Hilft viel trinken wirklich beim Abnehmen?
Du möchtest wissen, ob viel trinken tatsächlich beim Abnehmen hilft? Die Antwort darauf ist vielschichtig, denn rund um das Thema Wasser, Flüssigkeitszufuhr und Gewichtsverlust ranken sich zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten. Viele Abnehmprogramme betonen die Bedeutung ausreichender Flüssigkeit, Fitness-Influencer schwören auf „Wasser-Challenges“ und in Diätforen liest man regelmäßig, dass drei Liter Wasser am Tag die Fettverbrennung ankurbelt. Aber was ist wirklich dran? Welche Rolle spielt Wasser – und andere Getränke – im Zusammenhang mit Hunger, Sättigung, Stoffwechsel, Kalorienverbrauch und der Frage, wie schnell oder effektiv Du abnimmst? Dieser Artikel beleuchtet das Thema wissenschaftlich fundiert und dennoch praxisnah. Du erfährst, wie Flüssigkeit im Körper wirkt, ob „viel trinken“ tatsächlich ein Turbo beim Abnehmen ist, welche Fehler häufig gemacht werden und worauf Du im Alltag achten solltest. So bekommst Du einen Überblick über Wirkungen, Grenzen und Risiken – und kannst für Dich entscheiden, ob und wie Du Deine Trinkgewohnheiten anpassen möchtest.

Hilft viel trinken wirklich beim Abnehmen?
Inhaltsverzeichnis
- Wie wichtig ist Wasser für den Stoffwechsel?
- Durst oder Hunger – wie Du den Unterschied erkennst
- Sättigungsgefühl durch Flüssigkeit: Mythos oder Wahrheit?
- Kalorienfallen: Getränke, die beim Abnehmen schaden
- Kann viel trinken die Fettverbrennung steigern?
- Wie beeinflusst Flüssigkeit den Energieverbrauch?
- Wasser und der Jojo-Effekt: Was passiert nach der Diät?
- Wie viel solltest Du täglich trinken, um abzunehmen?
- Timing beim Trinken: Gibt es den perfekten Moment?
- Unterstützt Trinken die Entgiftung beim Abnehmen?
- Trinken als Diät-Helfer: Welche Getränke eignen sich?
- Warum zu wenig trinken das Abnehmen erschwert
- Wassereinlagerungen und ihr Einfluss auf das Gewicht
- Sport, Schwitzen und Flüssigkeitsbedarf beim Abnehmen
- Die Rolle von Salz und Mineralien beim Flüssigkeitshaushalt
- Häufige Fehler: Zu viel, zu wenig oder das Falsche trinken
- Trinken und Heißhunger: Gibt es einen Zusammenhang?
- Abnehmen ohne Sport: Bringt viel trinken trotzdem was?
- Trinken, Psyche und Gewohnheiten: Wie schaffst Du Veränderung?
- Fazit: Was bringt viel trinken beim Abnehmen wirklich?
- Tabelle: Wichtige Getränke von A bis Z mit Kalorienangaben und Eignung
1. Wie wichtig ist Wasser für den Stoffwechsel?
Wasser ist das Lebenselixier unseres Körpers und an nahezu allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ohne ausreichend Flüssigkeit können die Organe nicht optimal funktionieren, was sich nicht nur auf Deine Gesundheit, sondern auch auf den Abnehmerfolg auswirkt. Der menschliche Körper besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser – im Muskelgewebe ist der Anteil sogar noch höher. Wasser transportiert Nährstoffe, unterstützt die Verdauung und hilft, Abbauprodukte auszuscheiden. Besonders beim Abnehmen spielen diese Funktionen eine zentrale Rolle. Denn sobald Du eine Diät machst oder Deine Ernährung umstellst, muss Dein Organismus verstärkt Abfallstoffe aus dem Fett- und Eiweißabbau verarbeiten. Genügend trinken erleichtert also dem Körper die Arbeit und sorgt dafür, dass Stoffwechselprozesse rund laufen. Studien belegen, dass schon ein leichter Flüssigkeitsmangel den Stoffwechsel verlangsamen kann. Außerdem ist Wasser wichtig für den Energieverbrauch. Es gibt Hinweise darauf, dass der sogenannte „thermogene Effekt“ von Wasser – also die durch das Trinken ausgelöste Wärmeproduktion – zumindest kurzfristig den Kalorienverbrauch leicht steigert. Kurz gesagt: Ohne Wasser läuft in Sachen Stoffwechsel und Abnehmen nichts richtig rund.
