Welche Gehölze im Garten sollte man im Dezember schneiden?

Der Dezember bringt im Garten Stille und Winterruhe, doch für Dich als passionierter Gärtnerin bietet auch dieser Monat besondere Chancen. Während der Großteil der Pflanzen im Winterschlaf liegt, kannst Du gezielt einige Gehölze schneiden, um sie gesund und kräftig ins neue Gartenjahr starten zu lassen. Im Winter sind die Pflanzen weitgehend im Saftruhe, das Laub ist meist gefallen, und die Strukturen der Gehölze sind gut sichtbar. Jetzt lassen sich tote, kranke oder ungünstig wachsende Äste leicht erkennen und entfernen. Gleichzeitig sollten beim Winterschnitt einige wichtige Regeln und Naturschutzaspekte beachtet werden, denn nicht jede Art verträgt den Schnitt bei Kälte. In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst Du, welche Gehölze Du im Dezember schneiden solltest, worauf Du achten musst und wie Du Deine Pflanzen optimal auf das Frühjahr vorbereitest. Am Ende findest Du eine große, alphabetisch sortierte Tabelle mit 60 Gehölzen, die sich für den Schnitt im Dezember eignen.

Welche Gehölze im Garten sollte man im Dezember schneiden?

Welche Gehölze im Garten sollte man im Dezember schneiden?

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum ist der Gehölzschnitt im Dezember sinnvoll?
  2. Der richtige Zeitpunkt und passende Wetterbedingungen
  3. Werkzeugpflege und Vorbereitung für den Winterschnitt
  4. Laubgehölze im Saftruhe schneiden
  5. Obstgehölze im Dezember pflegen
  6. Hecken und Sichtschutz winterfest machen
  7. Immergrüne Gehölze: Wann und wie zurückschneiden?
  8. Formschnitt bei Großbäumen und Solitären
  9. Wildgehölze im naturnahen Garten
  10. Abgestorbene und kranke Äste erkennen und entfernen
  11. Fruchtholz und blühfaule Triebe beseitigen
  12. Blühfreude im Frühjahr durch richtigen Winterschnitt
  13. Schutz von Tieren und Winterquartieren beim Schnitt
  14. Schnittgut sinnvoll verwerten
  15. Rosen und empfindliche Arten – lieber warten?
  16. Kübelpflanzen und Exoten: Schneiden vor dem Einwintern
  17. Kletterpflanzen im Winter behandeln
  18. Nachsorge und Winterschutz für frisch geschnittene Gehölze
  19. Typische Fehler beim Dezemberschnitt vermeiden
  20. Fazit: Vital in den Frühling durch den richtigen Winterschnitt

1. Warum ist der Gehölzschnitt im Dezember sinnvoll?

Der Dezember wird im Garten meist mit Ruhe und Rückzug assoziiert. Dennoch bietet er Dir eine ausgezeichnete Gelegenheit, viele Gehölze zu schneiden. Die Pflanzen befinden sich jetzt tief in der Winterruhe und der Saftdruck in den Ästen ist niedrig. Dadurch kannst Du mit geringem Risiko arbeiten: Die Wunden bluten nicht, Pilze und Krankheitserreger finden bei niedrigen Temperaturen kaum optimale Bedingungen, und das Holz ist stabil. Ein gezielter Rückschnitt entfernt abgestorbene, kranke oder störende Äste, sorgt für eine bessere Belüftung der Krone und legt den Grundstein für gesunden Neuaustrieb im Frühjahr.

Im Dezember ist auch die Übersicht im Garten besonders groß: Ohne Laub siehst Du die Struktur der Gehölze viel besser, erkennst problematische Stellen schnell und kannst Deinen Schnitt gezielt planen. Gerade in milden Wintern bietet sich der Monatsanfang bis kurz vor den harten Frost an, größere Eingriffe vorzunehmen. Wichtig ist allerdings, nicht bei starkem Frost oder Dauerregen zu schneiden – dann können Wunden schlecht verheilen oder Holzschäden entstehen.

Mit dem Schnitt im Dezember lenkst Du das Wachstum, beugst Krankheiten vor und gibst Deinen Gehölzen beste Voraussetzungen für die nächste Saison. Gleichzeitig strukturierst Du Deinen Garten, schaffst Ordnung und Sicherheit, etwa durch das Entfernen von bruchgefährdeten Ästen. Der Winterschnitt ist also ein wichtiger Baustein nachhaltiger Gartenpflege – und mit dem richtigen Wissen gelingt er Dir besonders gut.

