öffnen direkt Deckel abziehen, Papierband abstreifen, dann in die passenden Behälter. Diese Mini Bewegung spart später viel Ärger durch verschmutzte Sammelbehälter.

7. Verschiedene Materialien konsequent trennen

Ein häufiger Fehler sind Verbunde: Karton mit Plastikfenster, Dose mit Papieretikett, Glas mit Metallverschluss. Trenne, was Du mit zwei Handgriffen lösen kannst. Das Plastikfenster vom Briefumschlag oder der Karton Verpackung lässt sich oft leicht abziehen. Etiketten musst Du nicht mühsam entfernen, aber große Fremdmaterialien solltest Du abtrennen. So verbesserst Du die Qualität des gesammelten Materials. Wenn etwas fest verklebt ist und Du es nur mit großem Aufwand auseinander bekommst, entscheide nach dem Hauptmaterial. Ein Karton mit fest verklebter Folie bleibt meist Papier, eine Kunststoffverpackung mit Papieretikett bleibt meist Wertstoff.

8. Papier und Pappe trocken halten

Papier ist nur dann gut verwertbar, wenn es trocken und sauber ist. Nasses Papier wird schnell zu Matsch und verschmutzt alles drumherum. Lege Papier daher nicht unter die Spüle, wo es feucht werden kann, und packe nasse Kartons nicht in die Papiertonne. Wenn ein Karton stark fettig ist, etwa von Pizza oder Kuchen, prüfe: sauberer Deckel kann zu Papier, verschmutzter Boden eher in den Rest. Im Zweifel gilt: lieber ein Teil in den Rest als die ganze Papiersammlung ruinieren. Eine einfache Lösung ist ein Papier Behälter mit Deckel oder ein trockener Platz, an dem Kartons kurz auslüften können.

9. Kartons platzsparend flach machen

Kartons aufblasen die Tonne, obwohl sie innen oft leer sind. Wenn Du Kartons flach drückst, passt deutlich mehr hinein, und die Tonne wird nicht zu früh voll. Das hilft nicht nur Dir, sondern auch der gesamten Hausgemeinschaft. Nutze ein kleines Messer oder eine Schere, um Klebestreifen zu öffnen und den Karton zu falten. Polstermaterial wie Papier oder Pappe kann meist ebenfalls ins Altpapier, wenn es sauber ist. Luftpolsterfolie gehört in die Wertstoffsammlung. Wenn Du große Kartons hast, lagere sie kurz gefaltet und bringe sie gesammelt weg, statt die Tonne zu blockieren. Diese Gewohnheit macht Mülltrennung im Alltag spürbar entspannter.

10. Kein Restmüll in die Wertstoffsammlung

Die Wertstoffsammlung ist kein Sammelbecken für alles, was nicht nach Rest aussieht. Essensreste, Taschentücher, Windeln oder Staubsaugerbeutel gehören nicht hinein. Solche Fehlwürfe können ganze Chargen unbrauchbar machen, weil sie Geruch, Schimmel und Verunreinigungen verursachen. Wenn Du Dir unsicher bist, frage Dich: Ist es eine leere Verpackung aus Kunststoff oder Metall. Wenn nein, ist es meist nicht für die Wertstoffsammlung gedacht. Besonders häufig sind verschmutzte Folien, fettige Schalen und halbvolle Flaschen problematisch. Leere und grob saubere Verpackungen sind ideal. Mit dieser klaren Grenze hilfst Du, dass aus gesammelten Wertstoffen tatsächlich neues Material werden kann.

11. Biomüll mit Küchenroutine sauber halten

Bioabfall ist wertvoll, aber nur, wenn er frei von Plastik, Glas und Metall ist. Lege Dir eine Routine zu: Bioabfall direkt beim Kochen sammeln, dann täglich oder spätestens alle zwei Tage rausbringen. So bleibt der Behälter hygienisch, und Gerüche entstehen weniger. Ein Einsatz mit Luftlöchern oder ein Papier Einleger kann helfen, Feuchtigkeit zu reduzieren. Wenn Du Obst und Gemüse schälst, sammle alles in einer Schale und entleere sie am Ende in den Bio Behälter. Achte darauf, keine Plastiktüten zu verwenden. Sie stören die Verwertung und bleiben oft als Fremdstoff zurück. Je sauberer Dein Biomüll, desto besser kann daraus Kompost oder Biogas entstehen.

12. Bioabfall abtropfen lassen statt einpacken

Feuchtigkeit ist der Hauptgrund für Matsch, Gerüche und Maden. Lass nasse Bioabfälle kurz abtropfen, bevor Du sie einwirfst. Kaffeesatz, Teebeutel und feuchte Küchenabfälle kannst Du mit etwas trockenem Material ausgleichen, etwa mit Eierkartonstücken, Küchenpapier aus Papier oder kleinen Pappresten, sofern sie nicht beschichtet sind. Auch trockene Blätter oder unbedrucktes Papier helfen. Vermeide es, Bioabfall in Folie einzuwickeln. Das hält zwar kurzfristig sauber, stört aber die Verarbeitung. Wenn Du Gerüche fürchtest, bringe den Bioabfall öfter raus und reinige den Behälter regelmäßig mit heißem Wasser. Trockenheit ist hier Dein bester Freund.

