Sommerhitze gelassen und gesund überstehen

Hohe Temperaturen können Dir im Sommer nicht nur die gute Laune verderben, sondern auch Deinen Kreislauf, Deine Konzentration und Deinen Schlaf belasten. Besonders während mehrerer heißer Tage und warmer Nächte bekommt der Körper kaum Gelegenheit, sich vollständig zu erholen. Trotzdem musst Du Dich einer Hitzewelle nicht hilflos ausgeliefert fühlen. Schon einfache Anpassungen im Tagesablauf helfen Dir, die Sommerhitze gelassener und gesünder zu überstehen. Entscheidend ist, dass Du frühzeitig reagierst und nicht erst wartest, bis Kopfschmerzen, Schwindel oder starke Erschöpfung auftreten. Ausreichendes Trinken, leichte Mahlzeiten, ein gut geschützter Wohnraum und bewusst eingelegte Ruhephasen gehören ebenso dazu wie passende Kleidung und wirksamer Sonnenschutz. Auch Sport, Einkäufe und anstrengende Arbeiten lassen sich so planen, dass sie möglichst nicht in die heißesten Stunden fallen. Gleichzeitig solltest Du auf Menschen in Deinem Umfeld achten, die Hitze schlechter ausgleichen können, beispielsweise ältere Personen, Pflegebedürftige, kleine Kinder oder Menschen mit chronischen Erkrankungen. Mit einer ruhigen Tagesstruktur, realistischen Erwartungen und einigen praktischen Gewohnheiten kannst Du Deinen Körper entlasten, Deine Wohnung angenehmer halten und auch längere Hitzeperioden besser bewältigen.

Sommerhitze gelassen und gesund überstehen

Sommerhitze gelassen und gesund überstehen

Inhaltsverzeichnis

  1. Sommerhitze frühzeitig ernst nehmen
  2. Genügend und regelmäßig trinken
  3. Leicht essen und den Kreislauf entlasten
  4. Den Tagesablauf an hohe Temperaturen anpassen
  5. Die Wohnung möglichst kühl halten
  6. Körper und Haut schonend abkühlen
  7. Kleidung und Sonnenschutz richtig auswählen
  8. Bewegung und Sport bei Hitze anpassen
  9. Erholsamer schlafen trotz warmer Nächte
  10. Warnzeichen von Hitzebelastung erkennen
  11. Besonders gefährdete Menschen unterstützen
  12. Gelassen bleiben und mentale Belastung reduzieren
  13. Fazit – Mit guter Vorbereitung gesund durch die Hitze
  14. FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet
  15. Tabelle: Maßnahmen gegen Sommerhitze im Überblick

1. Sommerhitze frühzeitig ernst nehmen

Sommerhitze wird häufig erst dann als gesundheitliches Problem wahrgenommen, wenn sich deutliche Beschwerden zeigen. Dabei beginnt die Belastung oft schon früher. Dein Körper versucht, seine Temperatur vor allem durch verstärkte Hautdurchblutung und Schwitzen zu regulieren. Dadurch verliert er Flüssigkeit und Mineralstoffe, während das Herz-Kreislauf-System stärker arbeiten muss. Anhaltende Tageshitze und Nächte ohne deutliche Abkühlung können diese Belastung verstärken, weil wichtige Erholungsphasen fehlen. Laut dem Bundesgesundheitsportal steigt das gesundheitliche Risiko besonders, wenn Temperaturen von mindestens 30 Grad am Tag und 20 Grad in der Nacht mehrere Tage anhalten. Bereits bei hohen Raumtemperaturen oder spürbar eingeschränktem Wohlbefinden solltest Du Gegenmaßnahmen ergreifen. (Gesundheitsportal) Beobachte deshalb Wettervorhersage, Hitzewarnungen und die Temperatur in Deiner Wohnung. Bereite Getränke vor, verschatte Deine Räume rechtzeitig und verschiebe anstrengende Termine. Je früher Du Deinen Tagesablauf anpasst, desto leichter kann Dein Körper mit der Wärme umgehen. Gelassenheit bedeutet dabei nicht, die Hitze zu ignorieren, sondern bewusst und vorausschauend auf sie zu reagieren.