2. Der richtige Zeitpunkt und passende Wetterbedingungen

Für den Gehölzschnitt im Dezember kommt es besonders auf das Wetter an. Ideal sind frostfreie, trockene Tage mit Temperaturen über null Grad. Bei gefrorenem Holz oder Schnee solltest Du keinesfalls schneiden, da die Äste dann spröde sind und das Gewebe splittern kann. Auch Dauerregen oder sehr feuchte Tage sind ungeeignet, weil Schnittwunden langsamer abtrocknen und Pilzinfektionen begünstigt werden.

Am besten nutzt Du helle, trockene Tage in der Mittagszeit, wenn die Temperaturen ihren Tageshöchstwert erreichen. Achte auf die Wettervorhersage und plane Deine Schnitte so, dass keine strengen Kälteperioden direkt bevorstehen. So haben die Pflanzen Zeit, die Wunden zu verschließen, bevor der nächste Frost einsetzt. Für große Schnittmaßnahmen empfiehlt sich der Dezember besonders in milden Regionen. In rauen Lagen wartest Du besser auf eine stabile Wetterlage oder verschiebst größere Eingriffe auf das zeitige Frühjahr.

3. Werkzeugpflege und Vorbereitung für den Winterschnitt

Vor dem Schnitt solltest Du Deine Werkzeuge sorgfältig prüfen und reinigen. Scharfe Scheren, Astsägen und Messer sorgen für saubere, glatte Schnittstellen, die schneller verheilen und weniger Eintrittspforten für Krankheitserreger bieten. Nach der Arbeit, besonders beim Entfernen von kranken oder abgestorbenen Ästen, empfiehlt sich eine Desinfektion der Klingen, damit keine Erreger auf andere Pflanzen übertragen werden.

Kontrolliere vorab den Zustand Deiner Geräte und trage bei Bedarf Handschuhe, besonders bei dornigen Gehölzen. Eine gut vorbereitete Ausrüstung erleichtert den Winterschnitt, macht ihn sicherer und schont Deine Pflanzen. Mit dem richtigen Werkzeug arbeitest Du zügig und kannst gezielt auch dickere Äste entfernen, ohne unnötige Verletzungen zu verursachen.

4. Laubgehölze im Saftruhe schneiden

Laubgehölze wie Ahorn, Linde, Hainbuche oder Birke sind im Dezember in tiefer Saftruhe. Jetzt kannst Du abgestorbene, kranke oder störende Äste gut erkennen und entfernen. Der Schnitt sorgt für eine offene, gut belüftete Krone und beugt Krankheiten sowie Pilzbefall vor. Besonders bei Bäumen mit starker Verzweigung hilft der Winterschnitt, die Struktur übersichtlich zu halten und das Wachstum für das nächste Jahr gezielt zu lenken.

Wichtig ist, dass Du nur an frostfreien Tagen schneidest und große Schnittflächen möglichst glatt ausführst. Allzu starke Rückschnitte solltest Du vermeiden – große Wunden verheilen besser, wenn Du sie an mehreren Stellen klein hältst als mit einem einzigen großen Eingriff. Nach dem Schnitt können die Gehölze in Ruhe neue Knospen für das Frühjahr entwickeln.

5. Obstgehölze im Dezember pflegen

Für viele Obstgehölze wie Apfel, Birne, Quitte oder Johannisbeere ist der Dezember ein geeigneter Monat für den Rückschnitt. Nach der Ernte und dem Laubfall lassen sich die Kronen besonders gut überblicken. Entferne alles tote, kranke oder ins Kroneninnere wachsende Holz. Auch Konkurrenztriebe und Wassertriebe schneidest Du jetzt heraus. So schaffst Du eine luftige Krone, beugst Pilzerkrankungen vor und förderst die Fruchtbildung im kommenden Jahr.

Bei Steinobst wie Kirsche oder Pflaume wartest Du mit stärkeren Schnitten besser bis ins Frühjahr, da sie auf Winterwunden empfindlicher reagieren. Generell gilt: Ein maßvoller Winterschnitt macht Deine Obstgehölze vital und ertragreich.

