Diese 100 Meeresfrüchte gibt es

Ob für ein festliches Menü, den schnellen Pastateller oder ein sommerliches Grillen: Meeresfrüchte bringen Vielfalt, Textur und ein breites Aromenspektrum in Deine Küche. Damit Du souverän einkaufst, sicher lagerst und die richtigen Arten für Deine Rezepte auswählst, bekommst Du hier einen kompakten, aber umfassenden Überblick. Du lernst die wichtigsten Gruppen (Muscheln, Krebstiere, Kopffüßer, Schnecken, Stachelhäuter) kennen, erkennst Frische auf einen Blick, verstehst Kaliber- und Herkunftsangaben, interpretierst Glasur- und Zusatzstoff-Hinweise und planst realistische Mengen pro Person. Außerdem erfährst Du, welche Zubereitungen besonders gut funktionieren – von kurz und heiß (Jakobsmuscheln, Garnelen, Calamari) bis lang und sanft (Oktopus) – und worauf Du beim Rohverzehr achten solltest. Nachhaltige Wahl spielt ebenfalls eine Rolle: Zertifikate, Fangmethoden und transparente Lieferketten helfen Dir, mit gutem Gefühl einzukaufen. Am Ende findest Du eine alphabetische Tabelle mit 100 Meeresfrüchten als praktische Orientierung. So triffst Du fundierte Entscheidungen an der Theke, auf dem Markt oder beim seriösen Online-Anbieter – und servierst Meeresfrüchte so, dass Textur, Süße, Salz und Umami perfekt zur Geltung kommen.

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Diese 100 Meeresfrüchte gibt es

Inhaltsverzeichnis

  1. Gruppen & Grundbegriffe: Was zählt zu Meeresfrüchten
  2. Frischemerkmale sicher erkennen
  3. Herkunft, Fanggebiete & Methoden richtig lesen
  4. Produktformen: Frisch, gekühlt, TK & Konserve
  5. Größen & Kaliber – was bedeuten die Zahlen?
  6. Etikettenkunde: Glasur, Zusatzstoffe, Netto-Gewicht
  7. Mengenplanung & Einkauf für Gäste
  8. Transport & Lagerung zu Hause
  9. Hygiene & Sicherheit, Rohverzehr im Blick
  10. Zubereitungen für Krebstiere: vom Wasser in die Pfanne
  11. Zubereitungen für Muscheln: dämpfen, gratinieren, roh
  12. Kopffüßer (Calamari, Sepia, Oktopus): kurz oder lang
  13. Geschmack & Pairing: Würzen, Beilagen, Saucen
  14. Saison, Verfügbarkeit & Preis-Leistung
  15. Checkliste für Deinen nächsten Einkauf

1. Gruppen & Grundbegriffe: Was zählt zu Meeresfrüchten

Zu Meeresfrüchten gehören alle essbaren Meerestiere außer Fischen: Krebstiere (Garnelen, Krabben, Hummer, Langusten, Kaisergranat), Weichtiere – unterteilt in Muscheln (Austern, Mies-, Venus-, Jakobsmuscheln, Rasiermesser-/Schwertmuscheln) und Schnecken (z. B. Abalone, Wellhornschnecke, Conch) – sowie Kopffüßer (Calamari/Kalmar, Sepia, Oktopus). Dazu kommen seltener genutzte Gruppen wie Stachelhäuter (Seeigel, Seegurken) und Rankenfußkrebse (Percebes/Entenmuscheln). Für die Küche ist die Textur entscheidend: Krebstiere sind zart-saftig, Muscheln liefern jodige Süße und mineralische Noten, Kopffüßer begeistern mit zartem Biss und kräftigem Umami. Beim Einkauf hilft es, die Zielzubereitung zu kennen: Roh genießbar (Austern), sehr kurz und heiß (Jakobsmuscheln, Garnelen, Calamari) oder langsam und feucht (Oktopus). Außerdem unterscheiden sich Wildfang und Aquakultur – bei Garnelen und Muscheln ist Aquakultur weit verbreitet, bei Hummern, Kaisergranat oder vielen Muscheln gibt es je nach Region beides. Kennst Du die Gruppe und den geplanten Einsatz, fällt Dir die Wahl an der Theke deutlich leichter.

