Wenn Du für heiße Sommertage eine Klimaanlage kaufen möchtest, stößt Du schnell auf Geräte mit und ohne Abluftschlauch. Auf den ersten Blick wirken Modelle ohne Schlauch besonders praktisch: Du stellst sie auf, schließt sie an die Steckdose an und musst kein Fenster abdichten. Allerdings handelt es sich bei vielen dieser Geräte streng genommen nicht um vollwertige Klimaanlagen, sondern um Luftkühler, Verdunstungskühler oder Ventilatoren mit Wassertank. Sie können einen erfrischenden Luftstrom erzeugen, senken die Raumtemperatur aber meist nicht dauerhaft wie ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch. Eine echte Klimaanlage entzieht der Raumluft Wärme und transportiert diese nach draußen. Dafür benötigt ein Monoblockgerät einen Abluftschlauch, während eine Split-Klimaanlage die Wärme über ein Außengerät abführt. Welche Lösung für Dich sinnvoll ist, hängt von Raumgröße, Wohnsituation, Kühlbedarf, Lautstärke, Energieverbrauch und Installationsmöglichkeiten ab. Möchtest Du nur am Schreibtisch oder neben dem Sofa etwas Abkühlung spüren, kann ein Luftkühler ohne Schlauch genügen. Soll dagegen ein Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Dachgeschoss spürbar heruntergekühlt werden, führt an einer technisch echten Klimaanlage kaum ein Weg vorbei. Dieser Ratgeber zeigt Dir die wichtigsten Unterschiede und hilft Dir, das passende Klimagerät für Deine Wohnung zu finden.

1. Klimaanlage mit und ohne Abluftschlauch unterscheiden
Der wichtigste Unterschied liegt darin, was das Gerät mit der aufgenommenen Wärme macht. Eine echte Klimaanlage arbeitet mit einem Kältemittelkreislauf. Sie entzieht der Raumluft Wärme, kühlt die Luft ab und muss die entstandene Abwärme anschließend aus dem Zimmer transportieren. Bei einer mobilen Monoblock-Klimaanlage geschieht das über einen Abluftschlauch, der durch ein Fenster, eine Balkontür oder eine feste Wandöffnung nach draußen geführt wird. Geräte ohne Schlauch sind meistens Luftkühler, die Wasser verdunsten, oder Ventilatoren, die lediglich die vorhandene Raumluft bewegen. Der Luftstrom kann sich auf Deiner Haut angenehm kühl anfühlen, obwohl sich die tatsächliche Zimmertemperatur kaum verändert. Beim Kauf solltest Du deshalb nicht allein auf Begriffe wie Aircooler, Klimagerät oder mobile Kühlung vertrauen. Prüfe, ob eine echte Kühlleistung in Watt oder BTU angegeben wird, ob ein Kältemittel verwendet wird und wie die Wärme abgeführt werden soll. Fehlt jeder Hinweis auf Abluft oder Außengerät, handelt es sich normalerweise nicht um eine vollwertige Klimaanlage.
2. So funktioniert ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch
Ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch saugt warme Raumluft an und führt sie über einen Kältemittelkreislauf an einem kalten Wärmetauscher vorbei. Dabei wird die Luft abgekühlt und häufig gleichzeitig entfeuchtet. Anschließend strömt die kühlere Luft zurück in den Raum. Die aufgenommene Wärme sammelt sich jedoch nicht einfach im Gerät, sondern wird über einen zweiten Wärmetauscher an einen warmen Luftstrom abgegeben. Dieser muss durch den Abluftschlauch nach draußen gelangen. Genau deshalb ist der Schlauch für die Kühlwirkung unverzichtbar. Wird er nicht korrekt aus dem Raum geführt, verteilt das Gerät die entzogene Wärme wieder im Zimmer und kann die Temperatur nicht nachhaltig senken. Mobile Monoblockgeräte sind praktisch, weil sie keine aufwendige feste Montage benötigen und sich zwischen mehreren Räumen bewegen lassen. Allerdings entstehen durch die Bauweise Geräusche und ein leichter Unterdruck. Dadurch kann warme Außenluft durch Türspalten oder undichte Fenster nachströmen. Eine sorgfältige Fensterabdichtung verbessert deshalb die Effizienz deutlich und verhindert, dass ein Teil der Kühlleistung sofort wieder verloren geht.