6. Hecken und Sichtschutz winterfest machen

Im Dezember kannst Du Hecken und Sichtschutzpflanzen wie Liguster, Hainbuche, Rotbuche, Eibe oder Lebensbaum noch einmal in Form bringen. Kürze lange Triebe, entferne alles, was aus der Reihe wächst, und schaffe so eine kompakte Silhouette für den Winter. Dabei gilt: Lieber nur sanft einkürzen, statt radikal zu schneiden – das schützt die Pflanzen vor Kälte und fördert ein dichtes Wachstum im Frühjahr.

Achte darauf, vor dem Schnitt Tierquartiere wie Igelnester oder Vogelschlafplätze zu kontrollieren. Häufig nutzen Tiere das dichte Geäst als sicheren Unterschlupf. Mit einem gezielten, maßvollen Schnitt bleibt Deine Hecke gesund und schützt Deinen Garten auch im Winter vor neugierigen Blicken.

7. Immergrüne Gehölze: Wann und wie zurückschneiden?

Immergrüne wie Buchsbaum, Kirschlorbeer, Stechpalme oder Eibe vertragen einen leichten Rückschnitt auch im Dezember, solange der Boden frostfrei ist. Der Schnitt sorgt für eine kompakte, gepflegte Form und verhindert, dass Schnee auf überlangen Trieben Schäden verursacht. Entferne alles, was aus der Form geraten ist, und achte auf eine harmonische Silhouette.

Bei zu starkem Frost solltest Du das Schneiden verschieben – immergrüne Gehölze reagieren dann empfindlich auf Wunden. In milden Regionen kannst Du Formschnitt und Korrekturen aber auch im Winter noch durchführen.

8. Formschnitt bei Großbäumen und Solitären

Großbäume wie Linde, Ahorn, Kastanie oder Robinie lassen sich im Dezember gezielt in Form bringen. Jetzt erkennst Du die Aststruktur besonders gut und kannst überkreuzende, kranke oder störende Äste entfernen. Ein durchdachter Formschnitt erhält die natürliche Silhouette und sorgt dafür, dass der Baum gesund und vital bleibt.

Schneide immer mit Blick auf die Statik und vermeide größere Schnittwunden. Bei alten Bäumen empfiehlt sich oft die Beratung durch einen Baumpfleger. Kleine Eingriffe kannst Du aber problemlos selbst vornehmen – so bleibt Dein Baum auch im Winter standfest und sicher.

9. Wildgehölze im naturnahen Garten

Wildgehölze wie Schlehe, Weißdorn, Holunder oder Sanddorn sind wichtige Elemente im Naturgarten. Im Dezember kannst Du abgestorbene, schwache oder zu dicht stehende Triebe entfernen. Der Rückschnitt sorgt für mehr Licht, fördert die Blühfreude und erhält die Artenvielfalt. Besonders Wildhecken profitieren von maßvollen Eingriffen – sie bleiben vital und bieten auch im Winter Schutz und Nahrung für viele Tiere.

Lass bei Wildgehölzen immer einige Fruchttriebe stehen. Sie sind ein wertvoller Beitrag zur Biodiversität und helfen, den Garten lebendig zu halten.

10. Abgestorbene und kranke Äste erkennen und entfernen

Im Winter sind kranke und tote Äste besonders gut sichtbar. Sie tragen kein Laub mehr, sind oft brüchig, von Pilzen befallen oder zeigen Verfärbungen. Entferne solche Äste immer bis ins gesunde Holz – das beugt Krankheiten vor und macht Platz für frisches Wachstum im Frühjahr.

Das Schnittgut von kranken Gehölzen solltest Du immer im Hausmüll entsorgen und nicht kompostieren. Mit der regelmäßigen Kontrolle und Entfernung von Totholz bleibt Dein Garten gesund und vital.

11. Fruchtholz und blühfaule Triebe beseitigen

Besonders bei Beerensträuchern wie Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Himbeeren lohnt sich im Dezember ein Blick aufs Fruchtholz. Entferne alte, abgetragene Ruten und blühfaule Äste – sie bringen im kommenden Jahr kaum noch Ertrag und blockieren den Platz für junge, kräftige Triebe.

Durch regelmäßiges Auslichten erhältst Du eine luftige, vital wachsende Pflanze mit hoher Frucht- und Blühfreude. Diese Methode gilt für viele Beerensträucher, aber auch für alte Obstbäume, die Du gezielt verjüngen möchtest.

