Welche Gehölze sollte man in welchem Monat im Garten schneiden?

Damit deine Gehölze gesund bleiben, kräftig wachsen und reich blühen, ist der richtige Schnittzeitpunkt essenziell. Unterschiedliche Gehölze haben verschiedene Ruhephasen und reagieren nicht gleich auf Schnittmaßnahmen. Während Obstbäume meistens im späten Winter bis frühen Frühjahr geschnitten werden, profitieren Ziersträucher oft von einem Schnitt im zeitigen Frühjahr oder unmittelbar nach der Blüte. Achte darauf, abgestorbenes oder krankes Holz zu entfernen, damit Krankheiten nicht in die gesunden Pflanzenteile übergreifen. In den folgenden Absätzen erfährst du für fünfzig gängige Gehölzarten, wann und wie du sie idealerweise schneiden solltest.

Welche Gehölze sollte man wann im Garten schneiden?

Welche Gehölze sollte man in welchem Monat im Garten schneiden?

Inhaltsverzeichnis

  1. Apfelbaum
  2. Birnbaum
  3. Kirsche
  4. Pflaumenbaum
  5. Zwetschgenbaum
  6. Quitte
  7. Nussbaum
  8. Walnussbaum
  9. Johannisbeere
  10. Rote Johannisbeere
  11. Stachelbeere
  12. Himbeere
  13. Brombeere
  14. Heidelbeere
  15. Holunder
  16. Weißdorn
  17. Schlehe
  18. Hagebutte
  19. Rosen
  20. Flieder
  21. Forsythie
  22. Rhododendron
  23. Hortensie
  24. Spierstrauch
  25. Schneeball
  26. Weigelie
  27. Liguster
  28. Buchsbaum
  29. Eibe
  30. Thuja (Lebensbaum)
  31. Fichte
  32. Tanne
  33. Kiefer
  34. Lärche
  35. Eiche
  36. Buche
  37. Ahorn
  38. Birke
  39. Esche
  40. Pappel
  41. Birnbaum (Wildform)
  42. Kornelkirsche
  43. Korkenzieherhasel
  44. Mahonie
  45. Magnolie
  46. Jasminstrauch
  47. Lavendel
  48. Yucca
  49. Sommerflieder (Buddleja)
  50. Efeu

1. Apfelbaum

Deinen Apfelbaum solltest du in der Winterruhe, idealerweise zwischen Ende Februar und Mitte März schneiden. Dann hat der Frost nachgelassen, und der Baum befindet sich noch in der Ruhephase, sodass der Saftfluss minimal ist und Schnittwunden besser verheilen. Entferne zunächst abgestorbene, kranke oder sich kreuzende Äste, um Platz zu schaffen und die Krone zu lichten. Achte dabei darauf, nicht mehr als ein Drittel des Fruchtholzes zu entfernen, um den Baum nicht zu stark zu schwächen. Ein gut gelichteter Baum erhält mehr Licht ins Innere, was die Fruchtqualität verbessert und die Gefahr von Pilzbefall reduziert. Außerdem solltest du jedes Jahr einen Ertragsbereich zurückschneiden, um lange, einjährige Triebe zu kürzen und die Bildung von Fruchtholz zu fördern. Wichtig ist, stets scharfe, saubere Werkzeuge zu verwenden, um unsaubere Schnitte zu vermeiden, die Infektionen begünstigen können.

2. Birnbaum

Den Birnbaum schneidest du am besten ebenfalls in der Zeit der Winterruhe, also zwischen Februar und März, wenn die Temperaturen noch niedrig sind. Beginne mit dem Entfernen von Totholz und schwachen Trieben. Anschließend drehst du dich zu den Hauptästen: Entferne Wasserschosser (senkrecht nach oben wachsende Sprosse) und lange Triebe, die nie Fruchtansatz zeigen. Ähnlich wie beim Apfelbaum schneidest du maximal ein Drittel des gesamten Kronenvolumens pro Jahr, damit sich der Baum nicht von einer zu starken Reduzierung erholen muss. Achte darauf, die Krone luftig zu gestalten, damit Regenwasser schneller abtrocknet und sich keine Staufeuchtigkeit bildet. Bei älteren, vergreisten Bäumen kann in Form eines Auslichtungsschnitts jedes zweite alte, dickere Astgerüst entfernt werden, um Platz für jüngere, vitale Triebe zu schaffen.

3. Kirsche

Die Kirschbaum-Schnittzeit liegt direkt nach der Ernte, also im Sommer, meist Ende Juli bis August. Ein Sommerschnitt verhindert das Ausbluten, das bei einem Schnitt während der Winterruhe an Kirschen oft auftritt, und reduziert die Gefahr von Krankheiten, die durch austretenden Saft in Wunden eindringen. Entferne nach der Ernte trockene oder kranke Zweige und achte darauf, Wasserschosser an Stamm und Leitästen abzureißen. Schneide zudem leicht überhängende Äste zurück, um eine gleichmäßige Kronenform zu fördern. Ein zu starker Schnitt im Sommer kann allerdings den Wuchs anregen und die nächste Blüte oder Fruchtbildung behindern. Beschränke dich daher auf das Auslichten der Krone und das Entfernen von Alt- und Totholz. Ist dein Kirschbaum sehr stark vergreist, kann ein schrittweiser Erneuerungsschnitt über mehrere Jahre sinnvoll sein.

4. Pflaumenbaum

Bei Pflaumenbäumen ist der ideale Zeitpunkt für den Hauptschnitt der Spätherbst, sobald die Blätter gefallen sind, oder die sehr frühe Winterphase im Dezember, wenn die Temperaturen bleiben unter null Grad liegen. So verhinderst du das Ausbluten und gewährleistest eine gute Wundheilung. Entferne zunächst alle toten, kranken oder beschädigten Triebe sowie Wasserschosser und lange, nach innen wachsende Äste. Anschließend lichtest du die Krone aus, indem du dicht stehende Triebe entnimmst, damit Luft und Licht bis ins Innere dringen können. Achte darauf, nicht zu viel zu entfernen – maximal ein Viertel bis ein Drittel des Holzes. Falls du einen Sommerschnitt durchführen möchtest, beschränke ihn auf Auslichtungsmaßnahmen unmittelbar nach der Ernte, um den Saftfluss gering zu halten und die Gefahr von Risswunden zu vermindern. Generell ist der Winterschnitt allerdings am effektivsten.

