Sind getrocknete Früchte (Trockenobst) gesund?

Getrocknete Früchte sind längst fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, doch sie spalten oft die Meinungen. Während viele in Trockenobst eine praktische Vitaminquelle und einen gesunden Snack für zwischendurch sehen, warnen andere vor zu viel Zucker und Kalorien. Die Frage, ob Trockenfrüchte wirklich gesund sind, ist also berechtigt – und die Antwort ist, wie so oft beim Thema Ernährung, nicht einfach schwarz oder weiß. In diesem Artikel tauche ich mit Dir tief in die Welt der getrockneten Früchte ein und erkläre, welche Vorteile und möglichen Nachteile sie bieten, wie Du sie am besten in Deinen Alltag integrierst und worauf Du beim Kauf achten solltest.
Du erfährst außerdem, welche Nährstoffe in Trockenobst stecken, wie sie im Vergleich zu frischen Früchten abschneiden, ob sie beim Abnehmen helfen oder Dich gar vom gesunden Weg abbringen können. Und natürlich werfen wir auch einen Blick darauf, wie Du Trockenobst am besten aufbewahrst und was für verschiedene Sorten es überhaupt gibt. Am Ende findest Du eine übersichtliche Tabelle zu den wichtigsten getrockneten Früchten und ihren Eigenschaften. Lass uns gemeinsam herausfinden, ob und wie Trockenobst ein Teil Deiner gesunden Ernährung werden kann.

Sind getrocknete Früchte (Trockenobst) gesund?
Sind getrocknete Früchte (Trockenobst) gesund?

1. Was versteht man unter getrockneten Früchten?

Getrocknete Früchte, oft auch als Trockenobst bezeichnet, sind Früchte, denen durch verschiedene Verfahren ein Großteil ihres Wassers entzogen wurde. Dadurch werden sie deutlich haltbarer als frisches Obst und erhalten eine ganz eigene, konzentrierte Süße. Typische Beispiele sind Rosinen, Datteln, Feigen, Aprikosen oder getrocknete Äpfel. Der Prozess des Trocknens kann sowohl traditionell an der Sonne als auch industriell durch warme Luft oder spezielle Trocknungsanlagen erfolgen.
Durch das Entziehen des Wassers wird das Volumen der Früchte stark reduziert, weshalb Trockenobst auf den ersten Blick oft unscheinbar wirkt. Doch in diesen kleinen Portionen steckt geballte Nährstoffpower. Es handelt sich nicht einfach um ein „verkleinertes“ Stück Obst, sondern um eine konzentrierte Form, bei der Vitamine, Mineralstoffe und Zucker auf kleinerem Raum vorhanden sind. Das macht getrocknete Früchte zu einem praktischen Snack für unterwegs, aber auch zu einem beliebten Zusatz in Müslis, Backwaren oder Joghurts. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch im Nährstoffprofil. Während einige besonders reich an Eisen oder Kalium sind, glänzen andere durch viele Antioxidantien oder Ballaststoffe.
Allerdings solltest Du bei Trockenobst nicht vergessen, dass durch die Konzentration auch Kalorien und Zucker pro Portion höher ausfallen als bei frischem Obst. Das macht einen bewussten Umgang wichtig, damit aus dem gesunden Snack nicht schnell ein versteckter Dickmacher wird.

