Powerbanks und Lithium-Ionen-Akkus solltest Du im Sommer vor direkter Sonne, heißen Autos, Feuchtigkeit und mechanischen Schäden schützen. Lade nur mit passenden Ladegeräten auf einer nicht brennbaren, freien Oberfläche. Wird ein Akku ungewöhnlich heiß, verformt sich, bläht sich auf oder gast aus, nutze und lade ihn nicht weiter.

Hitze ist für Lithium-Ionen-Akkus ein Sicherheits- und Alterungsfaktor
Hohe Temperaturen beschleunigen Alterungsprozesse im Akku und können bei bereits beschädigten Zellen das Risiko eines gefährlichen Defekts erhöhen. Deshalb gehören Powerbanks, Smartphones, Akkus von Kameras oder anderen Geräten nicht auf das Armaturenbrett, in direkte Sonne oder über längere Zeit in ein stark aufgeheiztes Auto.
Das Umweltbundesamt empfiehlt für die Lagerung von Akkus einen kühlen, trockenen Ort und nennt 10 bis 25 °C als günstigen Bereich. Diese Angabe ist kein Zwang für den Alltag, zeigt aber deutlich: Sommerliche Hitze im geschlossenen Fahrzeug ist kein geeigneter Lagerplatz.
Lade Powerbanks nur unter geeigneten Bedingungen
Lade einen Akku möglichst bei normaler Raumtemperatur, trocken und auf einer freien, nicht leicht entzündlichen Unterlage. Verwende ein Ladegerät und Kabel, die zum Gerät passen und die erforderlichen elektrischen Spezifikationen erfüllen. Beschädigte Kabel, lockere Stecker oder auffällig heiß werdende Netzteile solltest Du ersetzen.
Decke eine ladende Powerbank nicht mit Kleidung, Decken oder Kissen ab. Auch eine Tasche ohne Luftzirkulation kann Wärmestau begünstigen. Nach dem Ladevorgang trennst Du das Ladegerät vom Netz beziehungsweise vom Akku, wenn der Hersteller keine andere Betriebsweise vorsieht.
Im Auto und in direkter Sonne ist besondere Vorsicht nötig
Ein geparktes Auto kann sich in der Sonne stark aufheizen. Lasse Powerbanks, lose Akkus und Geräte deshalb nicht über längere Zeit im Innenraum liegen, besonders nicht auf Fensterbank, Armaturenbrett oder Sitzflächen in der Sonne.
Auch am Strand, auf dem Balkon oder beim Camping legst Du die Powerbank in den Schatten und schützt sie vor Sand und Wasser. Eine Kühltasche ist kein geeigneter Akku-Aufbewahrungsort, wenn sich darin Kondenswasser oder Feuchtigkeit bilden kann.
Smartphone und Powerbank können sich gegenseitig aufheizen
Beim Laden entsteht in beiden Geräten Wärme. Liegen Smartphone und Powerbank eng übereinander, zusätzlich in einer Tasche oder in direkter Sonne, kann sich die Wärme schlechter verteilen. Lege beide Geräte beim Laden getrennt und möglichst frei hin.
Wenn Smartphone oder Powerbank eine Temperaturwarnung anzeigen, den Ladevorgang stoppen oder die Leistung reduzieren, solltest Du diese Schutzfunktion nicht umgehen. Bringe das Gerät in den Schatten und lasse es auf normale Umgebungstemperatur abkühlen.
Warnzeichen eines defekten Akkus nicht ignorieren
Aufgeblähte, verformte, ausgelaufene oder ausgasende Lithium-Akkus gelten als defekt und dürfen nicht weiterverwendet oder geöffnet werden. Auch ein Akku, der ohne nachvollziehbaren Grund sehr heiß wird, kann gefährlich sein.
| Warnzeichen | Was Du tun solltest |
|---|---|
| Gehäuse wölbt sich oder Akku bläht sich auf | nicht mehr laden oder benutzen, fachgerecht entsorgen |
| Starker chemischer Geruch oder sichtbares Ausgasen | Abstand halten, gut lüften, bei akuter Gefahr Feuerwehr rufen |
| Ungewöhnlich hohe Temperatur ohne normale Belastung | Nutzung beenden und Gerät sicher abkühlen lassen |
| Starke Beschädigung nach Sturz oder Quetschung | nicht weiterladen, fachgerecht prüfen oder entsorgen |
| Rauch oder Brand | Bereich verlassen und 112 rufen |
Öffne einen Lithium-Akku niemals selbst, um ihn zu „reparieren“. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung warnt ausdrücklich vor dem Öffnen und vor mechanischer Beschädigung.