2. Durst oder Hunger – wie Du den Unterschied erkennst
Häufig verwechseln wir Durst mit Hunger. Das liegt daran, dass die Signale, die das Gehirn bei Wassermangel und Energiemangel sendet, sich ähneln können. Wenn Du glaubst, Appetit zu haben, steckt oft tatsächlich Durst dahinter. Ein häufiger Tipp beim Abnehmen lautet daher: Trinke zuerst ein Glas Wasser, wenn Dich der kleine Hunger überkommt. Nach einigen Minuten merkst Du meist, ob der Appetit bleibt oder verschwindet. Viele Menschen nehmen durch dieses einfache Vorgehen täglich weniger Kalorien zu sich, weil sie nicht aus „falschem Hunger“ heraus essen. Besonders, wenn Du gerade Deine Ernährung umstellst, kann das helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden. Es lohnt sich also, vor jeder Mahlzeit und bei Zwischendurch-Gelüsten zur Wasserflasche zu greifen. So trainierst Du nicht nur Deine Körperwahrnehmung, sondern reduzierst unbewusst die Kalorienzufuhr – und das ist ein wichtiger Baustein für langfristigen Abnehmerfolg.
3. Sättigungsgefühl durch Flüssigkeit: Mythos oder Wahrheit?
Kannst Du Dich mit Wasser tatsächlich satt trinken? Viele Diätprogramme empfehlen, vor dem Essen ein großes Glas Wasser zu trinken, um das Sättigungsgefühl zu unterstützen. Und tatsächlich dehnt Flüssigkeit den Magen kurzfristig, was das Hungergefühl reduziert. Aber: Wasser bleibt nicht lange im Magen, es wird relativ schnell weitergeleitet. Deshalb ist der Effekt nur von kurzer Dauer. Besser funktioniert es, wenn Du wasserreiche Lebensmittel wie Suppen, Gemüse oder Obst in Deinen Speiseplan einbaust. Sie liefern Volumen, füllen den Magen und enthalten dabei wenig Kalorien. Trotzdem kann Wassertrinken helfen, besonders wenn Du zu hastigem Essen oder großen Portionen neigst. Vor allem Menschen, die beim Abnehmen Schwierigkeiten mit dem Durchhalten haben, profitieren von kleinen, aber effektiven Strategien wie diesem. Denn manchmal braucht es einfach nur einen kleinen Trick, um auf das nächste Sättigungsgefühl zu warten und die Kalorienzufuhr zu drosseln.
4. Kalorienfallen: Getränke, die beim Abnehmen schaden
Nicht alle Getränke unterstützen Dich beim Abnehmen – manche sabotieren Deinen Erfolg regelrecht. Besonders süße Softdrinks, Fruchtsäfte, Eistees und Milchmischgetränke enthalten oft mehr Kalorien, als Dir bewusst ist. Wer regelmäßig zu diesen Getränken greift, nimmt schnell hunderte Extrakalorien am Tag zu sich, ohne davon wirklich satt zu werden. Alkoholische Getränke wie Bier, Wein und Cocktails sind doppelt tückisch: Sie liefern nicht nur viele „leere“ Kalorien, sondern regen auch noch den Appetit an. Beim Abnehmen solltest Du vor allem auf Wasser, ungesüßten Tee und – in Maßen – Kaffee setzen. Wenn Du ab und zu einen Fruchtsaft trinken möchtest, verdünne ihn mit viel Wasser. So sparst Du Kalorien und reduzierst die Zuckermenge. Besonders kritisch sind „Light“-Getränke: Sie enthalten zwar kaum Kalorien, können aber das Verlangen nach Süßem steigern und langfristig Deine Geschmacksvorlieben beeinflussen. Ein bewusster Umgang mit Getränken ist also beim Abnehmen genauso wichtig wie die Auswahl der Speisen.