2. Frischemerkmale sicher erkennen

Frische erkennst Du an Duft, Optik und Haptik. Riecht die Ware neutral nach Meer und Algen, ist das gut; säuerliche, ammoniakartige oder „fischige“ Noten sind Warnsignale. Muscheln müssen geschlossen sein; leicht geöffnete Exemplare schließen sich beim Klopftest. Austern sollen schwer in der Hand liegen – das zeigt, dass sie ihre Flüssigkeit halten. Garnelen und Krabben wirken prall und feucht, ohne Pupillenverfärbungen am Kopf, ohne Schleimfilm; Jakobsmuscheln zeigen eine feste, leicht glänzende Oberfläche ohne Trockenrand. Calamari und Sepia haben klare Augen, glatte, glänzende Haut; drückst Du das Fleisch, federt es elastisch zurück. Verpackt gilt: unversehrte Kühlkette, Eisauflage an der Theke, saubere Etiketten mit Datum und Herkunft. Bei TK-Produkten meide Packungen mit vielen Eisklumpen – das deutet auf Temperaturschwankungen hin. Kurz: neutraler Duft, fester Biss, glanzvolle Oberfläche, intakte Schalen – so sortierst Du zweifelhafte Ware konsequent aus und nimmst nur Qualität mit nach Hause.

3. Herkunft, Fanggebiete & Methoden richtig lesen

Herkunft schafft Vertrauen. Auf Etiketten findest Du bei Wildfang oft FAO-Fanggebiete (z. B. 27 = Nordostatlantik) und Fangmethoden: Stellnetze, Reusen, Krebskörbe, Langleinen, Handernte (Muscheln), Schleppnetze oder Tauchfang (Austern/Seeigel). Methoden mit geringem Beifang und weniger Bodenkontakt sind häufig die bessere Wahl. In der Aquakultur zählen Standort, Wasserqualität, Besatzdichte und Futter; Farm-Garnelen aus verantwortlicher Zucht oder Muscheln aus überwachten Gewässern sind solide Optionen. Wichtig ist die Kombination aus Land/Region, Methode, eventueller Zertifizierung und der Kompetenz des Händlers. Vage Angaben wie „Ursprung: Welt“ oder fehlende Datumsfelder sind ein Alarmsignal. Für den Geschmack spielen zudem Transportzeit und Handling nach dem Fang eine große Rolle – schnelle Kühlung und kurze Wege bedeuten oft bessere Textur. Wenn Du zwischen ähnlichen Produkten schwankst, wähle die Variante mit konkretester Herkunft, schonender Methode und nachvollziehbarer Kühlkette.

4. Produktformen: Frisch, gekühlt, TK & Konserve

Jede Produktform hat ihren Platz. Frischware ist ideal für roh genossene Austern, kurzgebratene Jakobsmuscheln oder knusprige Garnelen – vorausgesetzt, Fang, Kühlung und Transport stimmen. Gekühlte, bereits gegarte Ware (z. B. Krabbenfleisch) ist bequem, verlangt aber strikte Temperaturführung und kurzen Verbrauchszeitraum. Tiefgekühltes punktet durch Konstanz: Schockgefrostete Calamari, Garnelen oder Jakobsmuscheln liefern verlässlich gute Ergebnisse, besonders wenn „IQF“ (einzeln gefrostet) auf der Packung steht – so taust Du portionsweise auf und vermeidest Texturverlust. Konserven/Gläser (Muscheln, Tintenfisch, Garnelen) sind ideale Vorräte; achte auf kurze Zutatenlisten, gute Öle und moderate Salzgehalte. Für Eintöpfe, Currys und Pastasaucen sind hochwertige TK-Produkte oft die ehrlichere Wahl als „frisch“, das lange Wege hinter sich hat. Entscheidend ist Dein Gericht: Roh oder kurzgebraten bevorzugt Frische, Schmorgerichte und Frittierrezepte funktionieren exzellent mit TK.