2. Wie werden Früchte getrocknet?

Es gibt verschiedene Methoden, Früchte zu trocknen, und jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die älteste und natürlichste Methode ist das Trocknen in der Sonne. Hier werden die Früchte auf großen Flächen ausgebreitet und das Wasser entweicht durch die Wärme und den Wind. Diese Methode ist besonders energieeffizient, benötigt aber viel Platz, Zeit und stabile Wetterbedingungen.
In industriellen Prozessen kommen meist Heißlufttrockner zum Einsatz. Die Früchte werden in speziellen Kammern oder auf Förderbändern bei kontrollierter Temperatur und Luftzirkulation getrocknet. Dadurch ist der Prozess schneller und gleichmäßiger, und das Produkt ist hygienisch sicherer. Es gibt auch die Gefriertrocknung, bei der das Wasser unter Vakuum und niedrigen Temperaturen entzogen wird – diese Methode ist besonders schonend, da viele hitzeempfindliche Vitamine besser erhalten bleiben.
Für den Hausgebrauch kannst Du Früchte auch im Backofen oder mit speziellen Dörrautomaten trocknen. Hier kannst Du selbst bestimmen, welche Früchte Du verwendest und ob Du auf Zusatzstoffe verzichtest. Allerdings erfordert dies Zeit und ein wenig Übung, um die richtige Konsistenz zu erreichen. Bei allen Methoden gilt: Je schonender die Trocknung, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten.
Industriell hergestelltes Trockenobst wird häufig noch mit Konservierungsmitteln, Zucker oder Schwefel behandelt, um Farbe und Haltbarkeit zu verbessern. Wenn Du Wert auf eine möglichst natürliche Ernährung legst, lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste oder das Ausprobieren von selbstgemachtem Trockenobst.

3. Nährstoffgehalt von Trockenobst

Getrocknete Früchte sind echte Nährstoffpakete, denn durch das Entfernen des Wassers steigt die Konzentration der Inhaltsstoffe pro Gramm deutlich an. So enthalten sie im Vergleich zu frischem Obst deutlich mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe auf kleinerem Raum. Das macht Trockenobst zu einer wertvollen Ergänzung in Deiner Ernährung, wenn Du bewusst mit der Menge umgehst.
Allerdings ist es wichtig, dass Du Dir darüber im Klaren bist, dass auch der Zuckergehalt pro Portion ansteigt. Ein paar Datteln oder Feigen liefern schnell so viele Kalorien und Zucker wie eine große Portion frisches Obst. Trotzdem bringt das konzentrierte Obst viele Vorteile mit sich: Der hohe Ballaststoffgehalt kann die Verdauung fördern und Dich lange satt machen. Die enthaltenen Vitamine – vor allem B-Vitamine, Vitamin A und bestimmte Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Magnesium – bleiben zum Großteil erhalten und können einen wichtigen Beitrag zu Deiner Nährstoffversorgung leisten.
Auch die enthaltenen Antioxidantien sind oft höher konzentriert als in frischen Früchten. Sie schützen Deinen Körper vor schädlichen freien Radikalen und können zur Vorbeugung vieler Krankheiten beitragen. Durch die hohe Energiedichte eignen sich Trockenfrüchte zudem als schneller Energiespender, zum Beispiel beim Sport oder auf Reisen.
Damit Trockenobst ein gesunder Snack bleibt, solltest Du auf die Qualität achten. Entscheide Dich für naturbelassene Produkte ohne zusätzlichen Zucker und Zusatzstoffe, um die gesundheitlichen Vorteile bestmöglich zu nutzen.

4. Vitamine und Mineralstoffe im Vergleich zu frischem Obst

Im Vergleich zu frischem Obst verändert sich das Nährstoffprofil beim Trocknen zum Teil erheblich. Einige Vitamine, wie das hitzeempfindliche Vitamin C, gehen durch den Trocknungsprozess verloren oder werden stark reduziert. Dafür sind andere Nährstoffe, wie Vitamin A, Vitamin K oder viele B-Vitamine, relativ stabil und bleiben zu einem großen Teil erhalten.
Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen oder Zink sind in getrockneten Früchten sogar oft in noch höheren Konzentrationen enthalten als im frischen Pendant – eben weil sie durch den Wasserentzug konzentriert vorliegen. Besonders Rosinen, Aprikosen, Feigen oder Datteln sind daher gute Quellen für diese Mineralstoffe und können so einen wertvollen Beitrag zur Deckung Deines täglichen Bedarfs leisten.
Allerdings solltest Du berücksichtigen, dass die hohe Konzentration nicht bedeutet, dass Du unbegrenzt viel Trockenobst essen solltest. Die Mengenverhältnisse pro Portion machen den Unterschied. Bei einer typischen Portion Trockenfrüchte nimmst Du schnell mehr Zucker und Kalorien auf, als es beim Verzehr von frischem Obst der Fall wäre.
Insgesamt bieten Trockenfrüchte eine konzentrierte Dosis wichtiger Nährstoffe, auch wenn einige Vitamine wie Vitamin C leiden. Durch den regelmäßigen, aber bewussten Genuss kannst Du trotzdem von vielen Vorteilen profitieren, solange Du die Balance mit anderen frischen Lebensmitteln hältst.