5. Zwetschgenbaum

Zwetschgenbäume schneidet man im späten Winter, wenn kein starker Frost mehr zu erwarten ist, etwa im Februar bis März. Entferne zuerst abgestorbenes oder krankes Holz, dann alle nach innen wachsenden Zweige, damit die Krone luftig bleibt und Luftstau verhindert. Schneide danach alte, vergreiste Triebe bodennah ab, um Platz für jüngere Seitentriebe zu schaffen, die in der folgenden Saison blüten- und fruchttragend sind. Ein Zwetschgenbaum neigt dazu, dichte Kronen auszubilden, deshalb ist ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt wichtig. Achte darauf, maximal ein Drittel des Altholzes zu entfernen. Ein Sommerschnitt direkt nach der Ernte kann hilfreich sein, um Wasserschosser auszubrechen und die Form zu korrigieren, allerdings sparsam, um keine neuen Triebe anzuregen, die sofort anfällig für Pilzkrankheiten sind.

6. Quitte

Quitten werden in der Regel unmittelbar nach der Ernte im Spätsommer bis Frühherbst geschnitten, also Ende August bis Ende September. Ein Winterschnitt ist ebenfalls möglich, solange insgesamt nicht mehr als ein Drittel des Holzes entfernt wird. Entferne abgestorbene, kranke oder beschädigte Zweige zuerst. Anschließend lichtest du das Kroneninnere aus, damit Licht und Luft zirkulieren können, was die Fruchtbildung verbessert und Pilzbefall vorbeugt. Achte bei Quitten auf die Bildung von Steiltrieben, sogenannten Wasserschossern; diese ziehst du bodennah nach unten, um sie gleich ganz zu entfernen. Bedenke, dass Quitten nur am einjährigen Holz auffällig blühen; alte, blühunwillige Triebe entfernst du deshalb, um nachwachsende, fruchtbare Zweige zu fördern.

7. Nussbaum

Den Nussbaum schneidet man am besten während der Winterruhe, idealerweise im Februar bis März, sobald die stärksten Fröste vorüber sind. Entferne kranke, tote oder sich kreuzende Äste als Erstes. Achte besonders darauf, dass kein Lichtmangel im Kroneninneren entsteht, indem du flach wachsende oder nach innen gerichtete Zweige entfernst. Schneide ältere, vergreiste Triebe bodennah ab, um jüngere Fruchtholztriebe zu fördern. Bei Nussbäumen ist es wichtig, dass du nicht zu viel an einem Schnitt entfernst – maximal ein Drittel des Holzes. Verzicht auf Sommerschnitte, da Verletzungen in der warmen Jahreszeit das Risiko für Pilzerkrankungen erhöhen. Wenn du große Hauptäste kürzen musst, teile den Schnitt in zwei Schritte: Zuerst am Unterast ansägen, dann den Oberast abschneiden, um Vollrisse zu vermeiden.

8. Walnussbaum

Walnussbäume schneidet man ebenfalls in der Ruhephase zwischen Februar und März. Da Walnussbäume bei Verletzungen stark ausbluten können, ist es ratsam, große Schnittflächen möglichst klein zu halten und im Spätwinter zu schneiden. Entferne zuerst abgestorbene, krankheitsanfällige oder beschädigte Äste. Lichtes das Kroneninnere aus, indem du dicht stehende Äste herausnimmst, damit Luft und Licht eindringen können. Vermeide es, das Kronendach komplett zu öffnen – stattdessen entferne nur einzelne, sich kreuzende oder im Inneren wachsende Zweige. Nun entfernst du Wassertriebe, die energieraubend sind und keine Früchte bringen. Bei stark vergreisten Bäumen kannst du einen Erneuerungsschnitt durchführen, indem du ältere Äste bodennah absägst, damit junge Triebe die Krone neu aufbauen.

9. Johannisbeere

Johannisbeeren solltest du direkt nach der Ernte, also im Juli, schneiden, um das fruchttragende einjährige Holz zu erhalten und erneuernd zu wirken. Entferne zuerst alle abgestorbenen oder sehr schwachen Triebe. Anschließend entfernst du alte Triebe, die älter als drei Jahre sind, da sie kaum noch Ertrag bringen. Lasse insgesamt pro Stock etwa zehn kräftige Triebe stehen: vier bis fünf einjährige, fruchttragende Zweige und die älteren Holzträger. Verkürze alle jungen, einjährigen Triebe um etwa ein Drittel, um die Verzweigung zu fördern und reichlich Blütentriebe zu bilden. Schneide Haupttriebe leicht schräg über einem nach außen gerichteten Auge ab, damit Regenwasser ablaufen kann und sich keine Fäule bildet. Im Winter ist lediglich ein Formschnitt nötig, falls der Sommernachschnitt ausgeblieben ist.

10. Rote Johannisbeere

Bei roten Johannisbeeren gelten die gleichen Regeln wie bei schwarzen Johannisbeeren. Schneide die roten Johannisbeeren im Sommer direkt nach der Ernte, um Ertragsfähigkeit und Fruchtqualität zu fördern. Entferne abgestorbene oder beschädigte Triebe zuerst. Vertreibe anschließend altes Holz, indem du alle Zweige entfernst, die älter als drei Jahre sind. Lasse pro Stock etwa acht bis zehn kräftige Triebe stehen, davon ein Teil ein – und zwei- bis dreiährige, die Fruchtansatz bringen. Verkürze die einjährigen Triebe um circa ein Drittel, damit sich Verzweigungen bilden, die im nächsten Jahr blühen. Achte darauf, den Schnitt leicht schräg über einem nach außen gerichteten Auge zu setzen, damit sich kein Wasser in der Schnittstelle staut und sich keine Pilzinfektionen festsetzen können. Ein Winterschnitt ist nicht notwendig, wenn der Sommerschnitt korrekt ausgeführt wurde.

11. Stachelbeere

Stachelbeeren schneidet man direkt nach der Ernte im Juli oder August. Entferne zuerst abgestorbene und nach innen wachsende Zweige, um das Kroneninnere gut durchlüften zu lassen. Entferne anschließend alte Triebe, die älter als drei Jahre sind, da sie kaum noch Früchte tragen. Ziel ist es, immer genügend einjährige Triebe zu erhalten, denn nur diese bilden im Sommer Früchte. Schneide daher alle einjährigen Triebe um etwa ein Drittel zurück, um eine buschigere Verzweigung zu bewirken, während du gleichzeitig alle Zweige, die älter als drei Jahre sind, bodennah entfernst. Achte darauf, nicht zu viele einjährige Triebe zu entsorgen, da dies den Ertrag im nächsten Jahr verringern würde. Ein zusätzlicher Schnitt im Winter ist nicht erforderlich, wenn der Sommerschnitt sorgfältig durchgeführt wurde.