13. Kompostierbare Beutel richtig einschätzen

Kompostierbare Beutel wirken praktisch, sind aber nicht überall erwünscht. In manchen Regionen werden sie aussortiert, weil sie in der Anlage zu langsam zerfallen oder wie Plastik aussehen. Wenn Du sie nutzt, informiere Dich an den Hinweisen Deiner Kommune und trenne strikt: Nur Bio hinein, keine Fremdstoffe. Eine sichere Alternative ist Papier: Nutze Papiertüten oder lege den Bio Behälter mit Zeitungspapier aus, sofern es erlaubt ist. Das Papier nimmt Feuchtigkeit auf und zersetzt sich in der Regel gut. Wenn Du unsicher bist, verzichte lieber auf kompostierbare Beutel und setze auf häufigeres Entleeren. So vermeidest Du, dass eigentlich guter Biomüll wegen falscher Beutel aussortiert wird.

14. Glas nach Farben sortieren

Altglas ist ein Klassiker, aber Farbe zählt. Sortiere nach Weiß, Braun und Grün, denn die Scherben werden farbgetrennt eingeschmolzen. Wenn Du eine Farbe nicht sicher zuordnen kannst, wirf sie meist in Grün, weil dort Mischfarben am ehesten toleriert werden. Achte darauf, nur Verpackungsglas einzuwerfen, also Flaschen und Gläser. Trinkgläser, Glasplatten, Keramik und Porzellan gehören nicht in den Glascontainer, weil sie andere Schmelzpunkte haben und die Charge stören. Spüle Gläser nicht perfekt, aber entleere sie. Deckel gehören meist getrennt in die Wertstoffsammlung. Wenn Du diese Regeln beachtest, ist Glas eines der am besten recycelbaren Materialien überhaupt.

15. Deckel von Gläsern getrennt entsorgen

Metallverschlüsse, Schraubdeckel und Kronkorken gehören in der Regel nicht ins Altglas, sondern in die Wertstoffsammlung. Der Grund ist einfach: Glascontainer sind auf Glas ausgelegt, und Metalle werden anders verarbeitet. Außerdem lassen sich Deckel in der Sortierung der Wertstoffe gut herausfiltern und recyceln. Ein weiterer Vorteil: Wenn Du Deckel abnimmst, kann das Glas im Container besser zerbrechen und Platz sparen. Korken gehören je nach Region in den Rest oder zu speziellen Sammelstellen. Plastikkappen ebenfalls in die Wertstoffsammlung. Mach es Dir zur Gewohnheit: Glas leer machen, Deckel ab, Glas in den Container, Deckel in den Wertstoffbehälter.

16. Pfand und Mehrweg konsequent zurückgeben

Der effektivste Müll ist der, der gar nicht entsteht. Pfandflaschen und Mehrweg Gläser werden wiederbefüllt oder hochwertig recycelt. Sammle Pfand separat in einer Tasche oder Kiste, damit es nicht zwischen anderem Müll verschwindet. Wenn Du den Rückweg vom Einkauf nutzt, ist das Zurückgeben kaum Aufwand. Achte auch auf Mehrweg bei Joghurt im Glas, Getränkekisten oder wiederbefüllbare Flaschen. Das spart nicht nur Abfall, sondern meist auch Geld. Wenn Du Besuch hast, stelle eine klare Pfand Sammelstelle bereit, damit niemand Flaschen in den falschen Eimer wirft. Mehrweg ist eine der einfachsten Stellschrauben, um Deine Müllmenge deutlich zu reduzieren.

17. Getränkekartons richtig vorbereiten

Getränkekartons bestehen aus mehreren Schichten, werden aber in vielen Systemen als Wertstoff gesammelt. Damit sie besser sortiert werden können, solltest Du sie leeren und flach drücken. Der Schraubverschluss kommt meist ebenfalls in die Wertstoffsammlung und kann am Karton bleiben, wenn er fest sitzt, aber getrennt ist oft besser. Wichtig ist: nicht halbvoll wegwerfen, sonst läuft alles aus. Wenn Du Kartons flach machst, sparst Du Platz und verhinderst Geruch. Sammle sie trocken, damit nichts schimmelt. Gerade Milch und Saftreste werden sonst schnell unangenehm. Mit dieser kleinen Vorbereitung erhöhst Du die Chance, dass die Fasern und Kunststoffe aus dem Karton später tatsächlich verwertet werden.

18. Folien und leichte Kunststoffe bündeln

Dünne Folien, Beutel und leichte Verpackungen fliegen in der Tonne herum und können die Sortierung erschweren. Ein Trick: Bündle leichte Folien in einer größeren, sauberen Folie oder in einem transparenten Beutel aus derselben Fraktion, sofern das bei Dir akzeptiert ist. So bleibt alles zusammen und wird nicht als Fremdstoff verweht. Achte darauf, dass keine Essensreste dran kleben. Besonders häufig sind Brotbeutel, Folien von Obst und Gemüse, Verpackungsfolien und Schrumpffolien. Wenn Du sie sammelt, drücke die Luft raus, damit sie wenig Platz brauchen. Wichtig bleibt: Folien gehören nur dann in die Wertstoffsammlung, wenn sie als Verpackung angefallen sind und halbwegs sauber sind.

19. Styropor korrekt einordnen

Styropor ist nicht gleich Styropor. Verpackungs Styropor, etwa von Elektronik oder Möbeln, gehört in vielen Regionen zur Wertstoffsammlung, kann aber auch eine eigene Sammelstelle haben. Baustyropor, Dämmplatten und verschmutztes Styropor gehören häufig nicht in die normale Sammlung, sondern zum Wertstoffhof oder als Bauabfall. Der Unterschied ist wichtig, weil Dämmmaterial oft Zusatzstoffe enthält und anders behandelt werden muss. Wenn Du nur kleine, saubere Verpackungsteile hast, sammle sie trocken und ohne Klebeband. Zerbrösle sie nicht, sonst verteilen sich Kügelchen überall. Ein guter Grundsatz: sauber und als Verpackung, dann oft Wertstoff, alles andere lieber gesondert abgeben.

