Altersvorsorge leicht gemacht – so legst du heute schon den Grundstein für morgen

Die Altersvorsorge ist ein Thema, das man gerne so lange wie möglich vor sich herschiebt. Dabei ist es wichtig, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen. Es ist absehbar, dass die gesetzliche Rente in zwanzig, dreißig Jahren für die meisten von uns nicht mehr zum Leben ausreichen wird. Besonders Frauen haben durch die Kindererziehung oftmals ein spürbares Defizit in der Rentenkasse. Immer öfter wählen deutsche Bürgerinnen deshalb ETF-Sparpläne als Altersvorsorge. Doch hatten die nicht irgendetwas mit Aktien zu tun?

Altersvorsorge leicht gemacht – so legst du heute schon den Grundstein für morgen

Altersvorsorge leicht gemacht – so legst du heute schon den Grundstein für morgen

Was sind ETFs?

ETFs haben tatsächlich einiges mit Aktien gemeinsam. Zum Beispiel werden die Fonds an der Börse gehandelt – wie auch Wertpapiere. Den Sparplan können Anlegerinnen dabei übrigens selbstständig abschließen. Zunächst sollte man sich jedoch einen guten Online Broker suchen. Es lohnt sich also, einen Broker Vergleich zu nutzen, um einen Anbieter mit möglichst großer ETF-Auswahl zu finden.

Außerdem beinhalten viele ETFs Aktien. Der große Unterschied zwischen Aktie und ETF ist, dass der Fonds-Sparplan einen gesamten Markt und dessen Entwicklung widerspiegelt – beispielsweise dann, wenn man in einen Edelmetall-Fond statt direkt in Gold investiert.

Warum eignen sich ETFs für die Altersvorsorge?

Dass der Handel mit Börsenwerten ein gewisses Risiko birgt, weil er spekulativ ist, ist allgemein bekannt. Man könnte also annehmen, dass man auch beim Abschließen eines ETF Sparplanes ein großes Risiko eingeht. Doch das ist in der Regel nicht der Fall. Weil ein Exchange-Traded Fund den Querschnitt durch einen gesamten Markt darstellt, ist er sehr breit aufgestellt. Dies nennt man Diversifikation. Und Diversifikation ist eine goldene Regel im Börsenhandel.

Verliert nämlich einer der Werte im Portfolio – oder eben im Sparplan – an Wert, können die zahlreichen anderen Assets diesen Verlust durch ihre Gewinne wieder auffangen. Aus einer hohen Diversifikation ergibt sich aber nicht nur ein geringeres Risiko, sondern auch eine geringere Lukrativität, denn ebenso können Rendite einzelner Werte durch Verluste anderer geschmälert werden.

Sieht man sich die vergangenen Jahrzehnte an, stellt man fest, dass die Wirtschaft beinahe jedes Jahr zuverlässig gewachsen ist. Geht man davon aus, dass die Wirtschaft entsprechend weiterwachsen wird, sollten also moderate Rendite möglich sein – in manchen Märkten stärker als in anderen.

ETFs als langfristige Geldanlage

Ein weiterer Grund dafür, dass ETF-Sparpläne eine gute Methode sind, um für das Alter vorzusorgen, ist die empfohlene Laufzeit. Zwar kann man die flexiblen Sparpläne jederzeit pausieren oder kündigen, dennoch liegt die optimale Laufzeit eines ETFs bei mindestens zehn Jahren. Teilweise wird sogar dazu geraten, den ETF-Sparplan bis zu zwanzig Jahre laufen zu lassen. Der Wertzuwachs ergibt sich in der langen Laufzeit auf zweierlei Arten:

Es ist möglich, eine Einmalzahlung zu leisten und den ETF damit laufen zu lassen. In der Praxis werden ETFs aber meist als Sparpläne abgeschlossen. Das bedeutet, dass man zweiwöchentlich, monatlich, quartalsweise oder noch seltener ein wenig Kapital nachschießt. Durch diese regelmäßigen Investitionen steigt das Investitionsvolumen Stück für Stück an – je länger man einzahlt, desto mehr Anteile erwirbt man. Mehr Anteile bedeutet höhere Rendite.

Eine weitere Art des Wertzuwachses bieten thesaurierende ETFs. Thesaurierend bedeutet reinvestierend. Bei solch einem ETF-Sparplan werden erwirtschaftete Rendite automatisch wieder investiert, so dass man noch mehr Anteile erhält. Auch durch die Thesaurierung steigt das Investitionsvolumen langfristig an, was zu höheren Renditen führt. Selbstverständlich gibt es auch auszahlende ETFs, bei denen eine regelmäßige Gewinnausschüttung erfolgt.

Vom Durchschnittskosteneffekt profitieren

Es gibt noch einen weiteren Punkt, in dem ETFs sich deutlich von direkten Aktiengeschäften unterscheiden. Wenn du einen Sparplan aktivierst, kommt nämlich der sogenannte Cost Average Effekt, also Durchschnittskosteneffekt, zum Tragen:

Weil der Wert eines ETFs wie auch andere Assets permanenten Schwankungen unterliegt, kauft man seine Anteile nie zum selben Preis. Steigt der Wert des ETFs, wird die monatliche Sparrate also nicht höher, sondern du kaufst automatisiert einfach weniger neue Anteile dazu. Fällt der Wert des ETFs, entsteht dadurch auch kein Nachteil für dich, denn du kaufst einfach mehr ETF-Anteile – sobald sich der Kurs dann wieder nach oben entwickelt, profitierst du davon, wenn du mehr Anteile besitzt.

Viele Investorinnen schließen börsengehandelte Werte als Altersvorsorge aus. Dennoch werden gerade ETFs zu diesem Zweck immer beliebter.

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