Die besten Abkühlungsstrategien für heiße Sommertage

Heiße Sommertage können angenehm sein, doch bei anhaltend hohen Temperaturen geraten Wohnung, Schlaf und Kreislauf schnell unter Druck. Wenn sich Räume über mehrere Tage aufheizen, nachts kaum abkühlen und selbst einfache Tätigkeiten anstrengend werden, brauchst du mehr als einen einzelnen Hitzetipp. Die wirksamsten Abkühlungsstrategien greifen ineinander: Du hältst Sonnenwärme möglichst früh draußen, lüftest nur zu den richtigen Zeiten, kühlst deinen Körper sanft und passt Trinken, Ernährung, Kleidung und Tagesablauf an. Besonders wichtig ist, nicht erst zu reagieren, wenn du bereits stark erschöpft bist. Geschlossene Rollläden am Morgen, ein gut vorbereitetes Schlafzimmer und ausreichend Getränke können verhindern, dass die Belastung im Tagesverlauf immer weiter steigt. Auch Ventilatoren helfen, wenn du sie richtig einsetzt. Sie senken zwar normalerweise nicht die Raumtemperatur, verstärken aber die Verdunstung auf der Haut und lassen die Luft dadurch angenehmer erscheinen. Extreme Kälte ist dagegen nicht automatisch besser. Eiskalte Duschen, sehr kalte Getränke oder Kühlpacks direkt auf der Haut können unangenehm sein und den Kreislauf belasten. Sinnvoller sind gleichmäßige, schonende Maßnahmen, die du über den ganzen Tag verteilst. So schützt du dich nicht nur vor unangenehmem Schwitzen, sondern auch vor Kopfschmerzen, Schlafproblemen, Konzentrationsverlust und ernsteren gesundheitlichen Folgen großer Hitze.

Die besten Abkühlungsstrategien für heiße Sommertage

Die besten Abkühlungsstrategien für heiße Sommertage

Inhaltsverzeichnis

  1. Räume früh lüften und tagsüber geschlossen halten
  2. Sonnenschutz rechtzeitig und möglichst außen einsetzen
  3. Den Körper sanft und gezielt abkühlen
  4. Ausreichend trinken und Flüssigkeitsverlust ausgleichen
  5. Leichte Mahlzeiten für heiße Sommertage wählen
  6. Ventilatoren sinnvoll und wirksam einsetzen
  7. Luftige Kleidung und leichte Stoffe bevorzugen
  8. Den Tagesablauf an die Hitze anpassen
  9. Draußen Schatten und kühlere Orte aufsuchen
  10. Das Schlafzimmer auf tropische Nächte vorbereiten
  11. Kinder, ältere Menschen und Pflegebedürftige schützen
  12. Warnzeichen einer starken Hitzebelastung erkennen
  13. Fazit – Mit guter Planung kühler bleiben
  14. FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
  15. Tabelle: Abkühlungsstrategien für heiße Sommertage

1. Räume früh lüften und tagsüber geschlossen halten

Richtiges Lüften gehört zu den wichtigsten Maßnahmen gegen Sommerhitze in der Wohnung. Öffne Fenster möglichst früh am Morgen, wenn die Außenluft noch deutlich kühler ist als die Luft im Haus. Besonders wirksam ist Querlüften. Dabei öffnest du gegenüberliegende Fenster oder Türen gleichzeitig, sodass die warme Innenluft schneller nach draußen strömen kann. Sobald die Außentemperatur steigt und über der Raumtemperatur liegt, solltest du die Fenster wieder schließen. Dauerhaft gekippte Fenster bringen tagsüber oft keine Abkühlung, sondern lassen zusätzliche Wärme herein. Ein Innen- und Außenthermometer hilft dir, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Auch spätabends oder nachts kannst du erneut lüften, sobald es draußen spürbar kühler geworden ist. In Dachgeschosswohnungen kann das länger dauern, weil Dachflächen und Wände gespeicherte Wärme noch Stunden später abgeben. Öffne Fenster nachts nur dort, wo Einbruchschutz, Lärm und Insektenschutz ausreichend berücksichtigt sind. Das Umweltbundesamt empfiehlt ebenfalls, nachts und frühmorgens zu lüften und während der heißen Tagesstunden möglichst wenig warme Außenluft in die Räume zu lassen. (Umweltbundesamt)

