Reiseziel Graubünden – der Kanton mit drei Amtssprachen

Die Reisezeit steht wieder ganz nah vor der Tür und das Fernweh lässt grüßen. Die Schweiz ist dabei ein beliebtes Urlaubsziel. Der Kanton Graubünden zieht jedes Jahr Tausende von Touristen an, sei es in den Sommermonaten zum Wandern und Entspannen, als auch im Winter in einem seiner berühmten Wintersportzentren. Es gibt über 40 Skigebiete in Graubünden und eine Vielzahl an berühmten und interessanten Orten wie St. Moritz, Davos, Engadin und Chur, die ihre Besucher mit erstklassigen Hotels und Restaurants willkommen heißen. Sehr beliebt ist auch ein Ferienhaus in Graubünden, insbesondere bei Familien mit Kindern, da der Aufenthalt in den privaten vier Wänden mit eigener Küche unkompliziert ist und das Budget schont.

Reiseziel Graubünden - der Kanton mit drei Amtssprachen

Reiseziel Graubünden – der Kanton mit drei Amtssprachen

Ein Kanton mit drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch

Der Kanton im Osten der Schweiz grenzt an Österreich und Italien an und bietet sprachlich und kulturell einige Besonderheiten. So ist dieser Kanton dreisprachig. Etwa 70% der Einwohner haben Deutsch als Muttersprache, der Rest teilt sich in rätoromanische und italienische Muttersprachler auf. In der Regel sprechen die Schweizer aber mehr als nur eine Sprache, selbst wenn nur die Grundkenntnisse. So orientiert sich vor allem die rätoromanische Minderheit stark am Deutschen und lernt diese Sprache in der Schule als 2. Amtssprache hinzu. Deshalb findet der Besucher einen spannenden Sprachenmix vor Ort: Alle drei Sprachen sind als offizielle Amtssprachen gleichwertig zu behandeln, oftmals sind Schilder und Informationstafeln auf allen drei Sprachen des Kantons Graubünden verfasst und meistens kommt auch noch die vierte Amtssprache der Schweiz, Französisch, hinzu.

Gerade der italienische Einfluss ist im Kanton nicht zu übersehen, was sich erfreulicherweise in der Küche und der Lebensfreude der Einheimischen widerspiegelt.

Isolierte Lage in den Bergen schufen die einzigartige Küche Graubündens

Doch Graubündens Küche ist abgesehen von den italienischen Importen eigentlich eine sehr originelle und einzigartige Küche. Der Kanton ist zwar seiner Fläche nach der größte Kanton der Schweiz, ist aber vergleichsweise dünn besiedelt, was an seiner geografisch isolierten Lage liegt. So hat sich hier eine Küche entwickelt, die sich stark vom Rest der Schweiz unterscheidet. Sehr bekannt ist das luftgetrocknete Bündnerfleisch und die Wurstsorten Salsiz und Andutgel. Das Regionalgericht Graubündens schlechthin ist Capun, eine Art in Mangoldblätter gewickelter Spätzleteig mit Wurstspezialitäten angereichert, dazu eine dicke helle Soße und mit Käse überbacken – ein echtes Soulfood. Weitere regionale Spezialitäten sind Plain in Pigna (ein typisch Engadiner Auflauf), Pizokel (ähnlich wie Spätzle), Maluns (ein Kartoffelgericht), die Bündner Gerstensuppe und die Bündner Nusstorte. Leckermäulchen kommen in Graubünden definitiv auf ihre Kosten. Daher lohnt sich ein Besuch der verschiedenen lokalen Restaurants, auch wenn man sich sonst in seinem eigenen Ferienhaus Graubünden selbst versorgt.

Eindrucksvolle Naturpanoramen und vielfältige Aktivitäten

Neben den kulinarischen Highlights der Region stehen aber vor allem die Natur und die damit verbundenen Aktivitäten im Vordergrund. Die Bergkulisse des in den Alpen gelegenen Kantons ist sensationell, viele Gipfel überschreiten die 4000-er Marke. Es gibt über 600 kristallklare Bergseen, die zwischen Tälern und Gipfel in der Sonne glitzern.

Die Wanderwege sind gut ausgebaut, insgesamt beträgt das Streckennetz über 10.000 Kilometer und es gibt Routen für jeden Schwierigkeitsgrad. Höhepunkte sind zum Beispiel die Wanderung zum Tomasee oder zur Quelle des Rheins, der hier entspringt und anschließend seinen 1230 Kilometer langen Lauf durch Deutschland und die Niederlande nimmt.

Eine anspruchsvolle Wanderstrecke geht über Macun, durch hochalpines Gelände, vorbei an 23 kleinen Bergseen.

Neben naturbelassenen Wanderstrecken bietet Graubünden zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten wie Klöster, Kirchen und Burgen, die natürlich auch klasse zu bewandern sind. Darunter das Benediktinerinnenkloster St. Johann in Müstair, das Dorf Soglio und die Kirche von Zillis.

Wellness und Entspannung kommen in Graubünden definitiv nicht zu kurz. Das Kloster Davos ist einer der bekanntesten Kurorte, welcher sich die Heilwirkung der Höhenlage zu Nutze macht. Weitere erstklassige Wellnesshotels befinden sich in Scuol, Flims, Vals, Andeer, Alvaneu und in vielen anderen Bündner Ferienorten. Die Bündner Bäder sind weltbekannt. Das Tolle an einem Wellnessaufenthalt ist, dass dieser ganzjährig möglich ist. Es gibt übrigens auch das ein oder andere Ferienhaus Graubünden, welches zahlreiche Wellness-Annehmlichkeiten, wie eine Privatsauna oder einen Whirlpool anbietet.

In der Wintersaison zieht Graubünden Schneehasen und Pistenliebhaber magisch an. Auf über 7100 Quadratkilometern gibt es Pisten und Funparks, die Spaß im Schnee für jede Zielgruppe und jeden Schwierigkeitsgrad bieten. Das Skigebiet Flumserberg (mehr als 65 Pistenkilometer!) ist eines der beliebtesten und größten Skigebiete der Region, gefolgt von Davos-Parsenn, welches das älteste Skigebiet der Schweiz ist. Überhaupt hat Graubünden eine langjährige Tourismustradition, bereits 1865 wurde hier neben Fremdenverkehr im Sommer auch der Wintertourismus eingeführt. Die Bündner sind sozusagen echte Pioniere in der Materie.

Ein letztes “Schmankerl”, welches man nur wärmstens empfehlen kann, ist eine Reise mit der Bahn durch den Kanton Graubünden. Der Bernina Express und der Glaciar Express verbinden die wichtigsten Orte des Kantons (Chur, Davos und St. Moritz) und bieten dabei ein atemberaubendes Panorama. An Bord kann man sich mit Snacks und Speisen verwöhnen lassen. Diese Bahnreisen sind besonders bei Familien und Paaren beliebt.

Graubünden ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert – der Berg ruft!

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