Basilikum vermehren

Frisches Basilikum lohnt sich gleich doppelt: Du hast immer aromatische Blätter griffbereit und kannst aus einer einzigen Pflanze mehrere neue ziehen. Gerade bei Supermarkt Basilikum ist das praktisch, weil die Töpfe oft sehr dicht bepflanzt sind und die Pflanzen sich gegenseitig schwächen. Mit ein paar Handgriffen machst Du daraus mehrere kräftige Einzelpflanzen. Am schnellsten klappt die Vermehrung über Stecklinge, entweder im Wasserglas oder direkt in Erde. Dabei nutzt Du die Fähigkeit von Basilikum, an den Blattknoten rasch neue Wurzeln zu bilden. Wenn Du lieber von Anfang an alles selbst aufziehst, funktioniert auch die Aussaat auf der Fensterbank. Wichtig sind vor allem Wärme, ausreichend Licht und ein gleichmäßig feuchtes, aber nicht nasses Umfeld. Sobald die jungen Pflanzen bewurzelt sind, entscheidet die richtige Pflege über ihren Erfolg: sanftes Abhärten, passendes Substrat, vorsichtiges Düngen und vor allem richtiges Ernten, damit Basilikum buschig nachwächst. In den folgenden Abschnitten bekommst Du klare Schritte, typische Fehler und Tipps, damit Deine Vermehrung zuverlässig gelingt und Du lange Freude an kräftigen, duftenden Pflanzen hast.

Basilikum vermehren

Basilikum vermehren

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum sich Basilikum so leicht vermehren lässt
  2. Stecklinge im Wasser bewurzeln
  3. Stecklinge direkt in Erde ziehen
  4. Basilikum aussäen auf der Fensterbank
  5. Dichten Topf teilen und richtig umsetzen
  6. Licht, Wärme und Luftfeuchte richtig wählen
  7. Substrat, Töpfe und Gießen ohne Staunässe
  8. Pflege nach dem Anwurzeln und sanftes Abhärten
  9. Häufige Fehler, Schädlinge und schnelle Rettung
  10. Richtig ernten, damit neue Triebe entstehen

1. Warum sich Basilikum so leicht vermehren lässt

Basilikum bildet an den Stellen, an denen Blätter aus dem Stängel wachsen, besonders schnell neue Wurzeln. Diese Blattknoten machen Stecklinge so zuverlässig. Du brauchst dafür keine besonderen Mittel, nur saubere Schere, ein Glas oder einen kleinen Topf und etwas Geduld. Am besten nimmst Du gesunde, kräftige Triebe ohne Blütenansatz, denn blühende Pflanzen stecken mehr Energie in Samen als in neue Blätter. Vermehrung ist auch eine Art Verjüngung: Aus älteren, vergeilten Pflanzen werden wieder kompakte Exemplare. Außerdem kannst Du so Deine Lieblingssorte erhalten, ohne jedes Mal neue Töpfe zu kaufen.

2. Stecklinge im Wasser bewurzeln

Schneide einen Trieb mit etwa zehn bis zwölf Zentimetern Länge knapp unter einem Blattknoten ab. Entferne die unteren Blätter, damit nichts im Wasser gammelt, und stelle den Steckling in ein Glas mit zimmerwarmem Wasser. Die Blattspitzen sollen trocken bleiben. Stelle das Glas hell, aber nicht in pralle Mittagssonne. Wechsel das Wasser alle zwei bis drei Tage, damit es frisch bleibt. Nach etwa einer Woche zeigen sich meist erste Wurzeln, oft wie feine weiße Fäden. Sobald sie mehrere Zentimeter lang sind, kannst Du den Steckling in Erde setzen und vorsichtig angießen.

3. Stecklinge direkt in Erde ziehen

Wenn Du Dir das Umsetzen aus dem Wasser sparen willst, stecke den Steckling gleich in leicht feuchte Anzuchterde oder lockere Kräutererde. Schneide wie beim Wasserglas unter einem Blattknoten, entferne die unteren Blätter und setze den Stängel zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Drücke rundherum sanft an, damit der Steckling stabil steht. Ein transparenter Beutel über dem Topf erhöht die Luftfeuchte, aber lüfte täglich kurz, damit sich kein Schimmel bildet. Stelle den Topf warm und hell. Nach ein bis zwei Wochen spürst Du beim leichten Ziehen Widerstand, dann hat er Wurzeln gebildet.

4. Basilikum aussäen auf der Fensterbank

Für die Aussaat brauchst Du Wärme, Licht und Geduld. Fülle eine Schale mit Anzuchterde, drücke sie leicht an und streue die Samen dünn aus. Basilikum ist ein Lichtkeimer, also bedecke die Samen höchstens hauchdünn oder gar nicht. Befeuchte alles mit einer Sprühflasche, damit nichts weggeschwemmt wird. Eine Abdeckung hält die Feuchtigkeit, dennoch solltest Du täglich lüften. Bei etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Grad keimen die Samen oft nach einer Woche. Wenn die Pflänzchen zwei bis drei echte Blattpaare haben, pikiere sie vorsichtig und setze sie mit Abstand in kleine Töpfe.

5. Dichten Topf teilen und richtig umsetzen

Supermarkt Basilikum besteht meist aus vielen eng stehenden Pflanzen. Teile den Wurzelballen vorsichtig in mehrere Portionen, am besten in vier bis sechs Stücke, je nach Größe. Ziehe nicht an den Stängeln, sondern lockere die Erde mit den Fingern und trenne die Wurzeln behutsam. Setze jede Portion in einen eigenen Topf mit Abzugslöchern. Verwende lockere Kräutererde und mische bei Bedarf etwas Sand oder Perlite für bessere Durchlüftung. Gieße einmal gründlich an, lasse überschüssiges Wasser ablaufen und stelle die Töpfe die ersten Tage nicht in volle Sonne, damit sie sich erholen.