12. Himbeere

Himbeeren werden je nach Sorte unterschiedlich geschnitten: Sommertragende Sorten schneidest du unmittelbar nach der Ernte, da sie nur am zweijährigen Holz fruchten. Entferne nach der Ernte alle abgeernteten Ruten bodennah, damit Platz für neue einjährige Triebe entsteht. Schneide junge Ruten im Spätherbst oder sehr frühen Winter zurück, wenn sie krank oder beschädigt sind. Herbsttragende Sorten fruchten am einjährigen Holz und sollten im zeitigen Frühjahr, wenn kein starker Frost mehr herrscht, auf etwa 20–30 cm über dem Boden zurückgeschnitten werden. So förderst du kräftiges Neuaustrieb und bekommst bis in den Herbst Früchte. Bei beiden Sorten ist es wichtig, die Reihen gut durchzulichten, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Entferne dazu dünne, schwache Triebe, sodass ein Abstand von etwa 15–20 cm zwischen den einzelnen Ruten verbleibt.

13. Brombeere

Brombeeren schneidet man je nach Sorte leicht unterschiedlich. Sommertragende Sorten trägst du direkt nach der Ernte im Juli/August: Schneide alle abgeernteten Ruten bodennah ab, da diese nicht erneut fruchten. Im zeitigen Frühjahr, sobald kein stärkerer Frost mehr zu befürchten ist, kürzt du Seitentriebe der diesjährigen Ruten auf etwa 20–30 cm, um Verzweigung und Fruchtansatz zu fördern. Herbsttragende Sorten hingegen fruchten am einjährigen Holz und können im Februar/März auf etwa 25–30 cm gekürzt werden. Das großzügige Zurückschneiden dieser Ruten fördert kräftige neue Triebe. Bei allen Brombeersorten entfernst du am besten regelmäßig Wasserschosser und schwache Ruten aus dem Inneren der Pflanze, um Luftzirkulation und Lichtdurchlässigkeit zu verbessern. So verringerst du die Krankheitsanfälligkeit, insbesondere gegenüber Mehltau und Botrytis.

14. Heidelbeere

Heidelbeeren fallen in die Gruppe der Strauchfrüchte und sollten im Spätwinter oder sehr frühen Frühjahr geschnitten werden, etwa im Februar/März, bevor der Saftstrom anzieht. Entferne altes, abgestandenes Holz, das älter als fünf Jahre ist, bodennah, um Platz für jüngere, produktivere Triebe zu schaffen. Schneide gleichzeitig schwache, dünne Triebe heraus, damit sich die Kraft auf fruchtbare Zweige konzentriert. Achte darauf, die älteren Triebe um etwa ein Drittel einzukürzen, um Verzweigung und Fruchtbildung zu fördern. Entferne außerdem beschädigte oder kranke Zweige, um Krankheiten vorzubeugen. Ein minimaler Sommerschnitt kann hilfreich sein, um lange Jahresruten auf etwa 30 cm zurückzukürzen, falls sie sehr ausladend sind. Verzichte jedoch auf einen starken Sommerschnitt, da Heidelbeeren empfindlich auf Verletzungen und Trockenheit reagieren.

15. Holunder

Den Holunder schneidest du am besten direkt nach der Blüte, also im Juni, wenn die großen Dolden verblüht sind und du bereits den neuen Fruchtholzansatz siehst. Entferne alle abgestorbenen oder beschädigten Äste und dünne das stehende Innenleben aus, indem du nach innen wachsende oder zu dichte Triebe entfernst. Halte einen gleichmäßigen Aufbau der Krone, indem du auch alte, vergreiste Äste bodennah entfernst, damit Platz für nachwachsende, kräftige Triebe entsteht. Ein weiterer leichter Schnitt kann im zeitigen Frühjahr erfolgen, um die Form zu korrigieren, falls du im Sommer weniger ausgedünnt hast. Schneide niemals im Spätherbst oder Winter, da sonst die Gefahr besteht, dass Holunder stärker friert oder Feuchtigkeit in die frischen Wunden eindringt.

16. Weißdorn

Weißdorn schneidet man am besten im späten Winter, bevor der Saftfluss beginnt, etwa im Februar/März. Da Weißdorn dornig ist und daher schwieriger zu handhaben, solltest du Schutzkleidung tragen und nur scharfe Werkzeuge verwenden. Entferne abgestorbene, beschädigte oder schwache Triebe zuerst. Anschließend lichtest du das dichte Innere aus, um eine gleichmäßige Krone zu erzielen und Pilzbefall vorzubeugen. Kürze stark wachsende, zu lange Triebe um etwa ein Drittel, um die Pflanze kompakt zu halten. Ältere, vergreiste Äste können bodennah herausgesägt werden, um Platz für jüngeres Holz zu schaffen und die Blühfreudigkeit zu steigern. Vermeide einen Sommerschnitt, da dieser die Blütenbildung negativ beeinflussen kann und schneide nicht nach der Frostperiode, um keine Frösteinsprengungen zu riskieren.

17. Schlehe

Die Schlehe schneidet man zeitig nach der Blüte im März/April, um die dichten, dornigen Sträucher aufzulockern. Entferne zuerst abgestorbene, beschädigte oder sich kreuzende Triebe. Anschließend lichtest du das Kroneninnere aus, indem du ältere Triebe bodennah entfernst und nur die frischesten, vitalen Äste stehen lässt. Da Schlehen eine natürliche, buschige Wuchsform haben, ist ein Auslichtungsschnitt wichtiger als ein Formschnitt. Damit verhinderst du Staunässe und Pilzbefall in der dichten Krone. Schneide außerdem nach unten wachsende Zweige zurück, um lästiges Hängen in Wege oder Nachbarpflanzen zu verhindern. Ein Winterschnitt ist nicht empfehlenswert, da Frösteinsprengungen an frischen Schnittstellen auftreten können.

18. Hagebutte

Hagebuttensträucher (Hundsrose) schneidest du am besten direkt nach der Blüte im Juni/Juli. Entferne dabei alle verwelkten Blütenstände, um die Bildung erneuter Blüten zu fördern. Anschließend lichtest du die Sträucher aus, indem du alte, abgestorbene oder schwache Triebe bodennah heraussägst. Dies regt frische, kraftvolle Triebe an, die im nächsten Jahr reich blühen. Achte darauf, dass die verbleibenden Triebe gut verteilt stehen und möglichst wenig Schatten werfen. Wenn der Strauch zu groß geworden ist, kannst du einen Moderation­s­schnitt durchführen, bei dem du etwa ein Drittel des Altbestands in einem Jahr entfernst und im nächsten Jahr den Rest. Ein vollständiger Verjüngungsschnitt auf wenige starke Stocktriebe kann bei sehr alten, vergreisten Sträuchern sinnvoll sein.

