Kita-Kleidung für heiße Tage richtig wählen
Wenn im Sommer schon morgens hohe Temperaturen herrschen, wird die richtige Kita-Kleidung besonders wichtig. Dein Kind bewegt sich viel, spielt draußen, sitzt im Sand, fährt Laufrad, klettert und ruht zwischendurch vielleicht in einem warmen Gruppenraum. Das Outfit muss deshalb mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Es soll luftig sein, ausreichend Bewegungsfreiheit bieten, empfindliche Haut vor intensiver Sonne schützen und den wechselnden Alltag zwischen Innenraum, Schatten und Außengelände mitmachen. Zu dicke oder eng anliegende Kleidung kann Wärme stauen, während sehr knappe Kleidung Schultern, Rücken und Beine ungeschützt lässt. Sinnvoll ist daher keine möglichst geringe, sondern eine durchdachte Bekleidung aus leichten Materialien und locker geschnittenen Teilen. Auch Kopfbedeckung, Schuhe, Ersatzwäsche und die Regeln Deiner Kita gehören zur Vorbereitung. Manche Einrichtungen wünschen geschlossene Schuhe, langärmelige Oberteile oder bereits morgens aufgetragenen Sonnenschutz. Andere haben eigene Abläufe für Wasserspiele und Ruhezeiten. Wenn Du die Sommergarderobe praktisch zusammenstellst, muss Dein Kind nicht besonders modisch angezogen sein. Entscheidend sind Komfort, Schutz, Alltagstauglichkeit und unkompliziertes Wechseln. Mit einigen gut kombinierbaren Kleidungsstücken kannst Du dafür sorgen, dass Dein Kind heiße Kita-Tage möglichst angenehm erlebt und trotzdem für Spielen, Essen, Schlafen und kleine Wetteränderungen vorbereitet ist.

Kita-Kleidung für heiße Tage richtig wählen
Inhaltsverzeichnis
- Warum die richtige Kita-Kleidung bei Hitze wichtig ist
- Leichte und atmungsaktive Materialien auswählen
- Lockere Schnitte statt enger Sommerkleidung bevorzugen
- Helle Farben und ihre Vorteile richtig nutzen
- Kurze oder lange Kleidung sinnvoll abwägen
- Sonnenschutzkleidung für das Außengelände einplanen
- Sonnenhut mit Nacken- und Gesichtsschutz wählen
- Geeignete Schuhe für heiße Kita-Tage finden
- Wechselkleidung vollständig und praktisch zusammenstellen
- Kleidung für Wasserspiele und Planschangebote vorbereiten
- Ruhezeit, Mittagsschlaf und klimatisierte Räume berücksichtigen
- Typische Fehler bei der Sommerkleidung vermeiden
- Fazit – Luftig angezogen und gut geschützt
- FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
- Tabelle: Kita-Kleidung für heiße Tage im Überblick
1. Warum die richtige Kita-Kleidung bei Hitze wichtig ist
Kleine Kinder reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen als Erwachsene und können ihre Körpertemperatur noch nicht genauso zuverlässig regulieren. Gleichzeitig merken sie beim Spielen häufig erst spät, dass ihnen zu warm wird. Sie rennen, klettern und toben weiter, obwohl Kleidung, Haare oder Rücken bereits feucht sind. Die passende Kita-Kleidung unterstützt deshalb den Wärmeausgleich und verhindert, dass unnötig viel Hitze am Körper gespeichert wird. Leichte, luftige Kleidungsstücke ermöglichen eine bessere Luftzirkulation und lassen Schweiß leichter verdunsten. Dennoch sollte die Haut nicht vollständig unbedeckt bleiben, denn gerade Schultern, Nacken, Gesicht und Ohren benötigen draußen Schutz vor UV-Strahlung. Babys und Kleinkinder sollten möglichst im Schatten bleiben; zudem wird leichte, nicht eng anliegende und atmungsaktive Kleidung empfohlen. (Kindergesundheit) Prüfe morgens neben der Wettervorhersage auch, welche Aktivitäten geplant sind. Ein Waldtag, ein Ausflug oder langes Spielen im Garten verlangt möglicherweise eine andere Kleidung als ein überwiegend drinnen verbrachter Kita-Tag.