2. Sonnenschutz rechtzeitig und möglichst außen einsetzen

Direkte Sonneneinstrahlung kann Räume innerhalb kurzer Zeit stark erwärmen. Besonders betroffen sind Fenster auf der Süd- und Westseite, weil dort über viele Stunden intensive Sonnenstrahlung auf das Glas trifft. Ein außenliegender Sonnenschutz ist besonders wirksam, da er die Strahlung abfängt, bevor sie durch die Scheibe in den Raum gelangt. Rollläden, Außenjalousien, Markisen und Fensterläden sind deshalb meist effektiver als Vorhänge oder Rollos im Inneren. Schließe den Sonnenschutz möglichst morgens und nicht erst, wenn das Zimmer bereits heiß geworden ist. Helle Materialien reflektieren einen Teil der Sonnenstrahlung besser als sehr dunkle Oberflächen. Fehlt ein äußerer Schutz, können dicht gewebte Vorhänge, Plissees oder geeignete Sonnenschutzrollos helfen. Bei Sonnenschutzfolien solltest du vorher prüfen, ob sie zur jeweiligen Verglasung passen. Reduziere außerdem unnötige Wärmequellen. Fernseher, Computer, Spielekonsolen, Lampen, Backofen und Wäschetrockner geben zusätzliche Wärme an den Raum ab. Geräte, die du nicht brauchst, solltest du vollständig ausschalten. Das Umweltbundesamt nennt außenliegende Verschattung ausdrücklich als besonders wirksame Maßnahme zum sommerlichen Wärmeschutz. (Umweltbundesamt)

3. Den Körper sanft und gezielt abkühlen

Du musst nicht vollständig in kaltes Wasser steigen, um deinen Körper wirksam abzukühlen. Schon kleine Maßnahmen können deutliche Erleichterung bringen. Halte deine Handgelenke und Unterarme unter angenehm kühles Wasser oder lege ein feuchtes Tuch in den Nacken. Auch ein kühles Fußbad kann die Hitze erträglicher machen. Das Wasser sollte kühl, aber nicht eiskalt sein. Eine lauwarme Dusche entfernt Schweiß, erfrischt die Haut und ist häufig angenehmer für den Kreislauf als eine extreme Kältereizung. Danach kannst du etwas Feuchtigkeit auf der Haut verdunsten lassen, statt dich sofort vollständig trocken zu rubbeln. Ein feiner Wassernebel aus einer Sprühflasche wirkt besonders gut, wenn gleichzeitig Luft bewegt wird. Kühlpacks dürfen nicht direkt auf die Haut gelegt werden. Wickle sie in ein dünnes Handtuch und verwende sie nur für kurze Zeit. Achte darauf, empfindliche Körperstellen nicht zu stark auszukühlen. Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem kühlende Fußbäder, Sprays und andere einfache Methoden, um dem Körper bei großer Wärme Entlastung zu verschaffen. (Umweltbundesamt)

4. Ausreichend trinken und Flüssigkeitsverlust ausgleichen

Bei hohen Temperaturen schwitzt dein Körper stärker und verliert dadurch Flüssigkeit und Elektrolyte. Trinke deshalb regelmäßig über den Tag verteilt und nicht erst, wenn du bereits starken Durst verspürst. Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Tees und verdünnte Fruchtschorlen sind gut geeignet. Sehr zuckerreiche Getränke liefern viele Kalorien und löschen den Durst oft weniger angenehm. Alkohol solltest du bei großer Hitze möglichst vermeiden, weil er den Kreislauf zusätzlich belasten kann. Stelle Getränke sichtbar auf den Tisch oder nimm unterwegs eine Trinkflasche mit. Regelmäßige kleinere Mengen sind oft verträglicher als sehr große Mengen auf einmal. Getränke müssen nicht eiskalt sein. Kühl oder zimmerwarm reicht aus und ist für viele Menschen angenehmer. Wer stark schwitzt, kann über eine ausgewogene Ernährung auch verlorene Mineralstoffe ersetzen. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen gelten möglicherweise individuelle Trinkmengen. Erhöhe deine Flüssigkeitszufuhr dann nicht eigenmächtig stark, sondern beachte ärztliche Empfehlungen. Das Bundesgesundheitsportal weist darauf hin, dass starkes Schwitzen zu Elektrolytverlust, Erschöpfung und Muskelkrämpfen führen kann. (Gesundheitsportal)