19. Rosen

Rosen unterscheiden sich in Beet- oder Edelrosen, Strauch- und Kletterrosen, doch der Hauptschnitt erfolgt bei allen im zeitigen Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, meist im März. Entferne zuerst abgestorbene, kranke oder gebrochene Triebe. Schneide daraufhin alle nach innen wachsenden oder kreuzenden Äste heraus, sodass die Mitte der Pflanze gut durchlüftet wird. Verkürze die verbleibenden einjährigen Triebe um circa ein Drittel bis die Hälfte, je nach Rosensorte, und setze den Schnitt schräg über einem nach außen gerichteten Auge, damit Regenwasser abfließen kann und Fäule verhindert wird. Bei Kletterrosen führst du lediglich Erziehungsschnitte durch, indem du ein- bis zweijährige Ruten waagrecht spannst, um reichlich Blüten zu fördern. Alte, vergreiste Strauchrosen kannst du bodennah verjüngen, indem du nur noch wenige, kräftige Triebe stehen lässt.

20. Flieder

Flieder(sträucher) geschnitten man am besten sofort nach der Blüte, meistens im Juni. Wenn du zu lange wartest, um Flieder zu schneiden, büßt er im nächsten Jahr einen großen Teil seiner Blüten ab, da er am einjährigen Holz blüht. Entferne daher direkt nach dem Verblühen alle verblühten Blütenstände, um neue Triebe zu fördern. Schneide anschließend alte Äste bodennah, um Platz für frisches, blühfreudiges Holz zu schaffen. Achte darauf, nur bis zu etwa ein Drittel des alten Holzes zu entfernen, damit der Strauch nicht zu stark gestresst wird. Lichte das Kroneninnere aus, indem du sich kreuzende oder nach innen wachsende Zweige entfernst. Ein weiterer leichter Schnitt kann im Spätwinter erfolgen, um vertrocknete Triebe zu beseitigen und die Form zu korrigieren.

21. Forsythie

Forsythien schneidet man am besten direkt nach der Blüte im April oder Mai. Da Forsythien am einjährigen Holz blühen, darfst du nicht zu spät schneiden, sonst entfernst du die Knospen für das nächste Jahr. Entferne alle verblühten Triebe direkt unterhalb der Blütenrispe, sodass neue Triebe nachwachsen können. Lichte zugleich alte Triebe bodennah aus, damit junge, kraftvolle Zweige Platz haben und die Blüte im kommenden Frühjahr kräftig ausfällt. Ein Auslichtungsschnitt, bei dem du ältere, vergreiste Äste komplett entfernst, ist alle zwei bis drei Jahre ratsam, um frisches Holz zu fördern. Ein Rückschnitt im Spätherbst oder Winter ist nicht empfohlen, da du dabei Blütenknospen für das nächste Frühjahr entfernst.

22. Rhododendron

Den Rhododendron schneidest du am besten direkt nach der Blüte im späten Frühjahr, etwa im Mai. Entferne zunächst verblühte Blütenstände, indem du mindestens drei bis fünf Blattpaare unterhalb der verblühten Rispen abschneidest. So förderst du neue Knospenbildung. Anschließend kannst du zu lange, aus der Form fallende Triebe abschneiden, um die Pflanze kompakt zu halten. Ein starker Verjüngungsschnitt sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, da Rhododendron sehr langsam regeneriert. Entferne kranke oder beschädigte Zweige ebenso rasch. Ein leichter Formschnitt im Sommer nach der Blüte ist ebenfalls möglich, um seitliche Triebe leicht zu kappen und eine gleichmäßige Form zu erzielen. Vermeide Radikalschnitte im Herbst oder Winter, da zu späte Schnitte die Pflanze stressen und Frostschäden begünstigen können.

23. Hortensie

Hortensien teilt man in Rispenhortensien und Ballhortensien. Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) kannst du im Spätwinter bis zeitigen Frühjahr, etwa im März, auf etwa 20–30 cm zurückschneiden, da sie am einjährigen Holz blühen. Entferne dabei schwache oder beschädigte Triebe bodennah. So förderst du kräftige Triebe, die im Sommer mit großen Blütenständen belohnt werden. Ballhortensien (Hydrangea macrophylla) solltest du hingegen nach der Blüte, also im August oder September, schneiden. Entferne verblühte Blütenstände direkt unterhalb des Knopfes, damit neue Seitentriebe wachsen. Im Frühjahr schleppst du nur leicht zurück, um Erfrorenes zu entfernen, da Ballhortensien an altem Holz blühen. Ein starker Rückschnitt kann die Blütenbildung verringern. In beiden Fällen entfernst du morsche oder kranke Zweige sofort, um Krankheiten vorzubeugen.

24. Spierstrauch

Spiersträucher (Spiraea) schneidet man unmittelbar nach der Blüte im Mai/Juni, denn sie blühen am einjährigen Holz. Entferne zuerst alle verblühten Blütenrispen, indem du die Triebe um circa ein Drittel einkürzt. Dies fördert reichliches Neuaustriebs, der im nächsten Jahr erneut blüht. Anschließend kannst du alte, vergreiste Triebe bodennah herausschneiden, um Platz für frisches Holz zu schaffen. Ein starker Verjüngungsschnitt ist bei älteren Exemplaren alle drei bis vier Jahre sinnvoll: Entferne etwa ein Viertel bis ein Drittel des Altbestands, um junge Triebe anzuregen. Verzichte auf einen Schnitt im Spätherbst oder Winter, da so die Blütenknospen für das kommende Frühjahr beschädigt werden könnten.

25. Schneeball

Schneebälle (Viburnum) unterscheidet man je nach Sorte. Eine beliebte Form ist der Gemeine Schneeball (Viburnum opulus), der direkt nach der Blüte im Mai/Juni geschnitten werden sollte, da er am einjährigen Holz blüht. Entferne verblühte Dolden direkt unterhalb der Blüte, um neue Blütenansätze zu fördern. Verdichte Bereiche lichtest du aus, indem du alte oder nach innen wachsende Triebe bodennah entfernst. Bei Rispen-Schneeball (Viburnum plicatum) gilt dasselbe: Schnitt erfolgt direkt nach der Blüte, altes Holz wird entfernt, um jungen Trieben Raum zu geben. Vermeide einen Winterschnitt, um keine Blütenknospen zu entfernen, die sich bereits nach dem Sommerinduktion gebildet haben. Leichte Formschnitte im Spätsommer sind möglich, um die gewünschte Form zu erhalten.