20. Metallverpackungen andrücken, aber nicht verschmutzen

Dosen, Aluschalen und Metallverschlüsse lassen sich gut recyceln, wenn sie nicht voller Reste sind. Drücke Dosen leicht zusammen, um Platz zu sparen, aber vermeide es, sie so zu quetschen, dass scharfe Kanten entstehen. Aluschalen von Essen solltest Du so gut wie möglich entleeren. Wenn starke Essensreste kleben, kann Restmüll sinnvoller sein, weil Fett und Soßen die Sortierung erschweren. Kronkorken, Deckel und kleine Metallteile sind in der Wertstoffsammlung meist richtig aufgehoben. Wenn Du beim Kochen Konservendosen nutzt, spüle sie kurz aus oder lasse sie abtropfen. Metall ist ein wertvoller Rohstoff, und saubere Sammlung macht den Unterschied.

21. Joghurtbecher und Schalen richtig leeren

Bei Bechern und Schalen entscheidet oft die Sauberkeit. Kratze Reste mit dem Löffel aus, lass den Becher kurz austropfen und trenne Deckel, Papiermanschette und Becher. Du musst nicht perfekt spülen, aber es sollte nichts mehr schmierigen. Das verhindert Geruch und hält die Sammlung hygienisch. Bei Fleischschalen mit starkem Saft oder bei sehr fettigen Saucenbechern gilt: Wenn Du sie kaum leer bekommst, ist Restmüll manchmal die bessere Wahl, weil die Verschmutzung sonst viele andere Teile beeinträchtigt. Wenn Du regelmäßig solche Verpackungen hast, plane dafür eine kleine Abtropf Ecke ein, etwa auf einem Teller neben der Spüle, damit alles trocken wird, bevor es in den Wertstoffbehälter geht.

22. Schwarze Kunststoffe und Sonderfälle prüfen

Schwarze Kunststoffe werden in manchen Sortieranlagen schlechter erkannt, weil optische Sensoren sie schwieriger unterscheiden können. Das heißt nicht, dass Du sie grundsätzlich anders entsorgen sollst, aber es lohnt sich, Sonderfälle bewusster zu betrachten. Wenn eine schwarze Verpackung stark verschmutzt ist, kann Restmüll sinnvoller sein. Wenn sie sauber ist und klar eine Verpackung, gehört sie in der Regel dennoch in die Wertstoffsammlung. Bei sehr speziellen Kunststoffen, etwa harte Kunststoffteile ohne Verpackungscharakter, gelten regional unterschiedliche Regeln. Halte Dich an die lokale Vorgabe, aber bleib bei einem Grundsatz: Verpackung ja, dann Wertstoff; keine Verpackung, dann eher Rest oder Wertstoffhof. So reduzierst Du Fehlwürfe ohne kompliziertes Regelwerk.

23. Batterien immer separat sammeln

Batterien gehören niemals in den Hausmüll, weil sie Schadstoffe enthalten und Brände auslösen können. Lege Dir eine kleine Sammelbox an, am besten aus Metall oder einem stabilen Behälter mit Deckel. Sammle dort AA, AAA, Knopfzellen und andere Batterien. Wenn die Box voll ist, gib sie im Handel oder an Sammelstellen ab. Achte darauf, dass Batterien nicht lose in Schubladen liegen, wo sie kurzschließen können. Bei Knopfzellen ist das Risiko höher, weil sie leicht aneinander geraten. Wenn Du Kinder im Haushalt hast, ist sichere Lagerung besonders wichtig. Eine klare Regel hilft: Batterie in der Hand, nie in den Müll, immer in die Sammelbox. So wird aus einem gefährlichen Abfall ein korrekt entsorgter Rohstoff.

24. Akkus sicher lagern und abgeben

Akkus sind noch kritischer als Batterien, weil sie bei Beschädigung oder Kurzschluss brennen können. Sammle Akkus getrennt und klebe die Kontakte ab, besonders bei größeren Typen wie Werkzeug Akkus oder Kamera Akkus. Verwende dafür etwas Klebeband und lagere sie in einer nicht brennbaren Dose, wenn möglich. Bringe Akkus regelmäßig zu Sammelstellen, statt lange zu horten. Defekte oder aufgeblähte Akkus solltest Du besonders vorsichtig behandeln und möglichst zeitnah abgeben. Wenn ein Akku heiß wird oder riecht, bringe ihn in einen sicheren, feuerfesten Bereich und informiere Dich über die Abgabemöglichkeit. Akkus gehören nicht in die Wertstoffsammlung, nicht in den Rest, sondern in die spezielle Rücknahme.

25. Elektrogeräte getrennt sammeln

Elektrogeräte enthalten wertvolle Metalle, aber auch Schadstoffe. Kleine Geräte wie alte Handys, Kabel, Ladegeräte oder Rasierer solltest Du in einer Kiste sammeln und dann gesammelt abgeben. Viele Händler nehmen kleine Elektrogeräte zurück, und Wertstoffhöfe haben dafür eigene Bereiche. Wichtig ist, dass Du Geräte nicht zerschlägst oder auseinanderreißt, denn dadurch können Stoffe austreten. Wenn Du Geräte aussortierst, prüfe zuerst, ob sie noch nutzbar sind. Reparatur, Weitergabe oder Verkauf ist oft die beste Lösung. Wenn nicht, gib sie korrekt ab. Ein einfacher Haushalts Tipp: Lege eine Elektro Kiste in den Abstellraum, so landen Kabel und Kleingeräte nicht im Restmüll und gehen nicht vergessen.

