Warum sind Ballaststoffe so gesund und wichtig?
Du hast Dich bestimmt schon einmal gefragt, was Ballaststoffe so besonders macht und warum sie in einer ausgewogenen Ernährung eine tragende Rolle spielen. Obwohl diese pflanzlichen Stoffe nicht direkt verdaubar sind, haben sie einen riesigen Einfluss auf Dein Wohlbefinden und können Dir in vielerlei Hinsicht helfen, gesund zu bleiben. Ballaststoffe unterstützen Dich beim Abnehmen, fördern die Verdauung und wirken sich sogar positiv auf Deinen Blutzucker- und Cholesterinspiegel aus. In den kommenden Absätzen erfährst Du, was genau Ballaststoffe sind, welche Arten es gibt, wie sie Deinen Körper beeinflussen und wie Du sie ganz einfach in Deinen Alltag integrieren kannst, um langfristig davon zu profitieren.

Warum sind Ballaststoffe so gesund und wichtig?
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Ballaststoffe?
- Lösliche und unlösliche Ballaststoffe
- Sättigung und Gewichtsmanagement
- Verdauung und Darmflora
- Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel
- Cholesterin und Herz-Kreislauf-System
- Ballaststoffe in verschiedenen Lebensphasen
- Praktische Tipps für den Alltag
- Fehlerquellen und häufige Missverständnisse
- Ballaststoffe und Sport
- Ballaststoffe und Flüssigkeitszufuhr
- Wie viel Ballaststoffe pro Tag?
- Wechselwirkung mit Vitaminen und Mineralstoffen
- Ballaststoffe bei speziellen Ernährungsformen
- Ballaststoffe und das Immunsystem
- Ballaststoffe in der Kinderernährung
- Zubereitungsarten und ihre Auswirkungen
- Häufige Fragen und Sorgen
- Kulinarische Vielfalt mit Ballaststoffen
- Dein Weg zu mehr Ballaststoffen
1. Was sind Ballaststoffe?
Ballaststoffe sind pflanzliche Nahrungsbestandteile, die Dein Körper nicht vollständig abbauen kann. Anders als Kohlenhydrate, Eiweiße oder Fette liefern sie daher kaum verwertbare Energie. Dennoch sind sie enorm wertvoll, denn Ballaststoffe sorgen für eine reibungslose Verdauung, unterstützen ein angenehmes Sättigungsgefühl und haben vielfältige positive Effekte auf verschiedene Stoffwechselprozesse. Sie kommen vor allem in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Samen vor. In diesen Lebensmitteln sind sie neben Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen besonders zahlreich zu finden. Wenn Du regelmäßig ausreichend Ballaststoffe isst, kann Dein Körper davon langfristig profitieren. Du wirst Dich vitaler fühlen, Dein Darm arbeitet effizienter und Dein allgemeines Wohlbefinden steigt deutlich.
2. Lösliche und unlösliche Ballaststoffe
Ballaststoffe unterscheiden sich grob in lösliche und unlösliche Komponenten. Lösliche Ballaststoffe, wie Pektin in Äpfeln oder Haferflocken, binden viel Wasser und quellen stark auf. Dadurch wirken sie sättigend, verzögern die Aufnahme von Zucker ins Blut und helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Unlösliche Ballaststoffe hingegen, etwa in Weizenkleie, sind für ihre stuhlregulierende Funktion bekannt, indem sie das Stuhlvolumen erhöhen und so die Darmtätigkeit anregen. Diese beiden Typen treten in unterschiedlichen Mengen in pflanzlichen Lebensmitteln auf und ergänzen sich wunderbar. Eine abwechslungsreiche Ernährung, die sowohl Gemüse, Obst als auch Vollkornprodukte beinhaltet, versorgt Dich mit beiden Formen und schafft die optimale Basis für ein gesundes Verdauungssystem.