3. Was Geräte ohne Abluftschlauch wirklich leisten
Geräte ohne Abluftschlauch werden häufig als Luftkühler, Verdunstungskühler oder Aircooler angeboten. Sie besitzen meist einen Wassertank, einen Filter oder eine feuchte Verdunstungsmatte. Ein Ventilator zieht warme Luft durch das feuchte Material. Beim Verdunsten des Wassers wird der Luft etwas Wärme entzogen, sodass der ausgeblasene Luftstrom kühler wirken kann. Diese Technik funktioniert besonders gut bei trockener Hitze. In einem bereits schwülen Raum steigt durch die Verdunstung jedoch die Luftfeuchtigkeit zusätzlich an. Dadurch kann sich das Raumklima trotz des kühlen Luftstroms unangenehm oder drückend anfühlen. Ein Luftkühler senkt normalerweise nicht die gesamte Raumtemperatur in dem Umfang, den Du von einer Kompressor-Klimaanlage erwarten würdest. Seine Wirkung ist eher lokal und mit einem Ventilator vergleichbar, der einen leicht angefeuchteten Luftstrom erzeugt. Kühlakkus oder Eiswürfel im Tank verstärken den Effekt nur vorübergehend. Für einen Arbeitsplatz, einen Sitzplatz oder eine kleine persönliche Kühlzone kann ein solches Gerät sinnvoll sein. Für stark aufgeheizte Dachzimmer oder große Wohnräume reicht die Leistung meist nicht aus.
4. Kühlleistung passend zur Raumgröße auswählen
Bei einer echten Klimaanlage ist die passende Kühlleistung entscheidend. Ein zu schwaches Gerät läuft nahezu dauerhaft, verbraucht unnötig Strom und erreicht trotzdem nicht die gewünschte Temperatur. Ein deutlich überdimensioniertes Modell kann dagegen häufiger ein- und ausschalten, mehr kosten und im kleinen Raum unnötig laut wirken. Als Orientierung werden häufig Raumfläche, Raumhöhe und Wärmeeintrag berücksichtigt. Ein schattiges Schlafzimmer mit guter Dämmung benötigt weniger Kühlleistung als ein Dachgeschoss mit großen Fenstern, direkter Sonneneinstrahlung und vielen elektrischen Geräten. Auch die Anzahl der Personen spielt eine Rolle, weil Menschen Wärme an den Raum abgeben. Die Kühlleistung wird meist in Watt oder BTU pro Stunde angegeben. Verlasse Dich nicht ausschließlich auf eine pauschale Quadratmeterangabe des Herstellers, sondern berücksichtige die tatsächlichen Bedingungen. Bei Dachschrägen, Süd- oder Westfenstern, schlechter Dämmung und hohen Decken solltest Du eine größere Leistungsreserve einplanen. Gleichzeitig verbessert äußerer Sonnenschutz die Wirkung jeder Klimaanlage. Rollläden, Markisen oder außenliegende Jalousien verhindern, dass sich der Raum tagsüber unnötig stark aufheizt.
5. Fensterabdichtung und Abluftschlauch richtig einplanen
Die beste mobile Klimaanlage kann nur effizient arbeiten, wenn der Abluftschlauch richtig verlegt wird. Er sollte möglichst kurz, gerade und ohne starke Knicke nach draußen führen. Je länger der Schlauch im Zimmer liegt, desto mehr Wärme gibt seine Oberfläche wieder an den Raum ab. Verlängerungen sind daher meist ungünstig. Besonders wichtig ist eine passende Fensterabdichtung. Ein weit geöffnetes Fenster, durch das der Schlauch lediglich nach draußen gehängt wird, lässt gleichzeitig große Mengen warmer Außenluft herein. Besser sind textile Fensterabdichtungen mit Reißverschluss, passgenaue Platten für Schiebe- oder Rollladenfenster oder eine dauerhafte Durchführung. Welche Variante möglich ist, hängt von Deinem Fenstertyp und davon ab, ob Du zur Miete wohnst. Die Abluftöffnung darf nicht blockiert werden, und der Schlauch sollte nicht direkt an empfindlichen Materialien anliegen, da er sich erwärmen kann. Prüfe außerdem, ob die mitgelieferte Schlauchlänge für den geplanten Standort ausreicht. Das Gerät benötigt genügend Abstand zu Wänden und Möbeln, damit Ansaugung und Luftauslass frei bleiben.