6. Licht, Wärme und Luftfeuchte richtig wählen

Basilikum liebt viel Licht, sonst wird es lang und instabil. Ein heller Platz am Südfenster ist gut, im Hochsommer kann leichte Schattierung zur Mittagszeit helfen. Optimal sind Temperaturen zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Grad, Zugluft und Kälte bremsen das Wachstum. Für Stecklinge ist eine etwas höhere Luftfeuchte hilfreich, damit sie nicht austrocknen, bevor Wurzeln da sind. Gleichzeitig muss Luft zirkulieren, sonst steigt das Risiko für Schimmel. Drehe Töpfe regelmäßig, damit die Pflanzen gleichmäßig wachsen, und achte darauf, dass Blätter nicht dauerhaft an kaltem Fensterglas anliegen.

7. Substrat, Töpfe und Gießen ohne Staunässe

Lockeres Substrat ist der Schlüssel, weil Basilikum zwar gleichmäßige Feuchtigkeit mag, aber keine nassen Füße verträgt. Ein Topf mit Abzugslöchern und eine Drainageschicht aus Blähton oder grobem Material helfen. Gieße lieber häufiger kleine Mengen, statt selten sehr viel. Fühle mit dem Finger: Die obere Schicht darf antrocknen, darunter sollte es leicht feucht bleiben. Gieße möglichst von unten in den Untersetzer und kippe überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg. So bleiben Stängel und Blätter trockener, was Pilzprobleme reduziert. Jungpflanzen düngst Du erst, wenn sie sichtbar wachsen.

8. Pflege nach dem Anwurzeln und sanftes Abhärten

Sobald Stecklinge oder Jungpflanzen fest angewachsen sind, brauchen sie einen sanften Übergang in den normalen Alltag. Steht ein Beutel oder eine Haube darüber, entferne sie über mehrere Tage schrittweise, damit die Pflanze sich an trockenere Luft gewöhnt. Wenn Du umtopfst, halte den Wurzelballen möglichst intakt und drücke die Erde nur leicht an. Nach dem Umpflanzen gießt Du einmal an und lässt die Pflanze zwei Tage ohne Stress stehen. Danach beginnt die Formpflege: Spitze Triebe frühzeitig kappen, damit Seitentriebe entstehen. So bekommst Du kräftige, buschige Pflanzen statt weniger langer Stängel.

9. Häufige Fehler, Schädlinge und schnelle Rettung

Der häufigste Fehler ist zu wenig Licht, dann kippt Basilikum leicht um und wird anfällig. Ebenso problematisch ist Staunässe, die zu gelben Blättern und fauligem Geruch führen kann. In diesem Fall sofort weniger gießen, Erde lockern und bei Bedarf in frisches Substrat setzen. Wenn Stecklinge schlapp werden, fehlt oft Luftfeuchte oder der Standort ist zu heiß. Stelle sie heller, aber ohne pralle Sonne, und decke kurzzeitig ab, dabei täglich lüften. Gegen Blattläuse hilft meist Abspülen mit lauwarmem Wasser und das Entfernen stark befallener Spitzen. Chemische Mittel sind bei Küchenkräutern meist unnötig.

10. Richtig ernten, damit neue Triebe entstehen

Damit Basilikum dauerhaft nachwächst, erntest Du nicht einzelne Blätter unten ab, sondern schneidest Triebspitzen oberhalb eines Blattknotens. Dort sitzen die Knospen für neue Seitentriebe. Wenn Du regelmäßig die Spitzen nimmst, wird die Pflanze dichter und liefert mehr Ernte. Entferne Blütenansätze früh, denn nach dem Blühen lässt das Aroma oft nach und die Pflanze verholzt schneller. Schneide am besten morgens, dann sind die Blätter besonders aromatisch. Wenn Du große Mengen brauchst, ernte in Etappen und lasse immer genügend Blattmasse stehen. So bleibt die Pflanze vital und Du hast laufend Material für neue Stecklinge.

Tabelle: Begriffe und schnelle Tipps zur Basilikum Vermehrung

Begriff Kurz Tipp
Abdeckung Für Stecklinge hilfreich, aber täglich kurz lüften
Anzuchterde Nährstoffarm und locker, ideal für Keimlinge
Aussaat Samen dünn streuen, warm und hell halten
Blattknoten Unterhalb schneiden, dort bilden sich Wurzeln
Blütenansatz Früh entfernen, damit mehr Blattwachstum bleibt
Drainage Abzugslöcher plus Schicht im Topf gegen Staunässe
Düngen Erst nach sichtbarem Wachstum, sparsam starten
Gießen Gleichmäßig feucht, aber nie dauerhaft nass
Keimlinge pikieren Bei zwei bis drei echten Blattpaaren vereinzeln
Kräutererde Für Jungpflanzen nach dem Anwurzeln geeignet
Luftfeuchte Stecklinge mögen sie höher, später langsam reduzieren
Licht Sehr hell stellen, sonst werden Triebe lang und schwach
Pilzgefahr Nasse Blätter vermeiden, Luft bewegen lassen
Schere reinigen Sauber schneiden, um Fäulnis zu vermeiden
Staunässe Wasser aus dem Untersetzer entfernen, Substrat lockern
Steckling im Wasser Wasser regelmäßig wechseln, hell platzieren
Steckling in Erde Leicht feucht halten, nicht ertränken
Supermarkt Topf teilen Wurzelballen behutsam in Portionen trennen
Temperatur Am besten um die zweiundzwanzig Grad
Triebspitzen ernten Oberhalb eines Knotens schneiden für buschigen Wuchs

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