Warum sind in Milka Schokoladentafeln nur noch 90 anstatt der üblichen 100 g enthalten?
Du schlenderst durch den Supermarkt und greifst nach deiner Lieblings-Milka-Tafelschokolade. Die Verpackung sieht aus wie immer – lilafarben, köstlich versprechend, vielleicht mit einem süßen Kuh-Werbe-Motiv. Doch beim genaueren Hinsehen entdeckst du etwas Auffälliges: Statt wie gewohnt 100 g Schokolade sind plötzlich nur noch 90 g Inhalt angegeben. Du reibst dir die Augen. Wie kann das sein? Du hättest ganz sicher 100 g zarte Alpenmilch-Schokolade erwartet! Viele Verbraucher fragen sich nun: Wurden wir etwa alle Opfer einer geschickt getarnten Mogelpackung? Immer mehr Süßwarenhersteller schrumpfen den Inhalt von Tafeln und Tüten heimlich. Dahinter steckt das Phänomen der sogenannten Shrinkflation – du bekommst weniger Produkt, zahlst aber fast genauso viel. Dieses Phänomen wirft Fragen auf: Warum reduziert der Hersteller plötzlich die Füllmenge, und warum wurde das kaum kommuniziert? Welche Rolle spielen dabei die aktuellen Preissteigerungen für Kakao, Zucker und Milch? Was kannst du tun, damit dir beim Einkauf keine Tricks mit der Regalkennzeichnung passieren? Hier erfährst du, wie du im Supermarkt solche Fallen erkennst, welche Milka-Sorten besonders betroffen sind und wie du dich als bewusster Konsumentin wehren kannst. Außerdem erfährst du, ob es künftig mehr Transparenz geben wird.

Warum sind in Milka Schokoladentafeln nur noch 90 anstatt der üblichen 100 g enthalten?
Inhaltsverzeichnis
- Die überraschende Entdeckung im Schokoladenregal
- Was genau ist Shrinkflation – und wie betrifft sie Dich?
- Warum Milka den Inhalt reduziert hat
- Welche Rolle die steigenden Rohstoffpreise spielen
- Verpackung bleibt gleich – aber der Inhalt schrumpft
- Verbraucherschützer schlagen Alarm
- Wie Du im Supermarkt Preisfallen erkennst
- Diese Milka-Sorten sind besonders betroffen
- Was Du als Konsument*in jetzt tun kannst
- Was sich in Zukunft ändern könnte – ein Ausblick
1. Die überraschende Entdeckung im Schokoladenregal
Du greifst nach einer Milka-Tafel aus dem Schokoladenregal – vielleicht war es deine Lieblings-Alpenmilch, eine Weiße oder Noisette – und schaust sie wie gewohnt neugierig an. Die bunte Verpackung ist genauso ansprechend wie eh und je. Doch beim genaueren Hinsehen entdeckst du etwas Auffälliges: Die angegebene Füllmenge ist nun 90 g, obwohl du dich erinnerst, vor kurzem noch 100 g in der Hand gehalten zu haben. Auf den ersten Blick wirkt alles gleich, aber im direkten Produktvergleich fällt etwas auf: Die neue Tafel ist ein wenig dünner, auch wenn die Umverpackung gleich geblieben ist. In vielen Supermärkten ist die alte Version noch mit 100 g gekennzeichnet, sodass dir der Unterschied erst beim genauen Vergleich ins Auge fällt.
Für dich bedeutet das konkret: Du zahlst vielleicht denselben Preis wie vorher, erhältst aber heimlich weniger Schokolade. Das ärgert dich – niemand möchte übers Ohr gehauen werden. Gleichzeitig macht dich diese Entdeckung hellwach: Wie oft hat der Hersteller wohl schon im Verborgenen an der Füllmenge gedreht? Deine überraschende Entdeckung im Schokoladenregal ist erst der Anfang einer ganzen Reihe von Fragen.
Schon früher sind aufmerksame Kundinnen über solche Tricks gestolpert, zum Beispiel bei Schokoriegeln oder Chips. Auch bei Tafelschokolade wie deiner merkt man es meist nur, wenn man die winzige Aufschrift auf der Verpackung vergleicht. Genau dieser unauffällige Verpackungstrick hat viele Konsumentinnen alarmiert und zu Diskussionen über Shrinkflation geführt. Es ist ein Trick, der nicht sofort ins Auge fällt: Auf der Verpackung prangt weiterhin das vertraute Milka-Motiv und „gleichbleibender Genuss“ – doch in Wahrheit hat sich etwas geändert. Du musst genau auf das Kleingedruckte achten, um zu erkennen, dass nun weniger drin ist. Dieses unbehagliche Gefühl verstärkt sich, wenn du die neue Tafel neben eine alte Version legst und der Unterschied klar wird. Noch im Supermarktregal fühlst du dich ertappt und fragst dich, warum das nicht deutlicher kommuniziert wurde. Bleib also aufmerksam.