2. Leichte und atmungsaktive Materialien auswählen
Bei Kita-Kleidung für heiße Tage spielt das Material eine größere Rolle als die Anzahl der Kleidungsstücke. Gut geeignet sind leichte Baumwollstoffe, Musselin, dünner Jersey, Leinenmischungen und andere luftdurchlässige Gewebe. Sie fühlen sich angenehm an und können Feuchtigkeit aufnehmen oder schneller vom Körper wegtransportieren. Ein dünnes Baumwollshirt ist meist komfortabler als ein schweres, dicht gewebtes Oberteil mit großen Kunststoffaufdrucken. Solche Beschichtungen lassen an Brust und Rücken weniger Luft durch und können das Schwitzen verstärken. Auch sehr dicke Sweatstoffe, gefütterte Leggings und schwere Jeans bleiben besser zu Hause. Bei Funktionsmaterialien kommt es auf die Verarbeitung an: Ein leichtes, atmungsaktives Sportshirt kann für sehr aktive Kinder praktisch sein, während billige, kaum luftdurchlässige Kunstfasern schnell klebrig wirken. Fühle den Stoff vor dem Anziehen mit der Hand. Ist er leicht, weich und nicht steif, eignet er sich häufig besser für Wärme. Achte außerdem auf Pflegeleichtigkeit, denn Sommerkleidung wird durch Schweiß, Sonnencreme, Sand und Wasserspiele oft täglich gewaschen.
3. Lockere Schnitte statt enger Sommerkleidung bevorzugen
Ein lockerer Schnitt sorgt dafür, dass Luft zwischen Haut und Kleidung zirkulieren kann. Wähle Oberteile, die nicht eng an Bauch, Achseln oder Rücken anliegen, und Hosen, die beim Sitzen, Rennen und Klettern genügend Bewegungsfreiheit lassen. Besonders praktisch sind weite T-Shirts, luftige Tuniken, leichte Bermudas, lockere Stoffhosen und bequeme Shorts mit elastischem Bund. Der Hosenbund sollte nicht drücken oder unter dem Shirt starke Abdrücke hinterlassen. Auch enge Ärmel und sehr schmale Leggings können bei Hitze unangenehm werden, weil sie direkt auf verschwitzter Haut liegen. Kleider und Röcke sind ebenfalls möglich, sollten aber so geschnitten sein, dass Dein Kind damit sicher klettern, rutschen und auf dem Boden sitzen kann. Eine kurze Radlerhose darunter kann beim Spielen zusätzlichen Komfort bieten. Vermeide viele Knöpfe, komplizierte Verschlüsse und enge Träger, die beim selbstständigen Umziehen stören. Kita-Kleidung darf ruhig etwas weiter sitzen, sollte jedoch nicht so groß sein, dass Ärmel, Hosenbeine oder Säume an Spielgeräten hängen bleiben.
4. Helle Farben und ihre Vorteile richtig nutzen
Helle Sommerfarben wirken freundlich und können bei direkter Sonneneinstrahlung angenehmer sein als sehr dunkle Kleidungsstücke, die sich oft stärker erwärmen. Weiß, Creme, Hellblau, Beige, Gelb, Mint oder zarte Pastelltöne eignen sich deshalb gut für heiße Kita-Tage. Dennoch solltest Du die Farbe nicht als alleinigen Sonnenschutz betrachten. Ein sehr dünner, durchscheinender weißer Stoff kann weniger Schutz bieten als ein dichter gewebtes, farbiges Material. Halte das Kleidungsstück gegen das Licht: Sind Stoffstruktur und Deine Hand deutlich sichtbar, ist der textile Schutz eher gering. Praktisch sind mittlere, sommerliche Farbtöne, auf denen kleine Flecken nicht sofort auffallen. Reinweiße Shirts sehen zwar frisch aus, werden durch Gras, Sand, Obst und Sonnencreme jedoch schnell unansehnlich. Sehr dunkle Kleidung kann als Ersatzteil im Rucksack bleiben, ist für längere Aufenthalte in der Sonne aber nicht immer die angenehmste erste Wahl. Entscheidend bleibt die Kombination aus heller oder mittlerer Farbe, lockerem Schnitt und einem Stoff, der dicht genug für Sonnenschutz, aber leicht genug für gute Belüftung ist.