26. Weigelie

Weigelien schneidet man am besten direkt nach der Blüte im Juni, weil sie an zweijährigem Holz blühen. Entferne nach der Blüte verwelkte Blütenstande, um die Bildung von Seitentrieben zu fördern, die im nächsten Jahr blühen. Anschließend kannst du alte, vergreiste Triebe bodennah herausnehmen, um Platz für frisches Jungholz zu schaffen. Vermeide einen späten Schnitt im Spätherbst, da dadurch die Blütenknospen für das nächste Frühjahr verloren gehen. Ein geringer Formschnitt im Spätsommer ist möglich, um überlange Triebe leicht einzukürzen und die Krone in Form zu halten. Achte darauf, schwaches oder krummwachsendes Holz zu entfernen, um eine kompakte, gesunde Pflanze zu erhalten.

27. Liguster

Ligusterhecken werden im zeitigen Frühjahr (März/April) zum ersten Schnitt herangezogen, wenn keine stärkeren Fröste mehr zu befürchten sind. Entferne abgestorbenes oder krankes Holz und kürze die Seitentriebe um etwa ein Drittel, um eine dichte Verzweigung zu fördern. Ein zweiter Formschnitt im Juli/August ist sinnvoll, um die gewünschte Form beizubehalten und Wildwuchs zu unterdrücken. Vermeide es, die Hecke zu spät im Herbst zu schneiden, da neue Triebe bei Frost Schaden nehmen können. Entferne außerdem alle nach innen wachsenden Triebe, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Liguster eignet sich gut für Formschnitte, weil er stark austreibt. Achte aber darauf, nicht zu tief in das alte Holz zu schneiden, da Liguster dort langsamer regeneriert.

28. Buchsbaum

Buchsbaumhecken oder Einzelpflanzen schneidet man idealerweise im späten Frühjahr (Mai/Juni) nach dem ersten kräftigen Austrieb. Entferne dabei lediglich die überstehenden Triebspitzen, um eine kompakte Form zu bewahren. Ein leichter Formschnitt im Spätsommer (August) ist möglich, um nachwachsendes Wildholz zu kürzen, aber schneide nicht mehr nach Ende August, da neue Triebe nicht mehr ausreifen und im Winter erfrieren können. Ein vollständiger Rückschnitt sollte nur bei stark vergreisten Exemplaren durchgeführt werden und idealerweise im zeitigen Frühjahr erfolgen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Achte darauf, scharfe Scheren zu verwenden, damit keine quetschenden Schnitte entstehen, die bei Buchsbaum Fäulnis begünstigen.

29. Eibe

Eiben schneidet man am besten im späten Winter (Februar/März) oder im zeitigen Frühjahr, sobald keine stärkeren Fröste mehr auftreten. Entferne absterbende, beschädigte und nach innen wachsende Äste, um die Hecke luftig zu halten und Verkreuzungen zu vermeiden. Eiben vertragen starke Rückschnitte, auch den sogenannten „Kahlschnitt“, sodass du sie komplett auf den alten Holzkörper zurückschneiden kannst, sofern im Inneren noch grünes Holz vorhanden ist. Ein weiterer leichter Formschnitt ist im Sommer möglich, damit du die gewünschte Form behältst. Verzichte auf Heckenschnitt im Herbst, da dadurch neue Austriebe entstehen, die vor Winterfrösten nicht geschützt sind und erfrieren könnten.

30. Thuja (Lebensbaum)

Thuja-Hecken schneidet man im frühen Frühjahr (März/April), wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Entferne abgestorbene oder braune Zweige zuerst. Anschließend kürzt du die Seitentriebe um etwa ein Drittel, um eine dichte Verzweigung zu bewirken. Aktiviere das Wachstum bis in den Sommer hinein durch einen zweiten, leichten Formschnitt im Juli, um lange Triebe einzukürzen. Vermeide jedoch Rückschnitte ins alte Holz, da Thuja dort nur schlecht austreibt. Ein Schnitt im Spätherbst ist nicht empfehlenswert, weil neue Triebe im Winter erfrieren können. Kontrolliere regelmäßig auf braune oder trockene Triebe, die du sofort entfernst, um Krankheiten vorzubeugen.

31. Fichte

Fichten im Garten sollten in der Regel gar nicht oder nur sehr selten geschnitten werden, da sie schlecht auf Rückschnitte reagieren und häufig Starktrieb bilden. Falls du die Form korrigieren oder kranke Äste entfernen musst, kannst du im zeitigen Frühjahr (März) kleinere Seitentriebe einkürzen, aber vermeide es, in das alte Holz einzudringen. Größere Schnitte an der Krone, bei denen Hauptäste gekappt werden, führen oft zu Wasserreisern, die die gesamte Wuchsform verunstalten. Wenn Äste entfernt werden müssen, solltest du dies im Spätherbst oder im frühen Winter tun, um Pilzbefall in trockener Atmosphäre zu minimieren. Im Allgemeinen raten Experten, Fichten lieber stehen zu lassen oder nur lästige Seitentriebe zu entfernen, anstatt die Krone umfangreich zu bearbeiten.

32. Tanne

Tannen reagieren ähnlich wie Fichten sehr empfindlich auf Rückschnitte, da sie an altem Holz kaum neue Seitenzweige bilden. Entferne nur abgestorbene oder kranke Äste und verzichte auf Formschnitte in die Krone. Den besten Zeitpunkt dafür findest du im Spätherbst, wenn sich der Saftfluss zurückgezogen hat und die Nadeln größtenteils gefallen sind. Schneide ausschließlich kleine Äste, die du bodennah entfernst, um Seitentriebe zu fördern. Größere Schnittmaßnahmen an älteren Holzpartien können zu Verlichtungen führen und die natürliche Pyramidenform zerstören. Lass Tannen am besten in ihrer natürlichen Form wachsen, um eine gesunde Baumkrone zu erhalten.

33. Kiefer

Kiefern darfst du nur selten schneiden, weil sie nach einem Rückschnitt ins ältere Holz nicht gut regenerieren. Entferne abgestorbene Äste jederzeit, achte aber darauf, nur bis ins grüne Holz zu schneiden. Schneidmaßnahmen führst du idealerweise im späten Winter (Februar/März) durch, bevor der Neuaustrieb beginnt. Falls du Formen schneiden willst, beschränke dich auf das Einkürzen von jüngeren Seitentrieben, um die gewünschte Form zu erhalten. Schnitt ins alte Holz verursacht oft kahle Stellen, die nur langsam neu austreiben. Große Schnittmaßnahmen sind daher nicht zu empfehlen. Plane stattdessen die Pflanzung so, dass Kiefern genug Platz haben und kein regelmäßiger Formschnitt notwendig ist.