26. Lampen und Leuchtmittel korrekt entsorgen

Leuchtmittel sind ein typischer Sonderfall. Glühlampen landen meist im Restmüll, während Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und viele moderne Leuchtmittel getrennt gesammelt werden müssen. Der Grund sind enthaltene Stoffe, die nicht in den Hausmüll gehören. Sammle solche Leuchtmittel in einer stabilen Verpackung, damit sie nicht zerbrechen, und gib sie bei Sammelstellen ab. Auch hier gilt: nicht in den Glascontainer, denn es ist kein Verpackungsglas und hat andere Bestandteile. Wenn Du Lampen wechselst, mache Dir eine kleine Routine: neues Leuchtmittel auspacken, altes direkt in die Sammelbox, dann beim nächsten Einkauf mitnehmen. So bleibt nichts herumliegen, und Du entsorgst sicher und korrekt.

27. Medikamente nicht in Toilette oder Spüle

Alte Medikamente gehören nicht ins Abwasser, weil Wirkstoffe in die Umwelt gelangen können. Sammle abgelaufene Tabletten, Salben und Tropfen in einer kleinen Tüte oder Box. Wie sie entsorgt werden, ist regional unterschiedlich, aber häufig ist Restmüll vorgesehen, teilweise auch Rücknahme über Apotheken oder Sammelstellen. Wichtig ist, dass Du sie nicht zerkleinerst oder auskippst. Bewahre sie bis zur Entsorgung kindersicher auf. Wenn Du Flüssigkeiten hast, lasse sie in der Originalverpackung und verschließe sie gut. Eine einfache Gewohnheit: Einmal im Quartal den Medizinschrank checken, alles Abgelaufene sammeln und dann in einem Schritt korrekt entsorgen. So vermeidest Du riskante Improvisation im Alltag.

28. Problemstoffe gesondert abgeben

Farben, Lacke, Lösungsmittel, Reinigungschemie, Pflanzenschutzmittel und ähnliche Stoffe sind Problemstoffe. Sie gehören nicht in den Restmüll, nicht in den Ausguss und nicht in die Wertstoffsammlung. Sammle solche Dinge getrennt, am besten in einem dichten Behälter, und bringe sie zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammlung. Achte auf dichte Verschlüsse und transportiere sie so, dass nichts auslaufen kann. Auch leere Behälter können je nach Restinhalt problematisch sein. Wenn ein Behälter wirklich leer und ausgehärtet ist, kann er oft als Verpackung gelten, aber bei flüssigen Resten bleibt es Sonderabfall. Der wichtigste Tipp: Lieber einmal extra abgeben als riskieren, dass schädliche Stoffe in die Umwelt gelangen.

29. Textilien sinnvoll weitergeben statt wegwerfen

Kleidung, Bettwäsche und Schuhe sind oft zu schade für den Restmüll. Prüfe zuerst: tragbar, reparierbar, spendbar. Wenn ja, nutze Abgabe Stellen, Tausch, Secondhand oder eine Kleidersammlung. Für kaputte Textilien gibt es je nach Region Recycling Wege, aber nicht jede Sammelstelle nimmt stark verschmutzte oder nasse Stoffe. Verpacke Textilien trocken, damit sie nicht schimmeln. Schuhe am besten paarweise bündeln. Wenn Du Textilien entsorgst, vermeide es, sie in den Papier oder Wertstoffbehälter zu stopfen. Textilfasern können recycelt oder wiederverwendet werden, aber nur, wenn sie richtig gesammelt werden. Ein einfacher Alltagstrick: Stelle eine Textil Kiste in den Flur, dann sammelst Du automatisch und sortierst später in spenden und recyceln.

30. Sperrmüll rechtzeitig organisieren

Sperrmüll entsteht selten spontan, aber viele warten zu lange und stellen Dinge irgendwo ab. Plane früh: Was kann verkauft, verschenkt oder abgeholt werden, und was muss wirklich als Sperrmüll weg. Informiere Dich über Abholtermine oder Anlieferung. Trenne Sperrmüll nach Material, denn Holz, Metall und Elektro werden oft getrennt angenommen. Das macht die Entsorgung leichter und reduziert Kosten. Zerlege Möbel nur, wenn es sicher geht und Du das richtige Werkzeug hast. Schrauben und Kleinteile solltest Du in einer Dose sammeln, damit nichts herumliegt. Wenn Du im Haus wohnst, sprich Dich mit Nachbarn ab, damit nicht jeder einzeln fährt. Gute Planung sorgt dafür, dass Sperrmüll nicht zum Chaos wird, sondern zu einer sauberen, einmaligen Aktion.

31. Holzreste und Bauabfälle trennen

Renovierung produziert viel Abfall, und Mischcontainer sind teuer. Trenne Holzreste, Bauschutt, Metall und Verpackungen von Anfang an. Unbehandeltes Holz kann oft anders entsorgt werden als lackiertes oder beschichtetes. Gips, Steine und Keramik gehören nicht in die Wertstoffsammlung. Halte Dir beim Arbeiten mehrere Säcke oder Boxen bereit: einer für Verpackungen, einer für Holz, einer für Rest. So entsteht keine Mischung, die später mühsam sortiert werden muss. Auch kleine Dinge wie Nägel, Schrauben und Dübel solltest Du getrennt sammeln. Wenn Du unsicher bist, bringe Bauabfälle zum Wertstoffhof und frage nach der richtigen Fraktion. Saubere Trennung spart Dir Zeit, Geld und verhindert, dass Wertstoffe unnötig verloren gehen.