6. Energieverbrauch und laufende Kosten vergleichen
Eine Klimaanlage verbraucht deutlich mehr Energie als ein gewöhnlicher Ventilator oder Luftkühler. Dafür kann sie die Raumtemperatur tatsächlich reduzieren. Beim Vergleich solltest Du nicht nur auf die elektrische Leistungsaufnahme achten, sondern auch darauf, wie effizient das Gerät aus Strom eine Kühlwirkung erzeugt. Angaben zur Energieeffizienz, zur Kühlleistung und zum Stromverbrauch helfen Dir, ähnliche Modelle miteinander zu vergleichen. Entscheidend ist außerdem, wie lange die Klimaanlage täglich läuft. Ein leistungsstarkes, gut dimensioniertes Gerät kann einen Raum schneller herunterkühlen und anschließend in einen sparsameren Regelbetrieb wechseln. Ein zu kleines Gerät arbeitet dagegen möglicherweise stundenlang unter Volllast. Du kannst die laufenden Kosten senken, indem Du den Raum frühzeitig beschattest, Türen und Fenster geschlossen hältst und keine unnötig niedrige Zieltemperatur einstellst. Schon eine moderate Abkühlung kann das Wohlbefinden deutlich verbessern. Geräte ohne Abluftschlauch benötigen meist weniger Strom, bieten aber auch wesentlich weniger tatsächliche Kühlleistung. Ein niedriger Verbrauch ist daher nur dann ein Vorteil, wenn die erreichbare Wirkung für Deinen Einsatzzweck ausreicht.
7. Lautstärke im Schlafzimmer und Wohnbereich beachten
Mobile Monoblock-Klimaanlagen enthalten Kompressor, Ventilator und weitere Technik in einem einzigen Gehäuse. Dadurch sind sie während des Betriebs deutlich hörbar. Besonders im Schlafzimmer kann die Lautstärke entscheidend sein. Achte nicht nur auf den beworbenen Schlafmodus, sondern auch auf die angegebene Geräuschentwicklung bei niedriger und hoher Lüfterstufe. Ein Nachtmodus reduziert häufig die Ventilatorleistung und verändert die Temperatursteuerung, macht das Gerät aber nicht vollständig geräuschlos. Manche Menschen gewöhnen sich an ein gleichmäßiges Brummen, andere empfinden bereits moderate Betriebsgeräusche als störend. Eine sinnvolle Strategie kann sein, das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen kräftig herunterzukühlen und das Gerät nachts auf niedriger Stufe weiterlaufen zu lassen oder auszuschalten. Luftkühler und Ventilatoren sind häufig leiser, erzeugen aber ebenfalls Strömungsgeräusche und ersetzen keine echte Raumkühlung. Split-Klimaanlagen bieten im Innenraum meist den ruhigsten Betrieb, weil sich der Kompressor im Außengerät befindet. Ihre Montage ist allerdings aufwendiger und muss bei Mietwohnungen mit dem Eigentümer abgestimmt werden.
8. Luftfeuchtigkeit und Raumklima richtig einschätzen
Eine Kompressor-Klimaanlage kühlt nicht nur, sondern entzieht der Raumluft meist auch Feuchtigkeit. Das kann an schwülen Tagen besonders angenehm sein, weil hohe Luftfeuchtigkeit die Wärme belastender erscheinen lässt. Das entstehende Kondenswasser wird je nach Modell verdampft und mit der Abluft nach draußen geführt oder in einem Behälter gesammelt. Informiere Dich vor dem Kauf, wie das Kondensat abgeführt wird und ob bei hoher Luftfeuchtigkeit ein zusätzlicher Ablaufschlauch nötig ist. Verdunstungskühler ohne Abluftschlauch arbeiten genau entgegengesetzt: Sie geben Wasser an die Luft ab und erhöhen dadurch die Luftfeuchtigkeit. In trockenen Räumen kann das angenehm sein, bei schwülem Wetter oder in schlecht gelüfteten Zimmern ist es häufig nachteilig. Eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit kann außerdem Kondensation an kühlen Flächen begünstigen. Deshalb solltest Du beim Einsatz eines Luftkühlers regelmäßig lüften und die Luftfeuchtigkeit beobachten. Eine echte Klimaanlage ist bei feuchtwarmer Witterung meist die bessere Wahl. Möchtest Du hauptsächlich die Luft bewegen, genügt dagegen oft ein Ventilator ohne Wassertank.