5. Größen & Kaliber – was bedeuten die Zahlen?

Kaliber helfen Dir beim Planen. Bei Garnelen gibt die Angabe „16/20“ an, wie viele Stück pro Pfund enthalten sind – je kleiner die Zahl, desto größer die Garnelen. „U10“ bedeutet „under 10 Stück pro Pfund“ – sehr groß. Bei Jakobsmuscheln ist „dry“ (ohne Zusatz) optimal für kräftige Bräunung; „wet“ weist oft auf Wasserbinder hin. Austern tragen Kaliber (z. B. Nr. 2 größer als Nr. 3), die je nach Region variieren; frage im Zweifel. Muscheln werden selten kalibriert, aber Sortierungen (klein/mittel/groß) sind üblich. Beachte den essbaren Anteil: Geschälte Garnelen sind teurer pro Kilo, sparen Dir aber Abfall und Zeit. Mit Schale kaufst Du mehr Gewicht, das nicht auf dem Teller landet; dafür profitierst Du oft vom besseren Aroma beim Braten. Notiere Dir nach einem gelungenen Essen Kaliber und Menge – so triffst Du beim nächsten Einkauf punktgenau.

6. Etikettenkunde: Glasur, Zusatzstoffe, Netto-Gewicht

Bei TK-Garnelen schützt Glasur (Eisüberzug) vor Gefrierbrand – sie zählt aber nicht zum essbaren Anteil. Vergleiche daher den Preis pro 100 g Fleisch ohne Glasur. Wasserbinder wie Phosphate (E-Nummern) erhöhen das Nettogewicht und verwässern die Textur; Produkte ohne solche Zusätze liefern meist den besseren Biss und bräunen leichter. Prüfe außerdem: „P&D“ (peeled & deveined = geschält und entdarmt), „PUD“ (geschält, nicht entdarmt), Herkunft/FAO-Gebiet, Fang- oder Erntedatum und Verbrauchsdatum. Bei Muscheln sind Erntegebiet und Reinigungs-/Depurationshinweise wichtig; bei Austern existieren Handelsnamen, die auf die Aufzuchtregion hinweisen. Calamari/Sepia sollten klar als Art benannt sein (Kalmar, Sepia, Oktopus); „Mischungen“ verstecken oft variable Qualität. Setze auf transparente Angaben und kurze Zutatenlisten – das ist eines der stärksten Qualitätsmerkmale im Handel.

7. Mengenplanung & Einkauf für Gäste

Rechne realistisch – so vermeidest Du Abfall und Stress. Als Hauptgang kalkulierst Du für geschälte Garnelen etwa 200–250 g pro Person, mit Schale 350–450 g. Jakobsmuscheln: 3–5 Stück pro Person, je nach Größe und Beilagen. Für Muscheln mit Schale (Mies-, Venus-, Rasiermesser) planst Du 700–1000 g pro Person, als Vorspeise entsprechend weniger. Hummer/Languste sind Luxusprodukte: 500–700 g Tiergewicht können eine Person sättigen, oft teilst Du ein größeres Exemplar zu zweit. Oktopus/Calamari rechnest Du mit 200–250 g Rohgewicht. Bedenke Vorbereitungszeit: Putzen, Entdarmen, Öffnen von Austern – alles will eingeplant sein. Wenn Du unsicher bist, frage den Händler nach erfahrungsgemäßen Mengen pro Person für Dein konkretes Gericht; gute Theken beraten gerne und ehrlich.

