Was ist eine Jus?
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Eine Jus ist weit mehr als nur eine einfache Sauce. Sie ist ein kulinarisches Meisterwerk, das durch Zeit, Sorgfalt und Reduktion entsteht. Oft wird sie mit edlen Fleischgerichten wie Rinderfilet, Lammkarree oder Entenbrust serviert, doch ihre Vielseitigkeit reicht weit über klassische Kombinationen hinaus. Die Basis für eine Jus sind hochwertige Zutaten wie Fleischknochen, Gemüse, Wein und Brühe. Durch langes Einkochen konzentrieren sich Geschmack und Aromen, wodurch eine Jus intensiver, geschmeidiger und tiefgründiger wird als herkömmliche Bratensaucen. In der gehobenen Küche ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil, der Gerichte veredelt und auf eine neue Geschmacksstufe hebt. Dabei ist nicht nur das Rezept entscheidend, sondern auch das Verständnis für die Zubereitung: Welche Knochen wählst Du? Welche Aromen willst Du betonen? Wie lange kochst Du ein, ohne die Balance zu verlieren?
In diesem Artikel erfährst Du alles über die Grundlagen, Zutaten, Zubereitung, Unterschiede zu anderen Saucen, Tipps aus der Profiküche und kreative Varianten. So wirst Du selbst zum Saucenprofi – und Deine Gäste zum Staunen bringen.

Was ist eine Jus?
Inhaltsverzeichnis
- Der Begriff „Jus“ – eine kurze Begriffsklärung
- Worin sich Jus von Bratensauce unterscheidet
- Die wichtigsten Zutaten für eine klassische Jus
- Die Bedeutung von Röstaromen und Deglacieren
- Der Einfluss von Wein, Portwein und Sherry
- Knochen und Abschnitte – die Grundlage für Geschmack
- Gemüse und Kräuter in der Jus-Zubereitung
- Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine dunkle Jus
- Die helle Jus – eine elegante Alternative
- Fehler bei der Zubereitung und wie Du sie vermeidest
- Tipps für die perfekte Konsistenz
- Aufbewahrung und Haltbarkeit von Jus
- Kreative Varianten: Fruchtige, asiatische und vegane Jus
- Die Rolle der Jus in der Sterneküche
- Fazit: Warum Du Jus in Deiner Küche nicht missen solltest
- Rezepte
1. Der Begriff „Jus“ – eine kurze Begriffsklärung
Der Begriff „Jus“ stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich übersetzt einfach „Saft“. In der Küche versteht man darunter allerdings nicht irgendeinen Saft, sondern den konzentrierten Bratensaft, der beim Garen von Fleisch entsteht – oder daraus gezielt hergestellt wird. In Frankreich gehört Jus zum Standardrepertoire, wird dort oft ohne zusätzliche Bindemittel gekocht und lebt ganz von seiner geschmacklichen Tiefe. In Deutschland wird der Begriff inzwischen auch in der gehobenen Küche und bei ambitionierten Hobbyköchen verwendet. Es handelt sich also nicht um eine Sauce im klassischen Sinn, sondern um eine stark eingekochte Reduktion aus Knochen, Fleischabschnitten, Gemüse, Wein und Kräutern, die ohne Mehlschwitze auskommt. Die Jus steht für Natürlichkeit und Intensität – und genau das unterscheidet sie von gewöhnlichen Bratensaucen.
2. Worin sich Jus von Bratensauce unterscheidet
Oft wird die Jus mit einer Bratensauce verwechselt, doch die Unterschiede sind gravierend – sowohl in der Zubereitung als auch im Geschmack. Eine klassische Bratensauce wird oft mit Mehl, Stärke oder Sahne gebunden, wodurch sie sämig und manchmal auch etwas schwer wirkt. Die Jus hingegen ist konzentriert, klarer und geschmacklich deutlich intensiver. Statt auf Bindemittel setzt sie auf Reduktion: Du lässt die Flüssigkeit so lange einkochen, bis sie eine sirupartige Konsistenz erreicht. Dabei bleibt der Geschmack rein und unverfälscht. Auch in der Farbe unterscheiden sich Jus und Bratensauce deutlich: Eine Jus ist tiefbraun und glänzend, während Bratensaucen eher milchig oder stumpf wirken können. Wenn Du also bei Deinem nächsten Festessen Eindruck machen möchtest, ist eine selbstgemachte Jus genau das Richtige.