32. Gartenabfälle passend entsorgen

Laub, Rasenschnitt, kleine Äste und Pflanzenreste sind nicht automatisch Biomüll im Küchen Sinne. Viele Regionen haben dafür eigene Gartenabfall Sammelstellen oder saisonale Tonnen. Wenn Du Gartenabfälle in den Biomüll gibst, achte auf die Vorgaben, denn große Mengen können die Tonne sprengen und die Verarbeitung erschweren. Erde, Steine und Töpfe gehören nicht hinein. Pflanzen mit Krankheit oder Schädlingen solltest Du je nach Empfehlung nicht kompostieren, um Probleme nicht zu verbreiten. Sammle Gartenabfälle trocken und locker, nicht in Plastik. Wenn Du viel Schnittgut hast, lohnt sich ein kleiner Kompost, sofern Du Platz hast. Gartenabfälle sind ein guter Rohstoff, wenn sie sauber bleiben und nicht mit Fremdmaterial vermischt werden.

33. Asche nur kalt und trocken entsorgen

Asche aus Kamin oder Grill ist tückisch, weil sie Glut lange halten kann. Entsorge Asche nur vollständig abgekühlt und am besten in einem Metallbehälter mit Deckel. Feuchte Asche klumpt, riecht und kann sich schwer handhaben lassen. Je nach Region gehört Asche meist in den Restmüll, nicht in Bio oder Papier. Achte darauf, dass keine Grillkohle, Zigarettenstummel oder Verpackungsreste enthalten sind, wenn Du sie sammelst. Wenn Du Holzasche aus naturbelassenem Holz hast, wird sie manchmal im Garten genutzt, aber das sollte überlegt sein und passt nicht für jede Fläche. Für die Mülltrennung zählt vor allem: Sicherheit zuerst, also kalt, trocken, dann korrekt in den Rest.

34. Zigarettenstummel nie in Bio oder Papier

Zigarettenstummel enthalten Schadstoffe und Filtermaterial, das nicht verrottet. Sie gehören nicht in den Biomüll, nicht in den Papierkorb und schon gar nicht in die Umwelt. Lege Dir einen kleinen Aschenbecher bereit, auch auf dem Balkon, und leere ihn regelmäßig in den Restmüll, sobald alles kalt ist. Wenn Du unterwegs bist, nutze eine kleine Taschen Dose, damit Du Stummel nicht auf den Boden wirfst. Auch Tabakreste, Asche und verbrannte Papierchen gehören in den Rest. In Haushalten mit Rauchern entstehen viele kleine Fehlwürfe, die große Wirkung haben können. Eine klare Regel hilft: Alles, was geraucht wurde, ist Rest. So bleibt Bio sauber, Papier trocken und Wertstoff frei von Schadstoffen.

35. Windeln und Hygieneartikel richtig zuordnen

Windeln, Binden, Tampons, Feuchttücher und ähnliche Hygieneartikel gehören in den Restmüll. Sie bestehen aus Mischmaterial, sind hygienisch problematisch und stören Recycling. Feuchttücher sind besonders kritisch, weil sie oft fälschlich als Papier wahrgenommen werden. Sie gehören weder in Papier noch in Bio. Nutze einen gut schließenden Restmüll Behälter im Bad, damit Geruch und Keime kein Thema werden. Wenn Du Babys im Haushalt hast, plane ausreichend Restmüll Kapazität ein, sonst steigt die Versuchung, etwas falsch zu entsorgen. Auch Verpackungen von Hygieneartikeln gehören meist in die Wertstoffsammlung, wenn sie leer sind. Trenne also Produkt und Verpackung: Inhalt Rest, leere Verpackung Wertstoff, Karton außen Papier.

36. Katzenstreu und Kleintierstreu korrekt entsorgen

Katzenstreu, Kleintierstreu und Käfig Einstreu gehören in den Restmüll, auch wenn sie aus Naturmaterial bestehen. Der Grund sind Verunreinigungen und hygienische Risiken. Zudem kann Streu die Bioverwertung stören, weil sie oft stark bindet und nicht wie Küchenabfall behandelt wird. Packe Streu in dichte Beutel, damit nichts staubt, und entsorge sie über Rest. Kot sollte ebenfalls nicht in die Biotonne. Wenn Du Streu wechselst, vermeide es, die Verpackung mit zu entsorgen, wenn sie sauber ist. Kartons gehören zu Papier, Plastiksäcke zu Wertstoff. Mit dieser Trennung bleibt Deine Müllsammlung sauber und Du vermeidest, dass Bioabfall oder Papier durch Tierstreu belastet werden.

37. Fett und Speiseöl getrennt sammeln

Speiseöl und Bratfett gehören nicht in den Abfluss, weil sie Rohre verstopfen und Kläranlagen belasten. Sammle abgekühltes Öl in einer Flasche oder einem Glas, verschließe es und gib es je nach Region an Sammelstellen ab oder entsorge es im Rest, wenn keine Sammlung existiert. Kleine Mengen Fett kannst Du mit Küchenpapier aufnehmen und dann in den Rest werfen. Wichtig ist, dass Du Öl nicht in den Biomüll kippst, weil es dort stört und Gerüche verstärkt. Wenn Du oft frittierst, lohnt sich eine feste Sammelflasche. Ein guter Alltagstrick: Stelle eine leere, saubere Flasche neben den Herd und fülle Öl nach dem Abkühlen um. So wird Entsorgung sicher und einfach.

