Welche gängigen Kohlsorten gibt es in Deutschland?

Kohl ist aus der deutschen Küche nicht wegzudenken. Er gehört zu den vielseitigsten und gesündesten Gemüsesorten, die Du das ganze Jahr über auf den Teller bringen kannst. Ob mild, würzig, knackig oder deftig – die Auswahl ist groß, und jede Sorte hat ihre eigenen Besonderheiten. In diesem Artikel zeige ich Dir, welche Kohlsorten in Deutschland am häufigsten verwendet werden, wie sie schmecken, wie Du sie zubereiten kannst und was sie so besonders macht. Lass Dich inspirieren – Kohl kann viel mehr, als Du vielleicht denkst.

Welche gängigen Kohlsorten gibt es in Deutschland?

Welche gängigen Kohlsorten gibt es in Deutschland?

Inhaltsverzeichnis

  1. Weißkohl – der vielseitige Klassiker für Krautgerichte
  2. Rotkohl – farbenfroher Begleiter mit Apfel und Essig
  3. Wirsing – nussig-würziges Wintergemüse mit Struktur
  4. Grünkohl – norddeutsche Spezialität mit Tradition
  5. Chinakohl – mild und bekömmlich für leichte Küche
  6. Blumenkohl – sanft-aromatischer Allrounder
  7. Brokkoli – grünes Kraftpaket mit Biss
  8. Romanesco – spiralförmiger Hingucker mit feinem Aroma
  9. Rosenkohl – kleine Röschen mit großem Geschmack
  10. Kohlrabi – süßlich-mild und roh wie gegart ein Genuss
  11. Spitzkohl – zartes Frühlingsgemüse für die schnelle Küche
  12. Palmkohl – italienischer Kohl mit Superfood-Potenzial
  13. Pak Choi – asiatische Frische für Pfanne und Wok
  14. Sauerkraut – fermentierte Spezialität voller Milchsäure
  15. Filderkraut – regionale Weißkohl-Delikatesse mit Biss
  16. Schwarzkohl – würzige Alternative zum Grünkohl
  17. Kohlrabiblätter – das unterschätzte Blattgemüse
  18. Markstammkohl – uralte Sorte mit robustem Charakter
  19. Steckrübe – herzhafter Winterkohl mit Wurzelkraft
  20. Chinakohlherz – besonders zartes Innenleben zum Rohverzehr
  21. Wildkohl – ursprünglicher Geschmack wie aus der Natur
  22. Mairübchen – zart und fein als Frühlingsbote
  23. Zierkohl – dekorativ und überraschend essbar
  24. Frühlingskohl – junger Kohl mit weichen Blättern
  25. Kohl im Gemüsegarten – Vielfalt zum Selberernten

1. Weißkohl – der vielseitige Klassiker für Krautgerichte

Weißkohl ist eine der am häufigsten verwendeten Kohlsorten in Deutschland. Er hat einen festen, kompakten Kopf mit hellgrünen bis weißen Blättern. Sein Geschmack ist mild, besonders wenn er gegart wird. Du kannst ihn roh als Krautsalat verwenden oder geschmort für deftige Kohlrouladen oder Eintöpfe. Auch Sauerkraut wird traditionell aus Weißkohl hergestellt. Er enthält viel Vitamin C, ist sehr ballaststoffreich und eignet sich gut zum Lagern.

2. Rotkohl – farbenfroher Begleiter mit Apfel und Essig

Rotkohl, auch Blaukraut genannt, besticht durch seine intensive Farbe und den kräftigen Geschmack. Er wird gerne mit Apfel, Essig und Gewürzen zubereitet und ist eine beliebte Beilage zu Wild, Braten oder Knödeln. Auch roh im Salat macht er sich gut. Die enthaltenen Anthocyane geben nicht nur Farbe, sondern wirken auch antioxidativ. Je nach pH-Wert kann sich seine Farbe beim Garen verändern – Essig hilft, das Violett zu bewahren.

3. Wirsing – nussig-würziges Wintergemüse mit Struktur

Wirsing ist optisch sofort erkennbar an seinen kraus gewellten, dunkelgrünen Außenblättern. Innen ist er heller, gelblich-grün und zart. Er hat einen würzig-nussigen Geschmack und passt wunderbar in Eintöpfe, Quiches oder als Beilage. Wirsing ist reich an Vitamin C und K und gehört zu den besten Kohlsorten für den Winter. Da er schnell weich wird, ist er auch für schnelle Gerichte ideal.

