Sommerliche Hitze belastet nicht nur Deinen Kreislauf, sondern auch Smartphone, Notebook, Fernseher, Router, Spielekonsole und andere elektronische Geräte. Steigen die Temperaturen im Raum oder liegt Technik direkt in der Sonne, kann sich die Wärme im Gehäuse stauen. Prozessoren drosseln dann ihre Leistung, Akkus altern schneller und Geräte können sich automatisch abschalten. Besonders kritisch wird es, wenn Lüftungsschlitze verdeckt sind, Staub die Kühlung behindert oder leistungsstarke Elektronik in engen Möbeln betrieben wird. Auch das Auto, die Fensterbank, ein aufgeheizter Dachboden oder ein sonniger Balkon sind im Sommer ungeeignete Aufbewahrungsorte. Damit Deine Elektronik zuverlässig funktioniert, solltest Du Hitzequellen frühzeitig erkennen, für Luftzirkulation sorgen und Geräte bei hohen Temperaturen bewusster nutzen. Oft reichen einfache Maßnahmen: direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, Schutzhüllen zeitweise entfernen, Ladeprozesse nicht mit anspruchsvollen Anwendungen kombinieren und technische Geräte nachts oder morgens verwenden. Ebenso wichtig ist es, Warnzeichen wie ungewöhnlich heiße Gehäuse, laute Lüfter, ruckelnde Programme oder plötzliche Abschaltungen ernst zu nehmen. Mit einer durchdachten Aufstellung, regelmäßiger Reinigung und angepasster Nutzung kannst Du Elektronik vor Überhitzung schützen, die Lebensdauer von Akkus verlängern und unnötige Reparaturen vermeiden.

1. Warum Elektronik im Sommer besonders schnell überhitzt
Elektronische Geräte erzeugen während des Betriebs selbst Wärme. Prozessoren, Grafikkarten, Netzteile, Displays und Akkus wandeln einen Teil der aufgenommenen Energie in Abwärme um. Bei normalen Raumtemperaturen können Lüfter, Kühlkörper und Lüftungsschlitze diese Wärme meist ausreichend abführen. Ist die Umgebung jedoch bereits sehr warm, wird der Temperaturunterschied zwischen Gerät und Raum kleiner. Dadurch arbeitet die Kühlung weniger effektiv und die Hitze kann sich im Gehäuse stauen. Besonders betroffen sind leistungsstarke Computer, Notebooks, Spielekonsolen, Router und Smartphones während anspruchsvoller Anwendungen. Auch kleine Netzteile und Ladegeräte können sich deutlich erwärmen. Viele Geräte reduzieren bei zu hoher Temperatur automatisch ihre Leistung. Diese sogenannte thermische Drosselung schützt die Bauteile, führt aber zu langsameren Programmen, ruckelnden Spielen oder längeren Ladezeiten. Wird es noch heißer, kann sich die Elektronik abschalten. Wiederholte Überhitzung belastet Lötstellen, Akkus, Kondensatoren und andere Komponenten. Deshalb solltest Du sommerliche Wärme nicht als bloßes Komfortproblem betrachten, sondern als möglichen Verschleißfaktor für Deine Technik.
2. Direkte Sonne und aufgeheizte Standorte vermeiden
Direkte Sonneneinstrahlung kann elektronische Geräte innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Besonders dunkle Gehäuse absorbieren viel Strahlungswärme. Ein Smartphone auf der Fensterbank, ein Notebook auf dem Balkontisch oder ein Router in einem sonnigen Regal kann dadurch deutlich heißer werden als die umgebende Raumluft. Stelle Technik deshalb möglichst an einen schattigen, trockenen und gut belüfteten Platz. Fensterbänke, Dachschrägen, Heizungsnähe und Standorte direkt unter Dachfenstern sind im Hochsommer häufig ungeeignet. Ziehe tagsüber Jalousien, Rollläden oder Vorhänge zu, wenn Sonne direkt auf Fernseher, Computer oder andere Geräte fällt. Auch Glasflächen können die Wärmeentwicklung verstärken. Achte außerdem darauf, dass Netzteile nicht in praller Sonne liegen. Sie produzieren während des Betriebs zusätzliche Wärme und benötigen ebenfalls Luftzirkulation. Wenn Du Geräte im Freien nutzt, solltest Du einen vollständig beschatteten Platz wählen und sie nach Gebrauch wieder ins Haus bringen. Eine Abdeckung kann vor Sonne schützen, darf laufende Elektronik aber niemals luftdicht umschließen. Sonst staut sich die Wärme unter dem Material erst recht.
