Das sind die verschiedenen Kuhmilchsorten
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Milch ist nicht gleich Milch – selbst wenn sie immer von der Kuh stammt. Je nach Fettstufe, Hitzebehandlung, Fütterung, Herkunft und Verarbeitung unterscheiden sich Geschmack, Textur, Schaumverhalten, Haltbarkeit und Einsatz in der Küche. Vielleicht liebst Du den runden Geschmack klassischer Vollmilch, brauchst im Alltag aber die Vorratssicherheit von H-Milch oder die süßere, gut verträgliche Note laktosefreier Varianten. Oder Du achtest gezielt auf Haltungsformen wie Weide- und Heumilch, weil Dir eine klare, kräuterige Aromatik und Tierwohl wichtig sind. In dieser Übersicht bekommst Du die 20 wichtigsten Kuhmilchsorten kompakt erklärt: von Roh- und Vorzugsmilch über Frisch-, ESL- und UHT-Varianten bis zu A2-, Bio- und Jerseymilch. Du erfährst, wie sich die Unterschiede in der Tasse Kaffee, beim Aufschäumen, in Saucen, Desserts und Teigen auswirken – und worauf Du beim Einkauf achten kannst, damit die Sorte zu Deinen Rezepten, Deinem Geschmack und Deinem Alltag passt.

Das sind die verschiedenen Kuhmilchsorten
Inhaltsverzeichnis
- Vollmilch (3,5–3,8 % Fett)
- Fettarme Milch (1,5–1,8 % Fett)
- Magermilch (≤ 0,5 % Fett)
- Rohmilch ab Hof
- Vorzugsmilch
- Frischmilch (pasteurisiert)
- ESL-Milch („länger frisch“)
- H-Milch (UHT)
- Laktosefreie Kuhmilch
- A2-Kuhmilch
- Bio-Kuhmilch
- Weidemilch
- Heumilch
- Nicht homogenisierte Milch
- Homogenisierte Milch
- Jerseymilch
- Proteinmilch (ultrafiltriert)
- Gentechnikfrei deklarierte Milch
- Bergbauernmilch
- Saisonmilch (Sommer/Winter)
1. Vollmilch (3,5–3,8 % Fett)
Vollmilch ist der cremige Allrounder, wenn Du runden Geschmack und universelle Einsetzbarkeit willst. Mit rund 3,5–3,8 % Fett und etwa 3,3 % Eiweiß bringt sie Körper in den Kaffee, stabile, feinporige Schäume und verlässliche Bindung in Saucen, Puddings und Bechamel. Fett trägt Aromen, deshalb wirken Kakao, Vanille und Espresso mit Vollmilch weicher und länger. In Hefeteigen sorgt sie für zarte Krume, im Kartoffelpüree für seidige Textur. Obwohl Vollmilch energiereicher ist als fettarme Varianten, lässt sich die Menge oft reduzieren, ohne an Funktion einzubüßen – ein Schuss reicht häufig. Beim Einkauf hast Du die Wahl zwischen homogenisiert und nicht homogenisiert; Letztere rahmt auf und bringt eine sahnige Kappe, die Du für Desserts abschöpfen kannst. Im Kühlschrank bleibt Vollmilch je nach Erhitzungsart unterschiedlich lange frisch: Frischmilch kürzer, ESL moderat, UHT ungeöffnet monatelang. Sensorisch liefert Vollmilch die „Goldmitte“: nicht zu schwer, nicht zu dünn, angenehm milchig, mit natürlicher Süße der Laktose. Sie ist die sichere Bank für Alltag und Genuss, wenn Du weder maximale Leichtigkeit noch extreme Haltbarkeit als erstes Kriterium brauchst.