9. Mobile Klimaanlage, Luftkühler oder Splitgerät wählen
Für eine fundierte Entscheidung solltest Du drei Gerätegruppen unterscheiden. Eine mobile Monoblock-Klimaanlage ist flexibel, vergleichsweise schnell einsatzbereit und eignet sich für Mietwohnungen, sofern ein Fenster für den Abluftschlauch vorhanden ist. Sie kühlt tatsächlich, benötigt aber mehr Strom und ist relativ laut. Ein Luftkühler ohne Abluftschlauch kostet meist weniger, lässt sich unkompliziert aufstellen und verbraucht weniger Energie. Seine Wirkung bleibt jedoch lokal und hängt stark von der Luftfeuchtigkeit ab. Er ist sinnvoll, wenn Du vor allem einen erfrischenden Luftstrom möchtest und keine starke Absenkung der Raumtemperatur erwartest. Eine fest installierte Split-Klimaanlage bietet häufig die beste Kombination aus Kühlleistung, Effizienz und geringer Lautstärke im Innenraum. Dafür sind ein Außengerät, eine fachgerechte Installation und meist bauliche Veränderungen notwendig. Eine weitere Möglichkeit sind mobile Splitgeräte, bei denen Innen- und Außenteil über eine Leitung verbunden sind. Sie arbeiten effizienter als klassische Monoblockgeräte, sind aber teurer und benötigen einen geeigneten Platz für das Außenteil.
10. Aufstellung, Bedienung und Zusatzfunktionen prüfen
Neben der Kühltechnik beeinflussen viele praktische Details den Alltag. Rollen und stabile Griffmulden erleichtern den Transport zwischen verschiedenen Räumen. Prüfe jedoch das Gewicht, denn mobile Klimageräte sind oft schwerer, als sie auf Produktbildern wirken. Ein übersichtliches Bedienfeld, eine Fernbedienung und ein Timer erhöhen den Komfort. Mit einer Zeitschaltung kannst Du den Raum bereits vor dem Schlafengehen kühlen oder das Gerät nach einer bestimmten Laufzeit automatisch abschalten. Einige Modelle bieten eine App-Steuerung, Temperaturprogramme, automatische Lüfterstufen oder eine reine Entfeuchtungsfunktion. Auch ein waschbarer Luftfilter ist sinnvoll, da sich Staub und Flusen in der Ansaugung sammeln. Der Filter ersetzt allerdings keinen vollwertigen Luftreiniger. Achte auf den Luftauslass: Verstellbare Lamellen helfen Dir, die kühle Luft im Raum zu verteilen, ohne dass sie ständig direkt auf Deinen Körper bläst. Bei Geräten mit Wassertank solltest Du prüfen, wie leicht sich dieser reinigen lässt. Stehendes Wasser und feuchte Filter müssen regelmäßig gepflegt werden, damit keine unangenehmen Gerüche entstehen.
11. Typische Fehler beim Kauf einer Klimaanlage vermeiden
Ein häufiger Fehlkauf entsteht, weil ein Luftkühler ohne Schlauch mit einer echten Klimaanlage verwechselt wird. Achte deshalb immer auf das technische Funktionsprinzip und nicht nur auf werbliche Produktnamen. Ein weiterer Fehler ist eine zu geringe Kühlleistung. Besonders in Dachwohnungen, Wintergärten und Räumen mit großen Südfenstern reicht ein knapp berechnetes Gerät oft nicht aus. Ebenso problematisch ist eine schlecht geplante Abluftführung. Wenn Du erst nach dem Kauf bemerkst, dass sich das Fenster nicht sinnvoll abdichten lässt oder der Schlauch zu kurz ist, sinkt der Nutzen deutlich. Unterschätze außerdem nicht die Lautstärke und das Gewicht. Ein mobiles Gerät lässt sich zwar rollen, ist aber nicht immer bequem über Treppen zu transportieren. Auch die niedrigste Zieltemperatur sollte kein Hauptkriterium sein. Entscheidend ist, ob das Gerät den Raum unter realistischen Bedingungen effizient und angenehm kühlen kann. Vergleiche außerdem Lieferumfang, Abluftzubehör, Filter, Garantiebedingungen und Ersatzteilversorgung. Ein günstiger Anschaffungspreis lohnt sich kaum, wenn wichtige Adapter fehlen oder Verschleißteile später schwer erhältlich sind.
