Metallfettfilter ausbauen, 30 bis 60 Minuten in sehr heißem Wasser mit alkalischem Fettlöser einweichen und anschließend mit einer weichen Bürste in Lamellenrichtung reinigen. Hartnäckige Stellen nicht scheuern, sondern erneut einweichen. Danach gründlich abspülen und vollständig trocknen lassen.
Die Dunstabzugshaube ist das Gerät in der Küche, das am meisten Fett abbekommt und am seltensten gereinigt wird. Der Grund ist einfach: Man sieht die Verschmutzung nicht, solange man nicht direkt darunter steht und nach oben schaut. Bis dahin hat sich auf dem Filter eine klebrige, bräunliche Schicht gebildet, die Staub bindet, Gerüche speichert und die Saugleistung spürbar senkt.

Das Problem beim Reinigen: Fett, das über Wochen mehrfach erhitzt wurde, ist nicht mehr dasselbe Fett wie am ersten Tag. Es hat sich verharzt und verhält sich eher wie ein Lack als wie Öl. Spülmittel allein erreicht es nicht, und wer mit dem Scheuerschwamm nachhilft, zerkratzt die Edelstahloberfläche und verbiegt die Lamellen des Filters.
Mit der richtigen Reihenfolge und etwas Einwirkzeit geht es ohne Kraft. Die folgenden Schritte funktionieren für Metallfettfilter, Edelstahlhauben und die meisten lackierten Gehäuse.
1. Haube ausschalten, Filter ausbauen und Zustand prüfen
Zieh den Stecker oder schalte die Sicherung aus, bevor du am Gerät arbeitest. Die meisten Filter sitzen mit einer Schiebe- oder Rastverriegelung an der Unterseite und lassen sich ohne Werkzeug nach vorne ziehen. Bei älteren Modellen halten zwei Metallfedern den Rahmen.
Leg den Filter auf eine Zeitung und schau ihn gegen das Licht an. Wenn du durch die Lamellen hindurchsehen kannst, ist er nur oberflächlich verschmutzt und ein Durchgang reicht. Wenn die Zwischenräume zugesetzt sind, planst du zwei Runden ein.
Prüfe auch das Gehäuse von innen. Bei Hauben, die lange nicht gereinigt wurden, tropft verflüssigtes Fett in die Auffangrinne und sammelt sich dort zu einer festen Masse.
2. Filter in heißem Wasser mit Fettlöser einweichen
Fülle die Spüle oder eine große Wanne mit Wasser, so heiß wie es aus dem Hahn kommt. Gib einen fettlösenden Reiniger dazu, nicht nur Spülmittel. Spülmittel emulgiert frisches Fett, kommt aber gegen verharzte Schichten nicht an. Ein alkalischer Fettlöser bricht die Bindung auf, die durch das wiederholte Erhitzen entstanden ist.
Der Filter muss vollständig untergetaucht liegen. Lass ihn mindestens 30 Minuten einweichen, bei starker Verschmutzung eine Stunde. Wenn das Wasser während dieser Zeit abkühlt, lass es ab und fülle heiß nach. Kaltes Wasser lässt das Fett wieder erstarren.
Ein Zeichen dafür, dass es wirkt: Das Wasser wird trüb und auf der Oberfläche schwimmt ein Fettfilm. Genau das willst du sehen.
3. Lamellen mit weicher Bürste in einer Richtung reinigen
Nach dem Einweichen nimmst du eine weiche Spülbürste, keine Drahtbürste und keinen Topfreiniger. Arbeite in Richtung der Lamellen, nie quer dazu. Quer verbiegst du das Metall, und verbogene Lamellen lassen Fett durch, das dann im Motor landet.
Bürste beide Seiten. Die Rückseite, die zum Motor zeigt, ist oft schmutziger als die sichtbare Vorderseite, weil sich dort das abgesetzte Fett sammelt.
Bei Stellen, an denen die Schicht nicht nachgibt, nicht fester drücken, sondern den Filter zurück ins Wasser legen und weitere 20 Minuten warten. Zeit erledigt hier mehr als Kraft.
4. Geschirrspüler als Alternative: nur mit Einschränkungen
Viele Hersteller geben Metallfettfilter als spülmaschinengeeignet an. Das stimmt, aber mit zwei Vorbehalten. Erstens sollte der Filter allein im Spüler laufen, weil sich das gelöste Fett sonst auf dem Geschirr verteilt. Zweitens kann Aluminium bei hohen Temperaturen und aggressiven Tabs dunkel anlaufen. Das ist kein Schaden, sieht aber unschön aus.
Wenn du den Spüler nutzt, wähle ein Programm mit hoher Temperatur, verzichte auf Klarspüler und lass den Filter danach nicht in der feuchten Maschine liegen.
Für die erste Grundreinigung nach längerer Zeit ist das Einweichen von Hand trotzdem gründlicher, weil du gezielt nachbürsten kannst.
5. Gehäuse und Edelstahl ohne Kratzer reinigen
Während der Filter einweicht, kümmerst du dich um die Haube selbst. Sprüh den Fettlöser auf ein Tuch, nicht direkt auf das Gerät, damit nichts in die Elektronik oder hinter die Bedienelemente läuft. Wisch die Unterseite, die Auffangrinne und die Innenflächen ab.
Bei Edelstahl arbeitest du immer in Schleifrichtung. Die feinen Linien im Metall geben die Richtung vor. Wer quer wischt, hinterlässt sichtbare Spuren, die auch nach dem Trocknen bleiben.