12. Blühfreude im Frühjahr durch richtigen Winterschnitt

Mit dem Winterschnitt im Dezember legst Du den Grundstein für eine üppige Blüte im Frühjahr. Durch das Entfernen von kranken, alten oder zu dicht stehenden Ästen gelangen mehr Licht und Luft an die Knospen. Das regt die Pflanze zu kräftigem, gesundem Wachstum an.

Achte bei Frühjahrsblühern darauf, die im Vorjahr gebildeten Knospen nicht zu entfernen – bei Sommerblühern kannst Du auch stärkere Rückschnitte vornehmen. Mit etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl gelingt es Dir, Deine Gehölze jedes Jahr zu einem echten Blütenmeer zu machen.

13. Schutz von Tieren und Winterquartieren beim Schnitt

Im Dezember solltest Du Rücksicht auf Tiere nehmen, die sich im Garten ein Winterquartier gesucht haben. Igel, Kleinsäuger und viele Insekten nutzen Schnittreste, Laubhaufen und Hecken als sicheren Unterschlupf. Kontrolliere daher vor dem Schnitt, ob Du Bewohner störst, und lasse nach Möglichkeit einige Rückzugsorte stehen.

Mit einer behutsamen Gartenpflege schaffst Du Lebensraum für viele Nützlinge und trägst zur Artenvielfalt bei. Lass Schnittgut teilweise liegen, wo es nicht stört – das unterstützt das ökologische Gleichgewicht auch in der kalten Jahreszeit.

14. Schnittgut sinnvoll verwerten

Im Dezember anfallendes Schnittgut kannst Du vielseitig nutzen: Dünne Äste eignen sich gehäckselt hervorragend als Mulch für Beete oder als Abdeckung für empfindliche Pflanzen. Dickere Äste kannst Du zerkleinern und kompostieren. Krankes oder stark befallenes Holz gehört aber immer in den Hausmüll.

Mit der richtigen Verwertung des Schnittguts schließt Du Nährstoffkreisläufe und stärkst den Boden im nächsten Jahr. Gleichzeitig schaffst Du Ordnung im Garten und reduzierst den Arbeitsaufwand im Frühjahr.

15. Rosen und empfindliche Arten – lieber warten?

Rosen und einige empfindliche Gehölze wie Magnolie, Hibiskus oder Hortensie werden im Dezember nur minimal geschnitten. Entferne ausschließlich kranke, tote oder beschädigte Triebe sowie zu lange, windgefährdete Äste. Starke Rückschnitte verschiebst Du besser auf das Frühjahr – so vermeidest Du Frostschäden und schwächst die Pflanze nicht unnötig.

Nach dem Schnitt schützt Du empfindliche Arten mit einer Mulchschicht, Laub oder Reisig rund um den Wurzelbereich. So kommen sie gut durch die kalte Jahreszeit und sind im Frühjahr kräftig und vital.

16. Kübelpflanzen und Exoten: Schneiden vor dem Einwintern

Frostempfindliche Kübelpflanzen wie Oleander, Feige oder Granatapfel kannst Du im Dezember vor dem Einwintern leicht zurückschneiden. Entferne schwache, kranke oder zu lange Triebe, damit die Pflanzen kompakt bleiben und weniger Platz benötigen. Achte darauf, nur ins gesunde Holz zu schneiden und die Pflanze nach dem Rückschnitt trocken und hell zu lagern.

Ein maßvoller Schnitt beugt Krankheiten vor und fördert im Frühjahr einen kräftigen, kompakten Neuaustrieb.

17. Kletterpflanzen im Winter behandeln

Kletterpflanzen wie Efeu, Wilder Wein oder Clematis kannst Du im Dezember auslichten, störende oder gefährliche Triebe entfernen und die Pflanzen an Fassaden oder Pergolen in Form bringen. Starke Rückschnitte sind meist erst im zeitigen Frühjahr sinnvoll, doch kleine Korrekturen und das Entfernen toter Äste kannst Du jetzt schon erledigen.

Achte auf die jeweilige Blühgruppe der Clematis – einige Arten blühen am alten Holz und sollten jetzt nur minimal beschnitten werden.