5. Ballaststoffe in Trockenfrüchten

Trockenobst ist besonders reich an Ballaststoffen, die eine entscheidende Rolle für Deine Gesundheit spielen. Ballaststoffe sorgen nicht nur für eine gesunde Verdauung, sondern halten auch lange satt und helfen dabei, Blutzuckerspitzen zu vermeiden. Viele getrocknete Früchte – wie Feigen, Datteln oder Pflaumen – enthalten pro Portion deutlich mehr Ballaststoffe als ihr frisches Pendant.
Das liegt daran, dass Ballaststoffe beim Trocknen erhalten bleiben und durch das Entziehen des Wassers auf kleinerem Raum konzentriert werden. Schon eine kleine Portion Trockenfrüchte kann Dir also helfen, Deinen täglichen Bedarf an Ballaststoffen zu decken. Das ist besonders für Menschen wichtig, die wenig Gemüse oder Vollkornprodukte essen, denn Ballaststoffe unterstützen eine gesunde Darmflora, fördern die Verdauung und können sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
Ein weiterer Vorteil: Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Zucker aus dem Trockenobst langsamer ins Blut übergehen, was zu einer gleichmäßigeren Energieversorgung beiträgt. Trotzdem solltest Du aufpassen, wie viel Trockenfrüchte Du isst, da zu viele Ballaststoffe auf einmal zu Verdauungsbeschwerden führen können.
Wenn Du Trockenfrüchte in Deinen Speiseplan integrierst, tust Du Deiner Verdauung einen großen Gefallen – vor allem, wenn Du sie regelmäßig in Maßen genießt. Besonders praktisch sind sie als ballaststoffreicher Snack für unterwegs oder als Zusatz im Müsli und Joghurt.

6. Der Zuckergehalt – Chance oder Risiko?

Ein zentraler Punkt in der Diskussion um die Gesundheit von Trockenobst ist der hohe Zuckergehalt. Während in frischen Früchten der Zucker durch das Wasser verdünnt wird, ist er in getrockneten Früchten auf kleinem Raum konzentriert. Das bedeutet, dass Du mit einer Handvoll Rosinen, Datteln oder Aprikosen schnell so viel Zucker aufnimmst wie mit mehreren Stücken frischem Obst.
Allerdings handelt es sich bei diesem Zucker vor allem um natürlichen Fruchtzucker (Fruktose und Glukose). Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker liefern Dir Trockenfrüchte gleichzeitig viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Dennoch kann zu viel Zucker – auch aus natürlichen Quellen – problematisch sein, vor allem für Menschen mit Übergewicht, Diabetes oder empfindlichem Blutzucker.
Ein weiteres Problem ist, dass industriell hergestelltes Trockenobst häufig noch zusätzlich gezuckert wird. Diese Produkte solltest Du möglichst meiden, da sie den Zucker- und Kaloriengehalt unnötig erhöhen. Greife lieber zu ungesüßten, naturbelassenen Trockenfrüchten, um die Vorteile ohne unnötige Risiken zu genießen.
Insgesamt gilt: Der Zucker in Trockenobst ist kein Grund zur Panik, solange Du es maßvoll genießt und auf Qualität achtest. Besonders als Energiespender beim Sport oder bei langen Wanderungen sind Trockenfrüchte unschlagbar – zu Hause auf dem Sofa solltest Du jedoch nicht die ganze Tüte auf einmal verputzen.