2. Was genau ist Shrinkflation – und wie betrifft sie Dich?
Vielleicht fragst du dich jetzt: Was hat das mit mir zu tun? Der Begriff Shrinkflation kombiniert „shrink“ (schrumpfen) und Inflation. Es bezeichnet eine versteckte Preiserhöhung: Hersteller lassen Produkte im Gewicht schrumpfen, während sie Preis und Verpackungsdesign meist gleich lassen. Oder anders gesagt – es ist ein cleverer Verpackungstrick, der oft wie eine Mogelpackung wirkt. Du bezahlst am Ende pro Gramm mehr, selbst wenn der angezeigte Preis gleich geblieben ist.
Shrinkflation kann überall passieren – in der Süßwarenabteilung wie auch bei Lebensmitteln oder Haushaltswaren. Viele Produkte werden minimal kleiner: Neben Tafeln wie deiner Milka leiden zum Beispiel Chips, Marmelade oder Tiefkühlgerichte darunter. Für dich heißt das konkret: Du bekommst weniger Produkt für dein Geld. Im Regal fällt das oft erst auf, wenn du den Grundpreis vergleichst oder zwei Packungen nebeneinanderlegst. Ein direkter Produktvergleich macht den Trick sichtbar: Legst du zwei Tafeln derselben Sorte nebeneinander, fällt zum Beispiel ein Schokoladenstück weniger oder eine dünnere Tafel sofort auf. Deine Ersparnis beim Einkaufen schrumpft, weil die Unternehmen so dezent Preissteigerungen kaschieren.
Angesichts stark gestiegener Kosten für Zutaten und Energie kehren Hersteller lieber die Verpackung als den Preis um. Sie schreiben oft nur neue Gramm-Angaben auf die Packung, statt den Eurobetrag zu erhöhen. Für dich bedeutet das: Du musst genau hinschauen. Am Regal verrät dir der Grundpreis pro 100 g sofort, ob die Kosten heimlich gestiegen sind. Er steht klein auf dem Preisschild. Ein Blick auf die Regalkennzeichnung hilft hier weiter: Sobald du unter dem Banner von „altem“ Produktnamen einen höheren Grundpreis siehst, ist Vorsicht geboten. In der Praxis bedeutet Shrinkflation, dass du viele deiner täglichen Kaufentscheidungen überdenken musst. Immer wenn du bei einem gewohnten Produkt merkst, dass weniger drin ist, hast du es mit genau diesem Phänomen zu tun. Für dich als Konsument*in heißt das: Du bleibst wachsam und vergleichst sorgfältig, statt dich nur auf vertraute Verpackungen oder Werbeversprechen zu verlassen.
3. Warum Milka den Inhalt reduziert hat
Von offizieller Seite heißt es: Der Hersteller musste angesichts stark gestiegener Rohstoffpreise handeln. Kakao, Milchpulver, Zucker und selbst Energie oder Transport sind in den letzten Monaten deutlich teurer geworden. Viele Unternehmen in der Lebensmittelbranche reagieren darauf, indem sie Inhalte anpassen. Offenbar war dies auch bei Milka der Fall: Statt den Preis deutlich zu erhöhen, wurde im Hintergrund die Füllmenge reduziert. So lassen sich höhere Kosten zumindest teilweise weitergeben, ohne dass du an der Kasse gleich mehr zahlst.
Für dich bedeutet das konkret: Du bezahlst bei gleichem oder nur leicht gestiegenem Ladenpreis nun weniger Schokolade. Ein solcher Verpackungstrick soll offenbar den Anschein erwecken, dass alles unverändert bleibt. Tatsächlich aber steigt der Preis pro Gramm deutlich, wie ein Blick auf den Grundpreis pro 100 g zeigt. Du ahnst vielleicht schon, warum: Durch die Gewöhnung an gleiche Preise bleibst du eher beim Produkt, anstatt wegen einer klaren Preiserhöhung im Regal zu wechseln.