3. Für ausreichende Luftzirkulation rund um Geräte sorgen
Viele Überhitzungsprobleme entstehen nicht allein durch hohe Außentemperaturen, sondern durch eine ungünstige Aufstellung. Elektronik braucht rund um Lüftungsöffnungen ausreichend freien Raum, damit warme Luft entweichen und kühlere Luft nachströmen kann. Stelle Computer, Fernseher, Receiver, Router oder Spielekonsolen daher nicht unmittelbar an eine Wand. Einige Zentimeter Abstand können bereits helfen. Besonders problematisch sind geschlossene TV-Möbel, enge Schrankfächer und übereinandergestapelte Geräte. Dort erwärmt ein Gerät das nächste, während die Luft kaum zirkuliert. Lass Schranktüren bei intensiver Nutzung geöffnet oder verlagere leistungsstarke Technik in ein offenes Fach. Lege keine Zeitschriften, Fernbedienungen, Stoffdecken oder Dekorationsgegenstände auf Geräte mit Lüftungsschlitzen. Auch unter dem Gerät können Ansaugöffnungen liegen. Deshalb solltest Du Notebooks und Konsolen nicht auf weichen Unterlagen betreiben. Kontrolliere außerdem Kabel und Netzteile. Ein dichtes Kabelbündel direkt vor einem Luftauslass kann den Luftstrom behindern. Je freier die warme Luft abziehen kann, desto geringer ist das Risiko, dass sich die Temperatur im Gehäuse gefährlich erhöht.
4. Lüftungsschlitze und Kühlkörper regelmäßig reinigen
Staub wirkt in elektronischen Geräten wie eine isolierende Schicht. Er setzt sich an Lüftungsgittern, Lüftern und Kühlkörpern ab und behindert die Wärmeabgabe. In Haushalten mit Haustieren, Teppichen oder häufig geöffneten Fenstern kann sich besonders schnell eine dichte Staubschicht bilden. Kontrolliere deshalb regelmäßig alle sichtbaren Lüftungsschlitze. Schalte das Gerät aus, ziehe den Netzstecker und lasse es vollständig abkühlen, bevor Du mit der Reinigung beginnst. Außen liegenden Staub kannst Du vorsichtig mit einem weichen Pinsel, einem trockenen Mikrofasertuch oder einem geeigneten Staubsaugeraufsatz bei geringer Leistung entfernen. Halte dabei Abstand zu empfindlichen Öffnungen und drücke Schmutz nicht tiefer in das Gehäuse. Bei Computern kann eine gründliche Innenreinigung sinnvoll sein, wenn Du Dich damit auskennst und die Herstellervorgaben beachtest. Lüfterblätter sollten beim Ausblasen nicht unkontrolliert mit hoher Geschwindigkeit rotieren. Auch Spielekonsolen, Receiver und Router profitieren von sauberen Luftwegen. Eine regelmäßige Reinigung senkt nicht nur die Temperatur, sondern kann zugleich Lüftergeräusche reduzieren und die Lebensdauer mechanischer Lüfter verlängern.
5. Smartphone und Tablet vor Hitzeschäden schützen
Smartphones und Tablets sind im Sommer besonders gefährdet, weil sie häufig unterwegs, im Auto oder in direkter Sonne verwendet werden. Navigation, Videoaufnahmen, Spiele und schnelles Laden beanspruchen Prozessor, Display, Mobilfunkmodul und Akku gleichzeitig. Dadurch entsteht viel Wärme auf engem Raum. Wird das Gerät ungewöhnlich heiß, solltest Du anspruchsvolle Anwendungen beenden, das Display ausschalten und es an einen schattigen Ort legen. Entferne bei Bedarf eine dicke Schutzhülle, damit die Wärme leichter entweichen kann. Lege das Gerät jedoch weder in den Kühlschrank noch vor eine sehr kalte Klimaanlage. Ein abrupter Temperaturwechsel kann Kondenswasser verursachen. Nutze das Smartphone während des Ladens möglichst wenig und vermeide kabelloses Schnellladen in einer bereits heißen Umgebung. Beim Navigieren im Auto sollte das Gerät nicht direkt hinter der Windschutzscheibe angebracht sein. Ein Halter an einer schattigeren Stelle ist günstiger. Hitzewarnungen des Betriebssystems solltest Du ernst nehmen. Schaltet sich das Smartphone selbstständig ab, lass es ausgeschaltet bei Raumtemperatur abkühlen. Wiederholte starke Erwärmung kann vor allem den Akku dauerhaft schwächen.