7. Kalorienbilanz: Dickmacher oder Fitness-Snack?

Die hohe Energiedichte ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits sind Trockenfrüchte eine praktische Energiequelle, die Dir beim Sport, auf Reisen oder im stressigen Alltag schnell Power liefert. Andererseits enthalten sie pro Gramm deutlich mehr Kalorien als frisches Obst – was bei übermäßigem Verzehr schnell zu einer unerwünschten Gewichtszunahme führen kann.
Eine Handvoll getrocknete Aprikosen, Feigen oder Datteln enthält oft so viele Kalorien wie ein mittelgroßer Apfel, nimmt aber nur einen Bruchteil des Platzes in Deiner Hand ein. Das kann dazu verleiten, zu viel zu essen, da das Sättigungsgefühl erst verzögert einsetzt.
Trotzdem muss Trockenobst kein Dickmacher sein, wenn Du bewusst damit umgehst. Wer regelmäßig Sport treibt oder einen aktiven Alltag hat, profitiert von der schnellen Energie. Besonders Ausdauersportler oder Menschen, die auf lange Wanderungen gehen, schwören auf Trockenobst als natürlichen „Energieriegel“.
Achte darauf, Trockenfrüchte in Maßen und idealerweise zusammen mit Nüssen oder Joghurt zu genießen, um das Sättigungsgefühl zu verlängern und die Blutzuckerantwort abzumildern. Wenn Du abnehmen möchtest oder auf Deine Kalorienzufuhr achtest, solltest Du die Portionsgrößen im Blick behalten und Trockenfrüchte eher als besondere Zutat statt als Hauptsnack einsetzen.

8. Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe

Ein oft unterschätzter Vorteil von Trockenfrüchten sind die hohen Mengen an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Diese Substanzen sind wichtig, um Deinen Körper vor oxidativem Stress zu schützen, der durch freie Radikale entsteht und eine Rolle bei der Entstehung vieler Krankheiten spielen kann.
Trockenfrüchte wie Pflaumen, Aprikosen, Rosinen und Feigen enthalten zahlreiche Polyphenole, Flavonoide und andere Antioxidantien. Viele Studien zeigen, dass diese Stoffe zur Gesundheit von Herz und Gefäßen beitragen, Entzündungen hemmen und sogar das Risiko für bestimmte Krebsarten senken können.
Der Gehalt an Antioxidantien bleibt beim Trocknen erstaunlich gut erhalten oder wird sogar erhöht, da die Stoffe durch den Wasserentzug konzentrierter vorliegen. Besonders getrocknete Pflaumen und Rosinen punkten mit einer hohen antioxidativen Kapazität, die sie zu echten Superfoods macht.
Wenn Du regelmäßig Trockenobst in Deine Ernährung einbaust, kannst Du von diesen schützenden Pflanzenstoffen profitieren – vorausgesetzt, Du wählst naturbelassene, ungesüßte Produkte. Besonders in Kombination mit anderen bunten Lebensmitteln sorgen sie für eine ausgewogene Versorgung und unterstützen Deine Gesundheit auf natürliche Weise.

9. Wirkung von Trockenobst auf die Verdauung

Trockenfrüchte sind bekannt für ihre verdauungsfördernden Eigenschaften. Schon ein paar getrocknete Pflaumen oder Feigen können wahre Wunder wirken, wenn Deine Verdauung träge ist. Das liegt vor allem am hohen Gehalt an Ballaststoffen und bestimmten Zuckerarten wie Sorbit, die im Darm Wasser binden und so die Darmbewegung anregen.
Auch für Menschen mit einem empfindlichen Magen sind Trockenfrüchte eine sanfte Möglichkeit, die Verdauung zu unterstützen – allerdings solltest Du langsam damit anfangen, um den Körper daran zu gewöhnen. Zu viele Ballaststoffe auf einmal können nämlich zu Blähungen oder Bauchschmerzen führen.
Ein weiterer positiver Effekt: Durch den regelmäßigen Verzehr von Trockenobst kannst Du die Darmflora unterstützen, da Ballaststoffe als „Futter“ für gute Darmbakterien dienen. Besonders getrocknete Feigen, Pflaumen und Aprikosen eignen sich als sanfte Helfer, wenn es mal nicht so rund läuft.
Achte darauf, ausreichend Wasser zu trinken, wenn Du viele Trockenfrüchte isst – so kann der Körper die Ballaststoffe optimal verwerten und Du profitierst am meisten von den positiven Effekten auf die Verdauung.