5. Kann viel trinken die Fettverbrennung steigern?
Der Glaube, dass Wassertrinken die Fettverbrennung anheizt, ist weit verbreitet. Tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass die Aufnahme von kaltem Wasser den Energieverbrauch kurzfristig leicht steigern kann, weil der Körper die Flüssigkeit auf Körpertemperatur erwärmen muss. Dieser sogenannte „thermogene Effekt“ ist jedoch in der Praxis relativ gering: Experten schätzen, dass ein Glas kaltes Wasser nur rund 10–20 Kalorien mehr verbraucht. Das klingt wenig, aber über den Tag summiert sich jeder kleine Effekt. Entscheidend ist aber: Allein durchs Trinken wird die Fettverbrennung nicht entscheidend in Gang gesetzt. Viel wichtiger ist die Gesamtbilanz aus Kalorienzufuhr und -verbrauch. Dennoch kann ein guter Flüssigkeitshaushalt dafür sorgen, dass Dein Stoffwechsel optimal funktioniert und Du Dich beim Sport leistungsfähiger fühlst – das wiederum kann den Fettabbau indirekt unterstützen. Am meisten profitierst Du also, wenn Du Trinken, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung kombinierst.
6. Wie beeinflusst Flüssigkeit den Energieverbrauch?
Wasser ist an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt, auch an der Produktion von Energie. Studien zeigen, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr den sogenannten „Grundumsatz“ – also den Kalorienverbrauch in Ruhe – minimal erhöhen kann. Besonders interessant: Bereits leichte Dehydrierung kann den Stoffwechsel messbar verlangsamen. Das bedeutet, dass Du bei Wassermangel weniger Kalorien verbrennst, selbst wenn Du nichts an Deiner Ernährung änderst. Für den Abnehmerfolg kann das entscheidend sein, denn ein aktiver Stoffwechsel hilft Dir, Dein Zielgewicht schneller und nachhaltiger zu erreichen. Deshalb empfehlen viele Experten, besonders während einer Diät auf eine konstante Flüssigkeitszufuhr zu achten. Die gute Nachricht: Du musst nicht übertreiben. Schon 1,5 bis 2 Liter am Tag reichen meist aus, um den Stoffwechsel in Schwung zu halten – es sei denn, Du schwitzt viel, treibst Sport oder lebst in einer sehr warmen Umgebung.
7. Wasser und der Jojo-Effekt: Was passiert nach der Diät?
Viele Menschen machen die Erfahrung, dass sie zu Beginn einer Diät schnell an Gewicht verlieren – und nach der Rückkehr zur normalen Ernährung ebenso schnell wieder zunehmen. Ein Grund dafür ist der Wasserhaushalt: Zu Beginn einer kalorienreduzierten Diät baut der Körper vermehrt Kohlenhydrat-Speicher (Glykogen) ab, an die Wasser gebunden ist. Dadurch verlierst Du zunächst viel Flüssigkeit – was sich auf der Waage bemerkbar macht. Sobald Du wieder mehr isst oder anders trinkst, füllen sich die Speicher und das Gewicht steigt rapide an. Das ist kein echtes Fett, sondern in erster Linie Wasser. Wer versteht, wie diese Prozesse ablaufen, kann entspannter mit kleinen Schwankungen umgehen und weiß, dass der langfristige Abnehmerfolg nicht am Wasserhaushalt hängt. Entscheidend ist, das neue Gewicht durch dauerhafte Veränderungen bei Ernährung, Bewegung und Flüssigkeitszufuhr zu stabilisieren.
8. Wie viel solltest Du täglich trinken, um abzunehmen?
Die richtige Trinkmenge hängt von vielen Faktoren ab: Alter, Körpergewicht, Aktivitätslevel, Umgebungstemperatur und Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen etwa 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag – am besten in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee. Wer sehr viel Sport treibt oder sich an heißen Tagen viel bewegt, braucht entsprechend mehr. Beim Abnehmen ist es sinnvoll, die Trinkmenge gezielt zu beobachten, weil sie indirekt die Kalorienaufnahme beeinflussen kann. Ein zu niedriger Flüssigkeitshaushalt kann zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Heißhunger führen. Zu viel Wasser ist allerdings auch nicht ratsam, da der Körper dann Mineralstoffe ausschwemmen kann. Die beste Strategie: Trinke regelmäßig über den Tag verteilt und achte auf Deinen Durst. Es spricht nichts dagegen, vor den Mahlzeiten ein Glas Wasser zu trinken, aber Du musst Dich nicht quälen, ständig zur Flasche zu greifen.