2. Fettarme Milch (1,5–1,8 % Fett)
Fettarme Milch balanciert Kalorienbewusstsein und Genuss. Mit halbem Fettgehalt gegenüber Vollmilch bleibt sie deutlich „milchiger“ als Magermilch, schäumt im Cappuccino zuverlässig fein und unterstützt Latte Art dank günstiger Protein-Fett-Balance. In der Küche funktioniert sie fast 1:1: für Cremes, Gratins, Pancakes und Porridge; wo Dir Fülle fehlt, helfen kleine Kniffe wie ein Löffel Crème fraîche, etwas Butter oder eine kurze Reduktion, um Glanz und Mundgefühl zu steigern. Geschmacklich lässt fettarme Milch Gewürze, Kaffee und Kakao klarer durchscheinen, was in aromatisch intensiven Rezepten sogar ein Vorteil sein kann. Im Müsli wirkt sie erfrischender und weniger sattmachend – ideal für den Start in den Tag. Ernährungsseitig liefert sie hochwertiges Protein und Calcium, während fettlösliche Vitamine naturgemäß niedriger ausfallen als bei Vollmilch. Wenn Du viel aufschäumst, probiere verschiedene Marken: Prozessdetails beeinflussen den Schaum. Unterm Strich ist fettarme Milch die vielseitige „leicht, aber nicht dünn“-Option, mit der Du im Alltag flexibel bleibst, ohne auf milchige Präsenz zu verzichten.
3. Magermilch (≤ 0,5 % Fett)
Magermilch liefert maximale Leichtigkeit bei weiterhin hohem Proteingehalt. In Heißgetränken entsteht oft sehr voluminöser, etwas großerporiger Schaum; sensorisch wirkt der Kaffee kantiger, weil Fett als Geschmacksträger fehlt. In der Küche ist Magermilch nützlich, wenn Du Kalorien sparen willst: Pfannkuchen, Rührteige, Cremesuppen und Milchreis gelingen, benötigen aber etwas Technik für Cremigkeit – reduziere Flüssigkeit, binde mit wenig Stärke oder setze auf Eigelb, um Glanz und Schmelz zurückzubringen. Im Backen kann Magermilch die Krume trockener machen; ein Teelöffel Öl oder Joghurt gleicht aus. Pur schmeckt sie am besten gut gekühlt; ihre milde Süße tritt weniger hervor, Gewürze stehen im Vordergrund. Sportlich denkend schätzt man Magermilch als Proteinquelle rund ums Training. Praktisch ist sie außerdem, wenn Du Desserts mit anderen cremigen Komponenten (Quark, Mascarpone) kombinierst und die Gesamtbilanz im Griff behalten möchtest. Mit Magermilch entscheidest Du Dich nicht gegen Genuss, sondern für eine bewusste Basis, die Du mit Kochtechnik und aromatischen Zutaten aufwertest.
4. Rohmilch ab Hof
Rohmilch ist naturbelassen – nicht erhitzt, lediglich gefiltert und gekühlt. Sie spiegelt Fütterung, Rasse und Saison sehr direkt: von blumig-heuigen Noten bis zu nussiger Tiefe. Diese Ursprünglichkeit hat ihren Preis in der Handhabung: Rohmilch ist mikrobiologisch sensibler und sollte von Dir stets gekühlt transportiert, bald verbraucht und für den direkten Verzehr vorsorglich erhitzt werden. In der Küche belohnt sie Dich mit außergewöhnlicher Aromatik: Bechamel, Milchreis, Puddings und Polenta bekommen „lange“, komplexe Milchnoten. Für Käse ist Rohmilch eine Welt für sich – als Heimbäcker nutzt Du sie vor allem, wenn Du Aroma über Standard heben willst. Rechtlich ist bei Ab-Hof-Verkauf eine Erhitzungsempfehlung üblich. Rohmilch trennt bei Standzeit stärker auf; rühre sie vor dem Einsatz auf oder schöpfe Rahm ab, wenn Du Desserts veredeln willst. Wenn Du handwerklichen Ursprung liebst und bereit bist, sorgfältig zu arbeiten, eröffnet Dir Rohmilch eine intensive, nicht alltägliche Milch-Erfahrung.
5. Vorzugsmilch
Vorzugsmilch ist Rohmilch, die unter besonders strengen Hygieneregeln abgefüllt und im Handel verkauft wird – selten, begehrt und aromatisch nuancenreich. Sie vereint die Komplexität von Rohmilch mit kontrollierter Produktion, bleibt aber ein sensibles Frischeprodukt. Pur schmeckt Vorzugsmilch oft üppig, „sahnig-frisch“, mit feinen Gras- und Heuanklängen; im Kaffee liefert sie dichten, cremigen Schaum und runden Körper. In Desserts trägt sie Aromen weit, weshalb Du Zucker manchmal leicht reduzieren kannst. Wie bei Rohmilch gilt: kühle Lagerung und zügiger Verbrauch; für empfindliche Personen empfiehlt sich Erhitzen. Wenn Du die Unterschiede zwischen Standard- und terroirgeprägter Milch bewusst schmecken möchtest, ist Vorzugsmilch die Genießer-Variante. Sie ist in Rezepten 1:1 austauschbar, hebt aber schlichte Gerichte wie Milchreis, Grießbrei und Panna Cotta besonders. Plane ihren Einsatz, denn Verfügbarkeit schwankt regional und saisonal. Für den besonderen Anlass in der heimischen Küche ist sie ein kleines Luxusprodukt.