5. Leichte Mahlzeiten für heiße Sommertage wählen

Große, schwere und sehr fettreiche Mahlzeiten können den Körper an heißen Tagen zusätzlich belasten. Die Verdauung benötigt Energie und kann dazu führen, dass du dich noch müder und träger fühlst. Besser sind mehrere kleinere Mahlzeiten, die du über den Tag verteilst. Salate, Gemüsegerichte, Obst, Joghurt, Quark, kalte Suppen, Reis, Couscous oder leichte Kartoffelgerichte eignen sich besonders gut. Wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Melonen, Beeren, Pfirsiche und Zitrusfrüchte unterstützen deine Flüssigkeitszufuhr, ersetzen das Trinken aber nicht. Wenn du stark schwitzt, ist eine ausgewogene Ernährung mit Mineralstoffen ebenfalls wichtig. Du musst jedoch nicht vorsorglich sehr salzig essen. Koche warme Gerichte möglichst früh am Morgen oder später am Abend, damit Herd und Backofen die Wohnung nicht während der heißesten Stunden zusätzlich erwärmen. Kalte Küche, vorbereitete Speisen und kurze Garzeiten helfen, Wärmequellen zu reduzieren. Achte bei hohen Temperaturen besonders auf die Kühlkette. Fleisch, Fisch, Sahne, empfindliche Milchprodukte und Speisen mit Mayonnaise sollten nicht lange ungekühlt auf dem Tisch stehen.

6. Ventilatoren sinnvoll und wirksam einsetzen

Ein Ventilator kühlt normalerweise nicht die Raumluft. Er bewegt die Luft und unterstützt dadurch die Verdunstung von Schweiß auf deiner Haut. Das lässt dich die Temperatur angenehmer empfinden. Stelle den Ventilator so auf, dass der Luftstrom nicht stundenlang aus kurzer Entfernung direkt auf Gesicht, Augen oder Nacken trifft. Die Schwenkfunktion verteilt die Luft gleichmäßiger und verringert das Risiko trockener Augen oder verspannter Muskeln. Früh am Morgen oder spät am Abend kannst du den Ventilator am Fenster nutzen, um kühlere Außenluft in den Raum zu bewegen. Alternativ kannst du ihn so aufstellen, dass er warme Luft aus dem Zimmer nach draußen bläst. Tagsüber bei geschlossenen Fenstern sorgt er vor allem für Luftbewegung. Schalte ihn aus, wenn niemand im Raum ist, denn er kühlt Möbel und Wände nicht dauerhaft und erzeugt selbst etwas Abwärme. Bei extrem hohen Raumtemperaturen reicht ein Ventilator möglicherweise nicht aus. Dann solltest du zusätzlich den Körper befeuchten, anstrengende Tätigkeiten vermeiden und gegebenenfalls einen kühleren Raum oder ein klimatisiertes Gebäude aufsuchen.

7. Luftige Kleidung und leichte Stoffe bevorzugen

Die passende Kleidung hilft deinem Körper, überschüssige Wärme abzugeben. Trage lockere Kleidungsstücke, die nicht eng auf der Haut liegen und ausreichend Luftzirkulation ermöglichen. Baumwolle, Leinen und leichte Funktionsmaterialien können angenehm sein, sofern sie Schweiß aufnehmen oder nach außen transportieren. Helle Kleidung heizt sich in direkter Sonne häufig weniger stark auf als dunkle Stoffe. Draußen schützen luftige, längere Kleidungsstücke die Haut oft besser vor intensiver Sonnenstrahlung als sehr knappe Kleidung. Eine leichte Kopfbedeckung schützt Kopf und Gesicht, während eine Sonnenbrille die Augen entlastet. Für die Nacht eignen sich dünne Schlafkleidung und leichte Bettwäsche aus atmungsaktiven Stoffen. Schwere Decken, dicke Tagesdecken und wärmende Matratzenschoner solltest du im Sommer entfernen. Ein leerer Bettbezug kann bereits als dünne Decke ausreichen. Lege keine vollständig nassen Textilien auf die Matratze, da anhaltende Feuchtigkeit das Schlafklima verschlechtert und Schimmel begünstigen kann. Kühl gelagerte, aber trockene Schlafkleidung kann kurzzeitig erfrischen. Auch barfuß oder mit leichten Sandalen fühlt sich der Alltag oft angenehmer an.