3. Sättigung und Gewichtsmanagement
Vielleicht hast Du schon einmal bemerkt, dass Du Dich nach dem Verzehr von Vollkornbrot oder Bohnen länger satt fühlst. Das liegt daran, dass Ballaststoffe viel Wasser binden und im Magen aufquellen können, was Dir ein angenehmes Sättigungsgefühl vermittelt. Wenn Du also Deine Kalorienzufuhr im Blick behalten willst, sind ballaststoffreiche Lebensmittel eine ideale Wahl. Sie füllen Dich nachhaltig, obwohl sie selbst keine große Menge an Kalorien liefern. Dadurch kann es Dir leichter fallen, Dein Gewicht zu halten oder Übergewicht zu reduzieren. Da der Blutzucker nach einer ballaststoffreichen Mahlzeit nur langsam ansteigt, bleibt auch Heißhunger oft aus. So unterstützt Du langfristig ein gesundes Gewicht und beugst damit Folgeerkrankungen vor.
4. Verdauung und Darmflora
Ballaststoffe sind quasi das Fitnessprogramm für Deinen Darm. Sie stärken nicht nur die Darmmuskulatur, sondern dienen im Dickdarm auch als Futter für nützliche Bakterien. Lösliche Ballaststoffe werden dort teilweise fermentiert und setzen Stoffe frei, die für eine gesunde Darmflora förderlich sind. Dadurch wird die Darmbarriere gestärkt, und Dein Immunsystem profitiert. Ein gut funktionierender Darm ist enorm wichtig, denn er beeinflusst viele Prozesse im Körper, wie etwa die Nährstoffaufnahme oder die Produktion bestimmter Vitamine durch Darmbakterien. Wenn Du darauf achtest, genügend Ballaststoffe zu Dir zu nehmen, hilfst Du Deinem Verdauungstrakt, im Gleichgewicht zu bleiben. So kannst Du vielen Beschwerden wie Verstopfung, Völlegefühl oder Blähungen vorbeugen.
5. Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel
Wenn Du regelmäßig ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Linsen oder Äpfel isst, bleibt Dein Blutzuckerspiegel stabiler. Grund dafür ist, dass lösliche Ballaststoffe die Aufnahme von Glukose ins Blut verlangsamen. Die Folge: Dein Körper muss weniger schnell große Mengen Insulin ausschütten. Das ist besonders für Menschen von Vorteil, die mit Insulinresistenz oder Diabetes zu kämpfen haben. Doch auch ohne diese Diagnosen ist es sinnvoll, starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden, denn sie können zu Heißhungerattacken und Leistungstiefs führen. Achte beim Kochen zum Beispiel darauf, Weißmehl durch Vollkornmehl zu ersetzen oder öfter Hülsenfrüchte zu integrieren. Auf diese Weise sorgst Du für ein gleichmäßigeres Energielevel im Alltag und tust Deinem Körper etwas Gutes.
6. Cholesterin und Herz-Kreislauf-System
Ballaststoffe können ebenfalls helfen, Deinen Cholesterinspiegel zu regulieren. Lösliche Ballaststoffe, wie Du sie in Hafer oder Gerste findest, binden Gallensäuren im Darm. Dadurch muss Dein Körper mehr Cholesterin aufwenden, um neue Gallensäuren herzustellen. Das führt langfristig zu einer Senkung des LDL-Cholesterins, das oft als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet wird. Ein ausgeglichener Cholesterinspiegel wirkt sich wiederum positiv auf die Herzgesundheit aus und kann das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Wenn Du also darauf achtest, regelmäßig ballaststoffreiche Kost zu Dir zu nehmen, reduzierst Du langfristig Dein Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. So profitierst Du gleich doppelt: Dein Darm freut sich, und Dein Herz wird es Dir danken.
7. Ballaststoffe in verschiedenen Lebensphasen
Egal ob Kind, Teenager, Erwachsener oder Senior: Dein Körper kann in jeder Lebensphase von ausreichend Ballaststoffen profitieren. Während Kinder sie vor allem benötigen, um eine gesunde Darmfunktion zu entwickeln, helfen sie Jugendlichen bei der Gewichtskontrolle und einer stabilen Energieversorgung. Für Erwachsene sind Ballaststoffe ein wichtiger Pfeiler, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden und das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken. Im höheren Alter unterstützen Ballaststoffe eine träge Verdauung und wirken Verstopfungen entgegen. Auch wenn sich die empfohlenen Mengen je nach Alter und individuellem Bedarf etwas unterscheiden können, bleibt eines gleich: Ballaststoffe sind für Menschen jeden Alters ein wichtiger Bestandteil einer ausgeglichenen Ernährung. Achte daher immer auf eine Kombination aus Obst, Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchten.