Ein überhitztes Gerät zuerst aus der Belastung nehmen
Wird eine Powerbank beim Laden oder Betrieb auffällig heiß, trenne sie nur dann von Ladegerät und angeschlossenen Geräten, wenn das gefahrlos möglich ist. Bringe sie aus direkter Sonne und halte Abstand zu brennbaren Gegenständen. Nicht mit Eis, Wasser oder einem Kühlschrank schockkühlen.
Ist der Akku bereits beschädigt, verformt, raucht oder gast aus, behandle ihn nicht wie ein bloß „warmes“ Gerät. Dann steht die Sicherheit im Vordergrund. Bei Rauch, Brand oder akuter Gefahr rufst Du 112 und hältst Abstand.
Nach Sturz, Quetschung oder Wasserkontakt genauer hinschauen
Eine Powerbank kann außen noch ordentlich aussehen und innen trotzdem beschädigt sein. Nach einem harten Sturz, Quetschung oder sichtbarer Gehäusebeschädigung solltest Du sie deshalb nicht sofort wieder ans Ladegerät hängen. Prüfe das Gehäuse, Anschlüsse und Temperaturverhalten und nutze sie bei Auffälligkeiten nicht weiter.
Wurde ein Gerät nass, richte Dich nach der Herstellerangabe zur Wasserbeständigkeit. Eine nicht dafür ausgelegte Powerbank solltest Du nicht laden, solange Feuchtigkeit im Gerät möglich ist. Trocknen auf einer Heizung oder mit sehr heißer Luft ist ebenfalls keine gute Idee.
Warum Kühlschrank und Gefrierfach keine Abkühlhilfe sind
Ein heißer Akku gehört nicht in Kühlschrank oder Gefrierfach. Der schnelle Temperaturwechsel kann Kondenswasser verursachen, und Feuchtigkeit ist für elektrische Geräte problematisch. Lasse ein unbeschädigtes, lediglich warmes Gerät stattdessen ausgeschaltet an einem trockenen, schattigen Ort langsam auf Umgebungstemperatur kommen.
Wenn ein Akku bereits raucht, ausgast, sich aufbläht oder ungewöhnlich heiß wird, ist das keine normale Abkühlsituation. Halte Abstand und behandle ihn als möglichen Notfall.
Für längere Lagerung weder voll noch leer weglegen
Wenn Du eine Powerbank über Wochen oder Monate nicht brauchst, lagere sie trocken, kühl und mit mittlerem Ladezustand. Das Umweltbundesamt empfiehlt für längere Lagerung ungefähr die Hälfte der Ladung und gelegentliches Nachladen.
Kontrolliere selten genutzte Powerbanks gelegentlich auf Verformungen und andere Schäden. Lagere lose Akkus so, dass die Kontakte keinen Kurzschluss mit Metallteilen verursachen können.
Beschädigte Akkus gehören zur Sammelstelle
Lithium-Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Defekte, aufgeblähte oder ausgelaufene Akkus solltest Du an einer dafür vorgesehenen Sammelstelle abgeben und das Personal auf den Defekt hinweisen. Bei herausnehmbaren Akkus können die Pole für den Transport gegen Kurzschluss gesichert werden.
Ein fest eingebauter, aufgeblähter Smartphone- oder Tablet-Akku sollte nicht mit Gewalt herausgehebelt werden. Lass das Gerät von einem geeigneten Reparaturbetrieb oder der Sammelstelle sicher behandeln.
Beim Kauf zählen seriöse Kennzeichnung und passende Leistung
Wähle Powerbanks von nachvollziehbaren Anbietern mit klaren technischen Angaben, Hersteller- beziehungsweise Importeurinformationen und verständlicher Bedienungsanleitung. Extrem hohe Kapazitätsversprechen bei ungewöhnlich kleinem Gehäuse sind ein Warnsignal.
Die maximale Ausgangsleistung muss zum Gerät passen, wird bei USB-Ladesystemen aber normalerweise elektronisch ausgehandelt. Entscheidend ist, kompatible Kabel und Ladegeräte zu nutzen und beschädigtes Zubehör nicht weiterzuverwenden.