2. Genügend und regelmäßig trinken

Ausreichendes Trinken ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um Sommerhitze gesund zu überstehen. Warte nicht ausschließlich auf starken Durst, denn dieser kann besonders bei älteren Menschen verspätet oder nur schwach auftreten. Trinke lieber regelmäßig kleinere Mengen über den gesamten Tag verteilt. Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Saftschorlen sind gut geeignet. Stelle Dir morgens Getränke sichtbar bereit und nimm unterwegs immer eine Flasche mit. Sehr eiskalte Getränke sind nicht grundsätzlich verboten, können aber bei empfindlichem Magen unangenehm sein. Getränke in kühler oder zimmerwarmer Temperatur werden häufig besser vertragen. Alkohol eignet sich nicht als Durstlöscher, weil er unter anderem die Blutgefäße erweitert und Kreislaufprobleme begünstigen kann. (BZgA) Auch große Mengen stark koffeinhaltiger Getränke solltest Du nicht als einzige Flüssigkeitsquelle nutzen. Wie viel Du benötigst, hängt von Körpergröße, Aktivität, Ernährung, Erkrankungen und Medikamenten ab. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten ihre Trinkmenge ärztlich abstimmen, da pauschal sehr große Mengen für sie ungeeignet sein können.

3. Leicht essen und den Kreislauf entlasten

Schwere und sehr üppige Mahlzeiten können Dich bei Hitze zusätzlich belasten, weil ihre Verdauung viel Energie erfordert. Häufig sind mehrere kleinere Portionen angenehmer als wenige große Mahlzeiten. Gut geeignet sind wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Melonen, Beeren, Pfirsiche, Blattsalate und Zucchini. Ergänze sie mit sättigenden Bestandteilen wie Kartoffeln, Reis, Vollkornprodukten, Joghurt, Quark, Eiern, Fisch oder Hülsenfrüchten, sofern Du sie gut verträgst. Kalte Speisen können erfrischend sein, müssen aber nicht ausschließlich auf dem Speiseplan stehen. Auch lauwarme Gemüsegerichte, leichte Suppen oder gedünstete Speisen sind bekömmlich. Durch starkes Schwitzen verliert der Körper neben Wasser auch Salze. Eine normale, ausgewogene Ernährung gleicht diese Verluste bei gesunden Menschen meist aus. Extrem salzhaltige Snacks oder Mineralstoffpräparate sind deshalb nicht automatisch erforderlich. Achte bei leicht verderblichen Lebensmitteln besonders auf Kühlung und Hygiene, da sich Keime bei Wärme schneller vermehren können. Verzehre Speisen mit Fleisch, Fisch, Eiern, Sahne oder Mayonnaise nicht, wenn sie längere Zeit ungekühlt standen. So schützt Du nicht nur Deinen Kreislauf, sondern auch Deinen Magen und Darm.

4. Den Tagesablauf an hohe Temperaturen anpassen

Du musst an heißen Tagen nicht alles im gewohnten Tempo erledigen. Plane anstrengende Aufgaben möglichst in die frühen Morgenstunden oder auf den späteren Abend. Einkaufen, Gartenarbeit, größere Spaziergänge und körperlich schwere Arbeiten sind während der größten Hitze deutlich belastender. Das Umweltbundesamt empfiehlt, körperliche Aktivitäten besonders ungefähr zwischen 11 und 18 Uhr zu vermeiden oder in kühlere Tageszeiten zu verlegen. Bei starker Sonneneinstrahlung kann zusätzlich eine hohe Ozonbelastung auftreten. (Umweltbundesamt) Nutze die Mittagszeit für leichte Tätigkeiten, Pausen oder einen Aufenthalt in einem möglichst kühlen Raum. Laufe nicht unnötig in der prallen Sonne und suche im Freien schattige Wege. Plane Termine mit ausreichend Zeit, damit Du nicht hetzen musst. Ein langsameres Tempo ist bei Hitze kein Zeichen mangelnder Leistungsfähigkeit, sondern eine sinnvolle Schutzmaßnahme. Stehe nach längerem Sitzen oder Liegen langsam auf, da ein schneller Positionswechsel Schwindel auslösen kann. Wenn Du arbeitest, helfen regelmäßige Trinkpausen und kurze Erholungsphasen. Passe Deine Erwartungen an die Temperaturen an und verschiebe Aufgaben, die nicht dringend erledigt werden müssen.