8. Transport & Lagerung zu Hause

Meeresfrüchte gehören auf Deiner Einkaufstour an den Schluss und reisen in einer gut isolierten Kühltasche mit Kühlelementen. Zu Hause lagerst Du Frischware im kältesten Kühlschrankbereich (meist 2–4 °C), abgedeckt, aber nicht luftdicht – Kondenswasser regelmäßig abgießen. Lebende Muscheln benötigen Luft und Feuchtigkeit (feuchtes Tuch), jedoch niemals Wasserbäder; Austern mit der gewölbten Schale nach unten lagern. Gekochtes Krabben- oder Hummerfleisch am besten innerhalb von 1–2 Tagen verbrauchen. TK langsam im Kühlschrank auftauen; nur in Ausnahmefällen unter kaltem Wasser in geschlossener Verpackung. Aufgetautes nicht erneut einfrieren. Für Events gilt: Kühlkette bis zum Garpunkt durchhalten, Schalenware erst kurz vor dem Servieren öffnen, Garnelen kurz vor dem Braten salzen, damit sie kein Wasser ziehen. So bleibt Textur erhalten und das Aroma überzeugt.

9. Hygiene & Sicherheit, Rohverzehr im Blick

Kreuzkontamination ist der größte Risikofaktor. Verwende getrennte Bretter und Messer für Rohware, wasche Hände und Oberflächen gründlich und kühle sensibel. Starke Allergene (Krusten-/Schalentiere) erfordern besondere Sorgfalt: Frage Gäste vorab. Rohverzehr – etwa Austern oder dünn geschnittene Jakobsmuscheln – verlangt absolute Topfrische und lückenlose Kühlung. Für Kinder, Schwangere oder immunsensible Personen sind durchgegarte Varianten die sicherere Wahl. Histaminprobleme treten vor allem bei nicht perfekt gekühlter, älterer Ware auf – je frischer und kälter, desto besser. Bei Muscheln achtest Du auf Ware aus kontrollierten Gebieten. Sushi-geeignete TK-Produkte wurden meist speziell behandelt; dennoch gelten strikte Sauberkeit und rasches Verarbeiten.

10. Zubereitungen für Krebstiere: vom Wasser in die Pfanne

Garnelen, Krabben, Kaisergranat, Hummer und Langusten profitieren von kurzer, heißer Garung und einem trockenen, gut vorgeheizten Gerät. Tupfe die Oberfläche ab, salze leicht, arbeite mit neutralem Öl und gib am Ende Butter, Zitrone, Knoblauch und Kräuter dazu. Große Garnelen bräunst Du pro Seite nur 1–2 Minuten; sie sollen innen glasig bleiben. Krabbenfleisch erwärmst Du behutsam, damit es saftig bleibt. Kaisergranat ist extrem empfindlich – lieber untergaren als übergaren. Hummer schmeckt schonend gedämpft oder in reichlich Salzwasser gegart, danach kurz in Butter nappiert. Schalen liefern fantastische Fonds: Röste sie an, tomatisiere, lösche mit Wein, köchle mit Wasser/Brühe und passiere fein – perfekte Basis für Saucen, Bisques und Risotti.

11. Zubereitungen für Muscheln: dämpfen, gratinieren, roh

Muscheln sind unkompliziert, solange Du sauber arbeitest. Vor dem Garen aussortieren: beschädigte Exemplare und Muscheln, die sich beim Klopfen nicht schließen. Mies- und Venusmuscheln dämpfst Du in Wein, Knoblauch, Kräutern und etwas Butter; sobald sie sich öffnen, bist Du fertig. Rasiermesser-/Schwertmuscheln mögen kurze, sehr heiße Hitze mit Knoblauch-Öl und Petersilie. Jakobsmuscheln gelingen perfekt mit kräftiger Bräunung in Butter – außen nussig, innen zart. Austern kannst Du roh (sehr kalt), gratiniert oder in Teig ausbacken. Schneide und arbeite zügig, damit Textur und Süße erhalten bleiben. Sand losen? Mehrfaches Spülen in kaltem Wasser, manche Arten mögen kurzes „Entsanden“ in leicht gesalzenem Wasser (keine langen Wasserbäder!).