8. Praktische Tipps für den Alltag
Oftmals ist es gar nicht schwer, Deine Ballaststoffzufuhr zu erhöhen. Schon ein paar kleine Tricks im Alltag können Großes bewirken. Du könntest zum Beispiel Deinen morgendlichen Toast durch Vollkornbrot ersetzen oder Haferflocken in Deinen Joghurt mischen. Obst und Gemüse funktionieren auch hervorragend als Snack für zwischendurch – Äpfel, Karotten oder Paprika sind schnell geschnippelt. Ein Salat vor der eigentlichen Hauptmahlzeit kann Dich bereits angenehm sättigen, sodass Du insgesamt weniger Kalorien zu Dir nimmst. Außerdem sind Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen vielseitig einsetzbar und liefern Dir neben Ballaststoffen auch wertvolle Proteine. Wenn Du Dich an diese kleinen Änderungen hältst, wirst Du bald merken, dass sich Dein Körper rundum wohler fühlt.
9. Fehlerquellen und häufige Missverständnisse
Viele denken bei Ballaststoffen sofort an Vollkornbrot oder Müsli und gehen davon aus, dass sie damit genug zu sich nehmen. Doch in Wirklichkeit solltest Du auf Abwechslung achten, weil bestimmte Lebensmittel unterschiedliche Ballaststoff-Arten mitbringen. Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn Du sehr schnell Deine Ballaststoffmenge erhöhst. Dein Darm braucht oft etwas Zeit, sich anzupassen. Sonst können Blähungen oder Völlegefühl entstehen, was dann oft zu der irrigen Annahme führt, Ballaststoffe seien ungesund. In Wahrheit ist es einfach nur eine Gewöhnungsphase. Ein weiterer Irrtum ist, dass Ballaststoffe bei Durchfall immer schaden. Tatsächlich können lösliche Ballaststoffe den Stuhl binden und dadurch helfen, die Darmtätigkeit zu regulieren. Es lohnt sich also, genauer hinzusehen und nicht voreilig zu urteilen.
10. Ballaststoffe und Sport
Auch wenn Du sportlich aktiv bist, solltest Du Ballaststoffe keineswegs vernachlässigen. Zwar kann eine leicht verdauliche Mahlzeit vor dem Training sinnvoll sein, jedoch sind Ballaststoffe langfristig für Deine Regeneration und Deinen Stoffwechsel von Vorteil. Sie helfen dabei, Deinen Blutzuckerspiegel stabil zu halten und versorgen Deinen Darm mit wichtigen Nährstoffen für eine funktionierende Bakterienflora. Du kannst Ballaststoffe gezielt nach dem Training einplanen, indem Du zum Beispiel mit Vollkornnudeln, Quinoa oder Bohnen kombinierst. Dadurch stellst Du sicher, dass Du länger eine ausgeglichene Energiezufuhr hast und Dein Körper ausreichend wiederauffüllt wird. So profitierst Du auch im Sport von den positiven Effekten auf Herz-Kreislauf-System und allgemeine Gesundheit.
11. Ballaststoffe und Flüssigkeitszufuhr
Wenn Du Ballaststoffe in ausreichender Menge konsumierst, ist es essenziell, auf Deine Trinkmenge zu achten. Ballaststoffe binden Wasser, was den Darm entlasten und die Verdauung fördern kann. Hast Du aber nicht genug Flüssigkeit im Körper, können sich die Ballaststoffe negativ auswirken und Verstopfungen begünstigen. Eine ausreichende Hydration ist also das A und O, wenn Du Deine Ballaststoffzufuhr erhöhst. Integriere am besten Leitungswasser, Kräutertees oder ungesüßte Tees in Deinen Alltag. Eine grobe Faustregel besagt, dass Du täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter trinken solltest – bei Hitze, viel Sport oder einem sehr ballaststoffreichen Speiseplan auch gern mehr. So sorgst Du dafür, dass Ballaststoffe optimal wirken können.