5. Die Wohnung möglichst kühl halten

Ein kühler Rückzugsort hilft Deinem Körper, sich zwischendurch zu erholen. Lüfte am frühen Morgen, spät am Abend und möglichst während der Nacht, wenn die Außenluft kühler als die Raumluft ist. Öffne gegenüberliegende Fenster und Türen, sofern dies sicher möglich ist, damit Durchzug entsteht. Sobald es draußen wärmer wird, solltest Du die Fenster schließen und direkte Sonneneinstrahlung durch Rollläden, Außenjalousien, Markisen oder Vorhänge reduzieren. Außenliegender Sonnenschutz ist besonders wirksam, weil er die Sonnenstrahlen abfängt, bevor sie auf die Fensterscheibe treffen. Das Umweltbundesamt empfiehlt außerdem, unnötige Wärmequellen wie Beleuchtung, Computer, Drucker und andere ungenutzte Elektrogeräte auszuschalten. (Umweltbundesamt) Koche nach Möglichkeit morgens oder abends und nutze an sehr heißen Tagen häufiger Gerichte, die keine lange Backofenzeit benötigen. Ventilatoren senken zwar nicht die eigentliche Raumtemperatur, können aber die Schweißverdunstung unterstützen und dadurch für ein angenehmeres Gefühl sorgen. Richte den Luftstrom nicht stundenlang direkt auf Gesicht, Augen oder verspannte Muskeln.

6. Körper und Haut schonend abkühlen

Zur Abkühlung brauchst Du weder eiskaltes Wasser noch extreme Temperaturwechsel. Eine lauwarme oder angenehm kühle Dusche entlastet den Körper meist besser als eine sehr kalte Dusche, nach der sich die Hautgefäße stark zusammenziehen können. Kühle außerdem Unterarme, Handgelenke, Nacken oder Füße mit Wasser. Ein feuchter Waschlappen auf Stirn oder Nacken kann ebenfalls angenehm sein. Trage leichte Kleidung und lasse die Haut möglichst atmen. Wenn Du stark schwitzt, wechselst Du feuchte Kleidung am besten zeitnah, damit Du Dich später in klimatisierten Räumen oder bei Zugluft nicht auskühlst. Ein Fußbad mit kühlem, nicht eiskaltem Wasser kann für zusätzliche Entlastung sorgen. Kühlpacks solltest Du niemals direkt auf die Haut legen, sondern in ein Tuch wickeln und nur kurzzeitig verwenden. Auch ein nasses Handtuch darf nicht so kalt sein, dass es Schmerzen oder Taubheitsgefühle verursacht. Achte bei älteren Menschen, Kindern und Personen mit eingeschränktem Temperaturempfinden besonders darauf. Ziel der Abkühlung ist nicht, den Körper schlagartig herunterzukühlen, sondern Wärme sanft abzuführen und das Wohlbefinden zu verbessern.

7. Kleidung und Sonnenschutz richtig auswählen

Luftige, locker sitzende Kleidung unterstützt die Wärmeabgabe und verhindert, dass sich Hitze direkt am Körper staut. Geeignet sind leichte Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder atmungsaktive Funktionsmaterialien. Helle Farben heizen sich in direkter Sonne meist weniger stark auf als sehr dunkle Kleidung. Im Freien schützt Dich ein breitkrempiger Hut oder eine andere luftige Kopfbedeckung. Eine Sonnenbrille sollte einen zuverlässigen UV-Schutz besitzen und gut sitzen. Verlasse Dich beim Schutz der Haut nicht allein auf Sonnencreme. Schatten, Kleidung und das Meiden intensiver Sonnenstrahlung bilden die wichtigste Grundlage. Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt, starke UV-Strahlung zu vermeiden, bedeckende Kleidung und Kopfbedeckung zu tragen sowie unbedeckte Haut mit Sonnencreme zu schützen. (Gesundheitsportal) Trage das Sonnenschutzmittel großzügig auf und erneuere es regelmäßig, besonders nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen. Denke dabei auch an Ohren, Nacken, Fußrücken und Handrücken. Babys und kleine Kinder benötigen besonders konsequenten Schutz und sollten nicht der direkten Mittagssonne ausgesetzt werden. Auch im Schatten und bei leichter Bewölkung erreicht UV-Strahlung die Haut.