10. Trockenfrüchte und Abnehmen: Hilfe oder Hindernis?

Ob Trockenobst beim Abnehmen hilft oder eher ein Hindernis darstellt, hängt stark von Deinem Essverhalten ab. Auf der einen Seite liefern Trockenfrüchte wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die Dich lange satt machen und Heißhungerattacken vorbeugen können. Sie sind eine gesündere Alternative zu vielen Süßigkeiten und helfen Dir, den Wunsch nach Süßem auf natürliche Weise zu stillen.
Auf der anderen Seite ist die hohe Kaloriendichte ein Faktor, den Du beim Abnehmen nicht unterschätzen darfst. Die kleinen Portionen machen es leicht, zu viel zu essen – und so kann Trockenobst schnell zur „Kalorienfalle“ werden, wenn Du die Menge nicht kontrollierst.
Der Schlüssel liegt im bewussten Genuss: Verwende Trockenfrüchte als Zutat im Müsli, im Joghurt oder als Teil eines ausgewogenen Snacks zusammen mit Nüssen oder Kernen. Sie helfen Dir, Dich länger satt zu fühlen und liefern wichtige Nährstoffe, die gerade bei Diäten oft zu kurz kommen.
Achte jedoch darauf, ungesüßtes und naturbelassenes Trockenobst zu wählen und Deine Portionen im Blick zu behalten. Dann können Trockenfrüchte durchaus ein Baustein einer gesunden und figurbewussten Ernährung sein.

11. Die besten Trockenfrüchte für eine gesunde Ernährung

Nicht alle Trockenfrüchte sind gleich gesund – einige Sorten stechen durch ihren Nährstoffgehalt besonders hervor. Getrocknete Aprikosen sind zum Beispiel echte Eisen- und Kaliumbomben und liefern Dir eine Extraportion Vitamin A. Feigen sind reich an Kalzium, Magnesium und Ballaststoffen und unterstützen so Deine Knochengesundheit und Verdauung.
Datteln punkten mit vielen Mineralstoffen und ihrem intensiven, karamelligen Geschmack, während Rosinen zu den besten Eisenlieferanten unter den Trockenfrüchten gehören. Getrocknete Pflaumen sind besonders beliebt bei Menschen, die ihre Verdauung ankurbeln möchten – sie enthalten viel Sorbit und Ballaststoffe, die sanft wirken.
Neben diesen Klassikern gibt es mittlerweile auch exotischere Sorten wie getrocknete Mango, Ananas oder Cranberries. Sie bringen Abwechslung in Deinen Speiseplan, liefern aber oft weniger Ballaststoffe und sind manchmal zusätzlich gezuckert.
Die besten Trockenfrüchte für Deine Gesundheit sind naturbelassen, ungesüßt und möglichst in Bio-Qualität. So vermeidest Du unnötige Zusatzstoffe und profitierst am meisten von den wertvollen Nährstoffen, die in den kleinen Früchtchen stecken.