38. Backpapier, Servietten und Pizzakartons richtig bewerten

Papier ist nicht immer Papier. Backpapier ist häufig beschichtet und gehört meist in den Rest. Servietten und Küchenpapier können je nach Verschmutzung in den Bio oder Rest, aber nicht ins Altpapier, wenn sie fettig oder benutzt sind. Pizzakartons sind ein Klassiker: Der saubere Deckel kann oft ins Altpapier, der fettige Boden eher in den Rest. Wenn der Karton nur leicht verschmutzt ist, kann er je nach Vorgabe komplett zu Papier, aber vermeide stark fettige Stücke. Auch Kuchen Kartons können durch Fett problematisch sein. Eine einfache Regel: trocken und sauber, dann Papier; stark fettig, dann Rest. Das schützt die Papierqualität und verhindert, dass ganze Tonnen wegen Fett nicht verwertbar sind.

39. Kassenbons und Thermopapier trennen

Kassenbons bestehen oft aus Thermopapier und gehören nicht ins Altpapier, weil sie beschichtet sind und den Recyclingprozess stören. Sammle Bons separat und entsorge sie im Restmüll. Wenn Du Bons nicht brauchst, lehne sie ab oder nutze digitale Lösungen, sofern verfügbar. Auch Versandetiketten, Aufkleber und stark klebende Folien auf Papier können problematisch sein. Du musst nicht jedes Etikett abkratzen, aber Thermopapier sollte nicht in die Papiertonne. Wenn Du unsicher bist, mach den Knittertest: Thermopapier fühlt sich glatter an und wirkt oft leicht glänzend. Der sicherste Weg bleibt: Bons in den Rest. Damit hältst Du Deine Papiersammlung sauber und erhöhst die Qualität des recycelten Papiers.

40. Glasflaschen mit Inhalt vermeiden

Halbvolle Gläser und Flaschen sind ein häufiger Fehler, weil Flüssigkeit ausläuft und Container verschmutzt. Leere Flaschen vor dem Einwerfen vollständig aus. Das gilt besonders für Öl, Saucen und Milchprodukte. Wenn Du Reste hast, entsorge sie passend, etwa Flüssigkeiten in den Rest oder über den Abfluss nur dann, wenn es unproblematisch ist, aber nicht bei Öl. Gläser mit Essensresten solltest Du vorher leeren. Du musst nicht spülen, aber entleeren ist Pflicht. Achte auch darauf, dass keine Keramikteile oder Trinkgläser in den Glascontainer gelangen. Wenn Du konsequent nur leeres Verpackungsglas einwirfst, bleibt der Container sauber und das Glas kann hochwertig recycelt werden.

41. Lebensmittelabfälle reduzieren als bester Tipp

Der effektivste Tipp zur Mülltrennung ist weniger Müll. Plane Mahlzeiten, kaufe mit Liste und lagere Lebensmittel so, dass sie nicht verderben. Viele Abfälle entstehen durch vergessene Reste im Kühlschrank. Richte Dir eine Restebox ein, in der Du angebrochene Lebensmittel sichtbar sammelst. Koche einmal pro Woche ein Reste Gericht, bevor Du neu einkaufst. Auch Mindesthaltbarkeitsdaten sind kein Wegwerfdatum, vertraue Deinen Sinnen, wenn es um trockene oder konservierte Produkte geht. Weniger Lebensmittelabfall bedeutet weniger Biomüll, weniger Verpackung und weniger Transportaufwand. Und es spart Geld. Mülltrennung ist wichtig, aber Abfallvermeidung ist der Schritt davor. Wenn Du beides kombinierst, wird Dein Haushalt deutlich nachhaltiger, ohne dass Du ständig neue Regeln lernen musst.

42. Beim Einkauf Verpackung vermeiden

Deine Mülltonnen werden im Supermarkt gefüllt. Wähle lose Ware, große Packungen statt vieler kleiner und Mehrweg statt Einweg, wenn möglich. Nutze Obst und Gemüse Netze, wiederverwendbare Beutel und eine eigene Brot Tasche. Achte bei Getränken auf Mehrweg, besonders bei Wasser und Softdrinks. Wenn Du öfter kochst, kann es helfen, Grundzutaten in größeren Gebinden zu kaufen und zu Hause in Vorratsgläser umzufüllen. So sparst Du nicht nur Verpackung, sondern auch Platz. Verpackung vermeiden reduziert den Aufwand bei der Mülltrennung erheblich, weil weniger Mischmaterialien anfallen. Es ist oft leichter, Abfall gar nicht erst zu erzeugen, als später alles korrekt zu sortieren. Kleine Entscheidungen beim Einkauf wirken langfristig stark.

43. Mehrweg Lösungen im Alltag etablieren

Mehrweg ist nicht nur beim Pfand Thema. Trinkflasche, Kaffeebecher, Brotdose und Einkaufsbox ersetzen viele Einwegverpackungen. Lege Dir ein kleines Set zurecht, das Du regelmäßig nutzt, etwa Flasche und Beutel in der Tasche, Box im Auto oder Rucksack. So bist Du spontan vorbereitet, wenn Du Essen mitnimmst oder etwas einkaufst. Auch in der Küche helfen wiederverwendbare Behälter: Statt Frischhaltefolie kannst Du Dosen nutzen, statt Einwegpapier oft ein waschbares Tuch. Das reduziert Müll und macht die Trennung einfacher, weil weniger Verpackungen entstehen. Wenn Du mit Freunden unterwegs bist, kann Mehrweg auch ansteckend wirken. Wer es einmal als bequem erlebt, bleibt oft dabei. Und Deine Tonnen danken es Dir sofort.