6. Notebook und Computer bei hohen Temperaturen entlasten
Notebooks und Computer entwickeln bei rechenintensiven Aufgaben besonders viel Wärme. Videobearbeitung, Computerspiele, große Datenberechnungen und viele gleichzeitig geöffnete Programme erhöhen die Auslastung von Prozessor und Grafikkarte. An sehr heißen Tagen kannst Du das System entlasten, indem Du unnötige Anwendungen und Hintergrundprogramme schließt. Verschiebe besonders anspruchsvolle Aufgaben möglichst auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Ein Notebook sollte immer auf einer festen, glatten Unterlage stehen. Bettdecken, Sofakissen, Teppiche und der eigene Schoß können Lüftungsöffnungen an der Unterseite verdecken. Bei einem stationären Computer sollten Vorder- und Rückseite des Gehäuses frei bleiben. Prüfe außerdem, ob alle Gehäuselüfter funktionieren und in der richtigen Richtung arbeiten. Ein sauber geführter Luftstrom ist wirksamer als viele ungeordnet eingebaute Lüfter. Die Raumtemperatur lässt sich durch nächtliches Lüften und konsequente Beschattung senken. Wird der Rechner auffällig langsam, sehr laut oder instabil, gönne ihm eine Pause. Dauerhaftes Arbeiten an der thermischen Belastungsgrenze beschleunigt den Verschleiß und kann im ungünstigen Fall zu Abstürzen oder Datenverlust führen.
7. Router, Fernseher und Spielekonsole richtig aufstellen
Router, Fernseher, Receiver und Spielekonsolen laufen oft viele Stunden ohne Unterbrechung. Gleichzeitig stehen sie häufig in Möbeln, auf anderen Geräten oder dicht an der Wand. Dadurch kann sich Wärme unbemerkt ansammeln. Ein Router sollte frei stehen und nicht hinter Vorhängen, Büchern oder Dekoration verschwinden. Lege ihn nicht auf ein warmes Netzteil oder einen Receiver. Auch Fernseher brauchen an Rückseite und Oberkante genügend Abstand, weil dort warme Luft aufsteigt. Spielekonsolen sollten weder in einem geschlossenen Schrank noch direkt auf Teppich betrieben werden. Achte auf die vom Hersteller vorgesehene horizontale oder vertikale Aufstellung und blockiere keine Ansaug- oder Abluftöffnungen. Nach langen Spielsessions kann es sinnvoll sein, Konsole und Fernseher auszuschalten, statt sie nur in den Bereitschaftsmodus zu versetzen. So produzieren sie weniger Restwärme. Kontrolliere außerdem externe Festplatten, Streaminggeräte und Mehrfachsteckdosen, die sich im selben Möbel befinden. Viele kleine Wärmequellen können gemeinsam eine hohe Temperatur erzeugen. Eine offene, übersichtliche Aufstellung verbessert die Kühlung und erleichtert Dir zugleich die regelmäßige Staubkontrolle.
8. Akkus bei Sommerhitze schonend laden und lagern
Lithium-Ionen-Akkus reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Wärme beschleunigt chemische Alterungsprozesse und kann dazu führen, dass ein Akku schneller an Kapazität verliert. Lade Smartphone, Tablet, Notebook, Kamera und Powerbank deshalb möglichst an einem kühlen, gut belüfteten Ort. Lege Geräte während des Ladens nicht unter Kissen, Decken oder Kleidung. Auch eine geschlossene Tasche ist ungeeignet, weil die entstehende Wärme nicht entweichen kann. Wenn ein Gerät bereits durch Sonne oder intensive Nutzung heiß geworden ist, solltest Du es vor dem Anschließen erst abkühlen lassen. Besonders schnelles Laden erzeugt zusätzliche Wärme. Bei großer Sommerhitze kann ein langsameres Ladegerät schonender sein. Für längere Lagerzeiten ist ein mittlerer Ladestand meist sinnvoller als ein dauerhaft vollständig geladener oder völlig leerer Akku. Bewahre Ersatzakkus und Powerbanks nicht auf der Fensterbank, im Handschuhfach oder auf dem Dachboden auf. Kontrolliere Akkus regelmäßig auf Aufblähungen, Verformungen, ungewöhnlichen Geruch oder starke Erwärmung. Einen beschädigten Akku solltest Du nicht weiter laden oder verwenden. Sichere Lagerung und maßvolles Laden verlängern die Nutzungsdauer deutlich.