12. Kopffüßer (Calamari, Sepia, Oktopus): kurz oder lang

Die Faustregel lautet: sehr kurz oder sehr lang. Calamari und Sepia braten/frittieren nur Sekunden bis wenige Minuten – dann bleiben sie zart. Dazwischen werden sie zäh. Oktopus dagegen liebt langes, sanftes Schmoren oder Garen bei niedriger Temperatur; erst danach kurz grillen oder in der Pfanne färben. Putzen ist wichtig: Tintenbeutel, Schnabel, Chitinreste sauber entfernen; viele Händler liefern bereits küchenfertig. Für knusprige Calamari sorgst Du mit absolut trockenen Stücken, hoher Hitze und Pulverisierung überschüssiger Feuchte (Mehl, Stärke). Sepia bringt schwarze Tinte für Risotti und Saucen mit – sparsam dosieren, sie ist intensiv. Salz gibst Du bei Kurzbraten erst am Ende, damit das Fleisch nicht früh Wasser zieht.

13. Geschmack & Pairing: Würzen, Beilagen, Saucen

Meeresfrüchte sind aromatisch; halte die Würzung schlank. Zitrone, gutes Olivenöl, Butter, Knoblauch, Petersilie, Dill und Chili setzen Akzente, ohne das Eigengeschmacksfeld zu übertönen. Säure hebt Süße, Fett rundet Salz und Jod. Als Beilagen funktionieren Pasta, Brot, Risotto, Kartoffeln, Fenchel, Tomate und Blattgemüse. Brühen/Fonds aus Schalen heben Saucen auf Restaurantniveau. Achte auf den Gargrad: Garnelen/Jakobsmuscheln nur bis glasig, sonst verlieren sie Saft. Roh servierte Austern brauchen nur Kälte und eine Zitrone – oder klassisch eine Mignonette. Für kräftige Gerichte (z. B. Krustentier-Bisque) plane Kontraste: frische Kräuter, Zitruszesten, etwas Chili. So bleibt der Charakter der Hauptzutat im Mittelpunkt.

14. Saison, Verfügbarkeit & Preis-Leistung

Saison ist bei Meeresfrüchten regional. Miesmuscheln sind im kühlen Halbjahr besonders fest, Austern ganzjährig, aber in kalten Monaten oft knackiger. Nordseekrabben gibt es fast durchgehend, Preis und Qualität schwanken mit Wetter und Fangtagen. Aquakultur-Garnelen sind relativ konstant, doch Kaliber und Glasur variieren. Frage den Händler, was gerade top ist; gute Theken sind ehrlich. Beim Preis zählt der essbare Anteil: Schalengewicht, Glasur, Wasserbinder. Lieber seltener, dafür besser – so zahlst Du für Textur und Geschmack statt für Wasser. Transparente Herkunft, gute Methode, schnelle Wege und sichtbare Frischemerkmale sind die sicherste Investition.

15. Checkliste für Deinen nächsten Einkauf

1) Gericht wählen (roh, kurz, lang) und Gruppe festlegen. 2) Menge pro Person planen (z. B. 200–250 g Garnelen geschält, 700–1000 g Muscheln mit Schale). 3) Händler aussuchen, Frischetheke prüfen (Eis, Ordnung, Datumsangaben). 4) Etiketten lesen: Art, Herkunft/FAO, Methode, Datum, Glasur, Zusätze. 5) Frischemerkmale: neutraler Duft, feste Textur, glänzende Oberfläche, geschlossene Schalen. 6) Transport: Kühltasche, direkt nach Hause. 7) Lagerung: kältester Kühlschrankbereich, Muscheln luftig/feucht, keine Wasserbäder. 8) Mise en Place: trocken tupfen, Pfanne/Grill sehr heiß, salzen oft erst am Ende. 9) Reste einplanen oder einfrieren (roh, ungewürzt, vakuumiert/TK-geeignet). 10) Notizen machen: Kaliber, Mengen, Händler – damit der nächste Einkauf noch einfacher wird.