5. Kurze oder lange Kleidung sinnvoll abwägen
Ob Dein Kind kurze oder lange Kleidung tragen sollte, hängt nicht nur von der Temperatur ab. Kurze Ärmel und Shorts lassen viel Luft an die Haut und sind bei Aktivitäten im Schatten oder in gut geschützten Außenbereichen angenehm. Gleichzeitig bleiben Arme, Schultern und Beine stärker der Sonne ausgesetzt. Dünne, weite Langarmshirts und leichte lange Hosen können deshalb an sehr sonnigen Tagen eine gute Alternative sein. Sie bedecken mehr Haut, ohne zwangsläufig wärmer zu sein als enge kurze Kleidung. Offizielle Empfehlungen zum Sonnenschutz nennen luftige, nicht zu enge Kleidung, die möglichst viel vom Körper bedeckt; weit geschnittene längere Hosen und langärmelige Oberteile können dabei sinnvoll sein. (Kindergesundheit) Für den normalen Kita-Alltag ist ein flexibler Mittelweg praktisch: Dein Kind startet beispielsweise mit einem leichten Kurzarmshirt und einer luftigen längeren Hose, während ein dünnes Langarmoberteil als Wechselteil bereitliegt. Frage auch nach dem Tagesablauf, denn eine Waldgruppe, ein Ausflug oder ein schattenloses Außengelände erfordert mehr Bedeckung als ein geschützter Innenhof.
6. Sonnenschutzkleidung für das Außengelände einplanen
UV-Schutzkleidung kann sinnvoll sein, wenn Dein Kind lange draußen spielt, besonders helle Haut hat oder bei Wasserspielen viel Sonne abbekommt. Entsprechende Kleidungsstücke sind häufig mit einem UV-Schutzfaktor wie UPF 40 oder UPF 50+ gekennzeichnet. Wichtig ist eine gute Passform: Das Shirt sollte Schultern und möglichst einen Teil der Arme bedecken, darf aber nicht hauteng sitzen oder am Hals scheuern. Für den normalen Kita-Tag muss nicht jedes Kleidungsstück spezielle UV-Kleidung sein. Auch dicht gewebte, leichte Alltagskleidung schützt bedeckte Haut. Spezielle UV-Shirts bieten sich besonders für Planschtage, Ausflüge, Waldwochen oder längere Aufenthalte auf wenig beschatteten Flächen an. Prüfe regelmäßig, ob der Stoff noch intakt ist. Stark ausgedünnte, ausgeleierte oder beschädigte Kleidung kann weniger zuverlässig bedecken. Denke außerdem daran, dass UV-Kleidung nur die bedeckten Körperstellen schützt. Gesicht, Hände, Unterschenkel oder Füße benötigen je nach Outfit weiterhin geeigneten Sonnenschutz. Die Einrichtung sollte wissen, welche Kleidung Dein Kind trägt und ob ein Wechselshirt vorhanden ist, falls das UV-Oberteil nach dem Wasserspiel nass bleibt.
7. Sonnenhut mit Nacken- und Gesichtsschutz wählen
Eine geeignete Kopfbedeckung gehört an heißen Tagen zur grundlegenden Kita-Ausstattung. Besonders praktisch ist ein leichter Sonnenhut mit breiter Krempe oder eine Kappe mit Schirm und Nackenschutz. Damit werden nicht nur der Kopf, sondern auch Stirn, Gesicht, Ohren und Nacken besser abgeschirmt. Diese Bereiche gelten bei Kindern als besonders empfindlich und sollten bei Aufenthalten in der Sonne konsequent geschützt werden. (Kindergesundheit) Der Hut sollte aus einem luftigen, möglichst schnell trocknenden Material bestehen und kleine Belüftungsöffnungen besitzen. Achte darauf, dass er weder zu eng sitzt noch ständig über die Augen rutscht. Ein verstellbarer Umfang ist praktisch, während lange Bänder an Spielgeräten problematisch sein können. Viele Kitas haben aus Sicherheitsgründen eigene Regeln zu Kinnbändern oder Schnüren. Kläre deshalb, welches Modell akzeptiert wird. Beschrifte den Sonnenhut gut sichtbar mit dem Namen Deines Kindes, denn ähnliche Modelle werden leicht verwechselt. Ein zweiter Hut als Ersatz ist hilfreich, falls die Kopfbedeckung nass, sandig oder zu Hause liegen geblieben ist.