8. Bewegung und Sport bei Hitze anpassen

Bewegung bleibt auch im Sommer wichtig, doch Intensität und Zeitpunkt sollten zu den Temperaturen passen. Trainiere möglichst am frühen Morgen, wenn Luft und Untergrund noch vergleichsweise kühl sind. Der späte Abend kann ebenfalls geeignet sein, sofern sich die Umgebung bereits abgekühlt hat. Reduziere Tempo, Trainingsdauer und Belastung, sobald Du Dich ungewöhnlich erschöpft fühlst. Verzichte bei extremer Hitze auf persönliche Bestleistungen, lange Ausdauerläufe und intensive Intervalle. Suche schattige Strecken und trage atmungsaktive Kleidung. Nimm ausreichend zu trinken mit, aber zwinge Dich nicht zu unkontrolliert großen Mengen. Radfahren, lockeres Gehen oder Schwimmen können angenehme Alternativen sein. Beim Schwimmen ersetzt der Aufenthalt im Wasser jedoch weder Sonnenschutz noch Trinkpausen. Verlasse das Wasser bei Unwohlsein sofort. Beende jede Aktivität bei Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, ungewöhnlicher Schwäche, Herzrasen oder Koordinationsproblemen. Setze Dich an einen kühlen Ort, trinke in kleinen Schlucken und kühle Dich. Sport ist nur dann gesund, wenn Dein Körper die Belastung bewältigen kann. Ein ausgelassenes Training schadet Deiner Fitness nicht, eine hitzebedingte Überlastung dagegen möglicherweise schon.

9. Erholsamer schlafen trotz warmer Nächte

Tropennächte können den Schlaf erheblich stören, weil der Körper seine Temperatur vor dem Einschlafen normalerweise etwas absenkt. Lüfte das Schlafzimmer intensiv, sobald es draußen kühler als drinnen ist. Halte Fenster und Sonnenschutz tagsüber geschlossen und reduziere elektrische Wärmequellen. Verwende leichte Bettwäsche aus atmungsaktiven Materialien und tausche eine dicke Decke gegen ein dünnes Laken. Ein lauwarmes Abduschen vor dem Schlafengehen kann angenehm sein. Sehr kaltes Duschen aktiviert bei manchen Menschen eher den Kreislauf und erschwert das Einschlafen. Lege Schlafkleidung oder Bettwäsche nicht tropfnass ins Bett, weil dauerhafte Feuchtigkeit unangenehm ist und das Raumklima verschlechtern kann. Ein Ventilator darf die Luft im Raum bewegen, sollte aber nicht die ganze Nacht direkt auf Deinen Kopf oder Körper gerichtet sein. Trinke am Abend ausreichend, ohne unmittelbar vor dem Schlafen sehr große Mengen aufzunehmen. Schwere Mahlzeiten und viel Alkohol beeinträchtigen die Schlafqualität zusätzlich. Wenn Du nachts aufwachst, bleibe möglichst ruhig, trinke einige Schlucke Wasser und versuche nicht, den Schlaf krampfhaft zu erzwingen.

10. Warnzeichen von Hitzebelastung erkennen

Kopfschmerzen, ungewöhnliche Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, starker Durst, Schwindel, Übelkeit, Muskelkrämpfe und Kreislaufbeschwerden können auf eine zunehmende Hitzebelastung hinweisen. Gehe bei solchen Beschwerden sofort aus der Sonne, setze oder lege Dich an einen kühlen Ort und lockere enge Kleidung. Trinke langsam und kühle Nacken, Stirn und Unterarme. Bei schweren Symptomen wie Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, sehr heißer Haut, Kollaps oder auffälligem Verhalten besteht der Verdacht auf einen medizinischen Notfall. Verständige dann den Rettungsdienst unter 112 und lasse die betroffene Person nicht allein. Bringe sie bis zum Eintreffen der Hilfe in den Schatten oder einen kühleren Raum und beginne mit vorsichtiger äußerer Kühlung. Gib bewusstlosen oder deutlich benommenen Personen nichts zu trinken. Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass Hitze bestehende Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Nierenerkrankungen verschlimmern kann. Auch Medikamente können während Hitzeperioden problematischer wirken. (Robert Koch-Institut) Verändere Dosierungen jedoch niemals eigenmächtig, sondern besprich offene Fragen mit Arzt oder Apotheke.