9. Timing beim Trinken: Gibt es den perfekten Moment?
Wann solltest Du am besten trinken, um das Abnehmen zu unterstützen? Es gibt Hinweise darauf, dass ein Glas Wasser vor den Mahlzeiten helfen kann, weniger zu essen. Durch die Dehnung des Magens entsteht kurzfristig ein Sättigungsgefühl, sodass Du kleinere Portionen zu Dir nimmst. Besonders für Menschen, die oft zu viel essen, kann das ein wertvoller Trick sein. Auch nach dem Aufstehen ist ein Glas Wasser sinnvoll, um den Flüssigkeitsverlust der Nacht auszugleichen und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Während des Essens ist es ebenfalls kein Problem, solange Du Dich nicht ausschließlich auf Getränke verlässt, um satt zu werden. Der wichtigste Tipp: Trinke gleichmäßig über den Tag verteilt, anstatt große Mengen auf einmal zu konsumieren. So bleibt der Flüssigkeitshaushalt stabil, und Du vermeidest Schwankungen, die zu Konzentrationsproblemen oder Heißhunger führen können.
10. Unterstützt Trinken die Entgiftung beim Abnehmen?
Detox, Entgiftung und „Schlacken ausschwemmen“ sind Schlagworte, die beim Thema Abnehmen immer wieder auftauchen. Tatsächlich ist die wichtigste Funktion von Wasser, Stoffwechselabfallprodukte über die Nieren auszuscheiden. Wenn Du abnimmst, baut Dein Körper Fettreserven ab – dabei entstehen Abfallprodukte, die entsorgt werden müssen. Viel trinken unterstützt also die natürliche Entgiftungsfunktion des Körpers und sorgt dafür, dass sich Abbauprodukte nicht anreichern. Dennoch solltest Du skeptisch sein, wenn Dir Wundermittel oder spezielle Detox-Kuren versprochen werden. Der Körper besitzt leistungsfähige Filterorgane und kommt bei normaler Ernährung und ausreichender Flüssigkeit gut zurecht. Besonders wichtig: Trinke genügend Wasser, wenn Du eine Diät machst, aber übertreibe es nicht. Zwei bis drei Liter pro Tag reichen in den meisten Fällen völlig aus, um die Ausscheidungsfunktion zu unterstützen.
11. Trinken als Diät-Helfer: Welche Getränke eignen sich?
Beim Abnehmen sind nicht alle Getränke gleich geeignet. Am besten setzt Du auf Wasser – still oder mit Kohlensäure, je nach Geschmack. Ungesüßter Tee ist ebenfalls eine gute Wahl, vor allem Kräuter- oder Früchtetees. Kaffee ohne Zucker und Milch zählt in Maßen ebenfalls zur täglichen Flüssigkeitszufuhr und hat kaum Kalorien. Fruchtsäfte, Softdrinks, Limonaden, gesüßte Eistees und alkoholische Getränke sind weniger empfehlenswert, weil sie schnell viele Kalorien liefern, ohne zu sättigen. Wenn Dir pures Wasser zu langweilig ist, kannst Du es mit Zitronenscheiben, frischer Minze oder Gurkenscheiben aufpeppen. Auch aromatisierte Wasser ohne Zuckerzusatz sind eine Alternative. Entscheidend ist, dass Du Getränke mit „versteckten“ Kalorien vermeidest – so sparst Du täglich viele Kalorien ein, ohne an Lebensqualität zu verlieren.
12. Warum zu wenig trinken das Abnehmen erschwert
Viele unterschätzen, wie stark ein Flüssigkeitsmangel die Diät behindern kann. Zu wenig trinken kann zu Konzentrationsproblemen, Müdigkeit, Verdauungsstörungen und sogar Heißhungerattacken führen. Der Grund: Wenn Dein Körper zu wenig Wasser bekommt, versucht er, die fehlende Flüssigkeit aus der Nahrung zu gewinnen – das kann das Hungergefühl verstärken. Außerdem arbeitet der Stoffwechsel bei Wassermangel langsamer, was den Kalorienverbrauch senkt. Nicht zuletzt kann ein zu geringer Flüssigkeitshaushalt Verstopfung begünstigen, was wiederum das Wohlbefinden und die Motivation zum Durchhalten einer Diät beeinträchtigt. Deshalb solltest Du während einer Abnehmphase besonders auf Deine Trinkmenge achten – sie ist ein oft unterschätzter Schlüssel zum Erfolg.