4. Grünkohl – norddeutsche Spezialität mit Tradition

Grünkohl gehört in Norddeutschland zum Winter wie die Pinkelwurst. Er hat dunkle, gekrauste Blätter, die nach dem ersten Frost an Aroma gewinnen. Du kannst ihn klassisch schmoren, als Gemüsebeilage servieren oder modern als Grünkohlchips im Ofen backen. Auch in Smoothies ist er beliebt. Grünkohl enthält besonders viel Vitamin K und Eisen – perfekt für die kalte Jahreszeit.

5. Chinakohl – mild und bekömmlich für leichte Küche

Chinakohl hat locker geschichtete, helle Blätter und einen angenehmen, milden Geschmack. Er lässt sich roh wie gekocht verwenden – im Salat, im Wok oder als asiatische Suppe. Durch seine Zartheit ist er leicht bekömmlich und enthält gleichzeitig viele Nährstoffe. Besonders Vitamin C und Folsäure machen ihn zu einem wertvollen Wintergemüse.

6. Blumenkohl – sanft-aromatischer Allrounder

Blumenkohl besteht aus weißen, dichten Röschen und hat einen mild-nussigen Geschmack. Du kannst ihn kochen, überbacken, frittieren oder roh im Salat verwenden. Auch als Püree oder Low-Carb-Pizzaboden ist er beliebt. Blumenkohl ist reich an Vitamin C, Kalium und enthält wenig Kalorien – perfekt für leichte und vielseitige Gerichte.

7. Brokkoli – grünes Kraftpaket mit Biss

Brokkoli gehört zur Familie der Blumenkohlsorten, hat aber grüne, offene Röschen. Sein Geschmack ist kräftiger, leicht herb und besonders aromatisch, wenn er nur kurz gedämpft wird. Du kannst ihn kochen, braten oder in Pasta und Wokgerichte integrieren. Brokkoli ist bekannt für seinen hohen Gehalt an Vitamin C, K und wertvollen Antioxidantien.

8. Romanesco – spiralförmiger Hingucker mit feinem Aroma

Romanesco fällt durch seine geometrische Spiralform und hellgrüne Farbe auf. Er ist eine Kreuzung aus Brokkoli und Blumenkohl und schmeckt entsprechend fein-nussig. Besonders gut eignet er sich zum Dünsten oder als Ofengemüse. Romanesco enthält viel Vitamin C und wirkt durch seine Struktur besonders dekorativ auf dem Teller.

9. Rosenkohl – kleine Röschen mit großem Geschmack

Rosenkohl ist besonders in der Herbst- und Winterküche beliebt. Die kleinen grünen Kugeln wachsen an einem hohen Stiel und haben ein intensives, leicht herbes Aroma. Sie schmecken gekocht, gebraten oder geröstet. Wenn Du sie nach dem ersten Frost erntest, werden sie milder. Rosenkohl punktet mit Vitamin K, C und Ballaststoffen.

10. Kohlrabi – süßlich-mild und roh wie gegart ein Genuss

Kohlrabi bildet eine rundliche Knolle oberhalb des Bodens, die hellgrün oder violett sein kann. Sein Geschmack ist mild-süßlich, fast wie ein zartes Radieschen. Du kannst ihn roh als Snack oder Salat verwenden oder gegart als Gemüsebeilage. Die Blätter sind ebenfalls essbar. Kohlrabi ist kalorienarm und enthält viel Vitamin C und Kalzium.

11. Spitzkohl – zartes Frühlingsgemüse für die schnelle Küche

Spitzkohl ist eine Unterart des Weißkohls, die durch ihre kegelförmige Form auffällt. Seine Blätter sind besonders zart und fein. Er schmeckt süßlicher und ist schneller gar. Ideal für Salate, schnelle Gemüsepfannen oder leichte Beilagen. Spitzkohl ist gut verdaulich und reich an Folsäure sowie Vitamin C.

12. Palmkohl – italienischer Kohl mit Superfood-Potenzial

Palmkohl oder „Cavolo Nero“ stammt aus der Toskana. Er hat lange, dunkelgrüne Blätter und einen kräftigen, leicht bitteren Geschmack. Du kannst ihn dünsten, braten oder zu Grünkohlchips verarbeiten. Besonders beliebt ist er in der mediterranen Küche. Palmkohl enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe und ist reich an Eisen und Vitamin K.