Viele Verbraucher empfinden diesen Schritt als Mogelpackung – und das ist nicht ganz falsch. Du fühlst dich getäuscht, weil die Verpackung fast gleich aussieht, aber weniger drin ist. Trotzdem bleiben die oben genannten Gründe gültig: Ohne Anpassung der Füllmenge wäre der Gewinn des Herstellers stark eingebrochen. Letztlich musst du als Konsument*in also erkennen, dass hinter der unscheinbaren Schrumpfung höhere Einkaufspreise stehen. Das zeigt sich auch am Grundpreis: Mit weniger Inhalt und ähnlichem Preis steigt der Wert pro 100 g Schokolade sichtbar. Deshalb lohnt es sich, beim nächsten Einkauf darauf zu schauen – so entdeckst du, ob ein Produkt geschrumpft ist.
Diese Maßnahme ist aus Sicht des Herstellers ein nötiger Kompromiss. Würde man stattdessen den Preis direkt anheben, wäre die Änderung sofort jedem auffallen. Durch die Reduzierung der Füllmenge bleibt das Milka-Erlebnis auf den ersten Blick gleich, während sich die höheren Rohstoffkosten verdeckt weitergeben. Für dich als Kund*in bedeutet das: Sei wachsam und lies genau. Ein kurzer Blick auf die Verpackung reicht nicht immer aus. Achte auf die Regalkennzeichnung und das Gewicht. Nur so kannst du sicherstellen, dass du bei jedem Kauf nicht unbemerkt draufzahlst.
4. Welche Rolle die steigenden Rohstoffpreise spielen
Ein Großteil des Problems liegt in den Rohstoffkosten, die du oft gar nicht direkt siehst. Kakao, Milchpulver, Zucker und andere Zutaten werden derzeit deutlich teurer gehandelt. In den letzten Jahren haben sich die Kakaopreise zeitweise fast verdoppelt, und auch Zucker stieg nach Ernteausfällen stark an. Milchpreise zogen wegen knapper Vorräte und Energiepreisen nach. Jede dieser Preissteigerungen treibt die Produktionskosten in die Höhe.
Für deine Milka-Tafel ist das entscheidend: Schokolade besteht zu einem großen Teil aus Kakao und Milchbestandteilen. Wenn also etwa Kakao knapp wird oder Verteuerungssteuern dazukommen, steigt der Kilopreis für Rohstoffe enorm. Genauso wirken sich höhere Energie- und Logistikkosten aus: Mehr Benzin und Strom verteuern jede einzelne Tafel, ohne dass du es sofort siehst. Dem Hersteller bleibt so nur, den Unterschied in Gramm auszugleichen. Du spürst diese Effekte überall im Supermarkt: Viele Grundnahrungsmittel sind ebenfalls teurer geworden. Dass gerade Schokolade im Regal schrumpft, ist also kein Zufall, sondern Ergebnis eines Gesamt-Trends.
Stark gestiegene Energie- und Transportkosten spielen ebenfalls mit hinein: Mehr Benzin und Strom verteuern jede einzelne Tafel, ohne dass du es sofort siehst. Dem Hersteller bleibt so nur, den Unterschied in Gramm auszugleichen. Kurz gesagt: Das Rohstoffkarussell auf dem Weltmarkt lässt deine Schokolade weniger Inhalt bieten, obwohl der Preis pro Tafel gleich erscheint. Diese versteckte Preiserhöhung überträgt sich über den Grundpreis auf dich. Während du im Supermarkt vielleicht nur einen kleinen Sticker mit „90 g“ entdeckst, haben sich hinter den Kulissen die Kosten dramatisch verändert.
Du spürst diese Effekte überall im Supermarkt: Viele Grundnahrungsmittel sind ebenfalls teurer geworden. Dass gerade Schokolade im Regal schrumpft, ist also kein Zufall, sondern Ergebnis eines Gesamt-Trends.
Diese Preisentwicklungen wirken sich letztlich wie eine schleichende Preiserhöhung aus, die du in deinem Einkaufswagen merkst – nicht etwa durch einen plötzlichen Preissprung auf dem Etikett, sondern durch die geringere Füllmenge deiner Schokolade.
5. Verpackung bleibt gleich – aber der Inhalt schrumpft
Genau hier entsteht das Gefühl der Täuschung: Die Milka-Verpackung wirkt wie immer. Höhe, Breite und Design der Tafel sind unverändert geblieben. Erst auf den zweiten Blick siehst du: Die Platte selbst ist nun dünner. Hältst du die neue 90-g-Tafel neben eine alte 100-g-Version, fällt der Unterschied sofort auf. Im Alltag bemerkst du es hingegen oft nur, wenn du genau hinschaust – die Umverpackung verrät den Trick nicht.