8. Den Tagesablauf an die Hitze anpassen

An sehr heißen Tagen lohnt es sich, den Tagesablauf bewusst zu verändern. Erledige Einkäufe, Gartenarbeit, Sport und körperlich anstrengende Aufgaben möglichst früh am Morgen oder später am Abend. Während der heißesten Tagesstunden solltest du dein Tempo reduzieren und zusätzliche Pausen einplanen. Halte dich möglichst im Schatten oder in kühleren Innenräumen auf. Beim Sport ist es sinnvoll, Trainingsdauer und Intensität deutlich zu verringern. Ein ausgefallenes Training schadet dir weniger als eine hitzebedingte Überlastung. Nimm bei längeren Wegen ausreichend Wasser mit und wähle schattige Strecken. Auch berufliche Arbeiten im Freien sollten nach Möglichkeit in kühlere Zeitfenster verlegt werden. Lasse niemals Kinder, ältere Personen oder Haustiere allein in einem geparkten Auto zurück. Das gilt auch bei geöffnetem Fenster und für vermeintlich kurze Erledigungen. Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt bei Hitzewarnungen, direkte Sonne zu meiden und körperliche Aktivitäten in die frühen Morgenstunden zu verschieben. (DWD)

9. Draußen Schatten und kühlere Orte aufsuchen

Wenn sich deine Wohnung über Tage stark aufgeheizt hat, kann ein zeitweiliger Ortswechsel wirkungsvoller sein als weitere kleine Kühlversuche. Parks mit großen Bäumen, schattige Innenhöfe, Bibliotheken, Museen, Einkaufszentren oder andere kühlere öffentliche Gebäude bieten häufig Entlastung. Manche Städte stellen während Hitzeperioden Trinkbrunnen, kühle Räume oder besondere Aufenthaltsorte bereit. Auf asphaltierten Plätzen und zwischen dicht bebauten Häusern bleibt die Wärme meist besonders lange gespeichert. Grünflächen und schattige Wege fühlen sich oft deutlich angenehmer an. Auch im Schatten solltest du Sonnenschutzmittel, eine Kopfbedeckung und leichte Kleidung verwenden, denn UV-Strahlung erreicht dich dort ebenfalls. Baden kann sehr erfrischend sein, doch du solltest nicht stark überhitzt plötzlich in kaltes Wasser springen. Kühle dich vorher langsam ab und gehe möglichst nicht allein schwimmen, wenn du zu Kreislaufbeschwerden neigst. Nimm ausreichend Getränke mit und plane regelmäßig Pausen ein. Der Deutsche Wetterdienst rät bei starker Wärmebelastung dazu, direkte Sonne und Aufenthalte in der heißesten Nachmittagszeit möglichst zu vermeiden. (DWD)

10. Das Schlafzimmer auf tropische Nächte vorbereiten

Ein möglichst kühles Schlafzimmer entsteht nicht erst kurz vor dem Zubettgehen. Lüfte früh am Morgen gründlich und schließe danach Fenster, Rollläden und Vorhänge. Halte die Tür zu wärmeren Wohnbereichen geschlossen, damit weniger heiße Luft einströmt. Schalte Lampen, Fernseher, Computer und Ladegeräte aus, wenn du sie nicht brauchst. Öffne das Fenster am Abend erst wieder, wenn die Außenluft tatsächlich kühler als die Raumluft ist. Ein Ventilator kann helfen, die kühlere Luft zu verteilen. Richte ihn nicht dauerhaft direkt auf Gesicht oder Oberkörper. Eine lauwarme Dusche vor dem Schlafen und leichte Nachtwäsche erleichtern vielen Menschen das Einschlafen. Ein feuchtes Tuch auf Unterarmen oder Unterschenkeln kann kurzzeitig kühlen, ohne das Bett zu durchnässen. Trinke tagsüber ausreichend, statt unmittelbar vor dem Schlafen plötzlich große Mengen aufzunehmen. Ist ein anderer Raum deutlich kühler, kann ein vorübergehender Wechsel des Schlafplatzes sinnvoll sein. Tropische Nächte sind besonders belastend, weil der Körper sich weniger gut von der Tageshitze erholen kann. Auch der Deutsche Wetterdienst berücksichtigt hohe nächtliche Temperaturen bei der Beurteilung gesundheitlicher Wärmebelastung. (DWD)