13. Wassereinlagerungen und ihr Einfluss auf das Gewicht
Viele, die abnehmen möchten, sind frustriert, wenn das Gewicht stagniert oder sogar kurzfristig ansteigt. Häufig stecken Wassereinlagerungen dahinter, die durch Hormone, Salzaufnahme, Zyklus oder Medikamente entstehen können. Gerade zu Beginn einer Diät verliert der Körper viel Wasser – aber im Laufe der Zeit kann es zu Schwankungen kommen, die nichts mit Fettabbau zu tun haben. Diese temporären Gewichtsschwankungen sind völlig normal und kein Zeichen für mangelnden Abnehmerfolg. Mit ausreichend Flüssigkeit unterstützt Du die Nierenfunktion und hilfst dem Körper, überschüssiges Wasser schneller auszuscheiden. Dennoch solltest Du Geduld haben und Dich nicht von kurzfristigen Schwankungen entmutigen lassen. Entscheidend ist die langfristige Tendenz – und die kannst Du durch eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr positiv beeinflussen.
14. Sport, Schwitzen und Flüssigkeitsbedarf beim Abnehmen
Wer beim Abnehmen Sport treibt, schwitzt – und verliert dadurch Flüssigkeit. Je nach Intensität und Dauer des Trainings können das schnell ein bis zwei Liter pro Stunde sein. Deshalb solltest Du beim Sporttrinken besonders aufmerksam sein. Ein Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent des Körpergewichts kann die Leistungsfähigkeit deutlich senken und zu Muskelkrämpfen, Kreislaufproblemen und Erschöpfung führen. Am besten trinkst Du bereits vor dem Training ein Glas Wasser und gleich danach, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Während längerer oder intensiver Sporteinheiten ist es sinnvoll, zwischendurch kleine Mengen zu trinken. Sportgetränke mit Elektrolyten sind meist nur bei sehr langen Ausdauerbelastungen nötig. Für die meisten reicht Wasser oder ungesüßter Tee aus. Durch den Flüssigkeitsausgleich kannst Du nicht nur besser trainieren, sondern auch schneller regenerieren – was wiederum den Abnehmerfolg unterstützt.
15. Die Rolle von Salz und Mineralien beim Flüssigkeitshaushalt
Wasser allein reicht nicht immer aus – besonders wenn Du viel schwitzt oder eine sehr einseitige Diät machst, kann es zu einem Mangel an Mineralien wie Natrium, Kalium oder Magnesium kommen. Diese Elektrolyte sind wichtig für den Wasserhaushalt, die Nervenfunktion und die Muskulatur. Ein Mangel kann zu Krämpfen, Schwäche oder sogar Herzrhythmusstörungen führen. Deshalb solltest Du bei hohen Temperaturen, viel Sport oder radikalen Diäten darauf achten, ausreichend Mineralstoffe zu Dir zu nehmen – zum Beispiel durch salzarme Brühe, Gemüse, Nüsse oder spezielle Mineralwasser. Wer zu viel reines Wasser trinkt, ohne auf Elektrolyte zu achten, riskiert eine sogenannte Wasservergiftung. Die richtige Balance ist entscheidend: Ausreichend, aber nicht übertrieben viel trinken und auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten.
16. Häufige Fehler: Zu viel, zu wenig oder das Falsche trinken
Viele machen beim Abnehmen Fehler beim Trinken: Entweder wird zu wenig getrunken, was den Stoffwechsel bremst, oder es wird zu viel getrunken – oft aus Unsicherheit oder falsch verstandener Disziplin. Auch die Wahl der Getränke spielt eine große Rolle: Wer kalorienreiche Softdrinks oder Fruchtsäfte trinkt, nimmt oft unbemerkt zu viele Kalorien zu sich. Ein weiterer Fehler ist, Getränke als Ersatz für eine ausgewogene Ernährung zu sehen. Wasser kann vieles, aber keine fehlenden Nährstoffe ersetzen. Versuche, ein gesundes Mittelmaß zu finden: Trinke regelmäßig, bevor der Durst kommt, setze auf kalorienfreie oder -arme Getränke und lasse Dich nicht von Diätmythen verunsichern. Dein Körper signalisiert Dir in der Regel sehr zuverlässig, was er braucht – Du musst nur lernen, darauf zu hören.