12. Wie viel Ballaststoffe pro Tag?
In Deutschland empfehlen Ernährungsexperten, täglich rund 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Diese Menge deckst Du beispielsweise, wenn Du regelmäßig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse auf Deinen Speiseplan setzt. In der Praxis kann das bedeuten: ein Vollkornmüsli zum Frühstück, mittags eine Portion Linsen oder Kichererbsen und abends reichlich Gemüse. Zwischendurch noch ein Apfel oder eine Handvoll Nüsse – schon kommst Du recht leicht in die Nähe der empfohlenen Menge. Allerdings sind individuelle Unterschiede möglich. Einige Menschen vertragen mehr Ballaststoffe, andere sollten es etwas langsamer angehen lassen. Wichtig ist, dass Du auf Deinen Körper hörst und Deine Ernährung anpasst, um Dich langfristig gut zu fühlen.
13. Wechselwirkung mit Vitaminen und Mineralstoffen
Neben den offensichtlichen Vorteilen können Ballaststoffe auch bei der Aufnahme verschiedener Mikronährstoffe mitmischen. Sie beeinflussen zum Teil, wie rasch Vitamine und Mineralstoffe aus dem Darm in Deinen Blutkreislauf gelangen. In der Regel überwiegen jedoch die positiven Effekte: Eine gesunde Darmflora, die durch Ballaststoffe gefördert wird, verbessert oft auch die Verwertung von Nährstoffen. Hinzu kommt, dass ballaststoffreiche Lebensmittel selbst häufig viele Vitamine und Mineralstoffe liefern. So profitierst Du insgesamt von einem gut abgestimmten Zusammenspiel wichtiger Nährstoffe. Falls Du die Aufnahme bestimmter Mineralstoffe erhöhen möchtest, lohnt es sich manchmal, den Zeitpunkt des Verzehrs zu beachten und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen, besonders bei speziellen Diätformen oder Unverträglichkeiten.
14. Ballaststoffe bei speziellen Ernährungsformen
Auch wenn Du Dich vegan, vegetarisch oder glutenfrei ernährst, spielen Ballaststoffe eine zentrale Rolle. Vegan und vegetarisch lebende Menschen haben oft einen Vorteil, da ihre Nahrung tendenziell mehr pflanzliche Lebensmittel enthält. Bei einer glutenfreien Ernährung musst Du vielleicht etwas genauer hinsehen, weil klassische Getreidequellen wegfallen. Hier können beispielsweise Hirse, Quinoa oder Buchweizen eine ballaststoffreiche Alternative sein. Selbst für Menschen, die Low-Carb-Diäten bevorzugen, gibt es Wege, ausreichend Ballaststoffe aufzunehmen, etwa durch kohlenhydratarme Gemüsearten, Samen oder Nüsse. Das Wichtigste ist immer, eine gute Balance zu finden und Deinem Körper die Menge an Ballaststoffen zukommen zu lassen, die er braucht, um optimal zu funktionieren.
15. Ballaststoffe und das Immunsystem
Was hat Dein Immunsystem mit Ballaststoffen zu tun? Eine ganze Menge! Wie bereits erwähnt, dienen lösliche Ballaststoffe im Dickdarm als Nahrung für die „guten“ Bakterien, die bei ihrer Verdauung Substanzen freisetzen, die auch das Immunsystem aktiv unterstützen können. Ein Großteil Deiner Immunabwehr sitzt im Darm, denn dort findet ein reger Austausch zwischen körperfremden Stoffen und Deinem Organismus statt. Wenn Deine Darmflora im Gleichgewicht ist, kann sie schädliche Bakterien oder Viren besser abwehren. Daher ist eine ballaststoffreiche Ernährung ein wichtiger Bestandteil, um Dein Immunsystem auf Trab zu halten. Natürlich ersetzen Ballaststoffe keine bewährten Abwehrmaßnahmen wie Hygiene oder Impfungen, aber sie tragen spürbar zu einem robusten Abwehrsystem bei.