6. Frischmilch (pasteurisiert)
Frischmilch wird kurzzeitig auf moderate Temperaturen erhitzt (Pasteurisierung), wodurch Mikroorganismen reduziert, aber frische Aromatik weitgehend bewahrt wird. Sie schmeckt „klar milchig“, ohne Karamellnoten, und hält sich geöffnet wenige Tage im Kühlschrank. In der Küche ist Frischmilch die vielseitige Standardlösung: Sie bindet Saucen sauber, macht Puddings seidig und bringt in Brotteigen zarte Krume. Im Kaffee überzeugt sie mit feinem Schaum und angenehmer Süße; viele schätzen sie als „nächste Stufe“ zu Roh- oder Vorzugsmilch, nur alltagstauglicher. Du kannst zwischen homogenisiert und nicht homogenisiert wählen; die unhomogenisierte Variante rahmt auf und liefert eine kleine „Sahnehaube“ für Desserts. Frischmilch ist ideal, wenn Dir Geschmack vor maximaler Haltbarkeit kommt und Du regelmäßig einkaufst. Achte auf kühle Lagerung im Handel – übertemperierte Ware verliert schneller an Frische. Für den Wochenplan bedeutet Frischmilch: Beste Balance aus Genuss, Sicherheit und Alltagstauglichkeit.
7. ESL-Milch („länger frisch“)
ESL („Extended Shelf Life“) setzt auf besonders feine Filtration und/oder kurze Hochtemperaturimpulse plus Pasteurisierung, um die Haltbarkeit im Kühlschrank deutlich zu verlängern. Für Dich heißt das: seltener einkaufen, ohne gleich auf UHT auszuweichen. Geschmeckt fühlt sich ESL neutral-mild an – weniger frisch-grün als klassische Frischmilch, aber ohne die karamelligen Noten der H-Milch. In Cappuccino und Latte lässt sie sich gut aufschäumen; Textur und Stabilität hängen stark von Proteinintegrität ab, die bei guten ESL-Qualitäten erhalten bleibt. In Saucen, Gratins und Puddings liefert sie verlässliche Bindung. Wenn Du Wert auf Vorrat und Planbarkeit legst, ist ESL die pragmatische Wahl. Tipp für Sensorikfans: Probiere dieselbe Marke als Frisch- und ESL-Variante im Direktvergleich – so findest Du Deinen Sweet Spot zwischen Aroma und Haltbarkeit.
8. H-Milch (UHT)
H-Milch wird ultrahocherhitzt und aseptisch verpackt, bleibt ungeöffnet ungekühlt lange haltbar – ideal für Vorrat, Reisen und Büros. Sensorisch bringt sie dezente Karamell- und Kochnoten, die in Kaffee und Kakao wärmer wirken, aber weniger „frisch“. Beim Aufschäumen liefert H-Milch einen stabilen, manchmal etwas festeren Schaum. In der Küche macht sie alles mit: von Bechamel und Aufläufen über Milchreis bis zu Puddings – praktisch, wenn spontan gekocht wird. Geöffnet gehört H-Milch wie jede andere ins Kühlfach und sollte binnen weniger Tage verbraucht werden. Wenn Du selten einkaufst oder spontane Back- und Kochaktionen liebst, ist H-Milch Deine Sicherheitskopie im Schrank. Für puren Trinkgenuss bevorzugen viele weiterhin Frisch- oder ESL-Milch; als Alltagsheld für Verfügbarkeit ist UHT unschlagbar.