34. Lärche

Lärchen sind ebenfalls Nadelbäume, die nach starken Rückschnitten nur langsam oder gar nicht austreiben. Entferne kranke oder büschelige Seitentriebe im Späten Frühling oder Frühsommer, wenn der Wuchs aktiv ist. Kleinere Äste kannst du im Spätherbst entfernen, wenn die Nadeln abgefallen sind. Vermeide radikale Schnitte ins alte Holz, um kahle, astlose Bereiche in der Krone zu verhindern. Falls du eine bestimmte Form wünschst, lass Lärchen lieber ungeschnitten oder setze auf schonende Auslichtung zwischen den Hauptästen. Auf starke Formschnitte solltest du verzichten, da dies die Gesundheit des Baumes beeinträchtigen und Pilzeintritt begünstigen kann.

35. Eiche

Eichen reagierten sehr empfindlich auf Schnitte in das alte Holz und sollten daher in der Regel nicht beschnitten werden, es sei denn, es ist krankheits- oder sicherheitsbedingt notwendig. Entferne abgestorbene oder beschädigte Äste am besten im Spätherbst, wenn der Baum in der Ruhephase ist und das Risiko für Pilzbefall geringer ist. Große Schnitte mitten in der Krone können dazu führen, dass Eichen zu sehr ins Stocken geraten oder Wasserschosser bilden. Sollten Totholzentfernungen großflächig ausfallen, streue Holzasche in die Wunde, um Pilze zu unterdrücken und die Wundheilung zu fördern. Lichte nur bedarfsweise aus, um den natürlichen Habitus zu erhalten.

36. Buche

Buchen vertragen einen Schnitt besser als Eichen, doch auch hier solltest du lediglich abgestorbene, beschädigte oder sich kreuzende Äste in der Ruhephase (Februar/März) entfernen. Ein Formschnitt ist normalerweise nicht nötig, da Buchen einen schönen, dichten Wuchs haben. Wenn du eine Hecke aus Rotbuche pflanzt, schneide sie zweimal im Jahr: im Spätsommer (August) und im Spätwinter (Februar/März), um sie kompakt zu halten. Entferne außerdem Wasserschosser, die unverzehrt aus dem Stamm schießen. Bei alten, vergreisten Exemplaren kannst du einen Verjüngungsschnitt durchführen, indem du einige Hauptäste bodennah entfernst, sodass jüngere Triebe nachwachsen können

37. Ahorn

Ahornbäume, insbesondere Feld- und Spitzahorn, solltest du im zeitigen Frühjahr (März/April) schneiden, bevor der Saftfluss einsetzt. Entferne zirka abgestorbene oder gerissene Äste, die sich krankheitsverdächtig zeigen. Bei jüngeren Bäumen kannst du außerdem schwache Verzweigungen entfernen, um eine stabile Kronenstruktur zu fördern. Achte darauf, nicht zu tief ins einjährige Holz zu schneiden, da Ahorn neu austreiben kann. Bei älteren, vergreisten Bäumen lohnt sich ein Auslichtungsschnitt, bei dem du einzelne dicke Äste bodennah entfernst, damit Licht in die Krone dringen kann und junge Triebe ein stärkeres Wachstum zeigen. Verzichte auf radikalen Formschnitt, denn Ahorn bildet selten attraktive Neuaustriebe am alten Holz.

38. Birke

Birken schneidet man am besten im Spätherbst, nachdem die Blätter gefallen sind, oder im Späten Winter (Februar/März), bevor das starke Austreiben beginnt. Entferne zuerst tote, abgestorbene oder abgebrochene Zweige. Anschließend kannst du schwache Seitentriebe bodennah entfernen, um eine gleichmäßige Kronenform zu gewährleisten. Schneide nur Weißholz (frisches, helles Holz) zurück und vermeide, ins ältere, dunkle Holz zu schneiden, da Birken dort nicht gut austreiben. Ein starker Rückschnitt kann dazu führen, dass Harz fließt, was Insekten anlocken kann. Verzichte bei Birken auf Formschnitte zugunsten eines natürlichen Wuchses.

39. Esche

Eschen solltest du im späten Winter (Februar/März) schneiden, bevor die Knospen anschwellen. Entferne abgestorbenes oder krankes Holz zuerst. Entferne anschließend konkav wachsende oder sich kreuzende Äste, damit die Krone luftig bleibt und Sonne bis ins Innere gelangt. Da Eschen an einjährigem und zweijährigem Holz blühen, darf der Schnitt nicht zu spät erfolgen, sonst verlierst du Fruchtknoten oder Samenbildung. Große Schnittmaßnahmen am Hauptastgerüst führst du besser mehrjährig durch, indem du jährlich einzelne dicke Äste bodennah herausnimmst, um die Krone gleichmäßig zu verlichten. Vermeide Sommerschnitte, da sie den Neuaustrieb anregen und Pilzkrankheiten begünstigen.

40. Pappel

Pappeln sollten im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr (Februar/März) geschnitten werden, wenn die Bäume in der Ruhephase sind und vor dem starken Austrieb stehen. Entferne zuerst abgestorbene, kranke oder defekte Äste. Kürze dann überlange Seitentriebe um etwa ein Drittel, um die Krone kompakt zu halten. Achte darauf, den Hauptstamm nicht zu stark zu entasten, da Pappeln sonst nur schwache Seitentriebe im Inneren bilden. Große Verjüngungsschnitte sind bei Pappeln schwierig, da sie zu viele Wasserschosser bilden und schnell wieder zu wuchern beginnen. Kleine, jährliche Auslichtungsschnitte sind effektiver, um eine gesunde Krone zu erhalten und Windbruch zu vermeiden.

41. Birnbaum (Wildform)

Die Wildform des Birnbaums unterscheidet sich im Schnitt kaum von der kultivierten Sorte. Schneide im Späten Winter (Februar/März), indem du totes oder krankes Holz zuerst entfernst. Anschließend lichtest du das Innere der Krone aus, indem du nach innen wachsende Zweige bodennah heraussägst. Entferne Wasserschosser und gelenke Triebe, die sich kreuzen oder in Richtung Stamm wachsen. Da Wildbirnbäume oft breitere Kronen bilden, achte darauf, dass du nicht zu viel auf einmal entfernst – maximal ein Drittel des Holzes. Alte Äste kannst du bodennah herausnehmen, damit neue, vitale Triebe entstehen, die in der kommenden Saison blühen und Früchte tragen.