16. Ballaststoffe in der Kinderernährung
Kinder brauchen ausreichend Ballaststoffe, um eine gesunde Verdauung zu entwickeln, sollten aber anfangs langsam an diese herangeführt werden. Gerade im Vorschulalter kannst Du damit beginnen, Dein Kind mit Vollkornprodukten, Gemüse und Obst vertraut zu machen. Wichtig ist hierbei, auf eine kindgerechte Zubereitung zu achten, damit Essen Spaß macht und keine unnötigen Verdauungsbeschwerden entstehen. Etwa kleine Gemüsesticks zum Dippen oder Vollkornnudeln mit milden Soßen können leckere Optionen sein. Achte darauf, dass auch die Flüssigkeitszufuhr stimmt, damit die Ballaststoffe gut wirken können. So unterstützt Du bereits im jungen Alter eine gesunde Darmflora und legst den Grundstein dafür, dass Dein Kind spätere Ernährungsgewohnheiten leichter annehmen kann.
17. Zubereitungsarten und ihre Auswirkungen
Ob Du Gemüse dünstest, kochst oder roh verzehrst, kann einen Unterschied in der Verfügbarkeit bestimmter Nährstoffe machen. Ballaststoffe hingegen sind ziemlich robust und bleiben weitgehend erhalten, egal welche Zubereitungsart Du wählst. Trotzdem lohnt es sich, abwechslungsreich zu kochen, um sämtliche Vorzüge pflanzlicher Kost zu nutzen. Gedämpftes Gemüse kann leichter verdaulich sein und ist häufig für Menschen mit empfindlichem Magen geeignet. Rohkost wiederum liefert Dir neben Ballaststoffen zusätzliche Vitamine, die hitzeempfindlich sind. Hülsenfrüchte solltest Du hingegen unbedingt weichkochen oder keimen lassen, damit sie gut verträglich sind und sich ihre Ballaststoffe ideal entfalten können. Experimentiere ruhig mit verschiedenen Methoden, um herauszufinden, was Dir am besten schmeckt.
18. Häufige Fragen und Sorgen
Manche Menschen sorgen sich, dass zu viele Ballaststoffe zu einem Blähbauch führen können. Tatsächlich kann es anfangs zu vermehrter Gasbildung kommen, wenn Du Deinen Ballaststoffkonsum plötzlich stark erhöhst. Mit etwas Geduld und langsamer Steigerung verschwinden diese Beschwerden in der Regel. Andere fragen sich, ob Ballaststoffe in Diäten wirklich helfen. Die Antwort ist meist „Ja“, denn sie tragen zur Sättigung bei und stabilisieren Deinen Blutzuckerspiegel. Auch das Thema Allergien taucht manchmal auf. In seltenen Fällen reagieren Menschen auf bestimmte pflanzliche Stoffe, was jedoch eher Proteinbestandteile als Ballaststoffe selbst betrifft. Letztendlich lohnt es sich, die eigenen Reaktionen zu beobachten und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen, wenn Unsicherheiten bestehen.
19. Kulinarische Vielfalt mit Ballaststoffen
Ballaststoffreiche Kost muss keineswegs eintönig sein. Im Gegenteil, es gibt unzählige Rezepte, die nur darauf warten, von Dir entdeckt zu werden. Salate, Eintöpfe, Currys, Aufläufe, bunte Pfannengerichte – all das lässt sich mit vollwertigen Zutaten zubereiten, die gleichzeitig reich an Ballaststoffen sind. Du kannst beispielsweise Linsen in einem Dal mit Gewürzen kombinieren oder Brokkoli und Paprika in einer asiatisch angehauchten Pfanne anbraten. Probiere auch mal Bohneneintöpfe oder Chia-Pudding zum Frühstück, um noch mehr Variation in Deinen Speiseplan zu bringen. Wenn Dir die Kreativität fehlt, liefern Kochbücher und Online-Rezepte neue Ideen. So macht es richtig Spaß, immer wieder neue Ballaststoffquellen auszuprobieren und Deinen Geschmackshorizont zu erweitern.