11. Besonders gefährdete Menschen unterstützen

Ältere und pflegebedürftige Menschen, Säuglinge, kleine Kinder, Schwangere, alleinlebende Personen sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen können Hitze häufig schlechter ausgleichen. Auch bestimmte Medikamente, eingeschränkte Beweglichkeit oder ein vermindertes Durstgefühl erhöhen das Risiko. Frage gefährdete Angehörige oder Nachbarn regelmäßig, wie es ihnen geht. Prüfe, ob genügend Getränke erreichbar sind, die Wohnung verschattet ist und leichte Mahlzeiten vorhanden sind. Ein kurzer täglicher Anruf kann bereits helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen. Ältere Menschen sollten nicht erst trinken, wenn sie starken Durst verspüren. Gleichzeitig darf eine ärztlich festgelegte Flüssigkeitsbegrenzung nicht ohne Rücksprache verändert werden. Das Bundesgesundheitsportal betont, dass ältere und pflegebedürftige Menschen bei Hitze besonders gefährdet sind und Vorsorgemaßnahmen das Risiko deutlich senken können. (Gesundheitsportal) Lasse Kinder niemals allein im geparkten Auto, auch nicht für wenige Minuten oder bei geöffnetem Fenster. Innenräume von Fahrzeugen können sich sehr schnell gefährlich aufheizen. Achte auch auf Haustiere, stelle frisches Wasser bereit und vermeide Spaziergänge auf heißem Asphalt.

12. Gelassen bleiben und mentale Belastung reduzieren

Hitze beeinflusst nicht nur den Körper, sondern häufig auch Stimmung, Geduld und Konzentrationsfähigkeit. Du kannst Dich gereizter, unruhiger oder weniger leistungsfähig fühlen. Akzeptiere, dass Dein normales Arbeitstempo an sehr heißen Tagen möglicherweise nicht realistisch ist. Plane weniger Aufgaben, setze klare Prioritäten und baue bewusste Pausen ein. Ruhige Beschäftigungen wie Lesen, Musik hören oder leichte Arbeiten in einem kühlen Raum können helfen, den Tag angenehmer zu gestalten. Vermeide es, ständig die Raumtemperatur zu kontrollieren oder Dich gedanklich auf jedes Hitzegefühl zu konzentrieren. Eine einfache Tagesstruktur gibt Dir mehr Kontrolle: morgens lüften und wichtige Aufgaben erledigen, mittags ruhen, abends erneut lüften und leichte Bewegung einplanen. Bleibe zugleich aufmerksam für körperliche Warnzeichen. Gelassenheit darf nicht mit Durchhalten um jeden Preis verwechselt werden. Sprich mit anderen Menschen, wenn die Hitze Dich psychisch stark belastet oder Du Dich allein fühlst. Kleine Routinen, erreichbare Ziele und gegenseitige Unterstützung machen eine Hitzewelle leichter. Nicht jeder Sommertag muss produktiv sein. Dein wichtigstes Ziel besteht darin, gesund und möglichst entspannt durch die belastende Phase zu kommen.

Fazit – Mit guter Vorbereitung gesund durch die Hitze

Sommerhitze lässt sich nicht vollständig vermeiden, ihre Belastung kannst Du jedoch deutlich reduzieren. Trinke regelmäßig, iss leichte Mahlzeiten und verschiebe anstrengende Aktivitäten in die kühleren Stunden. Halte Deine Wohnung tagsüber geschlossen und verschattet, nutze die Nacht zum Lüften und schalte unnötige Wärmequellen aus. Sanfte Abkühlung, luftige Kleidung und konsequenter Sonnenschutz unterstützen Deinen Körper zusätzlich. Besonders wichtig ist, frühe Warnzeichen wie Kopfschmerzen, Schwindel, starke Erschöpfung oder Übelkeit nicht zu ignorieren. Schwere Symptome wie Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle verlangen sofortige medizinische Hilfe. Achte außerdem auf ältere, pflegebedürftige und alleinlebende Menschen sowie auf Kinder und Haustiere. Eine gelassene Haltung entsteht nicht dadurch, dass Du die Hitze unterschätzt, sondern durch gute Vorbereitung und einen realistischen Tagesplan. Wenn Du Dein Tempo reduzierst, Pausen zulässt und Deine Umgebung vorausschauend organisierst, kannst Du auch längere Hitzeperioden wesentlich angenehmer und gesünder überstehen.