11. Kinder, ältere Menschen und Pflegebedürftige schützen

Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen, Schwangere, Pflegebedürftige und Personen mit chronischen Erkrankungen reagieren oft empfindlicher auf große Hitze. Ältere Menschen verspüren teilweise weniger Durst oder können sich Getränke nicht selbstständig holen. Frage deshalb regelmäßig nach, stelle Wasser gut erreichbar bereit und kontrolliere, ob tatsächlich getrunken wird. Sorge für leichte Kleidung, einen möglichst kühlen Aufenthaltsraum und regelmäßige Ruhepausen. Kinder brauchen häufige Trinkangebote, Schatten, eine Kopfbedeckung und konsequenten Sonnenschutz. Decke einen Kinderwagen nicht vollständig mit einem Tuch ab, wenn dadurch die Luftzirkulation eingeschränkt wird und sich darunter Wärme stauen kann. Medikamente sollten entsprechend den Lagerungshinweisen aufbewahrt werden. Manche Wirkstoffe können den Flüssigkeitshaushalt oder die Wärmeregulation beeinflussen. Verändere eine Dosierung jedoch niemals ohne ärztliche Rücksprache. Informiere dich bei länger anhaltender Hitze frühzeitig über Unterstützungsmöglichkeiten. Das Bundesgesundheitsportal weist darauf hin, dass ältere und pflegebedürftige Menschen besonders gefährdet sind und durch vorbeugende Maßnahmen gezielt geschützt werden sollten. (Gesundheitsportal)

12. Warnzeichen einer starken Hitzebelastung erkennen

Kopfschmerzen, Schwindel, ungewöhnliche Müdigkeit, Übelkeit, Muskelkrämpfe und Konzentrationsprobleme können erste Anzeichen einer Hitzebelastung sein. Beende körperliche Anstrengung, gehe an einen kühlen Ort, lockere enge Kleidung und kühle den Körper vorsichtig mit feuchten Tüchern. Ist die betroffene Person wach und kann sicher schlucken, kannst du ihr ein alkoholfreies Getränk anbieten. Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle, Kollaps, sehr heiße Haut oder auffällige Atemprobleme können auf einen ernsten Hitzenotfall hinweisen. Rufe dann sofort den Rettungsdienst unter 112. Bringe die Person bis zum Eintreffen der Hilfe in den Schatten oder einen kühleren Raum. Beginne mit vorsichtiger Kühlung, ohne die Person vollständig in eiskaltes Wasser zu legen. Einer bewusstlosen Person darfst du nichts zu trinken geben. Kontrolliere Atmung und Bewusstsein und bringe eine normal atmende bewusstlose Person in die stabile Seitenlage. Der Deutsche Wetterdienst warnt ausdrücklich davor, einen möglichen Hitzschlag zu unterschätzen, da dieser lebensgefährlich sein kann. (DWD)

13. Fazit – Mit guter Planung kühler bleiben

Die besten Abkühlungsstrategien für heiße Sommertage bestehen aus mehreren aufeinander abgestimmten Maßnahmen. Lüfte nur dann, wenn es draußen kühler ist, und verhindere mit Rollläden, Markisen oder Vorhängen, dass Sonnenwärme ungehindert in die Wohnung gelangt. Trinke regelmäßig, trage leichte Kleidung und kühle deinen Körper mit lauwarmem Wasser, feuchten Tüchern oder einem Fußbad. Nutze Ventilatoren gezielt für Luftbewegung, aber erwarte von ihnen keine dauerhafte Senkung der Raumtemperatur. Verlege Sport, Gartenarbeit und andere anstrengende Tätigkeiten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Bereite dein Schlafzimmer bereits tagsüber auf die Nacht vor und suche bei stark aufgeheizten Räumen vorübergehend kühlere Orte auf. Besonders wichtig ist die Aufmerksamkeit gegenüber Kindern, älteren Menschen und Pflegebedürftigen. Nimm körperliche Warnzeichen ernst und reagiere frühzeitig. Je konsequenter du Hitze von Beginn an draußen hältst und deinen Alltag anpasst, desto geringer ist die Belastung für Schlaf, Kreislauf und Wohlbefinden.

14. FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet

Frage: Sollte ich bei Hitze die Fenster den ganzen Tag geöffnet lassen?
Antwort: Nein. Öffne sie vor allem morgens, nachts oder immer dann, wenn die Außenluft kühler ist als die Luft in der Wohnung. Tagsüber solltest du Fenster und Sonnenschutz möglichst geschlossen halten.

Frage: Hilft eine eiskalte Dusche bei großer Sommerhitze?
Antwort: Sie erfrischt kurzfristig, kann aber für den Kreislauf unangenehm sein. Eine lauwarme oder angenehm kühle Dusche ist häufig verträglicher und sorgt ebenfalls für eine gute Abkühlung.

Frage: Kühlt ein Ventilator die Raumtemperatur?
Antwort: Normalerweise nicht. Er bewegt die Luft und verstärkt die Verdunstung auf der Haut. Dadurch fühlt sich die Umgebung kühler an, obwohl die tatsächliche Raumtemperatur kaum sinkt.

Frage: Sind eiskalte Getränke bei Hitze besonders empfehlenswert?
Antwort: Sie sind nicht notwendig. Kühl oder zimmerwarm reicht meistens aus. Entscheidend ist, dass du regelmäßig trinkst und deinen Flüssigkeitsverlust über den Tag ausgleichst.

Frage: Wie bekomme ich das Schlafzimmer am Abend schneller kühl?
Antwort: Halte es tagsüber dunkel und geschlossen. Öffne die Fenster erst, wenn es draußen kühler ist, und nutze bei Bedarf einen Ventilator, um den Luftaustausch zu unterstützen.

Frage: Welche Körperstellen lassen sich besonders einfach kühlen?
Antwort: Handgelenke, Unterarme, Nacken, Füße und Unterschenkel lassen sich gut mit kühlem Wasser oder einem feuchten Tuch erfrischen. Vermeide dabei extreme Kälte.

Frage: Wann muss bei Hitzebeschwerden der Rettungsdienst gerufen werden?
Antwort: Bei Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Kollaps, auffälliger Atmung oder sehr heißer Haut solltest du sofort den Notruf 112 wählen.

15. Tabelle: Abkühlungsstrategien für heiße Sommertage

Bereich Empfehlenswerte Strategie Häufiger Fehler
Lüften Früh morgens, nachts und bei kühler Außenluft querlüften Fenster während der größten Tageshitze offen lassen
Sonnenschutz Rollläden, Markisen oder Außenjalousien früh schließen Räume erst abdunkeln, wenn sie bereits heiß sind
Körperkühlung Lauwarm duschen, Unterarme kühlen, Fußbad nutzen Kühlpacks direkt auf die Haut legen
Trinken Regelmäßig Wasser, Tee oder verdünnte Schorle trinken Erst bei starkem Durst große Mengen trinken
Ernährung Kleine, leichte und wasserreiche Mahlzeiten wählen Sehr schwere und fettreiche Speisen essen
Ventilator Luftstrom indirekt nutzen und kühlere Luft verteilen Ventilator im leeren Raum weiterlaufen lassen
Kleidung Locker, hell und atmungsaktiv tragen Enge, schwere und schlecht luftdurchlässige Kleidung
Tagesablauf Sport und Erledigungen auf Morgen oder Abend legen Körperliche Anstrengung in der Nachmittagshitze
Aufenthalt draußen Schatten, Grünflächen und kühlere Gebäude nutzen Lange auf unbeschatteten Asphaltflächen bleiben
Schlafzimmer Tagsüber abdunkeln und Wärmequellen ausschalten Fenster bei heißer Außenluft dauerhaft öffnen
Gefährdete Menschen Regelmäßig Getränke anbieten und nach dem Befinden fragen Darauf warten, dass Betroffene selbst Hilfe verlangen
Hitzenotfall Person kühlen, Bewusstsein prüfen und 112 rufen Bewusstlosen Personen Getränke geben

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