12. Worauf solltest Du beim Kauf achten?

Beim Einkauf von Trockenobst gibt es große Unterschiede in der Qualität. Am

gesündesten sind ungesüßte, naturbelassene Trockenfrüchte ohne zusätzliche Konservierungsstoffe oder Schwefel. Leider werden viele Trockenfrüchte industriell nachgezuckert, geschwefelt oder mit Öl behandelt, um Aussehen und Haltbarkeit zu verbessern.
Achte beim Kauf auf die Zutatenliste: Steht dort nur die jeweilige Frucht, ist das ein gutes Zeichen. Vermeide Produkte mit Zuckerzusatz, Sirupen oder künstlichen Aromen. Auch auf geschwefelte Produkte solltest Du, wenn möglich, verzichten – besonders, wenn Du empfindlich auf Schwefelverbindungen reagierst oder Wert auf eine naturbelassene Ernährung legst.
Bio-Trockenfrüchte sind oft frei von Zusatzstoffen und werden schonend verarbeitet. Sie sind etwas teurer, bieten Dir aber meist ein besseres Nährstoffprofil und einen natürlicheren Geschmack. Am besten ist es natürlich, wenn Du Trockenfrüchte selbst herstellst – dann weißt Du genau, was drin ist.
Insgesamt gilt: Je natürlicher das Produkt, desto besser für Deine Gesundheit. Ein genauer Blick auf die Verpackung hilft Dir, hochwertige Trockenfrüchte zu erkennen und versteckte Zuckerfallen zu vermeiden.

13. Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

So gesund Trockenfrüchte auch sind, gibt es einige Risiken und Nebenwirkungen, die Du nicht außer Acht lassen solltest. Der hohe Zuckergehalt kann für Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz problematisch sein, da Trockenobst den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lässt. Auch für Kinder sollte Trockenobst nur in Maßen angeboten werden, da sie sonst leicht zu viele Kalorien und Zucker aufnehmen.
Bei empfindlichen Personen kann ein übermäßiger Verzehr von Trockenfrüchten zu Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen führen – insbesondere, wenn der Körper nicht an die vielen Ballaststoffe gewöhnt ist.
Manche Menschen reagieren auf Schwefelverbindungen, die als Konservierungsmittel zugesetzt werden, mit Kopfschmerzen, allergischen Reaktionen oder Magenproblemen. Hier helfen ungeschwefelte Bio-Produkte oder das eigene Dörren zu Hause.
Zudem besteht die Gefahr, sich an den kleinen, klebrigen Früchten buchstäblich „festzubeißen“: Sie bleiben leicht an den Zähnen haften und können das Kariesrisiko erhöhen. Eine gute Zahnpflege und das Trinken von Wasser nach dem Genuss sind empfehlenswert.
Solange Du Trockenfrüchte in Maßen genießt und auf Qualität achtest, ist das Risiko für Nebenwirkungen gering – genieße sie als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung.

14. Tipps für die Lagerung und Haltbarkeit

Damit Deine Trockenfrüchte lange frisch und aromatisch bleiben, ist die richtige Lagerung entscheidend. Am besten bewahrst Du sie in luftdichten Behältern an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf. So verhinderst Du, dass sie Feuchtigkeit ziehen, schimmeln oder ihr Aroma verlieren.
Nach dem Öffnen solltest Du die Packung gut verschließen oder den Inhalt in ein Schraubglas oder eine Dose umfüllen. Lagere Trockenfrüchte nie direkt neben stark riechenden Lebensmitteln, da sie leicht fremde Gerüche annehmen können. Im Kühlschrank müssen Trockenfrüchte in der Regel nicht aufbewahrt werden, es sei denn, Du hast sie selbst hergestellt und möchtest sie besonders lange haltbar machen.
Kontrolliere regelmäßig, ob sich Feuchtigkeit oder Schimmel in der Verpackung gebildet hat. Trockenfrüchte sind zwar lange haltbar, sollten aber nach dem Öffnen innerhalb von ein bis zwei Monaten aufgebraucht werden, um das beste Aroma und die volle Nährstoffpower zu genießen.
Durch die richtige Lagerung kannst Du sicherstellen, dass Dein Trockenobst nicht nur lecker, sondern auch gesund bleibt und Du jederzeit auf einen schnellen, natürlichen Snack zurückgreifen kannst.