Tabelle: 100 Meeresfrüchte (alphabetisch)

Meeresfrucht Gruppe Typische Herkunft/Region Küchentipp
Abalone Schnecke Südafrika, Australien, Japan Zart klopfen, kurz in Butter braten, nur leicht würzen
Amerikanischer Hummer Krustentier USA/Kanada (Atlantik) Schonend dämpfen/kochen, danach in Zitronenbutter nappieren
Argentinische Rotgarnele Krustentier Südwest-Atlantik Sehr heiß und kurz braten; Köpfe für aromatische Sauce auskochen
Atlantische Auster Muschel Frankreich, Irland, UK Roh auf Eis mit Zitrone; alternativ kurz gratinieren
Atlantische Kammmuschel Muschel NE-Atlantik Nuss trocken tupfen und in Butter goldbraun braten
Auster Fine de Claire Muschel FR (Marennes-Oléron) Sehr kalt und roh servieren; leicht salzig-mineralisch
Auster Pazifische (Felsenauster) Muschel Europa-Pazifikküsten Roh, als Tempura oder kurz gratiniert
Austern Belon (Europäische Flachauster) Muschel Bretagne Pur genießen; intensives, jodiges Aroma
Black Tiger Garnele Krustentier Südostasien Auf Spießen grillen; nur kurz garen, dann saftig
Blaue Schwimmkrabbe Krustentier Indischer Ozean Gekocht auslösen; ideal für Salate und Sandwiches
Blutmuschel Muschel Südostasien Immer vollständig durchgaren; kräftig würzen
Bouchot-Miesmuschel Muschel Frankreich (Bretagne) Klassisch in Weißwein, Knoblauch und Kräutern dämpfen
Carabineros Krustentier Ostatlantik Kurz in Olivenöl braten; Köpfe ausdrücken für Jus
Cherrystone-Clam (Venusmuschel) Muschel USA Ostküste Roh/gedämpft; perfekt für Clam Chowder
Chile-Miesmuschel Muschel Chile (Südpazifik) Dämpfen; fleischig, ideal für Suppen und Pasta
Coquina-Strandmuschel Muschel Mittelmeer/Atlantik Sehr kurz dämpfen; Sand vorher gründlich spülen
Dattelmuschel (Dateimuschel) Muschel Mittelmeer Kurz grillen; zart und süßlich
Donax-Strandmuschel Muschel Atlantik/Mittelmeer Als Vongole-Ersatz; nur Sekunden garen
Dornhummer (Slipper Lobster) Krustentier Tropische Gewässer Halbieren, mit Kräuterbutter kurz grillen
Dungeness-Krabbe Krustentier Pazifik (USA/Kanada) Gekocht knacken; mit Butter oder Essig servieren
Eismeergarnele Krustentier Arktis/Nordatlantik Gekocht kalt servieren; ideal für Mayo-Salate
Entenmuschel (Percebes) Rankenfußkrebs Galicien/Portugal Kurz blanchieren, lauwarm mit Meersalz essen
Europäischer Hummer Krustentier NE-Atlantik Sanft dämpfen; pur mit Zitrone genießen
Europäische Venusmuschel Muschel Mittelmeer Spaghetti alle vongole; nur bis zum Öffnen garen
Felsenkrabbe Krustentier Atlantik/Mittelmeer Für Fonds/Bisque rösten und auskochen
Fangschreckenkrebs Krustentier Indopazifik Schnell im Wok; aromatische, scharfe Saucen
Fächer-Muschel (Kammmuschel) Muschel NE-Atlantik Nuss kurz scharf anbraten; innen glasig
Florida Stone Crab (Steinkrabbe) Krustentier USA (Florida) Gekocht, gekühlt mit Senf-Dip genießen
Gamba Roja Krustentier Westl. Mittelmeer Wenige Sekunden in Olivenöl; grobes Meersalz
Geoduck (Riesenmuschel) Muschel Pazifik (USA/Kanada) Sehr dünn schneiden; nur kurz anbraten