8. Geeignete Schuhe für heiße Kita-Tage finden
Sommerschuhe für die Kita müssen luftig, sicher und robust sein. Vollständig offene Flip-Flops oder lose Schlappen sind meist ungeeignet, weil sie beim Rennen verrutschen, keinen Fersenhalt bieten und die Zehen kaum schützen. Besser sind geschlossene oder halboffene Sandalen mit stabiler Sohle, Fersenriemen und verstellbaren Verschlüssen. Auch leichte Sneaker aus atmungsaktivem Textil können gut funktionieren, besonders wenn Dein Kind viel klettert, Laufrad fährt oder auf unebenem Gelände spielt. Achte darauf, dass die Schuhe nicht zu knapp sitzen. Füße können bei Wärme etwas anschwellen, und verschwitzte Haut reagiert empfindlicher auf Reibung. Gleichzeitig darf der Schuh nicht so groß sein, dass Dein Kind darin rutscht. Barfußschuhe oder flexible Sandalen sind möglich, sofern sie zum Fuß, zum Außengelände und zu den Vorgaben der Kita passen. Dünne Baumwollsocken können Druckstellen reduzieren und Schweiß aufnehmen. Für Wasserspiele eignen sich je nach Einrichtung rutschfeste Badeschuhe. Kontrolliere regelmäßig, ob Sand, kleine Steinchen oder feuchte Socken im Schuh Scheuerstellen verursachen.
9. Wechselkleidung vollständig und praktisch zusammenstellen
Bei Hitze wird Wechselkleidung schneller benötigt als an milden Tagen. Shirts werden durch Schweiß feucht, Hosen beim Wasserspiel nass und Unterwäsche kann nach intensivem Toben unangenehm kleben. Lege deshalb mindestens ein komplettes leichtes Outfit in das Kita-Fach: Oberteil, Hose oder Shorts, Unterwäsche und Socken. Bei jüngeren Kindern sind zwei Garnituren oft sinnvoll. Ergänze bei Bedarf ein dünnes Langarmshirt, eine leichte lange Hose sowie einen zweiten Sonnenhut. Bewahre die Teile übersichtlich in beschrifteten Beuteln auf, damit das Kita-Team sie schnell findet. Ein zusätzlicher leerer Wetbag oder eine verschließbare Tüte ist praktisch für nasse Kleidung. Kontrolliere den Bestand regelmäßig, denn Wechselwäsche bleibt häufig über Wochen im Fach und passt plötzlich nicht mehr zur Jahreszeit oder Körpergröße. Entferne dicke Pullover und Winterhosen, sobald dauerhaft warmes Wetter beginnt. Achte darauf, dass Ersatzkleidung ebenso bequem und hitzetauglich ist wie das morgendliche Outfit. Ein schweres Sweatshirt als einziges Wechseloberteil hilft an einem heißen Nachmittag nur wenig.
10. Kleidung für Wasserspiele und Planschangebote vorbereiten
Viele Kitas bieten bei hohen Temperaturen Wasserspiele, Sprühangebote oder kleine Planschmöglichkeiten an. Dafür braucht Dein Kind Kleidung, die nass werden darf und anschließend unkompliziert gewechselt werden kann. Je nach Vorgabe gehören Badehose, Badeanzug, UV-Shirt, Badeschuhe und ein kleines Handtuch in die Tasche. Ein Zweiteiler ist bei jüngeren Kindern häufig praktischer als ein komplizierter Badeanzug, weil Toilettengänge und Windelwechsel einfacher bleiben. Achte darauf, dass nasse Textilien nicht stundenlang am Körper bleiben. Auch bei warmem Wetter können feuchte Kleidung, starke Verdunstung oder kühlere Innenräume unangenehm werden. Deshalb sollten immer ein trockenes Shirt, Unterwäsche und eine trockene Hose bereitliegen. Verstaue nasse Badesachen getrennt von der übrigen Kleidung und beschrifte jedes Teil. UV-Shirts sollten nach dem Planschen nicht automatisch den ganzen Tag getragen werden, wenn sie klamm bleiben oder scheuern. Frage vorab, ob die Kita eigene Wasserregeln hat und welche Ausstattung tatsächlich benötigt wird. So vermeidest Du unnötig volle Taschen und fehlende wichtige Wechselteile.