15. Fazit: Wie gesund sind getrocknete Früchte wirklich?

Getrocknete Früchte sind eine wertvolle Ergänzung für Deinen Speiseplan – vorausgesetzt, Du gehst bewusst mit ihnen um. Sie punkten mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und Antioxidantien, die auf kleinem Raum gebündelt sind. Besonders als Snack für unterwegs, als Zutat im Müsli oder als gesunde Alternative zu Süßigkeiten bieten sie Dir viele Vorteile.
Doch wie bei allen Lebensmitteln gilt: Die Dosis macht das Gift. Trockenfrüchte enthalten viel Zucker und Kalorien, die bei übermäßigem Verzehr zum Problem werden können. Auch auf Zusatzstoffe, Schwefel und zugesetzten Zucker solltest Du achten, um das Beste für Deine Gesundheit herauszuholen.
Wenn Du naturbelassene, ungesüßte Trockenfrüchte wählst, sie in Maßen genießt und in eine abwechslungsreiche Ernährung integrierst, bist Du auf der sicheren Seite. So profitierst Du von den positiven Effekten auf Deine Verdauung, Deine Nährstoffversorgung und Dein Wohlbefinden – ohne unangenehme Nebenwirkungen. Trockenfrüchte sind also nicht per se gesund oder ungesund, sondern eine Frage des richtigen Umgangs. Genieße sie achtsam und mit Genuss – dann sind sie ein echter Gewinn für Deine Ernährung!

16. Tabelle: Getrocknete Früchte im Überblick

Hier findest Du eine ausführliche Tabelle mit 60 gängigen getrockneten Früchten in alphabetischer Reihenfolge, jeweils mit Durchschnittswerten zu Energie, Zucker, Ballaststoffen, wichtigen Nährstoffen und Besonderheiten.