17. Trinken und Heißhunger: Gibt es einen Zusammenhang?
Viele Menschen berichten, dass sie durch regelmäßiges Trinken weniger Heißhunger haben. Das liegt daran, dass ein Flüssigkeitsmangel oft mit Appetit verwechselt wird. Wenn Du zu wenig trinkst, produziert der Körper Signale, die dem Hungergefühl ähneln. Außerdem kann ein stabiler Flüssigkeitshaushalt helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten – das beugt Heißhungerattacken vor. Besonders, wenn Du in der Vergangenheit häufig abends oder zwischendurch zu Snacks gegriffen hast, lohnt es sich, mehr auf Deine Trinkgewohnheiten zu achten. Oft genügt schon ein Glas Wasser oder Tee, um das Verlangen nach Süßem zu bremsen. Allerdings solltest Du es nicht übertreiben: Wer ständig große Mengen trinkt, kann den Körper überfordern und sich unwohl fühlen. Ein gesundes Gleichgewicht ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.
18. Abnehmen ohne Sport: Bringt viel trinken trotzdem was?
Nicht jeder hat die Zeit oder Möglichkeit, regelmäßig Sport zu treiben. Viele fragen sich deshalb, ob allein das Trinken beim Abnehmen hilft. Die ehrliche Antwort: Viel trinken ersetzt keine Kalorienreduktion und kein körperliches Training, kann aber den Prozess positiv unterstützen. Besonders, wenn Du dazu neigst, aus Langeweile oder Durst zu essen, kann eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr helfen, die Kalorienaufnahme zu senken. Außerdem unterstützt sie alle Stoffwechselprozesse, die für den Fettabbau nötig sind. Dennoch solltest Du realistische Erwartungen haben: Wer abnehmen möchte, kommt um eine Anpassung der Ernährung und – wenn möglich – mehr Bewegung nicht herum. Viel trinken ist ein wertvoller Helfer, aber kein Wundermittel.
19. Trinken, Psyche und Gewohnheiten: Wie schaffst Du Veränderung?
Die besten Tipps helfen nichts, wenn es im Alltag nicht klappt. Viele scheitern beim Umstellen ihrer Trinkgewohnheiten an Stress, Zeitdruck oder einfach aus Vergesslichkeit. Dabei gibt es einfache Strategien, um das Trinken zur Gewohnheit zu machen: Stelle immer ein Glas Wasser bereit, trage eine Trinkflasche bei Dir, setze Dir Erinnerungen auf dem Handy oder verknüpfe das Trinken mit festen Ritualen wie dem Zähneputzen oder der Mittagspause. Auch psychologisch wirkt sich ausreichend Trinken positiv aus: Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt sorgt für bessere Konzentration, mehr Energie und gute Laune – das hilft beim Durchhalten jeder Diät. Veränderung braucht Zeit und Geduld, aber kleine Schritte führen oft zum Ziel. Wer es schafft, das Trinken in seinen Alltag zu integrieren, profitiert langfristig auf allen Ebenen.
20. Fazit: Was bringt viel trinken beim Abnehmen wirklich?
Viel trinken ist kein Diät-Wundermittel, aber ein wichtiger Baustein für einen gesunden Lebensstil und nachhaltigen Abnehmerfolg. Wasser unterstützt den Stoffwechsel, hilft beim Ausscheiden von Abfallstoffen, kann das Hungergefühl regulieren und beugt Kalorienfallen durch zuckerhaltige Getränke vor. Ein zu niedriger Flüssigkeitshaushalt kann das Abnehmen erschweren, zu viel trinken bringt aber auch keine zusätzlichen Vorteile – die Balance ist entscheidend. Kombiniere eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit gesunder Ernährung und Bewegung, dann bist Du auf dem besten Weg zu Deinem Wunschgewicht. Und: Sei geduldig mit Dir und Deinem Körper, denn Veränderungen brauchen Zeit und liebevolle Konsequenz. Mit den richtigen Strategien kann viel trinken zu Deinem persönlichen Erfolg beim Abnehmen beitragen.