11. Ruhezeit, Mittagsschlaf und klimatisierte Räume berücksichtigen
Nicht jeder Bereich der Kita ist gleich warm. Während es draußen heiß ist, können Schlafraum, Kellerraum oder stark belüftete Gruppenräume deutlich kühler wirken. Für Kinder, die mittags schlafen, ist deshalb ein sehr dünnes zusätzliches Oberteil sinnvoll. Das kann ein leichtes Langarmshirt oder ein dünner Schlafanzug sein, den die Fachkräfte bei Bedarf anziehen. Dicke Schlafsäcke, Fleecejacken oder schwere Decken sind an heißen Tagen meist nicht erforderlich, sofern die Einrichtung keine ungewöhnlich kühlen Räume hat. Kläre mit der Kita, welche Schlafkleidung dort verwendet wird und ob Bettwäsche oder Decken gestellt werden. Dein Kind sollte weder verschwitzt in den Schlafraum gehen noch in nasser Kleidung ruhen. Ein trockenes Wechselshirt kann den Komfort deutlich verbessern. Bei klimatisierten oder stark durch Ventilatoren gekühlten Räumen sollte die Kleidung trotzdem leicht bleiben; häufig genügt eine zusätzliche dünne Schicht. Das bekannte Zwiebelprinzip funktioniert im Sommer nur mit sehr feinen Lagen. Mehrere dicke Kleidungsstücke übereinander würden den eigentlichen Vorteil schnell aufheben.
12. Typische Fehler bei der Sommerkleidung vermeiden
Ein häufiger Fehler besteht darin, das Kind aus Angst vor Zugluft bereits morgens zu warm anzuziehen. Mehrere Schichten, dicke Leggings oder ein Sweatshirt werden beim Spielen schnell unangenehm. Ebenso ungünstig ist extrem knappe Kleidung ohne Kopfbedeckung, weil große Hautflächen der Sonne ausgesetzt bleiben. Verzichte außerdem auf schwere Jeans, enge Bündchen, kratzende Etiketten und große, luftundurchlässige Motive. Ungeeignete Schuhe, fehlende Wechselwäsche und nicht beschriftete Kleidungsstücke verursachen im Kita-Alltag zusätzliche Probleme. Prüfe auch, ob Dein Kind die Sachen selbstständig öffnen, herunterziehen und wieder anziehen kann. Eine hübsche Latzhose mit komplizierten Schnallen ist bei Hitze und dringendem Toilettengang wenig praktisch. Beobachte nachmittags, wie Dein Kind nach Hause kommt: Ist der Rücken stark verschwitzt, scheuern Sandalen oder bleiben Hautstellen regelmäßig gerötet, solltest Du das Outfit anpassen. Bei deutlicher Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, ungewöhnlicher Unruhe oder sehr heißer Haut reicht ein Kleidungswechsel allein nicht aus. Das Kind sollte aus der Hitze gebracht, betreut und bei ernsten Beschwerden medizinisch beurteilt werden. (Gesundheitsportal)
Fazit – Luftig angezogen und gut geschützt
Die passende Kita-Kleidung für heiße Tage verbindet Luftigkeit, Bewegungsfreiheit und Sonnenschutz. Leichte Baumwolle, Musselin, dünner Jersey oder atmungsaktive Mischgewebe sind angenehmer als schwere, enge Stoffe. Locker geschnittene Shirts, leichte Hosen und sichere Sandalen oder Textilschuhe machen Toben, Klettern und Sitzen komfortabler. Gleichzeitig sollten empfindliche Bereiche nicht unnötig unbedeckt bleiben. Ein Sonnenhut mit Schirm und Nackenschutz sowie bei Bedarf ein dünnes Langarmshirt oder UV-Oberteil ergänzen das Sommeroutfit. Mindestens eine vollständige Garnitur Wechselkleidung gehört ebenfalls in das Kita-Fach, besonders wenn Wasserspiele geplant sind. Berücksichtige dabei nicht nur das Wetter, sondern auch Außengelände, Ruhezeit, Ausflüge und die individuellen Regeln der Einrichtung. Beobachte, wie Dein Kind mit der gewählten Kleidung zurechtkommt, und passe Materialien oder Schnitte bei starkem Schwitzen und Druckstellen an. So entsteht eine kleine, praktische Sommergarderobe, die Dein Kind durch warme Kita-Tage begleitet, ohne es unnötig einzupacken oder auf wichtigen Schutz zu verzichten.
FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
Frage: Welche Kleidung eignet sich für die Kita bei 30 Grad?