13. Pak Choi – asiatische Frische für Pfanne und Wok

Pak Choi, auch chinesischer Senfkohl genannt, ist eine zarte Kohlsorte mit weißen Stielen und grünen Blättern. Sein Geschmack ist mild mit einer leicht senfartigen Note. Besonders gut eignet er sich für asiatische Gerichte, da er beim kurzen Braten im Wok knackig bleibt. Du kannst ihn aber auch dünsten oder roh in Salaten verwenden. Pak Choi ist reich an Kalzium, Beta-Carotin und Vitamin C.

14. Sauerkraut – fermentierte Spezialität voller Milchsäure

Sauerkraut wird aus fein geschnittenem, milchsauer vergorenem Weißkohl hergestellt. Durch den Gärprozess entsteht Milchsäure, die nicht nur konservierend wirkt, sondern auch gut für die Darmflora ist. Du kannst Sauerkraut gekocht, gebraten oder roh genießen. Traditionell gehört es zu Gerichten wie Kasseler, Bratwurst oder Schlachtplatte. Sauerkraut enthält viele B-Vitamine, Vitamin C und probiotische Bakterien.

15. Filderkraut – regionale Weißkohl-Delikatesse mit Biss

Filderkraut ist eine Spitzkohl-Variante aus der Region Fildern bei Stuttgart. Es zeichnet sich durch seine zarte Struktur und den feinen, leicht süßlichen Geschmack aus. Es eignet sich hervorragend für Sauerkraut, aber auch für Rohkost und Salate. Durch seine Form lässt es sich besonders gut hobeln. Filderkraut gilt als regionale Spezialität mit langer Tradition und hohem Nährwert.

16. Schwarzkohl – würzige Alternative zum Grünkohl

Schwarzkohl ist ein eher unbekannter, aber sehr aromatischer Kohl mit langen, schmalen, fast schwarzen Blättern. Er stammt aus Südeuropa und wird dort oft in Eintöpfen verwendet. Du kannst ihn ähnlich wie Grünkohl zubereiten, aber auch dünsten oder für Chips verwenden. Schwarzkohl ist reich an Antioxidantien, Vitamin K und hat eine besonders kräftige Würze.

17. Kohlrabiblätter – das unterschätzte Blattgemüse

Kohlrabiblätter landen oft im Müll, dabei sind sie äußerst nahrhaft. Sie schmecken würzig und erinnern an Mangold oder Spinat. Du kannst sie dünsten, anbraten oder in Eintöpfen verwenden. Besonders junges Blattgrün ist zart und reich an Vitaminen – unter anderem enthalten sie deutlich mehr Vitamin C und Kalzium als die Knolle selbst. Ein echter Geheimtipp für nachhaltige Küche!

18. Markstammkohl – uralte Sorte mit robustem Charakter

Markstammkohl, auch als „Kailan“ oder „Gartengemüsekohl“ bekannt, ist eine traditionelle Sorte, die heute nur noch selten angebaut wird. Er bildet keine Köpfe, sondern lange Stiele mit Blättern. Der Geschmack ist intensiv kohlartig, leicht süßlich. Er eignet sich hervorragend zum Dünsten oder Braten. Besonders in Bauerngärten und im Eigenanbau ist er beliebt, da er sehr robust ist und lange geerntet werden kann.

19. Steckrübe – herzhafter Winterkohl mit Wurzelkraft

Die Steckrübe zählt zwar botanisch zu den Rüben, gehört aber in vielen Regionen ebenfalls zur Kohlfamilie. Ihr Geschmack ist süßlich-erdig, fast ein wenig wie eine Mischung aus Kohl und Karotte. Du kannst sie kochen, stampfen, braten oder als Suppenbasis verwenden. In der Winterküche ist sie eine beliebte Alternative zu Kartoffeln. Steckrüben sind nahrhaft, reich an Vitamin C und sehr sättigend.

20. Chinakohlherz – besonders zartes Innenleben zum Rohverzehr

Das Herz des Chinakohls ist besonders fein und zart. Es besteht aus den hellgelben bis fast weißen inneren Blättern. Du kannst es ideal für Rohkostsalate oder Sandwiches verwenden. Im Gegensatz zu den äußeren Blättern ist es noch milder und fast süßlich im Geschmack. Wenn Du auf besonders feine Texturen stehst, ist das Chinakohlherz genau das Richtige für Dich.