Grünschal-Muschel (Neuseeland) Muschel Neuseeland Dämpfen mit Weißwein; Kräuter und Zitrone
Große Kammmuschel (Pecten maximus) Muschel NE-Atlantik In Butter bräunen; innen noch leicht glasig
Hahnenkamm-Muschel Muschel Mittelmeer Kurz dämpfen; als feine Vorspeise
Hartschalen-Venusmuschel (Quahog) Muschel Nordamerika Baked Clams/Chowder; herzhaft würzen
Herzmuschel Muschel Nordsee/Atlantik Kurz dämpfen; Sand gründlich ausspülen
Hummer (Europäischer) Krustentier NE-Atlantik Schonend garen; Fleisch nicht überziehen
Indo-Pazifische Garnele Krustentier Indopazifik Currys, Stir-fry; nur kurz erhitzen
Irische Auster Muschel Irland Roh; mineralisch-salzig, sehr kalt servieren
Isländische Kammmuschel Muschel Island Hochwertig; Nuss heiß und kurz braten
Italienische Vongole (verace) Muschel Italien Klassiker: alle vongole mit Knoblauch/Wein
Jakobsmuschel (mit Corail) Muschel GB/FR Nuss braten; Corail optional separat glasieren
Jakobsmuschel (Nuss) Muschel Atlantik Trocken tupfen; in Butter/Öl kräftig bräunen
Japanische Kuruma-Garnele Krustentier Japan/Taiwan Sushi-Qualität nur topfrisch; sonst kurz braten
Japanische Teppichmuschel Muschel Ostasien/EU-Farmen Kurz dämpfen; Kräuterbrühe passt gut
Kaisergranat (Langoustine/Scampi) Krustentier Nordostatlantik Sehr frisch verarbeiten; kurz sautieren
Kalmar (Calamari) Kopffüßer Mittelmeer/Atlantik Sekunden frittieren oder kurz braten
Kamtschatka-Königskrabbe Krustentier Nordpazifik Sanft erwärmen; pur mit Butter servieren
Krill (Antarktischer) Kleinkrebs Südpolarmeer Als Paste/Butter; eher verarbeitet verwenden
Langostino (Squat Lobster) Krustentier Ostatlantik Kurz sautieren; Zitrone und Petersilie
Languste (Europäische) Krustentier Mittelmeer/Atlantik Halbieren und grillen; Kräuterbutter
Lima-Muschel (Flügelmuschel) Muschel Atlantik Kurz gratinieren; Knoblauch-Kräuter-Butter
Littorina-Strandschnecke Schnecke Nordatlantik In Salzwasser garen; mit Aioli servieren
Mangrovenkrabbe (Schlammkrabbe) Krustentier Indopazifik Black-Pepper-Style; im Wok scharf anbraten
Messer-/Schwertmuschel Muschel Atlantik/Nordsee Sehr kurz braten; Knoblauch-Öl, Petersilie
Miesmuschel Muschel NL/DE/FR In Weißwein dämpfen; sofort servieren
Mondschnecke Schnecke Nordatlantik Kurz kochen; kräftiger Dip passt gut
Napfschnecke Schnecke Atlantik/Mittelmeer Kurz grillen; Olivenöl, Knoblauch, Zitrone
Neptunmuschel Schnecke Pazifik In Scheiben; kurz und heiß anbraten
Nordseekrabbe (Granat) Krustentier Nordsee Frisch gepult aufs Brot; wenig würzen
Norwegische Jakobsmuschel Muschel Norwegen Sehr kurz und heiß; nussiges Aroma betonen
Oktopus Kopffüßer Mittelmeer/Atlantik Langsam schmoren, dann kurz grillen
Orient-Teppichmuschel (Meretrix) Muschel Ostasien Kurz dämpfen; würzige Brühe verwenden
Ostsee-Miesmuschel Muschel Ostsee Dämpfen; mild, ideal mit Kräutern
Ozeanische Venusmuschel Muschel Atlantik Als „vongole“; nur bis zum Öffnen garen