44. Recycling Hinweise auf Verpackungen lesen

Auf vielen Verpackungen findest Du Hinweise, wie Du sie trennen sollst. Diese Symbole sind nicht perfekt, aber sie geben Orientierung. Achte besonders auf Hinweise wie Bestandteile trennen, Folie abziehen, Deckel getrennt entsorgen. Viele Fehlwürfe entstehen, weil man annimmt, eine Verpackung sei aus einem Material, obwohl sie aus mehreren besteht. Wenn Du zwei Sekunden hinschaust, trennst Du oft automatisch richtig. Nutze diese Hinweise auch, um Deine Haushaltsregeln zu verbessern. Wenn Du merkst, dass bei bestimmten Produkten immer Unklarheit entsteht, lege Dir eine feste Entscheidung zurecht. Zum Beispiel: Karton und Folie getrennt, Deckel in Wertstoff, Papier trocken. Mit der Zeit brauchst Du die Symbole kaum noch, weil Du typische Verpackungen sofort erkennst.

45. Mülltrennung in der Familie vereinheitlichen

Wenn jeder anders trennt, entsteht Chaos. Sprich kurz ab, welche Regeln bei Euch gelten, und halte sie einfach. Lieber drei klare Regeln als zehn Ausnahmen. Du kannst auch einen Mini Zettel an die Innenseite eines Schrankes kleben, mit den häufigsten Fehlern. Gerade bei Kindern hilft Wiederholung: Lass sie mitmachen, erkläre an Beispielen und lobe, wenn es klappt. Vermeide aber Perfektionismus, denn das demotiviert. Wenn jemand unsicher ist, definiert einen Platz für Frageteile, etwa eine kleine Box, die Ihr einmal pro Woche gemeinsam klärt. So wird Mülltrennung zum Teamprozess statt zur Streitquelle. Einheitlichkeit sorgt dafür, dass die Tonnen sauber bleiben und niemand genervt aufgibt.

46. Gäste mit klaren Hinweisen unterstützen

Gäste kennen Deine Regeln nicht, selbst wenn sie grundsätzlich Müll trennen. Mach es ihnen leicht: Stelle in Küche und Bad gut sichtbare Behälter bereit und beschrifte sie. Besonders bei Partys entstehen viele Verpackungen, Flaschen und Essensreste. Richte eine zentrale Station ein, an der Rest, Wertstoff und Pfand klar getrennt sind. Wenn Du Essen servierst, stelle eine Schale für Bioabfälle und eine für Verpackungen auf. So landen Tellerreste nicht im Wertstoff und Plastik nicht im Bio. Du musst nicht jeden belehren, aber ein kurzer Hinweis reicht: Pfand hier, Verpackung dort. Je einfacher die Lösung, desto eher machen alle mit. Danach hast Du weniger Nachsortieren und Deine Mülltrennung bleibt auch bei Besuch effektiv.

47. Fehlwürfe als Lernchance nutzen

Fehlwürfe passieren, auch wenn Du Dich bemühst. Wichtig ist, dass Du daraus lernst. Wenn Du in der Wertstoffsammlung regelmäßig Essensreste findest, ändere den Ablauf: Vielleicht muss der Bio Behälter näher an die Arbeitsfläche oder der Wertstoffbehälter besser beschriftet werden. Wenn Papier ständig nass wird, verlege den Papierkorb an einen trockeneren Ort. Statt Dich zu ärgern, nutze Fehlwürfe als Hinweis auf eine Schwachstelle im System. Du kannst auch einmal im Monat kurz die Tonnen checken, um typische Fehler zu erkennen. Das dauert zwei Minuten, spart aber langfristig viel Ärger. Mülltrennung ist ein Prozess, nicht ein einmaliges Lernen. Je ruhiger Du nachjustierst, desto stabiler wird Deine Routine.

48. Nach Feiertagen und Partys vorbereitet sein

Zu besonderen Anlässen fällt plötzlich viel Verpackung an: Kartons, Folien, Flaschen, Geschenkpapier, Essensreste. Plane vorher: Stelle zusätzliche Säcke oder Boxen bereit und sortiere direkt beim Auspacken. Geschenkpapier gehört meist zu Papier, aber nur, wenn es nicht metallisch beschichtet ist. Schleifen, Bänder und Glitzerteile gehören eher in den Rest. Kartons sofort flach machen, Folien bündeln, Pfand getrennt sammeln. Beim Essen lohnt sich eine Bio Schale auf dem Tisch, damit Reste nicht auf Servietten oder in Verpackungen landen. Wenn Du nach dem Fest müde bist, ist die Versuchung groß, alles in einen Sack zu werfen. Mit Vorbereitung vermeidest Du genau das. Zwei zusätzliche Behälter sparen Dir später eine Stunde Sortierarbeit.

49. Unterwegs sinnvoll trennen

Unterwegs ist Mülltrennung schwieriger, weil passende Behälter fehlen. Trotzdem kannst Du viel tun. Sammle Verpackungen kurz in Deiner Tasche und entsorge sie später korrekt. Eine kleine Tüte für Wertstoffe und eine Dose für Zigarettenstummel oder klebrige Reste kann Wunder wirken. Wenn Du unterwegs Getränke kaufst, nutze Pfand und bringe Flaschen zurück. Achte bei Take away auf Mehrwegangebote, wenn sie verfügbar sind. Wenn Du keine Trennmöglichkeit findest, entsorge wenigstens so, dass nichts in der Umwelt landet. Das ist die Mindestregel. Und sobald Du wieder zu Hause bist, sortiere nach. Unterwegs trennen heißt oft nur: nicht vergessen, sondern sammeln. So bleibt Dein Gesamtverhalten konsequent, auch wenn die Infrastruktur nicht perfekt ist.