9. Laktosefreie Kuhmilch
Bei laktosefreier Milch wird der Milchzucker enzymatisch gespalten – dadurch schmeckt sie spürbar süßer, obwohl kein Zucker zugesetzt ist. Für Dich ist sie die unkomplizierte Lösung, wenn Du Laktose nicht gut verträgst, aber Kuhmilch-Aroma und Funktion liebst. In Kaffee, Kakao, Saucen und Backteigen verhält sie sich wie ihr Ausgangsprodukt; nur die wahrgenommene Süße solltest Du beim Abschmecken berücksichtigen. Verfügbar ist sie in allen gängigen Stufen: vollfett, fettarm, ESL und UHT. Pur schmeckt sie milchig-rund mit „hellerer“ Süße; in Puddings und Cremes treten Vanille und Kakao betont hervor. Wichtig: Laktosefrei hilft nicht bei Milcheiweißallergie – dann brauchst Du andere Lösungen. Für Familien ist laktosefreie Milch ein Segen, weil sie das Kochen vereinfacht: Du nutzt ein Produkt für alle, passt nur die Zuckermenge im Rezept an. So bleibst Du frei in der Wahl Deiner Lieblingsgerichte.
10. A2-Kuhmilch
A2-Milch stammt von Herden, deren Beta-Kasein ausschließlich die A2-Variante trägt. Manche Menschen empfinden sie als bekömmlicher, obwohl Laktosegehalt und Nährwerte denen normaler Milch entsprechen. Geschmacklich ist A2 wie klassische Milch: Was Du wahrnimmst, hängt stärker von Fettstufe, Fütterung und Erhitzung ab als vom Eiweiß-Subtyp. Für Deinen Alltag bedeutet A2 Wahlfreiheit im Verträglichkeitstest: Wenn Dir normale Milch gelegentlich „liegt“, probiere A2 in Kaffee, Müsli und Saucen – viele erleben sie als angenehm rund. Schäumen? Funktioniert wie gewohnt, denn entscheidend ist die Proteinstabilität insgesamt. A2 gibt es als Frisch-, ESL- oder UHT-Variante; Du kannst sie 1:1 ersetzen. Sie ist kein Heilmittel, aber eine spannende Option, falls Du mit klassischer Milch haderst und laktosefrei nicht das Thema ist.
11. Bio-Kuhmilch
Bio-Milch steht für strengere Regeln bei Fütterung und Tierhaltung; Verbände wie Bioland, Naturland oder Demeter gehen oft über EU-Bio hinaus. Für Dich schmeckt Bio-Milch je nach Region und Saison unterschiedlich: von mild-sahnig bis kräuterig. In der Küche bleibt alles wie gewohnt – binden, schäumen, backen. Pur zeigt Bio oft „klare“ Noten, die in einfachen Speisen glänzen: Milchreis, Grießbrei, Panna Cotta. Wenn Dir Herkunft, Weideanteil und Kreislaufwirtschaft wichtig sind, ist Bio ein stimmiges Paket. Preislich liegt sie höher; ob es sich lohnt, entscheidest Du über Geschmack und Werte. Tipp: Regionale Biomolkereien liefern besonders frische Ware – schmecke Dich durch, der Unterschied ist real.
12. Weidemilch
Weidemilch rückt Weidegang und Grünfutter ins Zentrum. Das Fettsäuremuster verschiebt sich leicht, der Geschmack wirkt frischer, manchmal kräuteriger. Für Dich heißt das: purer Genuss mit „Wiesenbild“ im Glas. In der Küche ersetzt Weidemilch jede andere Kuhmilch, doch ihre Stärken hörst Du in einfachen Gerichten: Polenta, Grießbrei, Panna Cotta, kalte Shakes. Im Cappuccino schäumt sie zuverlässig; subtilere Grünnoten können Espresso schön abrunden. Achte beim Einkauf auf nachvollziehbare Weidekriterien. Weidemilch verbindet Genuss, Haltung und Regionalität – eine Wahl mit gutem Gefühl und feinem Mehrklang im Aroma.
13. Heumilch
Heumilch stammt aus Fütterung ohne Silage – frisches Grünland, Heu, etwas Getreide. Das schmeckst Du: sauber, klar, oft blumig. Käse aus Heumilch ist berühmt für Komplexität; als Trink- und Kochmilch überzeugt sie mit eleganter Süße. Beim Aufschäumen liefert sie feinporigen, stabilen Schaum; in Desserts brauchst Du weniger „Maskierung“, weil die Milch selbst sehr rein wirkt. Heumilch ist häufig mit Qualitätszeichen versehen und kommt oft aus alpinen Regionen. Wenn Du Naturprofil und handwerkliche Herkunft schätzt, ist Heumilch eine kleine Liebeserklärung an Landschaft im Glas.