3. Die wichtigsten Zutaten für eine klassische Jus
Die Grundlage jeder guten Jus sind hochwertige Zutaten. Unverzichtbar sind Fleischknochen – am besten Kalb, Rind oder Wild. Diese sorgen nicht nur für Geschmack, sondern auch für die gewünschte Gelatine, die der Jus beim Abkühlen ihre leichte Bindung verleiht. Daneben brauchst Du Röstgemüse wie Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch – auch bekannt als Mirepoix. Für die Tiefe des Aromas kommen Rotwein oder Portwein zum Einsatz. Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Lorbeerblätter sowie Knoblauch runden die Komposition ab. Auch Tomatenmark ist wichtig: Es verleiht der Jus eine schöne Farbe und unterstützt die Umami-Note. Je besser die Zutaten, desto feiner wird das Ergebnis. Verwende deshalb möglichst frische und unbehandelte Produkte.
4. Die Bedeutung von Röstaromen und Deglacieren
Ein zentrales Element bei der Jus-Zubereitung sind Röstaromen – sie sind der Schlüssel zum vollen Geschmack. Du erreichst sie, indem Du die Knochen und das Gemüse bei hoher Hitze im Ofen oder Topf anröstest, bis sie eine kräftige Bräunung zeigen. Das darf ruhig ein bisschen dunkel werden, aber nicht verbrannt – sonst wird die Jus bitter. Nach dem Rösten kommt das Deglacieren: Dabei löst Du die Röststoffe mit Flüssigkeit – meist Wein – ab. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, um die Aromen vollständig zu extrahieren. Genau diese Kombination aus Rösten und Deglacieren sorgt für die geschmackliche Tiefe, die eine gute Jus auszeichnet.
5. Der Einfluss von Wein, Portwein und Sherry
Alkohol spielt eine wichtige Rolle in der Jus. Rotwein, Portwein oder Sherry geben nicht nur Säure und Frucht, sondern intensivieren das Aroma und fördern die Umami-Komponente. Besonders Portwein sorgt für eine feine Süße und eine samtige Tiefe. Wichtig ist, dass Du hochwertige Weine verwendest – schließlich kochst Du sie ein und konzentrierst dadurch nicht nur ihre Aromen, sondern auch eventuelle Fehler. Ein billiger Fusel wird nach dem Einkochen nicht besser – ganz im Gegenteil. Wähle also einen Wein, den Du auch trinken würdest. Besonders edel wird Deine Jus, wenn Du verschiedene Weine kombinierst oder mit Madeira verfeinerst.
6. Knochen und Abschnitte – die Grundlage für Geschmack
Die Wahl der Knochen hat großen Einfluss auf den Geschmack Deiner Jus. Kalbsknochen liefern besonders viel Gelatine und sorgen für eine schöne Bindung, während Rinderknochen kräftigere Aromen beisteuern. Wildknochen bringen eine herbe Note mit und passen ideal zu herbstlichen Gerichten. Wichtig ist, dass die Knochen frisch sind und gut zerkleinert werden, damit die Aromen beim Rösten und Kochen vollständig austreten können. Auch Fleischabschnitte, Sehnen und Hautstücke kannst Du mitverwenden – sie intensivieren den Geschmack zusätzlich. Achte jedoch darauf, keine zu fetten Teile zu nutzen, sonst wird die Jus ölig und schwer.
7. Gemüse und Kräuter in der Jus-Zubereitung
Neben den Knochen ist das Gemüse ein unverzichtbarer Bestandteil. Die klassische Kombination aus Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch – oft auch als Wurzelgemüse-Mix bezeichnet – bringt Süße, Würze und Tiefe. Tomatenmark sorgt für Farbe und Umami. Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Lorbeer oder Petersilie geben der Jus ihre individuelle Note. Auch Knoblauch, Piment, Wacholder oder Nelken können sparsam eingesetzt werden. Doch Vorsicht: Weniger ist oft mehr. Die Jus lebt von einer harmonischen Abstimmung, nicht von Überwürzung. Du kannst am Ende auch noch frische Kräuter hineingeben, um zusätzliche Frische zu erzielen.
8. Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine dunkle Jus
Für eine klassische dunkle Jus gehst Du folgendermaßen vor: Röste zunächst die Knochen im Ofen kräftig an. Gib dann das Gemüse hinzu und bräune es mit. Füge das Tomatenmark hinzu und rühre es gut unter, bis es leicht karamellisiert. Jetzt löschst Du alles mit Rotwein ab, lässt es einkochen und wiederholst den Vorgang mehrmals. Danach gibst Du Wasser oder Brühe dazu, fügst die Kräuter hinzu und lässt alles bei niedriger Hitze mehrere Stunden simmern. Anschließend seihe die Flüssigkeit durch ein feines Sieb ab und reduziere sie weiter, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht. Abschmecken – fertig.
9. Die helle Jus – eine elegante Alternative
Neben der dunklen gibt es auch die helle Jus – zum Beispiel auf Basis von Kalb, Geflügel oder Kaninchen. Hier verzichtest Du auf das starke Anrösten der Knochen und auf dunkle Zutaten wie Tomatenmark oder Rotwein. Stattdessen arbeitest Du mit Weißwein, heller Brühe und hellen Gemüsesorten. Auch bei der hellen Jus ist das Ziel eine klare, konzentrierte Flüssigkeit mit feinem Aroma. Sie passt besonders gut zu hellem Fleisch wie Kalb, Geflügel oder Fisch und wirkt insgesamt eleganter und leichter. In der feinen Küche wird sie oft als „Jus blanc“ bezeichnet.
10. Fehler bei der Zubereitung und wie Du sie vermeidest
Typische Fehler bei der Jus-Zubereitung lassen sich leicht vermeiden. Einer der häufigsten ist das Verbrennen der Knochen – das führt zu bitterem Geschmack. Röste sie lieber langsam und kontrolliert. Auch das Überwürzen kann problematisch sein: Wenige Kräuter und Gewürze reichen völlig aus. Ein weiterer Fehler ist das Verwenden von zu wenig Flüssigkeit beim Deglacieren – dadurch brennen die Röststoffe an und werden unbrauchbar. Achte zudem darauf, die Jus regelmäßig abzuschäumen, damit sie klar bleibt. Und: Eine Jus braucht Zeit. Schnell mal eben gekocht wird sie nie perfekt. Plane also genug Zeit ein und sei geduldig.
11. Tipps für die perfekte Konsistenz
Die ideale Konsistenz einer Jus ist leicht sirupartig, geschmeidig und glänzend. Sie soll sich wie ein seidiger Film über das Fleisch legen – nicht zu dickflüssig, aber auch nicht wässrig. Um das zu erreichen, musst Du die Flüssigkeit langsam und gleichmäßig reduzieren. Vermeide dabei starkes Kochen, denn das kann die Aromen zerstören oder die Jus trüb machen. Wichtig ist auch, dass Du sie regelmäßig abschäumst – dadurch entfernst Du Unreinheiten und Fett. Wenn Dir die Konsistenz am Ende noch zu dünn ist, kannst Du sie durch weiteres Reduzieren konzentrieren. Vermeide jedoch den Einsatz von Mehl oder Stärke – das ist nicht typisch für eine Jus und beeinträchtigt die Klarheit und Eleganz.
12. Aufbewahrung und Haltbarkeit von Jus
Eine selbstgemachte Jus kannst Du problemlos einige Tage im Kühlschrank aufbewahren – am besten in einem luftdichten Behälter. Dank der Reduktion und Gelatine ist sie von Natur aus etwas haltbarer als viele andere Saucen. Noch besser: Du kannst die Jus portionsweise einfrieren – in Eiswürfelformen oder kleinen Gläsern. So hast Du immer eine hochwertige Basis zur Hand, wenn Du schnell ein Gericht verfeinern möchtest. Beim Aufwärmen solltest Du sie vorsichtig erhitzen und nicht aufkochen, um die feine Struktur und den Glanz zu bewahren. Ein kleiner Trick: Ein Stück kalte Butter am Ende eingerührt macht die Jus besonders samtig.