9. Elektronik niemals im heißen Auto zurücklassen
Ein geschlossenes Fahrzeug kann sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell stark aufheizen. Selbst wenn die Außentemperatur noch erträglich wirkt, steigen die Temperaturen im Innenraum deutlich höher. Smartphones, Notebooks, Kameras, Powerbanks, Navigationsgeräte und Akkus sollten deshalb niemals längere Zeit im geparkten Auto bleiben. Besonders kritisch sind Armaturenbrett, Hutablage und Bereiche direkt hinter den Scheiben. Doch auch Handschuhfach und Kofferraum bieten keinen verlässlichen Hitzeschutz. Elektronische Geräte können sich verformen, Displays können Schaden nehmen und Akkus dauerhaft an Leistung verlieren. Nimm wertvolle Technik beim Verlassen des Autos möglichst mit. Musst Du ein Gerät kurz transportieren, bewahre es ausgeschaltet und vor direkter Sonne geschützt auf. Eine Tasche kann die Erwärmung verlangsamen, verhindert sie aber nicht dauerhaft. Schalte ein stark aufgeheiztes Gerät nach der Fahrt nicht sofort ein und verbinde es nicht direkt mit dem Ladegerät. Lass es zunächst langsam an einem schattigen Ort auf Raumtemperatur abkühlen. Wird das Gerät unmittelbar aus dem heißen Auto in eine stark klimatisierte Umgebung gebracht, solltest Du ebenfalls etwas warten, damit sich kein Kondenswasser im Inneren bildet.
10. Ventilatoren, Kühlpads und zusätzliche Kühlung sinnvoll einsetzen
Zusätzliche Kühlung kann bei Computern und Notebooks hilfreich sein, muss aber richtig eingesetzt werden. Ein Notebook-Kühlpad hebt das Gerät an und verbessert häufig die Luftzufuhr an der Unterseite. Modelle mit eingebauten Lüftern können die Temperatur weiter senken, sofern ihre Luftströmung zu den Lüftungsöffnungen des Notebooks passt. Ein kleiner Tischventilator kann warme Luft aus einem offenen TV-Möbel bewegen oder die Umgebung eines Computers besser belüften. Richte ihn jedoch nicht so aus, dass er große Mengen Staub direkt in die Geräte bläst. Kühlakkus, Eisbeutel oder feuchte Tücher gehören niemals unmittelbar auf Elektronik. Dabei drohen Kondenswasser, Feuchtigkeitsschäden und Kurzschlüsse. Auch das Öffnen eines Kühlschranks zur schnellen Abkühlung ist ungeeignet. Klimaanlagen helfen, die Raumtemperatur zu reduzieren, sollten aber keine extrem kalte Luft aus kurzer Entfernung auf aufgeheizte Geräte richten. Zusätzliche Lüfter ersetzen außerdem keine Reinigung und keine freie Aufstellung. Die beste Wirkung erreichst Du, wenn saubere Luftwege, Schatten, eine moderate Raumtemperatur und geeignete Zusatzkühlung miteinander kombiniert werden.
11. Warnzeichen einer Überhitzung richtig erkennen
Überhitzung kündigt sich häufig durch mehrere Warnzeichen an. Lüfter drehen plötzlich dauerhaft sehr schnell, das Gehäuse fühlt sich ungewöhnlich heiß an oder die Leistung sinkt spürbar. Programme reagieren verzögert, Videos ruckeln und Spiele verlieren Bildrate. Manche Geräte zeigen eine Temperaturwarnung an, dimmen das Display oder unterbrechen den Ladevorgang. Auch unerwartete Neustarts und automatische Abschaltungen können auf zu hohe Temperaturen hinweisen. In solchen Fällen solltest Du das Gerät nicht sofort wieder einschalten. Beende nach Möglichkeit laufende Anwendungen, speichere Deine Daten und schalte die Elektronik aus. Trenne sie vom Ladegerät und bringe sie an einen schattigen, gut belüfteten Platz. Lass sie langsam abkühlen, ohne Kühlschrank, Eis oder sehr kalte Luft zu verwenden. Tritt das Problem trotz sauberer Lüftung und geeigneter Aufstellung wiederholt auf, kann ein defekter Lüfter, gealterte Wärmeleitpaste, ein verschmutzter Kühlkörper oder ein schwacher Akku die Ursache sein. Ungewöhnlicher Geruch, Verformungen, ein aufgeblähter Akku oder austretende Flüssigkeit sind ernst zu nehmen. Verwende das betroffene Gerät dann nicht weiter und lass es fachgerecht prüfen.