14. Nicht homogenisierte Milch
Nicht homogenisierte Milch rahmt auf – die Fetttropfen bleiben groß, setzen sich an der Oberfläche ab. Für Dich bedeutet das eine nostalgische, sahnige Kappe und ein etwas volleres Mundgefühl. Vor Gebrauch schütteln oder rühren genügt. Im Kochen und Backen verhält sie sich wie homogenisierte Milch, wirkt sensorisch aber „sahniger“, was in Puddings und cremigen Saucen begeistert. Im Kaffee kann die Schaumstruktur leicht variieren; probiere aus, viele mögen den cremigen Körper. Wenn Du möglichst wenig verarbeitete Produkte bevorzugst, ist unhomogenisierte Milch ein kleiner Schritt zurück zum Ursprung – mit spürbarer Texturfreude.
15. Homogenisierte Milch
Homogenisierung zerkleinert die Fettkügelchen dauerhaft; die Milch trennt sich nicht mehr, wirkt gleichmäßig und ist praktisch im Alltag. Für Dich heißt das: konsistente Ergebnisse beim Aufschäumen, in Saucen und beim Backen. Geschmacklich ist homogenisierte Milch neutral; der Unterschied zeigt sich vor allem in Mundgefühl und Handling. In Verbindung mit Pasteurisierung, ESL oder UHT ist sie der Standard im Handel. Wenn Du Wert auf Bequemlichkeit, gleichbleibende Textur und „keine Überraschungen“ legst, liefert homogenisierte Milch genau das – berechenbar gut in allen Anwendungen.
16. Jerseymilch
Jerseykühe geben naturgemäß fettreichere, gelber wirkende Milch mit höherem Eiweiß – ein Traum für Cappuccino, Eiscreme und Desserts. Du bekommst mehr Cremigkeit, intensiveren „Milchgeschmack“ und in Teigen eine feine Zartheit. In der Küche kannst Du Zucker oft minimal reduzieren, weil Fülle Süße trägt. Im Käsehandwerk schätzt man Jerseymilch für Ausbeute und Textur; zu Hause profitierst Du bei Puddings, Panna Cotta und Grießbrei. Pur schmeckt sie opulent, ohne schwer zu wirken. Wenn Du mit Milch gern „auf Genuss drehst“, ist Jerseymilch die Delikatessen-Variante unter den Kuhmilchen.
17. Proteinmilch (ultrafiltriert)
Proteinmilch ist Kuhmilch, deren Eiweiß per Filtration konzentriert wurde; Kohlenhydrate und Wasser werden teils reduziert. Für Dich bedeutet das: mehr Sättigung, bessere Schaumstabilität und kräftige Bindung in Saucen und Cremes – bei oft niedrigerem Zuckeranteil. Im Kaffee entsteht dichter, langlebiger Schaum; im Shake bekommst Du sporttaugliche Werte ohne Pulvergeschmack. Beim Backen kannst Du Flüssigkeit anpassen, da Protein stärker bindet. Geschmacklich bleibt sie milchig-neutral, Textur wirkt „satter“. Wenn Du Training, Alltag und Genuss verbinden willst, ist Proteinmilch eine effiziente, unkomplizierte Option.
18. Gentechnikfrei deklarierte Milch
„Ohne Gentechnik“ bezieht sich auf Fütterung und Prozesskette. Für Dich ist das ein Werte-Statement mit sensorisch meist subtilen Unterschieden, die stärker von Region, Fütterung und Verarbeitung abhängen. In der Küche bleibt alles gleich: Du kochst, schäumst und backst wie gewohnt. Wichtig ist Transparenz: Seriöse Siegel und nachvollziehbare Lieferketten schaffen Vertrauen. Wenn Dir das Thema wichtig ist, findest Du in dieser Kategorie breite Auswahl von Voll- bis H-Milch – praktikabel, alltagstauglich und kompatibel mit Deinen Rezepten.