42. Kornelkirsche

Kornelkirschen (Cornus mas) schneidet man am besten im späten Winter (Februar/März). Entferne zunächst totes, krankes oder beschädigtes Holz. Anschließend lichtest du das Kroneninnere aus, indem du ältere, vergreiste Äste bodennah absägst, um jüngeren Trieben Raum zu geben. Da Kornelkirschen am zweijährigen Holz blühen, darf der Schnitt nicht zu spät erfolgen, damit du keine Blütenknospen entfernst. Ein Sommerschnitt ist nicht empfohlen, weil die Pflanze dann zu stark austreibt und Pilzkrankheiten begünstigt werden können. Falls du eine starke Verjüngung vornehmen musst, teile den Schnitt über mehrere Jahre auf, um die Pflanze nicht zu überfordern.

43. Korkenzieherhasel

Die Korkenzieherhasel schneidet man im zeitigen Frühjahr (Februar/März), bevor der Saftfluss ansteigt. Entferne zuerst alle abgestorbenen und kranken Zweige. Schneide anschließend zu dicht stehende Triebe, um die typische, skurrile Form zu bewahren. Da Korkenzieherhaseln sehr buschig wachsen, kannst du stark eingreifen und mehrere Haupttriebe bodennah herausnehmen, um jüngeren Trieben Platz zu verschaffen. Schneide die verbleibenden Triebe nach Belieben ein: Lasse einige starke, gewundene Äste stehen und kürze sie leicht zurück, um die charakteristische Wülstchenbildung zu fördern. Ein weiterer leichter Formschnitt im Spätsommer ist möglich, um überlange Triebe einzukürzen, jedoch nie nach August, damit die neuen Triebe noch ausreifen.

44. Mahonie

Mahonien (Mahonia aquifolium) solltest du im zeitigen Frühjahr (März/April) schneiden. Entferne zuerst abgestorbene oder beschädigte Blütenstände und Triebe. Anschließend kannst du ältere, blühschwache Sprosse bodennah entfernen, um Platz für frisches Holz zu schaffen. Da Mahonien langsam wachsen, darfst du nicht mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal wegnehmen. Ein Formschnitt ist nicht wirklich notwendig; du kannst lose, ausladende Triebe im Spätsommer leicht einkürzen, um die Form zu erhalten. Vermeide späte Schnitte, da diese die Neuaustriebe schwächen und die Pflanze frostempfindlicher machen können.

45. Magnolie

Magnolien schneidet man am besten im Spätwinter (Februar/März), bevor das kräftige Austreiben beginnt. Entferne abgestorbene oder beschädigte Äste zuerst und achte darauf, dass die Schnittwunden nicht bei Frost verheilen müssen. Schneide anschließend nur behutsam in die Form, weil Magnolien am alten Holz blühen und ein Radikalschnitt Blütenverluste verursachen kann. Sollte deine Magnolie zu dicht stehen, lichtest du einzelne Sekundärtriebe aus, indem du sie bodennah herausnimmst. Vermeide größere Rückschnitte ins Jahre alte Holz, da Magnolien dort nur langsam neue Triebe ausbilden. Ein leichter Formschnitt kann im Sommer nach der Blüte erfolgen, um einzelne aus der Form gefallene Seitentriebe zu korrigieren.

46. Jasminstrauch

Jasminsträucher (z. B. Sommerjasmin) schneidet man im zeitigen Frühjahr (März/April), bevor der Neuaustrieb beginnt. Entferne abgestorbene, schwache oder kranke Triebe zuerst. Anschließend kannst du die Haupttriebe leicht einkürzen, um Verzweigung und Blütenbildung zu fördern. Ein weiterer Sommerschnitt nach der Blüte (Juli/August) ist sinnvoll: Schneide verblühte Triebe zurück, um neue Seitentriebe anzuregen, die im folgenden Jahr wieder blühen. Bei winterharten Jasminsorten ist kein starker Rückschnitt nötig, ein Formschnitt genügt oft, um die gewünschte Form zu erhalten. Achte darauf, den Schnitt schräg über einer Knospe anzusetzen, damit Regenwasser abfließen kann.

47. Lavendel

Lavendel schneidet man am besten im Spätsommer (August), nachdem der erste Blütenflor abgeblüht ist, um eine zweite Blüte zu fördern und die kompakte Form zu erhalten. Kürze die verblühten Blütenstände dicht über dem Blattansatz ab. Anschließend kürzt du die Triebe leicht um etwa ein Drittel zurück, achte dabei darauf, nicht in das alte, verholzte Holz zu schneiden, da Lavendel dort keinen neuen Austrieb bildet. Ein zweiter leichter Schnitt im Herbst ist möglich, um die Triebe nochmals zu kürzen und umgefallene Triebe in Form zu bringen. Vermeide einen zu starken Rückschnitt, da Lavendel an verholztem Holz nicht wieder austreibt. In milden Gegenden kannst du im Frühjahr nochmals leicht nachschneiden, um verbliebene Wintertriebe in Form zu bringen.

48. Yucca

Yucca-Palmenähnliche Gehölze werden in der Regel nur selten beschnitten. Schneide abgestorbene oder welkende Blätter am besten im zeitigen Frühjahr (März), bevor neues Wachstum einsetzt. Bei beschädigten Blattstielen schneidest du den Blattansatz bis zum Stamm zurück. Achte darauf, das scharfe Schnittwerkzeug sicher zu führen, da die Blätter rasiermesserscharf sind. Entferne alte Blattrosetten am Stamm, um Platz für neue Rosetten zu schaffen. Ein Ausdünnen der Rosettenkompaktanlage ist nicht notwendig, da die Pflanze in Einzelstellung meist attraktiv wirkt. Schneide niemals ins alte, verholzte Stammstück, da Yucca dort nicht mehr neu austreibt.

49. Sommerflieder (Buddleja)

Sommerflieder schneidet man im späten Winter oder Frühjahr (Februar/März), wenn keine strengeren Fröste mehr zu erwarten sind. Schneide alle Triebe etwa auf 30 cm über dem Boden zurück, da Buddleja am einjährigen Holz blüht. Ein starker Rückschnitt fördert reichlichen Neuaustrieb, der im selben Sommer mit unzähligen Blütenbüscheln belohnt wird. Entferne dabei totes oder schwaches Holz zuerst und kürze dann alle verbleibenden Triebe. Achte darauf, die Schnittwunde schräg oberhalb einer gesunden Knospe anzusetzen. Ein Sommerschnitt ist nicht erforderlich, da der Hauptblütenschub nach einem starken Rückschnitt im Frühjahr erfolgt. Vermeide eine Spätschnitt, da sonst die Herbstblüte reduziert wird.