12. Welche Klimaanlage passt zu Deiner Wohnsituation?
In einer Mietwohnung ohne Möglichkeit für bauliche Veränderungen ist eine mobile Klimaanlage mit Abluftschlauch häufig der praktikabelste Kompromiss. Voraussetzung ist, dass Du ein Fenster oder eine Balkontür abdichten kannst. Für ein kleines Schlafzimmer solltest Du besonders auf Lautstärke, passende Kühlleistung und einen Nachtmodus achten. Im Dachgeschoss sind eine stärkere Leistung, konsequente Beschattung und eine sehr gute Fensterabdichtung entscheidend. Möchtest Du nur am Schreibtisch, beim Fernsehen oder am Esstisch etwas Erfrischung, kann ein Ventilator oder Luftkühler ohne Schlauch ausreichend sein. In trockenen Räumen kann die Verdunstung sogar als angenehm empfunden werden. Bei schwüler Luft ist ein Luftkühler dagegen weniger geeignet. Eigentümer, die mehrere Räume langfristig kühlen möchten, sollten eine Split-Klimaanlage prüfen. Sie arbeitet im Alltag meist effizienter und leiser, verursacht jedoch höhere Anschaffungs- und Installationskosten. Für gelegentliche Hitzewellen kann auch ein mobiles Gerät genügen. Entscheidend ist, dass Du Deine Erwartungen realistisch festlegst: Möchtest Du nur Luftbewegung oder eine messbare und dauerhafte Temperatursenkung?
Fazit – Echte Kühlung braucht einen Wärmeabtransport
Ob Du eine Klimaanlage mit oder ohne Abluftschlauch kaufen solltest, hängt vor allem von der gewünschten Wirkung ab. Möchtest Du einen Raum tatsächlich herunterkühlen, muss die aufgenommene Wärme nach draußen gelangen. Bei mobilen Monoblockgeräten übernimmt diese Aufgabe der Abluftschlauch, bei Split-Klimaanlagen das Außengerät. Ein Gerät ohne Schlauch ist in den meisten Fällen ein Luftkühler oder Ventilator. Es kann direkt am Sitzplatz für Erfrischung sorgen, senkt die gesamte Raumtemperatur aber normalerweise nicht dauerhaft. Bei trockener Luft kann ein Verdunstungskühler angenehm sein, während er bei schwülem Wetter die Luftfeuchtigkeit zusätzlich erhöht. Für Schlafzimmer, Dachgeschoss und stark aufgeheizte Wohnräume ist eine echte Klimaanlage meist die zuverlässigere Wahl. Achte dabei auf passende Kühlleistung, Energieverbrauch, Lautstärke, Fensterabdichtung und eine möglichst kurze Abluftführung. Ein Splitgerät bietet langfristig häufig den höchsten Komfort, benötigt jedoch eine professionelle Installation. Wenn Du vor dem Kauf klar zwischen Luftbewegung, Verdunstungskühlung und echter Kompressorkühlung unterscheidest, kannst Du Werbeversprechen besser einordnen und ein Gerät auswählen, das Deine Erwartungen tatsächlich erfüllt.
FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
Frage: Gibt es echte Klimaanlagen ohne Abluftschlauch?
Antwort: Echte Klimaanlagen benötigen immer eine Möglichkeit, die aufgenommene Wärme nach draußen zu transportieren. Das kann über einen Abluftschlauch, ein Außengerät oder eine fest installierte Leitung erfolgen. Geräte ganz ohne Wärmeabfuhr sind normalerweise Luftkühler oder Ventilatoren.
Frage: Kühlt ein Luftkühler ohne Schlauch den ganzen Raum?