13. Kreative Varianten: Fruchtige, asiatische und vegane Jus
Auch wenn die klassische Jus auf Fleisch basiert, kannst Du kreative Varianten ausprobieren. Fruchtige Jus auf Basis von Preiselbeeren, Johannisbeeren oder Orangen passen wunderbar zu Wild oder Ente. Asiatische Versionen mit Sojasauce, Ingwer und Sternanis geben Rind- oder Schweinegerichten eine exotische Note. Und selbst vegane Varianten sind möglich – mit geröstetem Gemüse, Pilzen, Rotwein und Gewürzen kannst Du eine erstaunlich geschmacksintensive Sauce zaubern. Hier sorgt Agar-Agar oder Tapiokastärke für eine sanfte Bindung. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – entscheidend ist die Balance zwischen Süße, Säure und Umami.
14. Die Rolle der Jus in der Sterneküche
In der Sterneküche ist die Jus ein zentrales Element und wird oft als Höhepunkt eines Gerichts inszeniert. Sie steht für Handwerkskunst, Geduld und Raffinesse. Köche auf höchstem Niveau investieren Stunden oder gar Tage in die perfekte Jus – mit mehrfach gerösteten Knochen, fein abgestimmten Reduktionen und speziellen Aromaträgern. Manchmal wird sogar jede Portion individuell mit etwas frischem Jus aufgegossen, um den Geschmack exakt zu steuern. Für viele Profis ist sie das, was ein Gericht wirklich vollendet – denn sie bringt die Aromen zusammen und lässt das Gericht auf dem Teller harmonisch wirken. Wenn Du also wie ein Sternekoch kochen möchtest, ist die Jus Dein wichtigstes Werkzeug.
15. Fazit: Warum Du Jus in Deiner Küche nicht missen solltest
Eine gut gemachte Jus ist kein Luxus, sondern eine lohnende Investition in Geschmack. Sie verleiht Deinen Gerichten Tiefe, Eleganz und einen Hauch von Gourmet-Küche. Ob klassisch, kreativ oder vegan – mit etwas Übung kannst Du sie ganz einfach selbst zubereiten. Du brauchst keine teure Ausrüstung, sondern nur Zeit, Geduld und gute Zutaten. Wenn Du die Prinzipien verstehst und die Techniken beherrschst, wirst Du bald nicht mehr auf Jus verzichten wollen. Sie ist mehr als nur eine Sauce – sie ist ein Ausdruck von Kochkunst, Hingabe und Liebe zum Detail. Trau Dich, experimentiere und genieße das Ergebnis auf Deinem Teller.
Tabelle: Zutaten und Varianten im Überblick
Hier ist die Tabelle mit 25 verschiedenen Jus, alphabetisch sortiert und jeweils mit den wichtigsten Merkmalen ergänzt:
| Name der Jus | Hauptzutaten | Geeignet für | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Apfeljus | Äpfel, Apfelsaft, Weißwein, Schalotten | Schwein, Ente, Kalb | fruchtig, leicht süß-säuerlich |
| Asiatische Jus | Rinderfond, Sojasauce, Ingwer, Sternanis | Rind, Schwein | exotisch, würzig, mit Umami |
| Balsamicojus | Rinderfond, Balsamico, Zucker, Schalotten | Rind, Lamm, Ente | süß-säuerlich mit Tiefe |
| Birnenjus | Birnensaft, Schalotten, Weißwein | Ente, Kalb, Wild | mild süß, feine Fruchtnote |
| Curryjus | Gemüsefond, Curry, Kokosmilch, Ingwer | Geflügel, Gemüse | pikant, leicht exotisch |
| Entenjus | Entenkarkassen, Rotwein, Orange, Gewürze | Ente, Gans | intensiv, leicht fruchtig |