19. Bergbauernmilch
Bergbauernmilch kommt aus höheren Lagen mit kleinräumiger Landwirtschaft. Das Futter ist artenreich, die Mengen sind kleiner, die Logistik aufwendiger – das spiegelt sich oft im Preis und in der Aromatik. Du schmeckst häufig eine klare, frische Note mit leichter Kräuteranmutung. In Puddings, Polenta und pur im Glas zeigt sie ihre Stärken; im Cappuccino schäumt sie stabil und fein. Wenn Du Regionalität und Landschaftsgeschmack suchst, ist Bergbauernmilch eine charmante Wahl, die Genuss mit Herkunft verbindet.
20. Saisonmilch (Sommer/Winter)
Sommer- und Winterfütterung prägen die Milch: Im Sommer mehr frisches Grün, im Winter eher Heu und Maissilage – das verändert Fettsäuremuster, Farbe und feine Aromatik. Für Dich heißt das: kleine, spannende Saisonunterschiede. Im Sommer wirkt Milch oft frischer und gelblicher, im Winter runder und sahniger. In Kaffee, Desserts und Saucen sind die Unterschiede subtil, für aufmerksame Genießer aber wahrnehmbar. Wenn Du gerne bewusst schmeckst, vergleiche gleiche Marken über das Jahr – Du wirst Dein persönliches „Fenster“ für Lieblingsrezepte finden.
Tabelle: Kuhmilchsorten – Überblick (alphabetisch)
| Sorte | Behandlung/Kategorie | Typische Merkmale | Einsatz |
|---|---|---|---|
| A2-Kuhmilch | Herdenauswahl (A2-Beta-Kasein) | Verträglichkeit individuell, geschmacklich wie Standard | Kaffee, Küche, pur |
| Alpen-/Bergbauernmilch | Herkunft/Topografie | Frische, kräuterige Noten, kleine Strukturen | Pur, Desserts, Cappuccino |
| Bio-Kuhmilch | Anbau-/Haltungsstandard | Regional- und Saisoneffekte, Wertefokus | Allround, pur, Desserts |
| ESL-Milch | Länger frisch (Mikrofiltration/HT) | Kühlschrankhaltbar über Wochen, mild | Vorrat, Kaffee, Küche |
| Fettarme Milch | 1,5–1,8 % Fett | Leicht, gut schäumbar, neutraler | Müsli, Cappuccino, Saucen |
| Frischmilch | Pasteurisiert | „Klar milchig“, kurze Haltbarkeit | Alltag, feine Küche |
| Gentechnikfrei deklarierte Milch | Prozess/Feed | Werteorientiert, sensorisch neutral | Allround |
| H-Milch | UHT | Sehr haltbar, leichte Karamellnote | Vorrat, Kochen/Backen |
| Heumilch | Fütterung ohne Silage | Sauber, blumig, klare Süße | Pur, Käse, Desserts |
| Homogenisierte Milch | Physikalische Behandlung | Gleichmäßige Textur, trennt nicht | Berechenbar in allen Rezepten |
| Jerseymilch | Rasse | Höheres Fett/Eiweiß, opulent | Cappuccino, Eis, Desserts |
| Laktosefreie Kuhmilch | Enzymatisch gespalten | Süßer Eindruck, identische Funktion | Intoleranzfreundlich |
| Magermilch | ≤ 0,5 % Fett | Sehr leicht, viel Volumenschaum | Kalorienarm kochen, Shakes |
| Nicht homogenisierte Milch | Naturbelassene Fettkügelchen | Rahmt auf, sahnigere Wahrnehmung | Pur, Desserts |
| Proteinmilch (ultrafiltriert) | Filtrationskonzentrat | Höheres Eiweiß, dichter Schaum | Sport, Saucen, Shakes |
| Rohmilch ab Hof | Unbehandelt | Terroir-Aromatik, sensibel | Erhitzt nutzen, Desserts |
| Saisonmilch | Sommer/Winter-Fütterung | Feine Farb-/Aromavariation | Pur, bewusste Verkostung |
| Vollmilch | 3,5–3,8 % Fett | Cremig, rund, universell | Kaffee, Küche, pur |
| Vorzugsmilch | Abgepackte Rohmilch | Streng kontrolliert, komplex | Pur, feine Küche |
| Weidemilch | Weidegang-Fokus | Frisch-kräuterig, Herkunftsbezug | Pur, Desserts, Kaffee |