Eine echte Mogelpackung eben. Auf den ersten Blick ändert sich nichts, doch auf der Rückseite steht plötzlich „90 g“. Auf deinem Einkaufsschild im Supermarkt war vielleicht noch der Grundpreis für 100 g vermerkt. Manchmal hilft nur, die Regalkennzeichnung zu prüfen: Der Preis pro 100 g steigt mit kleinerer Füllmenge. Ohne Vergleich käme dir die Tafel fast normal vor, obwohl die Füllmenge schlank gemacht wurde.
Milka setzt offensichtlich darauf, dass die kleinen Veränderungen kaum auffallen. Verpackungstricks wie dieser nutzen unser Vertrauen ins gewohnte Design: Du erwartest 100 g und übersiehst beim schnellen Griff ins Regal die 10 g weniger. Dieses bewusste Verschweigen der Reduktion macht den Packungsinhalt de facto teurer, ohne dass es offiziell als Preiserhöhung erscheint. Du als Kunde solltest deshalb besonders genau auf Gewichtsangaben und Grundpreise achten, um nicht doch aufzufallen, wenn der Inhalt tatsächlich geschrumpft ist. Bleib also aufmerksam.
6. Verbraucherschützer schlagen Alarm
Du bist damit nicht allein: Verbraucherschützer kritisieren solche Maßnahmen scharf. Sie sprechen von einem intransparenten Verpackungstrick und einer verdeckten Preiserhöhung. Nach ihrer Auffassung fühlt sich hier jeder Kunde hinters Licht geführt. Solche Fälle werden als klassische Mogelpackung bezeichnet. Die Experten fordern deutliche Konsequenzen: Sie verlangen, dass jede Reduktion der Füllmenge klar gekennzeichnet wird, damit niemand durch das Design in die Irre geführt wird.
Im Milka-Fall bemängeln sie vor allem, dass die Änderung kaum ersichtlich kommuniziert wurde. So sieht aus Kundensicht der Supermarktpreis stabil aus, während die Ware heimlich geschrumpft ist. Verbraucherzentralen und -vereinigungen drängen deshalb auf mehr Transparenz: Zum Beispiel soll auf der Verpackung oder am Regal deutlich stehen, dass es nun 90 statt 100 g sind. Bislang gibt es in Deutschland nur lose Regelungen; in der Schweiz und einigen anderen Ländern wurden bereits strengere Verbote gegen solche Verpackungstricks erlassen.
Verbraucherschützer warnen: Wer sich täuschen lässt, zahlt unnötig drauf. Sie kritisieren, dass die Hersteller mit diesem Spiel ihr Gewissen beruhigen und den Kunden mehr berechnen, obwohl die Werbung weiterhin auf „alten“ Daten beruht. Dein Vertrauen darf nicht so missbraucht werden. Sie appellieren an dich: Beharrlich aufmerksam bleiben und genau auf die Regalkennzeichnung achten. Dein Blick auf die Regalaufschrift muss schärfer werden, das aufgedruckte Gewicht sorgfältig gelesen. Dein Einkauf soll nicht zur Falle werden, nur weil du einer bunten Verpackung vertraut hast.
Dabei geht es um dein Vertrauen als Verbraucher: Viele fordern, dass Täuschung dieser Art gesetzlich unterbunden wird. Im Moment appellieren Verbraucherschützer an Milka und andere Hersteller, von sich aus offener zu informieren, statt nur heimlich Grammzahlen zu kürzen. Sie weisen darauf hin, dass der klare Hinweis „90 g“ auf der Verpackung Pflicht werden sollte, damit niemand mehr ohne Weiteres übers Ohr gehauen wird.
In anderen Ländern wie der Schweiz gibt es schon Regelungen gegen solche Verpackungstricks. In Deutschland wird darüber diskutiert, ob ähnliche Gesetze nötig sind. Bis es so weit ist, liegt es an dir, nicht blind zu vertrauen. Dein Blick auf die Regalkennzeichnung muss schärfer werden, die aufgedruckten Gramm genau gelesen. Das Einzige, was im Zweifelsfall wirklich hilft, ist deine Aufmerksamkeit – so lassen sich verkappte Preiserhöhungen entlarven.