| Fischjus | Fischgräten, Weißwein, Schalotten | Fisch, Meeresfrüchte | leicht, klar, maritim |
| Fruchtige Wildjus | Wildknochen, Beeren, Portwein, Kräuter | Reh, Hirsch, Wildschwein | süßlich-herb mit Tiefe |
| Geflügeljus | Geflügelkarkassen, Weißwein, Wurzelgemüse | Hähnchen, Pute, Kalb | leicht, fein aromatisch |
| Gemüseschalenjus | Gemüseschalen, Kräuter, Weißwein | Vegetarische Küche | nachhaltig, geschmacksintensiv |
| Helle Kalbsjus (Jus blanc) | Kalbsknochen, Weißwein, helle Brühe | Kalb, Fisch, Geflügel | fein, hell, elegant |
| Johannisbeerjus | Johannisbeeren, Portwein, Schalotten | Wild, Lamm, Ente | säuerlich-fruchtig |
| Kalbsjus | Kalbsknochen, Rotwein, Gemüse | Kalb, Rind | klassisch, sehr aromatisch |
| Kaninchenjus | Kaninchenkarkassen, Weißwein, Wurzelgemüse | Kaninchen, Kalb | zart, fein, hell |
| Kräuterjus | Gemüsefond, frische Kräuter, Weißwein | Fisch, Geflügel, Gemüse | frisch, aromatisch |
| Lammjus | Lammknochen, Rotwein, Knoblauch, Rosmarin | Lamm | kräftig, mediterran |
| Madeira-Jus | Rinderfond, Madeirawein, Schalotten | Rind, Kalb, Lamm | süßlich, edel |
| Mangojus | Mango, Weißwein, Limette, Chili | Fisch, Geflügel | fruchtig-exotisch |
| Morcheljus | Morcheln, Pilzfond, Weißwein | Kalb, Geflügel | erdig, tief aromatisch |
| Orangenjus | Orangen, Portwein, Entenfond | Ente, Gans, Wild | süß-säuerlich, aromatisch |
| Pilzjus | Steinpilze, Champignons, Gemüsefond | Vegetarische und vegane Gerichte | umami-reich, fleischlos |
| Portwein-Jus | Rinderknochen, Portwein, Kräuter | Rind, Wild, Lamm | süßlich, tief, samtig |
| Rinderjus | Rinderknochen, Rotwein, Tomatenmark | Rind, Lamm | kräftig, dunkel |
| Sherryjus | Rind oder Kalb, Sherry, Rosmarin | Rind, Kalb, Wild | nussig, leicht süß, edel |
| Vegane Jus | Röstgemüse, Pilze, Rotwein, Kräuter | Vegetarische und vegane Gerichte | kräftig, vollkommen fleischfrei |
16. Rezept-Beispiele
Hier bekommst Du 10 raffinierte Jus-Rezepte, jeweils mit genauen Mengenangaben und präziser Zubereitung. Die Auswahl reicht von klassischen Varianten bis hin zu fruchtigen und veganen Alternativen – ideal, um Deine Gerichte geschmacklich auf ein neues Niveau zu bringen.
1. Klassische Kalbsjus
Zutaten:
-
2 kg Kalbsknochen
-
2 Karotten
-
2 Zwiebeln
-
½ Sellerieknolle
-
2 EL Tomatenmark
-
200 ml Rotwein
-
2 l Wasser
-
1 Lorbeerblatt, 1 Zweig Thymian
-
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Knochen im Ofen bei 220 °C 40 Minuten rösten. Grob geschnittenes Gemüse zugeben, 20 Minuten mitrösten. Tomatenmark einrühren, kurz anrösten. Mit Rotwein ablöschen, einkochen. Alles in einen Topf geben, Wasser und Gewürze zufügen. 5 Stunden köcheln, absieben, reduzieren auf ca. 300 ml.
2. Rinderjus mit Portwein
Zutaten:
-
2 kg Rinderknochen
-
3 EL Tomatenmark
-
2 Zwiebeln, 2 Karotten
-
250 ml Portwein
-
1 l Rinderfond
-
Rosmarin, Thymian, Lorbeer
-
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Knochen und Gemüse kräftig im Ofen rösten, Tomatenmark zufügen. Mit Portwein ablöschen, reduzieren. Fond und Kräuter zugeben, 4 Stunden simmern. Absieben, auf 250 ml einkochen. Abschmecken.