50. Dranbleiben mit kleinen Routinen

Der Schlüssel zu effektiver Mülltrennung ist nicht Wissen, sondern Gewohnheit. Baue kleine Routinen ein: Bio jeden Abend raus, Papier einmal pro Woche zusammenlegen, Pfand beim nächsten Einkauf mitnehmen, Batteriebox leeren, wenn sie halb voll ist. Setze Dir keine unrealistischen Ziele, sondern verbessere Schritt für Schritt. Wenn Du merkst, dass Du öfter scheiterst, vereinfach Dein System. Weniger Behälter, klarere Beschriftung, bessere Platzierung. Mülltrennung muss sich leicht anfühlen, sonst hältst Du es nicht durch. Belohne Dich auch mental: Jede saubere Tonne bedeutet, dass Rohstoffe erhalten bleiben und weniger verbrannt wird. Du musst nicht alles perfekt machen, um einen großen Effekt zu haben. Konsequent und alltagstauglich schlägt selten und kompliziert.

Tabelle: Trennhilfe von A bis Z

Abfall Wohin Hinweis
Aerosoldose leer Wertstoffsammlung Nur leer und ohne Restdruck, bei Unsicherheit Sammelstelle
Aluminiumfolie Wertstoffsammlung Grob sauber, stark fettig eher Restmüll
Altglas braun Glascontainer braun Nur Verpackungsglas, ohne Trinkgläser
Altglas grün Glascontainer grün Mischfarben im Zweifel hier einwerfen
Altglas weiß Glascontainer weiß Farbtrennung verbessert Recycling
Akku Handy Sammelstelle Batterien Akkus Kontakte abkleben, sicher lagern
Backpapier benutzt Restmüll Oft beschichtet und fettig
Batterien AA AAA Sammelstelle Batterien Akkus Nie in den Hausmüll
Blumentopf Kunststoff Wertstoffhof oder Wertstoffsammlung Je nach Region, kein Verpackungsabfall
Bratfett Restmüll oder Sammelstelle Öl Abkühlen lassen, nicht in den Abfluss
Briefumschlag mit Fenster Papier Folienfenster abziehen, wenn es leicht geht
CD DVD Wertstoffhof Nicht in Papier oder Wertstoffsammlung werfen
Deo Spray leer Wertstoffsammlung Nur leer, sonst Problemstoff
Dosen Konserve Wertstoffsammlung Leeren und abtropfen lassen
Eierkarton Papier Trocken einwerfen
Energiesparlampe Sammelstelle Leuchtmittel Bruchsicher transportieren
Essensreste gekocht Biomüll Ohne Verpackung, möglichst trocken
Feuchttücher Restmüll Nie in Papier oder Bio
Folie Frischhaltefolie Wertstoffsammlung Nur als Verpackungsabfall und grob sauber
Glasflasche leer Glascontainer passend Deckel getrennt in Wertstoffsammlung
Glühbirne Restmüll Nicht in Glascontainer
Joghurtbecher Wertstoffsammlung Löffelrein, Deckel getrennt sammeln
Kaffeefilter Biomüll Mit Kaffeesatz, hilft beim Austrocknen
Kaffeesatz Biomüll Feuchtigkeit ausgleichen, gern mit Papier
Katzenstreu Restmüll Nicht in Biomüll
Kassenbon Restmüll Thermopapier stört Papierrecycling
Kronkorken Wertstoffsammlung Nicht ins Altglas
Lackreste Schadstoffsammlung Dicht verschlossen abgeben
Ladegerät Wertstoffhof Elektrogerät, getrennt sammeln
Laub Gartenabfall Je nach Region, nicht mit Plastik mischen
Leere Shampoo Flasche Wertstoffsammlung Grob entleeren, Deckel getrennt möglich
Metallverschluss Glas Wertstoffsammlung Abnehmen, dann getrennt entsorgen
Milchkarton leer Wertstoffsammlung Leeren, flach drücken
Obstschalen Biomüll Ohne Folie und Aufkleber wenn möglich
Pappe Versandkarton Papier Flach machen, Klebeband grob entfernen
Pizzakarton fettig Restmüll Sauberer Deckel oft Papier
Plastikbeutel Verpackung Wertstoffsammlung Sauber und zusammen bündeln
Plastikspielzeug kaputt Wertstoffhof Oft kein Verpackungsabfall, regional unterschiedlich
Porzellan Tasse Restmüll oder Wertstoffhof Nicht in Glascontainer
Putztuch Einweg Restmüll Verschmutzt und hygienisch
Rasierklingen Restmüll Sicher verpacken, Verletzungsgefahr
Saftkarton Wertstoffsammlung Leeren und flach drücken
Serviette benutzt Biomüll oder Restmüll Fettig eher Rest, sonst teils Bio
Speiseöl Restmüll oder Sammelstelle Öl In Flasche sammeln, nicht auskippen
Staubsaugerbeutel Restmüll Feinstaub, nicht recycelbar
Styropor Verpackung sauber Wertstoffsammlung oder Wertstoffhof Nur sauber, nicht zerbröseln
Taschentuch benutzt Restmüll Hygienisch, nicht Papier
Teebeutel Biomüll Ohne Kunststoffteile, wenn vorhanden entfernen
Thermopapier Restmüll Dazu zählen viele Kassenbons
Trinkglas kaputt Restmüll oder Wertstoffhof Nicht Altglas, anderer Schmelzpunkt
Verpackungsschale Fleisch Wertstoffsammlung oder Restmüll Leeren, stark verschmutzt eher Rest
Windeln Restmüll Hygieneartikel gehören nicht in Wertstoff
Zahnbürste Restmüll Kein Verpackungsabfall, regional teils Wertstoffhof
Zigarettenstummel Restmüll Schadstoffe, nie in Bio oder Papier

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