21. Wildkohl – ursprünglicher Geschmack wie aus der Natur

Wildkohl ist die Urform des heutigen Kulturkohls. Er wächst noch an manchen Küsten wild und ist sehr robust. Seine Blätter sind meist kleiner und zäher, dafür aber besonders würzig. In der Küche wird er ähnlich wie Grünkohl oder Schwarzkohl verwendet. Wildkohl ist ein spannender Vertreter für alle, die ursprünglichen Geschmack und naturnahe Küche schätzen.

22. Mairübchen – zart und fein als Frühlingsbote

Mairübchen sind kleine, weiße Rüben mit einem sehr zarten, leicht süßlichen Geschmack. Sie gehören zwar nicht direkt zu den Kohlsorten, stammen aber wie Kohl von der gleichen Pflanzenfamilie ab. Du kannst sie roh als Salat, aber auch gedünstet oder glasiert als Beilage servieren. Mairübchen sind ideal für den Frühling und eine willkommene Abwechslung in der Küche.

23. Zierkohl – dekorativ und überraschend essbar

Zierkohl fällt durch seine bunten, ornamental gewellten Blätter in Grün, Weiß, Pink oder Violett auf. Obwohl er vor allem zur Dekoration genutzt wird, ist er auch essbar – allerdings recht fest und herber im Geschmack. Wenn Du ihn kochen willst, solltest Du ihn vorher blanchieren oder dünsten. Als optisches Highlight macht er sich besonders gut auf festlichen Platten oder in Buffets.

24. Frühlingskohl – junger Kohl mit weichen Blättern

Frühlingskohl ist besonders zart, weil er jung geerntet wird. Er hat noch keine festen Köpfe ausgebildet und ist locker gewachsen. Sein Geschmack ist mild und süßlich. Er eignet sich hervorragend für leichte Pfannengerichte, Salate oder Suppen. Da er schnell gart, solltest Du ihn nur kurz erhitzen. Frühlingskohl ist perfekt für die erste grüne Küche im Jahr.

25. Kohl im Gemüsegarten – Vielfalt zum Selberernten

Kohl eignet sich sehr gut für den Eigenanbau. Viele Sorten wie Weißkohl, Grünkohl, Wirsing oder Spitzkohl gedeihen problemlos im Garten oder im Hochbeet. Du kannst dabei zwischen Früh-, Mittel- und Spätsorten wählen. Selbst weniger bekannte Arten wie Palmkohl oder Romanesco lassen sich erfolgreich kultivieren. Frisch geernteter Kohl schmeckt intensiver und ist frei von unnötigen Zusätzen – ein Gewinn für jede Küche.

Tabelle: Übersicht Kohlsorten (alphabetisch sortiert)

Kohlsorte Besonderheit / Verwendung
Blumenkohl Mild, vielseitig einsetzbar, beliebt für Püree und Aufläufe
Brokkoli Kräftiger Geschmack, reich an Antioxidantien
Chinakohl Mild, zart, gut verträglich, roh oder im Wok
Chinakohlherz Besonders zart, ideal für Rohkost
Filderkraut Regionale Spitzkohlvariante, sehr fein im Geschmack
Frühlingskohl Junge Ernte, mild und schnell gar
Grünkohl Traditionelles Wintergemüse, kräftig und vitaminreich
Kohl im Garten Viele Sorten einfach selbst anbaubar
Kohlrabiblätter Nährstoffreich, vielseitig einsetzbar
Kohlrabi Mild, süßlich, roh oder gegart
Mairübchen Frühlingsrübe mit zartem Geschmack
Markstammkohl Alte Sorte, lange Erntezeit
Pak Choi Asiatisch, knackig, ideal für Wokgerichte
Palmkohl Italienischer Kohl, würzig, als Superfood bekannt
Romanesco Spiralform, fein-nussiger Geschmack
Rosenkohl Klein, kräftig im Geschmack, klassisch und modern einsetzbar
Rotkohl Klassisch als Beilage, mit Essig und Apfel verfeinert
Sauerkraut Fermentierter Weißkohl, probiotisch
Schwarzkohl Kräftig, sehr würzig, ideal für herzhafte Gerichte
Spitzkohl Zart, mild, schnell gar, ideal für die leichte Küche
Steckrübe Süßlich-erdig, herzhaft, sättigend
Weißkohl Klassisch für Krautgerichte und Sauerkraut
Wildkohl Urahn des Kohls, kräftiger Geschmack
Wirsing Nussig, krausblättrig, vielseitig einsetzbar
Zierkohl Dekorativ, essbar, eher fester Geschmack

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