18. Nachsorge und Winterschutz für frisch geschnittene Gehölze

Nach dem Winterschnitt im Dezember empfiehlt sich ein guter Schutz der Wurzeln und Schnittstellen. Große Wunden kannst Du bei empfindlichen Arten mit speziellem Wundverschlussmittel bestreichen. Eine Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Rindenmulch schützt den Wurzelbereich vor Frost. Frisch gepflanzte oder junge Gehölze solltest Du zusätzlich mit Vlies oder Jutesäcken abdecken.

Kontrolliere regelmäßig, ob Frost oder Schnee die Pflanzen gefährdet, und passe den Schutz bei Bedarf an. Mit etwas Pflege überstehen Deine Gehölze auch strenge Winter unbeschadet.

19. Typische Fehler beim Dezemberschnitt vermeiden

Zu starke Rückschnitte, Arbeiten bei Frost oder Regen und unsauberes Werkzeug gehören zu den häufigsten Fehlern beim Schnitt im Dezember. Achte immer darauf, nur bei frostfreiem, trockenem Wetter zu schneiden, und verwende stets saubere, scharfe Werkzeuge. Kontrolliere die Pflanzen auf versteckte Tierquartiere und schneide nie mehr, als für die Gesundheit und Form der Pflanze notwendig ist.

Mit Erfahrung, Geduld und Sorgfalt legst Du den Grundstein für einen gesunden, prachtvollen Garten im kommenden Jahr.

20. Fazit: Vital in den Frühling durch den richtigen Winterschnitt

Der Gehölzschnitt im Dezember ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die langfristige Gesundheit und Blühfreude Deiner Pflanzen. Durch gezielte, maßvolle Schnitte beugst Du Krankheiten vor, stärkst das Wachstum und erhältst die natürliche Schönheit Deiner Gehölze. Genieße die ruhige Arbeit im winterlichen Garten, achte auf Wetter, Tiere und Deine eigenen Kräfte – und freue Dich auf kräftigen Austrieb und üppige Blütenpracht im nächsten Frühjahr!


Tabelle: Gehölze, die Du im Dezember schneiden kannst (alphabetisch, 60 Arten)