3. Helle Geflügeljus (Jus blanc)
Zutaten:
-
1,5 kg Hähnchenkarkassen
-
1 Zwiebel, 2 Karotten
-
1 Lauchstange
-
200 ml Weißwein
-
1 l Geflügelfond
-
1 Lorbeerblatt, Thymian
-
1 EL Butter
Zubereitung:
Karkassen goldbraun anrösten, Gemüse zugeben, 10 Minuten mitrösten. Mit Weißwein ablöschen, Fond und Kräuter zugeben. 3 Stunden leicht köcheln. Absieben, auf ca. 200 ml einkochen, mit Butter montieren.
4. Fruchtige Wildjus mit Johannisbeeren
Zutaten:
-
1,5 kg Wildknochen
-
2 Zwiebeln, 2 Karotten
-
200 ml Rotwein
-
2 EL Johannisbeergelee
-
1 l Wildfond
-
Wacholder, Lorbeer, Thymian
Zubereitung:
Knochen und Gemüse rösten, mit Rotwein ablöschen. Gelee einrühren, Fond und Gewürze zugeben. 4 Stunden simmern, absieben, auf ca. 250 ml einkochen. Abschmecken.
5. Vegane Pilzjus
Zutaten:
-
500 g braune Champignons
-
100 g getrocknete Steinpilze
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2 Zwiebeln, 2 Karotten
-
2 EL Sojasauce
-
100 ml Rotwein
-
1 l Gemüsefond
-
Lorbeer, Pfeffer
Zubereitung:
Pilze und Gemüse anrösten, mit Rotwein ablöschen. Sojasauce und Fond zugeben, 2 Stunden leicht köcheln. Absieben, kräftig einkochen. Optional mit etwas Stärke leicht binden.
6. Asiatische Rinderjus
Zutaten:
-
2 kg Rinderknochen
-
2 Zwiebeln, 2 Karotten
-
3 EL Sojasauce
-
1 Sternanis, 2 Scheiben Ingwer
-
200 ml Reiswein (oder Weißwein)
-
1 l Wasser
Zubereitung:
Knochen und Gemüse rösten, mit Reiswein ablöschen, stark einkochen. Wasser, Sojasauce, Ingwer, Sternanis zugeben. 3–4 Stunden köcheln, durch Sieb passieren. Reduzieren bis sämig.
7. Balsamicojus
Zutaten:
-
1 kg Rinderknochen
-
2 Zwiebeln
-
100 ml Rotwein
-
3 EL Balsamico
-
1 EL Zucker
-
750 ml Rinderfond
Zubereitung:
Knochen und Zwiebeln rösten, Zucker karamellisieren, mit Rotwein und Balsamico ablöschen. Fond zugeben, 2 Stunden köcheln, passieren, reduzieren.
8. Jus mit Sherry
Zutaten:
-
1,5 kg Kalbsknochen
-
2 Zwiebeln, 2 Karotten
-
200 ml Sherry (amontillado)
-
1 l Kalbsfond
-
Thymian, Lorbeer
Zubereitung:
Knochen rösten, Gemüse zugeben, Tomatenmark optional. Mit Sherry ablöschen, stark einkochen. Fond und Gewürze zugeben, 3 Stunden simmern. Absieben, auf 300 ml einkochen.
9. Jus mit Mango und Chili
Zutaten:
-
1 Mango (reif)
-
1 Zwiebel
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1 kleine Chilischote
-
100 ml Weißwein
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500 ml Geflügelfond
Zubereitung:
Zwiebel und Chili anbraten, Mangowürfel zugeben. Mit Weißwein ablöschen, einkochen. Fond zugeben, 1 Stunde leicht köcheln, pürieren und passieren. Reduzieren bis sämig.
10. Kräuterjus
Zutaten:
-
1 kg Kalbsknochen
-
2 Zwiebeln, 1 Lauchstange
-
1 Bund Kräuter (Petersilie, Thymian, Estragon)
-
150 ml Weißwein
-
800 ml Kalbsfond
Zubereitung:
Knochen und Gemüse rösten, mit Weißwein ablöschen. Fond und gehackte Kräuter zufügen, 3 Stunden simmern. Absieben, einkochen, mit frischen Kräutern aromatisieren.