12. Elektronik bei längerer Abwesenheit sicher aufbewahren
Wenn Du im Sommer verreist oder bestimmte Geräte längere Zeit nicht nutzt, solltest Du sie vor Wärme, Sonne und unnötigem Stromverbrauch schützen. Schalte Fernseher, Computer, Spielekonsole, Drucker und andere entbehrliche Elektronik vollständig aus. Ziehe bei geeigneten Geräten den Netzstecker, statt sie wochenlang im Stand-by-Modus zu lassen. Router oder Sicherheitstechnik dürfen natürlich nur abgeschaltet werden, wenn Du sie während Deiner Abwesenheit nicht benötigst. Stelle tragbare Geräte an einen trockenen, schattigen und möglichst temperaturstabilen Ort. Dachboden, Gartenhaus, Fensterbank und aufgeheizter Kellerraum sind ungeeignet. Entferne Akkus aus Geräten, wenn der Hersteller dies vorsieht und eine lange Lagerung geplant ist. Lagere sie mit einem mittleren Ladestand und kontrolliere sie nach Deiner Rückkehr auf sichtbare Veränderungen. Schließe Jalousien oder Rollläden, damit sich die Räume weniger stark aufheizen. Eine Zeitschaltuhr kann bei manchen Geräten sinnvoll sein, darf aber nicht zu einer unbeabsichtigten Wärmeentwicklung führen. Durch eine bewusste Vorbereitung schützt Du Elektronik nicht nur vor Hitze, sondern zugleich vor Überspannungen, unnötigem Energieverbrauch und altersbedingten Akkuschäden.
Fazit – Kühle Technik bleibt länger zuverlässig
Elektronik vor Überhitzung im Sommer zu bewahren, erfordert weder aufwendige Umbauten noch teure Speziallösungen. Meist helfen bereits ein schattiger Standort, saubere Lüftungsschlitze, ausreichend Abstand zu Wänden und eine bewusste Nutzung während der kühleren Tageszeiten. Smartphones, Notebooks und Akkus solltest Du besonders sorgfältig behandeln, weil hohe Temperaturen ihre Lebensdauer deutlich verkürzen können. Vermeide direkte Sonne, weiche Unterlagen, geschlossene Möbel und das gleichzeitige Laden und intensive Nutzen eines bereits warmen Geräts. Auch Router, Fernseher und Spielekonsolen brauchen genügend Luft rund um das Gehäuse. Nimm Warnzeichen wie laute Lüfter, Leistungseinbrüche, Temperaturmeldungen und automatische Abschaltungen ernst. Lass überhitzte Elektronik langsam bei Raumtemperatur abkühlen und verzichte auf Kühlschrank, Eis oder feuchte Tücher. Regelmäßige Reinigung und eine gute Aufstellung sind langfristig wirksamer als kurzfristige Notlösungen. Wenn Du Deine Geräte an heißen Tagen etwas entlastest und Akkus schonend behandelst, verringerst Du das Risiko von Ausfällen, schützt gespeicherte Daten und erhältst die Leistungsfähigkeit Deiner Technik länger.
FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
Frage: Wie heiß darf ein elektronisches Gerät werden?
Antwort: Die zulässige Temperatur unterscheidet sich je nach Gerät und Hersteller. Eine deutlich spürbare Erwärmung kann unter Belastung normal sein. Temperaturwarnungen, Leistungseinbrüche, extreme Gehäusehitze oder automatische Abschaltungen zeigen jedoch, dass Du das Gerät entlasten und abkühlen lassen solltest.
Frage: Darf ich ein überhitztes Smartphone in den Kühlschrank legen?
Antwort: Nein. Der starke Temperaturwechsel kann Kondenswasser im Gerät verursachen und empfindliche Bauteile beschädigen. Lege das Smartphone ausgeschaltet an einen schattigen, gut belüfteten Ort und lass es langsam auf Raumtemperatur abkühlen.