Gehölz Schnittmaßnahme im Dezember Hinweise
Ahorn Schwache, tote Äste entfernen Keine starken Rückschnitte, frostfrei schneiden
Apfelbaum Krone lichten, totes Holz entfernen Nach Ernte, Kronenbelüftung fördern
Bartblume (Caryopteris) Altes Holz, Verblühtes entfernen Blühfreude fördern, ins gesunde Holz schneiden
Birke Tote, beschädigte Äste entfernen Sanft schneiden, keine Radikalschnitte
Blauregen (Wisteria) Lange Triebe kürzen, Totholz entfernen Blütenförderung, nicht ins alte Holz
Buchsbaum Formen, Überstände entfernen Nur leichte Korrektur, frostfrei arbeiten
Cornus (Hartriegel) Ältere Triebe auslichten Junge Triebe fördern
Deutzie Altes Holz entfernen, nach der Blüte schneiden Kompakte Form, Vitalität fördern
Eberesche (Vogelbeere) Schwache, tote Äste entfernen Wuchsform erhalten
Eibe Formschnitt, Triebe einkürzen Sehr schnittverträglich, frostfrei schneiden
Elsbeere Totholz, schwache Äste entfernen Nur an frostfreien Tagen schneiden
Esche Schwache Äste auslichten, Totholz entfernen Keine Radikalschnitte
Felsenbirne Totes Holz, kranke Triebe entfernen Luftige Krone fördern
Flieder Kranke, tote Äste entfernen Blühfreude fördern, kompakt halten
Forsythie Nach Blüte auslichten, alte Triebe entfernen Nicht zu radikal schneiden
Ginkgo Junge Triebe auslichten Kaum Schnitt nötig
Goldregen (Laburnum) Überlange Triebe einkürzen Giftigkeit beachten
Hainbuche Letzter Heckenschnitt, Formschnitt Kompakte Hecke, nicht zu spät schneiden
Hartriegel (Cornus alba) Altes Holz rausnehmen, auslichten Junge Triebe fördern
Haselnuss Schwache, überzählige Äste entfernen Nach Ernte, Krone offen halten
Heckenkirsche Formschnitt, schwache Triebe entfernen Dichte Hecke fördern
Hibiskus Verblühtes und schwache Triebe entfernen Nur sanft schneiden, Frost beachten
Himbeere Alte Ruten bodennah entfernen Nach Ernte, junge Triebe lassen
Holunder Altes, krankes Holz entfernen Nach Ernte, gesunde Pflanze fördern
Hortensie (Rispen-) Verblühtes einkürzen, altes Holz entfernen Nur junge Triebe schneiden
Johannisbeere Altes Fruchtholz entfernen Ertrag steigern, junge Triebe fördern
Judasbaum Schwache Äste rausnehmen, Form erhalten Keine Radikalschnitte
Kirsche Nach Ernte schwache, tote Triebe entfernen Hauptschnitt erst im Frühjahr
Kirschlorbeer Formschnitt, zu lange Triebe einkürzen Kompakte Form, frostfrei schneiden
Kornelkirsche Altes Holz entfernen, auslichten Luft & Licht fördern
Kolkwitzie Nach Blüte kräftige Triebe entfernen Neue Blütenknospen fördern
Kugelahorn Formschnitt, Krone harmonisieren Keine starken Rückschnitte
Liguster Hecke schneiden, Form erhalten Dichte Hecke fördern
Linde Junge Triebe einkürzen, Formkorrektur Keine Radikalschnitte
Mahonie Leichter Rückschnitt, Form halten Nach der Blüte, bei Bedarf
Maulbeere Schwache Triebe entfernen, auslichten Wachstum lenken, nach Ernte
Ölweide (Elaeagnus) Auslichten, Formschnitt Kompakter Wuchs, Licht fördern
Pfaffenhütchen Totes Holz, schwache Äste entfernen Wenig schnittintensiv
Pflaume Tote Äste entfernen, schwache Triebe raus Hauptschnitt im Frühjahr
Philadelphus (Falscher Jasmin) Nach Blüte schwache Triebe entfernen Für Blüte im Folgejahr
Pimpernuss Formschnitt, alte Äste auslichten Vitalität fördern
Purpur-Weide Kräftigen Rückschnitt, Formschnitt Sehr schnittverträglich
Quitte Altes, krankes Holz entfernen, auslichten Nach Ernte, für jungen Austrieb Platz schaffen
Ranunkelstrauch (Kerria) Altes Holz entfernen, Verjüngung Blühfreude steigern
Rhododendron Verblühtes entfernen, vorsichtig einkürzen Kein starker Rückschnitt
Robinie Schwache, tote Äste entfernen Nicht zu stark schneiden
Rose Verblühtes entfernen, Triebe leicht kürzen Winterschutz anhäufeln, Hauptschnitt im Frühjahr
Sanddorn Altes Holz entfernen, schwache Triebe raus Nach Ernte, nur bei Bedarf
Schneeball (Viburnum) Alte Äste entfernen, Form erhalten Junge Triebe stehen lassen
Schlehe Formschnitt, schwache Triebe auslichten Naturhecken erhalten
Sommerflieder (Buddleja) Verblühtes entfernen, auslichten Blütezeit verlängern
Spierstrauch (Spiraea) Nach Blüte kräftig auslichten Blühfreude fördern
Stechpalme (Ilex) Formschnitt, junge Triebe einkürzen Kompakte Form, frostfrei schneiden
Säckelblume (Ceanothus) Verblühtes abschneiden, wenig einkürzen Nicht ins alte Holz schneiden
Tamariske Nach Blüte leicht zurückschneiden Blühfreude steigern
Weide (Salix) Formschnitt, junge Triebe einkürzen Sehr schnittverträglich
Weigelie Nach Blüte kräftig auslichten Neue Blütenknospen im Folgejahr fördern
Weißdorn Formschnitt, schwache Äste entfernen Kompakte Hecke erhalten
Wildapfel Schwache, kranke Triebe rausnehmen Krone offen halten
Winterjasmin Nach Blüte auslichten, Triebe kürzen Junge Triebe fördern
Zierapfel Altes Holz entfernen, auslichten Nach Blüte, Form wahren
Zierquitte Schwache, alte Äste nach Blüte entfernen Für Blütenansatz im Folgejahr
Zwergmispel (Cotoneaster) Formschnitt, auslichten Dichte Wuchsform erhalten

Mit diesem Wissen und der großen Tabelle hast Du im Dezember alle wichtigen Gehölze im Blick. So kannst Du Deinen Garten optimal pflegen, Krankheiten vorbeugen und die Grundlage für ein erfolgreiches Gartenjahr legen.

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