Antwort: Gut geeignet sind ein lockeres, leichtes Oberteil, luftige Shorts oder eine dünne Stoffhose, sichere Sandalen beziehungsweise atmungsaktive Schuhe und ein Sonnenhut. Für längere Aufenthalte in der Sonne kann ein dünnes Langarmshirt sinnvoll sein.
Frage: Ist Baumwolle bei Hitze für Kinder geeignet?
Antwort: Leichte Baumwolle ist weich, atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit auf. Sehr dicke Baumwollstoffe können jedoch lange feucht bleiben. Dünner Jersey, Musselin oder Baumwollmischungen sind für den Kita-Alltag häufig besonders praktisch.
Frage: Sollte mein Kind in der Kita kurze oder lange Hosen tragen?
Antwort: Beides kann passend sein. Shorts sind luftig, während eine weite, dünne lange Hose zusätzlichen Schutz vor Sonne, Sand, Pflanzen und kleinen Schürfwunden bietet. Entscheidend sind Wetter, Außengelände und Aktivität.
Frage: Braucht mein Kind im Sommer Socken in den Sandalen?
Antwort: Socken sind nicht immer erforderlich, können aber Schweiß aufnehmen und Reibung verhindern. Bei Sandalen mit rauen Nähten oder bei empfindlicher Haut sind dünne Baumwollsocken oft angenehmer.
Frage: Wie viel Wechselkleidung sollte in der Kita liegen?
Antwort: Mindestens ein vollständiges Set aus Shirt, Hose, Unterwäsche und Socken ist sinnvoll. Für jüngere Kinder oder bei häufigen Wasserspielen sind zwei Garnituren sowie ein zusätzlicher Sonnenhut empfehlenswert.
Frage: Ist UV-Kleidung für jeden Kita-Tag notwendig?
Antwort: Nicht zwingend. Dicht gewebte, leichte Alltagskleidung kann bedeckte Haut ebenfalls schützen. UV-Kleidung ist besonders praktisch bei langen Aufenthalten draußen, Wasserspielen, Ausflügen oder wenig beschatteten Außenflächen.
Frage: Welche Schuhe sind bei Hitze für die Kita ungeeignet?
Antwort: Lose Flip-Flops, Schlappen ohne Fersenhalt und sehr glatte Schuhe sind zum Rennen und Klettern meist ungeeignet. Besser sind stabile Sandalen, leichte Sneaker oder andere sicher sitzende Sommerschuhe.
Tabelle: Kita-Kleidung für heiße Tage im Überblick
| Kleidungsbereich | Empfehlenswerte Auswahl | Darauf solltest Du achten |
|---|---|---|
| Oberteil | Lockeres T-Shirt, Musselinshirt oder dünnes Langarmshirt | Leicht, atmungsaktiv und ohne große Kunststoffbeschichtung |
| Hose | Shorts, Bermudas oder luftige lange Stoffhose | Bequemer Bund und ausreichend Bewegungsfreiheit |
| Kleid oder Rock | Luftiges Modell mit bequemer Radlerhose | Darf beim Klettern und Rutschen nicht stören |
| Material | Baumwolle, Musselin, dünner Jersey, Leinenmischung | Keine schweren oder kaum luftdurchlässigen Stoffe |
| Farbe | Helle oder mittlere Sommertöne | Stoff sollte trotz heller Farbe nicht stark durchscheinend sein |
| Sonnenschutz | UV-Shirt oder dicht gewebte leichte Kleidung | Schultern, Nacken und empfindliche Hautbereiche schützen |
| Kopfbedeckung | Sonnenhut oder Kappe mit Schirm und Nackenschutz | Luftig, passend und nach Kita-Regeln ohne gefährliche Schnüre |
| Schuhe | Stabile Sandalen oder atmungsaktive Sneaker | Sicherer Fersenhalt, rutschfeste Sohle und passende Größe |
| Socken | Dünne Baumwoll- oder Funktionssocken | Trocken wechseln, wenn sie stark verschwitzt sind |
| Wasserspiele | Badebekleidung, UV-Shirt und Badeschuhe | Zusätzlich trockene Kleidung und Handtuch einpacken |
| Wechselwäsche | Shirt, Hose, Unterwäsche und Socken | Mindestens ein vollständiges, beschriftetes Set |
| Ruhezeit | Dünnes Langarmshirt oder leichter Schlafanzug | Raumtemperatur und Vorgaben der Kita berücksichtigen |