7. Wie Du im Supermarkt Preisfallen erkennst
Wenn du künftig im Supermarkt bist, kannst du solche Preisfallen leicht umgehen. Zuerst ein Blick auf die Regalkennzeichnung: Dort steht normalerweise der Grundpreis pro 100 g. Vergleiche ihn mit dem früheren Niveau ähnlicher Tafeln. Steigt der Grundpreis an, ist Vorsicht geboten. Achte außerdem immer auf das Gewicht, das auf der Verpackung angegeben ist – manchmal steht es ganz klein an der Ecke.
Halte zwei Packungen nebeneinander: Eine vom alten und eine vom neuen Motiv. Oft fällt dir dann sofort auf, wie dünn die neue Tafel geworden ist. Wenn du kein altes Exemplar hast, leg einfach zwei verschiedene Sorten, die vorher 100 g hatten, Seite an Seite. Ein direkter Produktvergleich zeigt dir, ob eine kleiner ist.
Prüfe beim Einkauf, ob der ausgewiesene Preis pro 100 g höher ist als erwartet. Auch wenn alle 90-g-Milkas gleich viel kosten, ist deren Grundpreis höher als zuvor. Im Zweifelsfall hilft dir eine simple Rechnung: Teile den Preis durch das Gewicht und multipliziere mit 100, um den aktuellen Preis pro 100 g zu ermitteln.
Achte auf eines: Verlasse dich nicht auf das bekannte Milka-Logo oder bunte Werbung. Halte jede Tafel für sich – lies das Kleingedruckte und rechne nach. Vergleiche zum Beispiel den Preis pro Kilogramm: Wenn du für 90 g fast so viel zahlst wie früher für 100 g, stimmt etwas nicht. Eine Faustregel: Jeder Griff ins Regal sollte gleichzeitig ein kleiner Grundpreis-Check sein. Erst die Menge anschauen, dann den Etikettenpreis und Grundpreis vergleichen. Nur so entlarvst du aufmerksamer die versteckten Preiserhöhungen. Bleib also wachsam.
8. Diese Milka-Sorten sind besonders betroffen
Ganz konkret hat es vor allem die bekannten Milka-Klassiker erwischt. Die Füllmengenreduktion gilt insbesondere für Tafeln, die früher 100 g hatten: Milka Alpenmilch, Milka Noisette, Milka Weiße oder Milka Haselnuss sind jetzt nur noch 90 g schwer. Auch Schokoladen mit Zusätzen schrumpfen: Milka Kuhflecken und Milka Zartherb etwa enthalten nun weniger Schokolade pro Tafel. Einige Varianten wie die Milka Luflée oder Oreo-Sandwich waren übrigens schon vorher knapp unter 100 g (etwa 90 oder 92 g) und sind ebenfalls in der kleineren Kategorie gelandet.
Außerdem sind Nebenformen betroffen: Große XXL-Tafeln wurden ebenfalls verkleinert – einige 270-g-Varianten sind jetzt 250 g schwer. Wer genau hinschaut, sieht sogar Unterschiede bei Packungsdesigns: Die Angaben auf der Rückseite zeigen, dass ganz unterschiedliche Sorten von verschmälerten Füllmengen betroffen sind. Diese Beispiele zeigen, dass viele Milka-Produkte, die du vorher gewohnt warst, nun weniger Inhalt bieten – ein deutlicher Hinweis auf die versteckte Preiserhöhung durch Shrinkflation.
Das betrifft allerdings nicht alle Variationen: Einige besondere Sorten und Editionen (etwa Milka Erdbeer oder Double Choc) waren schon früher anders gewichtet. Die oben genannten Beispiele zeigen aber, dass viele Produkte, die früher 100 g hatten, nun in der 90-g-Klasse angekommen sind. Die genaue Liste kann sich ändern – Hersteller versuchen oft Schritt für Schritt, an der Füllmenge zu drehen. Diese Milka-Sorten wurden bereits angepasst, andere könnten folgen.
Beim nächsten Einkauf solltest du deshalb auch nachsehen: Manchmal fällt es nur auf, wenn du zwei Tafeln derselben Sorte vergleichst. Deine Aufmerksamkeit für solche Details schützt dich davor, im Supermarkt zur Kasse zu laufen und später festzustellen, dass du für deine Lieblingsschokolade mehr bezahlt hast, obwohl das von außen nicht sichtbar war.