21. Tabelle: Wichtige Getränke von A bis Z mit Kalorienangaben und Eignung
Hier findest Du eine umfangreiche Tabelle mit 50 häufig konsumierten Getränken in Deutschland und ihren Kalorien pro 100 ml sowie einer kurzen Einschätzung zur Eignung beim Abnehmen. Die Getränke sind alphabetisch sortiert.
| Getränk | Kalorien pro 100 ml | Eignung zum Abnehmen |
|---|---|---|
| Apfelsaft | 46 | Wenig geeignet (viel Zucker) |
| Apfelschorle (50:50) | 23 | In Maßen geeignet |
| Bananensaft | 56 | Nicht geeignet (sehr viel Zucker) |
| Bier (Pils, 5%) | 42 | Nicht geeignet |
| Birnensaft | 47 | Wenig geeignet |
| Buttermilch | 35 | Geeignet (sättigend, Protein) |
| Cappuccino (mit Milch) | 40 | In Maßen geeignet |
| Cola | 42 | Nicht geeignet (viel Zucker) |
| Cola light/zero | 0 | In Maßen geeignet |
| Cranberrysaft | 45 | Wenig geeignet (Zucker) |
| Energy Drink | 45 | Nicht geeignet |
| Eistee (gezuckert) | 30–40 | Nicht geeignet |
| Eistee (ungesüßt) | 1 | Sehr gut geeignet |
| Espresso (pur) | 2 | Sehr gut geeignet |
| Frappuccino | 60–80 | Nicht geeignet |
| Frisch gepresster O-Saft | 46 | Wenig geeignet (viel Fruchtzucker) |
| Früchtetee (ungesüßt) | 1 | Sehr gut geeignet |
| Gemüsesaft | 15–20 | Gut geeignet |
| Grapefruitsaft | 37 | Eher ungeeignet |
| Grüner Tee | 1 | Sehr gut geeignet |
| Holunderblütensirup (mit Wasser) | 30–35 | Nicht geeignet (viel Zucker) |
| Instantkaffee (schwarz) | 2 | Sehr gut geeignet |
| Johannisbeersaft | 55 | Nicht geeignet |
| Kaffee (schwarz) | 2 | Sehr gut geeignet |
| Kakao (zubereitet) | 60 | Nicht geeignet (viel Zucker) |
| Karottensaft | 25 | Gut geeignet (Vitaminreich) |
| Kefir | 50 | Eher geeignet (Protein/Fett) |
| Kirschsaft | 52 | Nicht geeignet |
| Kräutertee | 1 | Sehr gut geeignet |
| Leitungswasser | 0 | Ideal geeignet |
| Limonade | 40–45 | Nicht geeignet |
| Mandelmilch (ungesüßt) | 13 | Geeignet |
| Mango-Lassi | 60 | Nicht geeignet (viel Zucker) |
| Milch (1,5 %) | 47 | In Maßen geeignet |
| Milch (3,5 %) | 64 | In Maßen geeignet |
| Multivitaminsaft | 40–50 | Wenig geeignet |
| Orangennektar | 54 | Nicht geeignet |
| Orangensaft | 45 | Wenig geeignet |
| Proteinshake (Wasserbasis) | 40–50 | Eher geeignet (Sättigung) |
| Quellwasser | 0 | Ideal geeignet |
| Red Bull | 45 | Nicht geeignet |
| Riesling (Weißwein) | 72 | Nicht geeignet |
| Rooibostee (ungesüßt) | 1 | Sehr gut geeignet |
| Saure Apfelschorle (70:30) | 15 | In Maßen geeignet |
| Smoothie (Frucht) | 40–60 | Nur in Maßen geeignet |
| Sojamilch (ungesüßt) | 33 | Eher geeignet |
| Sprudelwasser | 0 | Ideal geeignet |
| Tomatensaft | 17 | Gut geeignet |
| Traubensaft | 60 | Nicht geeignet |
| Wasser (still) | 0 | Ideal geeignet |
| Weißbier (alkoholfrei) | 24 | Eher geeignet |
| Zitronenwasser | 2 | Sehr gut geeignet |