20. Dein Weg zu mehr Ballaststoffen
Wenn Du jetzt Lust hast, Deine Ernährung ballaststoffreicher zu gestalten, fang am besten mit kleinen Schritten an. Ersetze beispielsweise Weißmehlprodukte Schritt für Schritt durch Vollkornvarianten. Achte beim Einkauf auf Zutatenlisten und wähle Lebensmittel, die möglichst unverarbeitet und naturbelassen sind. Integriere mehr Gemüse und Obst in Deine Mahlzeiten und greife zwischendurch zu Nüssen oder Kernen, anstatt zu Süßigkeiten. Zusätzlich kannst Du mit Hülsenfrüchten experimentieren – von Kichererbsen über Linsen bis hin zu Erbsen gibt es eine riesige Auswahl. Wichtig ist, Deinem Körper Zeit zu geben, sich anzupassen, und immer genügend Flüssigkeit zu trinken. So schaffst Du langfristig eine gesunde Basis, von der Du in vielerlei Hinsicht profitieren wirst.
Tabelle: 30 ballaststoffreiche Lebensmittel von A bis Z
| Lebensmittel | Ballaststoffgehalt (pro 100 g) |
|---|---|
| Apfel | ca. 2,4 g |
| Artischocke | ca. 5,4 g |
| Avocado | ca. 6,7 g |
| Beeren (gemischte) | ca. 5,5 g |
| Bohnen (weiß) | ca. 10,5 g |
| Brokkoli | ca. 2,6 g |
| Chiasamen | ca. 34,4 g |
| Erbsen | ca. 5,1 g |
| Flohsamenschalen | ca. 80,0 g |
| Grünkohl | ca. 4,3 g |
| Haferflocken | ca. 10,0 g |
| Haselnüsse | ca. 9,7 g |
| Heidelbeeren | ca. 2,4 g |
| Hirse | ca. 8,5 g |
| Kichererbsen | ca. 7,6 g |
| Kleie (Weizen) | ca. 45,0 g |
| Linsen | ca. 8,9 g |
| Mandeln | ca. 12,5 g |
| Pflaumen (getrocknet) | ca. 7,1 g |
| Quinoa | ca. 7,0 g |
| Rosenkohl | ca. 3,8 g |
| Sesam | ca. 11,8 g |
| Sojabohnen | ca. 9,3 g |
| Sonnenblumenkerne | ca. 8,6 g |
| Süßkartoffeln | ca. 2,5 g |
| Vollkornbrot | ca. 6,9 g |
| Vollkornnudeln | ca. 8,8 g |
| Walnüsse | ca. 6,7 g |
| Weizenvollkorn | ca. 12,2 g |
| Zucchini | ca. 1,1 g |
Tabelle nach Ballaststoffgehalt (absteigend sortiert)
| Rang | Lebensmittel | Ballaststoffgehalt (pro 100 g) |
|---|---|---|
| 1. | Flohsamenschalen | ca. 80,0 g |
| 2. | Kleie (Weizen) | ca. 45,0 g |
| 3. | Chiasamen | ca. 34,4 g |
| 4. | Mandeln | ca. 12,5 g |
| 5. | Weizenvollkorn | ca. 12,2 g |
| 6. | Sesam | ca. 11,8 g |
| 7. | Bohnen (weiß) | ca. 10,5 g |
| 8. | Haferflocken | ca. 10,0 g |
| 9. | Haselnüsse | ca. 9,7 g |
| 10. | Sojabohnen | ca. 9,3 g |
| 11. | Linsen | ca. 8,9 g |
| 12. | Vollkornnudeln | ca. 8,8 g |
| 13. | Sonnenblumenkerne | ca. 8,6 g |
| 14. | Hirse | ca. 8,5 g |
| 15. | Kichererbsen | ca. 7,6 g |
| 16. | Pflaumen (getrocknet) | ca. 7,1 g |
| 17. | Quinoa | ca. 7,0 g |
| 18. | Vollkornbrot | ca. 6,9 g |
| 19. | Avocado | ca. 6,7 g |
| 20. | Walnüsse | ca. 6,7 g |
| 21. | Beeren (gemischte) | ca. 5,5 g |
| 22. | Artischocke | ca. 5,4 g |
| 23. | Erbsen | ca. 5,1 g |
| 24. | Grünkohl | ca. 4,3 g |
| 25. | Rosenkohl | ca. 3,8 g |
| 26. | Brokkoli | ca. 2,6 g |
| 27. | Süßkartoffeln | ca. 2,5 g |
| 28. | Apfel | ca. 2,4 g |
| 29. | Heidelbeeren | ca. 2,4 g |
| 30. | Zucchini | ca. 1,1 g |