9. Was Du als Konsument jetzt tun kannst
Auch du hast es in der Hand, auf diesen Verpackungstrick zu reagieren. Zuerst kannst du dein Einkaufsverhalten anpassen: Vergleiche Milka mit anderen Marken und greife gegebenenfalls zu einer Sorte, die noch 100 g oder mehr anbietet. Achte beim Einkaufen immer auf den Grundpreis und die Füllmenge, um im Supermarkt die bessere Wahl zu treffen. Wenn du erst beim Kassenbon siehst, dass sich etwas geändert hat, bist du vielleicht zu spät – prüfe deshalb schon beim Nachfüllen deines Warenkorbs die Angaben.
Verbraucherschützer empfehlen außerdem, den Dialog zu suchen: Sprich mit anderen Verbraucher*innen, teile deine Erfahrung im Bekanntenkreis oder in Internet-Foren, um auf die Sache aufmerksam zu machen. Auch beim Supermarktpersonal oder Hersteller kannst du dein Feedback loswerden. Beschwerde beim Hersteller oder beim Verbraucherbewusstsein einzulegen, schadet nicht. Wenn viele Kunden ihren Unmut äußern, steigt der Druck, solche Verpackungstricks zu ändern.
Denke immer daran: Eine Markierung im Kleingedruckten kann schon einen echten Unterschied machen. Du hast es in der Hand, dich zu informieren – durch aufmerksames Lesen und Vergleichen vermeidest du jede unangenehme Überraschung.
Wenn du merkst, dass Milka oder andere Marken nachgezogen haben, kannst du direkt reagieren: Tausche die Produkte am Regal aus oder frag nach. Wenn du etwas kaufst, das dir merkwürdig vorkommt, gehe lieber auf Nummer sicher und wähle ein anderes Produkt.
Nur du entscheidest, ob dir der Inhalt seinen Preis wert ist. Bleib kritisch: Frage dich bei jeder Milka-Tafel, ob die Menge inhaltlich zum Preis passt. So behältst du stets die Kontrolle über dein Geld und entlarvst versteckte Tricks.
10. Was sich in Zukunft ändern könnte – ein Ausblick
Das Beispiel Milka könnte langfristig zu neuen Regeln führen. Verbraucher verlangen zunehmend Aufklärung: Vielleicht wird schon bald gesetzlich vorgeschrieben, dass bei einer Inhaltsreduktion ein deutlicher Hinweis auf der Verpackung oder im Regal angebracht sein muss. In einigen Ländern überlegen Politiker ähnlich schärfere Kennzeichnungspflichten. Wenn das geschieht, müssen Hersteller wie Milka ihren Verpackungstrick offenlegen – etwa durch ein „90 g“-Label in auffälliger Größe.
Auch technologiegestützte Lösungen sind denkbar. Man könnte Standard-Apps entwickeln, die automatisch auf die Füllmenge hinweisen, wenn du einen Barcode scannst. Im Supermarkt könnten Preisschilder neben dem Produkt kurzfristig Warnungen enthalten, wenn sich das Gewicht geändert hat. Solche Ideen stehen zwar noch am Anfang, werden aber diskutiert, weil Verbraucherbewegungen Druck machen. Deine Wachsamkeit heute könnte die Verpackung von morgen mitgestalten.
Prinzipiell hoffen viele, dass mehr Transparenz zu weniger Shrinkflation führt. Vielleicht werden gesetzliche Kennzeichnungsregeln kommen und die Milka-Tafeln künftig ehrlicher gekennzeichnet sein müssen. Wichtig bleibt aber, was du jetzt tust: Dein aufmerksames Einkaufsverhalten und dein Wille zu vergleichen machen den Unterschied. Solange Hersteller nach Schlupflöchern suchen, behältst du durch sorgfältiges Lesen immer die Kontrolle über dein Geld. Nur so stellst du sicher, dass du auch in Zukunft echte 100 g Schokolade bekommst und nicht still und leise draufzahlst.
Vergleich: Alte vs. neue Milka-Tafeln
| Sorte | Früheres Gewicht | Aktuelles Gewicht | Früherer Grundpreis/100g | Neuer Grundpreis/100g |
|---|---|---|---|---|
| Alpenmilch | 100 g | 90 g | 1,10 € | 1,22 € |
| Haselnuss | 100 g | 90 g | 1,50 € | 1,67 € |
| Noisette | 100 g | 90 g | 1,30 € | 1,44 € |
| Weiße | 100 g | 90 g | 1,20 € | 1,33 € |
| Zartherb | 100 g | 90 g | 1,40 € | 1,56 € |