Pfeilkalmar Kopffüßer Ostatlantik Flash-sear in sehr heißer Pfanne; marinieren
Pferdemuschel (Horse Clam) Muschel Pazifik In Streifen schneiden; kurz braten
Pistolenkrebs Krustentier Tropen Wokgerichte; aromatisch mit Ingwer/Chili
Purpurschnecke (Murex) Schnecke Mittelmeer Kurz kochen; kräftig würzen
Quahog Muschel Nordamerika Baked Clams/Chowder; herzhaft
Queen-Scallop (kleine Jakobsmuschel) Muschel Britische Inseln Winzige Nüsse nur Sekunden braten
Queensland-Felslanguste Krustentier Australien Halbieren; sehr kurz grillen
Rasiermesser-Muschel Muschel Atlantik/Nordsee Sekunden in der Pfanne; Zitrone, Petersilie
Riesen-Seespinne Krustentier NE-Atlantik Für Bisque/Saucen; Scherenfleisch auslösen
Riesenflussgarnele Krustentier Süd-/Südostasien Grillen; Currypasten stehen ihr gut
Rote Garnele (Gambero Rosso) Krustentier Mittelmeer Als Crudo oder extrem kurz braten
Schneekrabbe Krustentier Nordpazifik Dämpfen; süßes, zartes Fleisch
Seeigel (Uni) Stachelhäuter Mittelmeer/Pazifik Roh auf Pasta/Toast; sehr frisch
Seegurke Stachelhäuter Indopazifik In Suppen/Schmorgerichten; gut reinigen
Sepia (Echte Sepia) Kopffüßer Mittelmeer Tinte für Risotto/Saucen; Tuben kurz braten
Speisequalle Nesseltier Ostasien Kalt marinieren; Sesam- oder Ingwer-Dressing
Taschenkrebs Krustentier NE-Atlantik Krabbenfleisch für Pasta oder Sandwich
Teppichmuschel (Ruditapes) Muschel Mittelmeer Alle vongole; Sand vorher spülen
Tiefsee-Garnele (Aristaeomorpha) Krustentier Tiefsee Atlantik Kurz sautieren; Knoblauch/Chili
Tropenlanguste Krustentier Karibik/Indopazifik Grillen; Kräuterbutter/Chimichurri
Uchiwa-Fächerhummer Krustentier Japan Halbieren, kurz grillen; Zitronenbutter
Uroteuthis-Kalmar Kopffüßer Indopazifik Sekunden braten/frittieren; zart servieren
Vannamei-Garnele Krustentier Asien/Lateinamerika Allrounder; kurz braten oder grillen
Venusmuschel (Vongole) Muschel IT/ES/PT Klassisch mit Wein/Knoblauch; nicht übergaren
Venerupis philippinarum (Philipp. Teppichmuschel) Muschel Ostasien/EU-Farmen Kurz dämpfen; feine Brühe
Viera (Jakobsmuschel, ES) Muschel Spanien Kurz braten; als Tapas/Pincho
Walzenmuschel (Donax trunculus) Muschel Mittelmeer Kurz dämpfen; als Beilage zu Pasta
Wattmuschel (Sandklaffmuschel) Muschel Nordsee Für Suppen/Eintöpfe; gut entsanden
Wellhornschnecke Schnecke Nordatlantik In Salzwasser garen; mit Mayo oder Aioli
Winkerkrabbe (Fiddler Crab) Krustentier Tropen Klein frittieren; knuspriger Snack
Xantho-Krabbe Krustentier Mittelmeer Für Fonds/Saucen; kräftig auskochen
Xiphopenaeus-Garnele Krustentier Westatlantik Kurz braten; ideal für Tacos
Yellow Prawn (Gelbgarnele) Krustentier Indopazifik Stir-fry mit Ingwer/Knoblauch
Yesso-Jakobsmuschel Muschel Japan Sashimi/kurz gebraten; sehr süßlich
Zuwai-Krabbe (Schneekrabbe) Krustentier Japan/Nordpazifik Dämpfen; süßes Fleisch pur genießen
Zwergtintenfisch Kopffüßer Mittelmeer Sehr kurz grillen; ganze Tiere servieren

 

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