FAQ – Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet

Frage: Wie viel sollte ich bei Sommerhitze trinken?
Antwort: Die passende Menge hängt von Deinem Körper, Deiner Aktivität, Deiner Ernährung und Deinem Gesundheitszustand ab. Trinke regelmäßig über den Tag verteilt. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen solltest Du die Trinkmenge ärztlich abstimmen.

Frage: Sind eiskalte Getränke bei Hitze schädlich?
Antwort: Sie sind nicht grundsätzlich schädlich, können aber bei empfindlichem Magen unangenehm sein. Kühle oder zimmerwarme Getränke werden häufig besser vertragen und lassen sich leichter in größeren Mengen trinken.

Frage: Soll ich die Fenster bei Hitze öffnen oder schließen?
Antwort: Öffne sie, wenn es draußen kühler als drinnen ist, meist nachts und früh morgens. Tagsüber solltest Du Fenster und Sonnenschutz überwiegend geschlossen halten, damit möglichst wenig warme Luft und Sonnenstrahlung eindringen.

Frage: Hilft ein Ventilator wirklich gegen Hitze?
Antwort: Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur normalerweise nicht, verbessert aber die Luftbewegung und unterstützt die Verdunstung von Schweiß. Dadurch kann sich die Umgebung für Dich deutlich angenehmer anfühlen.

Frage: Wann wird Sommerhitze zum medizinischen Notfall?
Antwort: Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, Kollaps, auffälliges Verhalten oder eine sehr hohe Körpertemperatur sind ernste Warnzeichen. Rufe in solchen Fällen sofort den Rettungsdienst unter 112.

Frage: Darf ich bei hohen Temperaturen Sport treiben?
Antwort: Leichte Bewegung ist möglich, sollte aber in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Reduziere Intensität und Dauer und beende das Training sofort bei Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen oder ungewöhnlicher Schwäche.

Tabelle: Maßnahmen gegen Sommerhitze im Überblick

Bereich Sinnvolle Maßnahme Was Du vermeiden solltest
Trinken Regelmäßig Wasser, Tee oder verdünnte Saftschorle trinken Durst lange ignorieren, Alkohol als Durstlöscher
Ernährung Kleine, leichte und wasserreiche Mahlzeiten wählen Sehr schwere und üppige Mahlzeiten
Tagesplanung Anstrengende Aufgaben morgens oder abends erledigen Körperliche Belastung in der größten Mittagshitze
Wohnung Nachts lüften, tagsüber verschatten und schließen Fenster bei heißer Außenluft dauerhaft offen lassen
Elektrogeräte Ungenutzte Geräte und Beleuchtung ausschalten Zusätzliche Wärmequellen unnötig betreiben
Abkühlung Lauwarm duschen, Unterarme und Nacken kühlen Eiskalte Anwendungen direkt auf der Haut
Kleidung Luftige, helle und atmungsaktive Kleidung tragen Enge, schwere und schlecht luftdurchlässige Kleidung
Sonnenschutz Schatten, Hut, Kleidung, Sonnenbrille und Sonnencreme nutzen Lange Aufenthalte in direkter Mittagssonne
Bewegung Belastung reduzieren und kühle Tageszeiten nutzen Ehrgeizige Trainingseinheiten bei extremer Hitze
Schlaf Leichte Bettwäsche und nächtliche Lüftung nutzen Schwere Decken, Alkohol und üppiges spätes Essen
Warnzeichen Früh pausieren, trinken und vorsichtig kühlen Beschwerden ignorieren oder weiterarbeiten
Notfall Bei Bewusstseinsstörungen und Krämpfen 112 rufen Bewusstlosen Personen Getränke geben
Soziales Umfeld Gefährdete Menschen regelmäßig kontaktieren Alleinlebende oder Pflegebedürftige vergessen

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