Für die Ecken der Auffangrinne hilft ein Holzspatel oder eine alte Zahnbürste. Metallgegenstände bleiben weg, sie kratzen.
Bei lackierten oder schwarzen Hauben testest du den Fettlöser vorher an einer verdeckten Stelle. Manche Lacke reagieren auf stark alkalische Mittel mit matten Flecken.
6. Nachfüllen statt neu kaufen: worauf es beim Fettlöser ankommt
In der Küche ist der Fettlöser das Mittel mit dem schnellsten Verbrauch. Haube, Herdrückwand, Backofentür, Arbeitsplatte um den Herd: Eine Sprühflasche hält bei regelmäßiger Nutzung selten länger als sechs bis acht Wochen. Wer jedes Mal eine neue Sprühflasche kauft, zahlt hauptsächlich für Sprühkopf und Verpackung.
Sinnvoller sind Nachfüllpackungen oder Kanister, aus denen du eine einzige gute Sprühflasche immer wieder befüllst. Der Sprühkopf ist meist das Teil, das zuerst kaputtgeht, deshalb lohnt es sich, eine robuste Flasche zu behalten und nur den Inhalt nachzukaufen. Welche Varianten und Gebindegrößen es gibt, siehst du in dieser Übersicht, in der auch die Nachfüllpackungen und Grosskanister aufgeführt sind. In der Schweiz sind diese italienischen Serien über lokale Anbieter erhältlich, die im Land lagern.
Beim Kauf achtest du auf zwei Dinge: Der Reiniger sollte für Edelstahl und lackierte Flächen freigegeben sein, und er sollte keine Scheuerpartikel enthalten. Entfetter mit Natron-Zusatz eignen sich gut für die Haube, weil das Natron zusätzlich Gerüche bindet.
7. Filter gründlich spülen und vollständig trocknen
Spül den Filter unter fließendem heißem Wasser ab, bis kein Schaum mehr kommt. Reste des Reinigers ziehen Staub an und verkleben schneller als sauberes Metall.
Dann muss der Filter trocknen, und zwar vollständig. Stell ihn hochkant auf ein Handtuch oder in den Abtropfständer und lass ihn mehrere Stunden stehen, besser über Nacht. Ein feucht eingebauter Filter zieht sofort wieder Fett an und beginnt zu riechen.
Wer es eilig hat, tupft die Lamellen mit einem Küchentuch ab und lässt den Rest an der Luft trocknen. Der Föhn ist möglich, aber unnötig.
8. Rhythmus festlegen, damit es nicht wieder so weit kommt
Die Grundreinigung, wie hier beschrieben, ist Arbeit. Die Erhaltungsreinigung ist keine. Wer den Filter alle vier bis sechs Wochen kurz einweicht, braucht keine Stunde Einwirkzeit mehr, sondern zehn Minuten.
Ein einfacher Trick: Filterreinigung mit einem festen Termin verknüpfen, etwa dem Monatsanfang oder dem Wechsel der Spülbürste. Die Haube von außen wischst du bei der normalen Küchenreinigung mit, so bleibt der Aufwand klein.
Wer viel brät oder frittiert, verkürzt den Abstand auf drei Wochen. Wer hauptsächlich kocht und dünstet, kommt mit acht Wochen aus.
9. Fazit: Einweichen schlägt Schrubben
Eingebranntes Fett auf Haube und Filter ist kein Fall für Kraft, sondern für Zeit und das richtige Mittel. Heißes Wasser, ein alkalischer Fettlöser und 30 bis 60 Minuten Geduld lösen, was der Scheuerschwamm nur verschmiert. Danach hält ein kurzer Turnus alle vier bis sechs Wochen den Filter durchlässig, die Saugleistung hoch und die Küche geruchsfrei.
10. FAQ: Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
Wie oft sollte ich den Fettfilter reinigen?
Alle vier bis sechs Wochen bei normaler Nutzung, alle drei Wochen bei häufigem Braten. Ein verschmutzter Filter senkt die Saugleistung deutlich.
Kann ich Backofenreiniger für die Haube nehmen?
Nur auf dem Metallfilter. Auf Gehäuse, Lack und in der Nähe von Elektronik ist Backofenreiniger zu aggressiv und kann Oberflächen dauerhaft angreifen.
Mein Filter ist nach dem Spüler dunkel geworden, ist er kaputt?
Nein. Aluminium läuft bei hohen Temperaturen und alkalischen Tabs an. Das ist eine Verfärbung, keine Beschädigung. Vermeiden lässt es sich durch Reinigung von Hand.
Wie reinige ich den Aktivkohlefilter?
Gar nicht. Aktivkohlefilter in Umlufthauben sind Verbrauchsmaterial und werden alle drei bis sechs Monate ausgetauscht. Waschen zerstört die Kohle.
Hilft Essig gegen das Fett?
Kaum. Essig ist sauer und löst Kalk, aber kein verharztes Fett. Dafür braucht es ein alkalisches Mittel. Auf Aluminium kann Essig zudem Flecken hinterlassen.
Was tun, wenn der Filter nach dem Reinigen immer noch riecht?
Meist sitzt der Geruch nicht im Filter, sondern im Gehäuse oder im Abluftkanal. Innenflächen und Auffangrinne gründlich mit Fettlöser auswischen und den Filter komplett trocknen lassen.