Frucht Energie (kcal/100g) Zucker (g/100g) Ballaststoffe (g/100g) Wichtige Nährstoffe Besonderheiten
Acerolakirsche 325 40 8,0 Vitamin C, Provitamin A Sehr viel Vitamin C
Amla (Indische Stachelbeere) 350 41 17,0 Vitamin C, Antioxidantien Ayurveda, sehr vitaminreich
Ananas 322 66 5,2 Vitamin C, Bromelain Häufig gezuckert, exotisch
Apfelringe 243 57 10,7 Kalium, Vitamin C Viel Ballaststoffe, Vitamin C
Aprikosen 241 53 7,3 Vitamin A, Kalium, Eisen Viel Kalium, Eisen, Vitamin A
Aroniabeeren 340 49 17,0 Vitamin C, Antioxidantien Sehr antioxidantienreich
Baobab-Frucht 270 34 50,0 Vitamin C, Kalzium, Magnesium Extrem ballaststoffreich
Bananen 290 58 7,5 Kalium, Magnesium, Vitamin B6 Besonders kaliumreich
Birnen 272 55 7,5 Kalium, Vitamin C Sanft zur Verdauung
Boysenbeeren 320 56 7,5 Vitamin C, Ballaststoffe Kreuzung aus Brom-/Himbeere
Brombeeren 320 55 8,7 Vitamin C, Kalium, Antioxidantien Besonders viele Ballaststoffe
Cranberries (ungesüßt) 325 60 5,3 Vitamin C, Antioxidantien Oft gezuckert erhältlich
Datteln 282 63 8,7 Magnesium, Kalium, B-Vitamine Besonders energiereich, süß
Drachenfrucht 260 50 7,0 Vitamin C, Eisen Farbig und exotisch
Durian 285 50 6,0 Vitamin C, Kalium Sehr aromatisch, selten getrocknet
Erdbeeren 357 56 8,0 Vitamin C, Eisen Meist gefriergetrocknet
Feigen 249 58 9,6 Kalzium, Magnesium, Eisen Sehr ballaststoffreich
Feijoa 310 60 6,2 Vitamin C, Ballaststoffe Wenig verbreitet, exotisch
Goji-Beeren 349 46 13,0 Vitamin C, Eisen, Antioxidantien Sehr ballaststoffreich, Superfood
Guave 320 60 7,0 Vitamin C, Ballaststoffe Exotisch, reich an Vitamin C
Hagebutte 240 38 24,0 Vitamin C, Beta-Carotin Extrem ballaststoffreich
Heidelbeeren 363 60 7,7 Vitamin C, K, Antioxidantien Sehr antioxidantienreich
Himbeeren 355 58 10,7 Vitamin C, Mangan Viel Ballaststoffe
Jackfruit 315 60 6,0 Vitamin C, Kalium Oft gezuckert
Johannisbeeren (rot) 335 57 6,2 Vitamin C, Kalium Sauer, vitaminreich
Johannisbeeren (schwarz) 335 50 10,0 Vitamin C, Eisen, Kalium Besonders vitaminreich
Johannisbrot (Carob) 222 49 39,8 Kalzium, Magnesium Sehr ballaststoffreich
Kaki/Persimon 274 55 8,0 Vitamin A, C, Kalium Süß, weich
Kirschen 327 68 4,5 Vitamin C, Eisen Sehr süß, oft gezuckert
Kiwi 325 63 6,8 Vitamin C, E Oft gezuckert, exotisch
Korinthen 287 64 6,0 Eisen, Kalium, Antioxidantien Kleine, dunkle Rosinen
Kornelkirschen 284 54 7,2 Vitamin C, Kalium Osteuropäische Spezialität
Loganbeeren 360 61 7,0 Vitamin C, Ballaststoffe Kreuzung aus Brombeere/Himbeere
Longan 283 57 4,9 Vitamin C, Kupfer Chinesische Trockenfrucht
Lychee 325 64 5,0 Vitamin C, Kupfer Süß und exotisch
Maulbeeren (schwarz) 341 53 10,3 Vitamin C, Eisen, Kalium Viel Eisen, Vitamin C
Maulbeeren (weiß) 340 50 10,0 Vitamin C, Eisen Sehr ballaststoffreich
Mango 319 62 5,6 Vitamin A, C, Kalium Exotisch, oft gezuckert
Mangostan 280 49 5,0 Vitamin C, Xanthone Exotisch, selten als Trockenfrucht
Mispeln 280 53 7,0 Vitamin C, Kalium Selten, mild süß
Moltebeeren 299 53 8,3 Vitamin C, Eisen Nordische Spezialität
Papaya 323 66 6,0 Vitamin C, Beta-Carotin Häufig gezuckert
Pfirsiche 250 52 8,5 Vitamin A, Kalium Sanft süß, reich an Vitamin A
Pflaumen 229 38 7,1 Kalium, Vitamin K, B-Vitamine Verdauungsfördernd
Physalis 325 58 7,5 Vitamin C, Eisen Exotisch, leicht säuerlich
Quitten 250 52 10,0 Kalium, Eisen Oft als Würfel getrocknet
Rambutan 280 54 5,0 Vitamin C, Kalium Exotisch, süß
Rosinen 299 59 6,8 Eisen, Kalium, Vitamin B6 Viel Eisen und Antioxidantien
Sanddorn 370 37 12,0 Vitamin C, E, Beta-Carotin Sehr vitaminreich
Schlehen 290 51 9,5 Vitamin C, Ballaststoffe Herbe Wildfrucht
Sultanas 301 61 7,1 Eisen, Kalium, B-Vitamine Süße Rosinensorte
Sultaninen 297 61 6,7 Kalium, Eisen Rosinenart, süß
Sternfrucht (Carambola) 320 62 6,0 Vitamin C, Antioxidantien Exotisch, oft gezuckert
Stachelbeeren 285 48 7,5 Vitamin C, Kalium Mild säuerlich
Szechuan-Pfefferbeeren 220 37 12,0 Vitamin C, Antioxidantien Eigentlich Gewürz, aber getrocknet
Tamarinde 239 57 5,1 Kalium, Magnesium Sauer-süß, asiatische Küche
Weißdornbeeren 340 50 6,0 Flavonoide, Antioxidantien Für Tee und Heilmittel
Ziziphus (Jujube) 280 55 8,0 Vitamin C, Kalium Süß, traditionell in Asien
Zwetschgen 235 37 7,2 Kalium, Vitamin K Ähnlich wie Pflaumen

 

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