Antwort: Meist nur sehr begrenzt. Ein Luftkühler erzeugt durch Wasserverdunstung einen kühleren Luftstrom, der vor allem in unmittelbarer Nähe spürbar ist. Eine starke und dauerhafte Absenkung der gesamten Raumtemperatur ist nicht zu erwarten.
Frage: Muss das Fenster für den Abluftschlauch vollständig geöffnet bleiben?
Antwort: Der Schlauch braucht eine Öffnung nach draußen, das Fenster sollte aber möglichst gut abgedichtet werden. Eine passende Fensterabdichtung verhindert, dass große Mengen warmer Außenluft in den Raum zurückströmen.
Frage: Ist eine mobile Klimaanlage für das Schlafzimmer geeignet?
Antwort: Ja, wenn Kühlleistung und Raumgröße zusammenpassen. Achte besonders auf die Lautstärke, einen Nachtmodus und eine sinnvolle Aufstellung. Viele Nutzer kühlen den Raum bereits vor dem Schlafengehen stärker herunter.
Frage: Erhöht ein Gerät ohne Abluftschlauch die Luftfeuchtigkeit?
Antwort: Ein Verdunstungskühler gibt Wasser an die Raumluft ab und erhöht dadurch die Luftfeuchtigkeit. Bei trockener Hitze kann das angenehm sein, bei schwüler Witterung kann sich der Raum jedoch unangenehmer anfühlen.
Frage: Kann ich den Abluftschlauch einer mobilen Klimaanlage verlängern?
Antwort: Eine Verlängerung ist meist nicht empfehlenswert, weil der Luftwiderstand und die Wärmeabgabe im Raum steigen können. Halte Dich an die Vorgaben des Herstellers und verlege den Schlauch möglichst kurz und gerade.
Frage: Ist eine Split-Klimaanlage besser als ein mobiles Klimagerät?
Antwort: Splitgeräte arbeiten häufig leiser und effizienter, weil sich der Kompressor außerhalb des Raums befindet. Sie kosten mehr, benötigen eine fachgerechte Montage und sind nicht in jeder Mietwohnung ohne Zustimmung installierbar.
Tabelle: Klimaanlagen mit und ohne Abluftschlauch im Vergleich
| Gerätetyp | Tatsächliche Raumkühlung | Wärmeabfuhr | Luftfeuchtigkeit | Lautstärke | Energiebedarf | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mobile Monoblock-Klimaanlage | Deutlich möglich | Über Abluftschlauch nach draußen | Wird meist reduziert | Vergleichsweise hoch | Mittel bis hoch | Mietwohnungen, einzelne Räume, gelegentliche Hitzewellen |
| Luftkühler mit Wassertank | Nur begrenzt und lokal | Keine aktive Wärmeabfuhr | Wird erhöht | Niedrig bis mittel | Niedrig | Trockene Räume, Arbeitsplatz, persönliche Kühlzone |
| Ventilator | Keine Senkung der Raumtemperatur | Nicht erforderlich | Bleibt weitgehend unverändert | Je nach Modell niedrig bis mittel | Sehr niedrig | Direkte Erfrischung durch Luftbewegung |
| Festes Split-Klimagerät | Sehr gut | Über Außengerät | Wird reduziert | Innen meist niedrig | Vergleichsweise effizient | Dauerhafte Kühlung, Eigentum, mehrere Sommer |
| Mobiles Split-Klimagerät | Gut | Über separates Außenteil | Wird reduziert | Innen meist geringer als beim Monoblock | Mittel | Räume mit Stellmöglichkeit für ein Außenteil |
| Mini-Luftkühler | Sehr geringe lokale Wirkung | Keine aktive Wärmeabfuhr | Wird leicht erhöht | Meist niedrig | Sehr niedrig | Schreibtisch oder unmittelbarer Sitzbereich |
| Klimaanlage mit Zweischlauchtechnik | Gute Raumkühlung | Zu- und Abluft über zwei Schläuche | Wird reduziert | Vergleichsweise hoch | Mittel bis hoch | Räume, in denen weniger Unterdruck entstehen soll |
| Reines Entfeuchtungsgerät | Keine gezielte Kühlung | Wärme bleibt überwiegend im Raum | Wird deutlich reduziert | Mittel | Mittel | Feuchte Räume, aber nicht als Klimaanlagenersatz |