Frage: Sollte ich die Handyhülle bei großer Hitze entfernen?
Antwort: Eine dicke oder stark isolierende Hülle kann die Wärmeabgabe erschweren. Wird das Smartphone ungewöhnlich heiß, kannst Du die Hülle vorübergehend abnehmen. Lege das Gerät anschließend auf eine trockene, schattige und nicht wärmespeichernde Unterlage.
Frage: Hilft ein Ventilator gegen überhitzte Elektronik?
Antwort: Ein Ventilator kann die Luftbewegung verbessern und warme Luft aus der Umgebung des Geräts abführen. Er hilft besonders bei offenen Möbeln und Computern. Verschmutzte Lüftungsschlitze oder eine ungeeignete Aufstellung kann er jedoch nicht vollständig ausgleichen.
Frage: Warum wird mein Notebook auf dem Bett so heiß?
Antwort: Weiche Unterlagen verdecken häufig die Ansaugöffnungen an der Unterseite. Zusätzlich speichern Decken und Kissen Wärme. Stelle das Notebook auf einen festen Tisch, einen geeigneten Ständer oder ein Kühlpad, damit Luft unter dem Gehäuse zirkulieren kann.
Frage: Kann Hitze den Akku dauerhaft beschädigen?
Antwort: Ja. Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung von Lithium-Ionen-Akkus und können ihre Kapazität verringern. Lade Akkugeräte möglichst kühl, vermeide direkte Sonne und bewahre Powerbanks oder Ersatzakkus niemals im heißen Auto auf.
Tabelle: Hitzeschutz für elektronische Geräte im Überblick
| Gerät oder Bereich | Typisches Hitzerisiko | Sinnvolle Schutzmaßnahme | Unbedingt vermeiden |
|---|---|---|---|
| Smartphone | Sonne, Navigation, Schnellladen und hohe Displayhelligkeit | Hülle zeitweise entfernen, Anwendungen schließen und im Schatten abkühlen lassen | Kühlschrank, Eisbeutel und Ablage auf dem Armaturenbrett |
| Tablet | Videowiedergabe, Spiele und direkte Sonneneinstrahlung | Auf fester Unterlage nutzen und bei Erwärmung pausieren | Nutzung unter Decken oder in geschlossenen Taschen |
| Notebook | Verdeckte Ansaugöffnungen und hohe Prozessorlast | Feste Unterlage, Kühlpad und saubere Lüftungsschlitze verwenden | Betrieb auf Bett, Sofa oder Kissen |
| Desktop-PC | Staub, schwache Gehäusebelüftung und warme Raumluft | Lüfter reinigen, Kabel ordnen und Gehäuse freistellen | Enges Schrankfach und blockierte Luftauslässe |
| Router | Dauerbetrieb und schlechte Luftzirkulation | Frei und schattig aufstellen | Abdecken, stapeln oder hinter Vorhängen verstecken |
| Fernseher | Sonneneinstrahlung und zu geringer Wandabstand | Beschatten und Abstand für Abluft einhalten | Einbau in ein fast geschlossenes Möbel |
| Spielekonsole | Hohe Rechenleistung und lange Spielzeiten | Lüftung freihalten und regelmäßige Pausen einlegen | Betrieb auf Teppich oder in geschlossenem Schrank |
| Powerbank | Lagerung im Auto und Laden in Wärme | Kühl, trocken und mit mittlerem Ladestand lagern | Pralle Sonne, aufgeheiztes Handschuhfach und beschädigte Akkus |
| Ladegerät | Eigene Abwärme und schlechte Belüftung | Auf harte, freie Unterlage legen und nach Gebrauch trennen | Abdecken mit Kleidung, Kissen oder Papier |
| Kamera | Sonne, Videoaufnahmen und heißes Fahrzeug | Im Schatten transportieren und ausgeschaltet lagern | Ablage hinter Scheiben oder im heißen Kofferraum |
| Externe Festplatte | Wärme von anderen Geräten und Dauerbetrieb | Mit Abstand aufstellen und nur bei Bedarf betreiben | Direkt auf Receiver, Router oder Konsole legen |
| Elektronikschrank | Wärmestau durch mehrere laufende Geräte | Türen öffnen, Geräte verteilen und Luftbewegung verbessern | Dichtes Stapeln ohne Zwischenräume |