50. Efeu

Efeu ist ein immergrüner Kletterer, der keinen klassischen Rückschnitt benötigt. Möchtest du jedoch Efeu in Form halten oder überhängende Triebe kürzen, so empfiehlt sich der Schnitt im späten Frühjahr (Mai) oder Spätsommer (August), wenn das Wachstum aktiv ist. Schneide dabei lediglich die Triebspitzen, um die Pflanze kompakt zu halten und die gewünschte Fläche abzudecken. Entferne außerdem abgestorbene oder beschädigte Triebe. Wenn Efeu zu weit in andere Bereiche hineinwächst, schneidest du ihn bis zu den Knoten zurück, um die Verlängerung auszudünnen. Zwingend notwendig ist kein starker Rückschnitt, da Efeu ansonsten schnell buschig austreibt und die Rinde von Mauern schädigen kann.


Tabelle 100 Gehölze

Nr. Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
1 Abelia Frühsommer nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen entfernen; leichte Formschnitte Rückschnitt ins alte Holz vermeiden; fördert neuen Austrieb
2 Acer campestre Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & Wasserschosser entfernen; schwache Äste ausdünnen Schnitt nicht zu spät, ansonsten kräftiger Laubaustrieb
3 Acer palmatum Später Winter/Frühjahr (Februar) Beschädigte Äste entfernen; nur im geringen Umfang schneiden Häufig nur Formschnitt nötig; empfindlich bei starkem Rückschnitt
4 Acer platanoides Später Winter/Frühjahr (März) Krone lichten; schwache Verzweigungen entfernen Starkwüchsig – regelmäßig kontrollieren, um Kronenform zu erhalten
5 Acer pseudoplatanus Später Winter/Frühjahr (März) Abgebrochene Äste & Wasserschosser entfernen; Auslichtung Rückschnitte ins alte Holz selten empfohlen; wächst schnell
6 Ahorn Später Winter/Frühjahr (März/April) Abgestorbene & kreuzende Äste entfernen; Auslichtung Verjüngungsschnitt über Jahre dosieren; keine Radikalschnitte ins Altholz
7 Alpenrose (Rhododendron indicum) Nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Blütenstände entfernen; Formen leicht korrigieren Keine radikalen Schnitte; altersweises Ausdünnen möglich
8 Apfelbaum Später Winter (Februar/März) Altes Fruchtholz & Wasserschosser entfernen; Krone auslichten Max. ein Drittel des Holzes entfernen; fördert Fruchtqualität
9 Aucuba japonica Später Frühling (April/Mai) Blaue Früchte stehen lassen, nur kranke Äste entfernen Immergrün – kaum Schnitt nötig; verträgt Schatten
10 Bambus (Phyllostachys) Später Winter (Februar) Alte Kulterhalme bodennah entfernen; Auslichten dichter Ruten Wuchst intensiv – regelmäßiges Entfernen von Kulterhalmen wichtig
11 Betula pendula Später Winter/Frühjahr (Februar) Tote & beschädigte Äste entfernen; nur Weißholz schneiden Rückschnitt ins alte Holz führt oft zu Ausbleiben von Neuaustrieb
12 Birnbaum Später Winter/Frühjahr (Februar) Krone auslichten; Wasserschosser & alte Triebe bodennah entfernen Nicht mehr als ein Drittel des Holzes pro Jahr entfernen
13 Blasenbaum (Koelreuteria paniculata) Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; Wasserschosser & Wildtriebe bodennah abbrechen Regelmäßige Auslichtung hilft, attraktive Baldachinform zu wahren
14 Blauregen (Wisteria sinensis) Spätsommer (August/September) Verblühte Ranken einkürzen; Seitentriebe auf 20–30 cm kürzen Schnittzeitpunkt wichtig, um Blütenknospen für das nächste Jahr zu behalten
15 Brombeere Nach der Ernte (Juli/August) Abgeerntete Ruten bodennah abschneiden; Seitentriebe im Frühjahr kürzen Nur einjähriges Holz fruchtet; Ausdünnung für Luftzirkulation wichtig
16 Buchsbaum Später Frühling (Mai/Juni) Formschnitt für kompakte Gestalt; im Spätsommer leichter Nachschnitt Letzter Schnitt spätestens Ende August, sonst Neuaustrieb erfriert
17 Buche Später Winter (Februar/März) Krone auslichten; Wasserschosser entfernen Hecken: Zweimal jährlich (Sommer und Winter) schneiden
18 Camellia japonica Später Winter/Frühjahr (Februar) Verblühte Knospenreste entfernen; leichtes Auslichten Empfindlich gegen Frost; Standort und Schnittzeit beachten
19 Carpinus betulus Später Winter (Februar/März) Krone auslichten; konkav wachsende Äste entfernen Gut für Formschnitt von Hecken geeignet; Sommerschnitt auf leichte Korrektur
20 Clematis Spätsommer/Herbst (August) oder Frühjahr Altes Holz entfernen, je nach Gruppe; veraltetes Holz auslichten Sortenspezifische Schnittgruppe beachten; falscher Schnitt beeinflusst Blüte
21 Cotoneaster Später Winter/Frühjahr (März) Krone auslichten; nur leichte Verjüngungskürzungen Nur wenig schneiden, da Blüten und Früchte an älteren Trieben entstehen
22 Cytisus scoparius Direkt nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Rispen entfernen; nur auf dem einjährigen Holz schneiden Kein Rückschnitt ins alte Holz, da Ginster dort nicht erneut austreibt
23 Daphne mezereum Nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Triebe entfernen; nur minimaler Rückschnitt nötig Giftig – Handschuhe tragen; starker Rückschnitt reduziert Blüte
24 Deutzie (Amelanchier) Später Winter (Februar/März) Totholz & schwache Triebe entfernen; Krone leicht formen Blüht am zweijährigen Holz – spätes Schneiden vermeidet Blütenverlust
25 Eberesche (Sorbus aucuparia) Später Winter (Februar/März) Totholz & kreuzende Äste entfernen; Wasserschosser ausschneiden Leichte Auslichtung reicht meist; Vorsicht bei starker Verjüngung
26 Eibe (Taxus baccata) Später Winter/Frühjahr (März/April) Auslichten; Rückschnitt ins alte Holz möglich, regeneriert gut Verträgt Kahlschnitt; kein Spätschnitt, damit neue Triebe vor Winter ausreifen
27 Efeu Später Frühling/Spätsommer Triebspitzen kürzen; unverzweigte Ranken auf gewünschte Länge schneiden Immergrün – Schnitt nach Bedarf, um Wuchs zu kontrollieren
28 Eiche (Quercus robur) Spätherbst/Später Winter (November/Februar) Nur tote & kranke Äste entfernen; keine radikalen Schnitte Große Astabbrüche vorzugsweise von Fachleuten; starke Regeneration selten
29 Eucalyptus Später Winter (Februar/März) Totholz & kranke Äste entfernen; keine Formschnitte ins alte Holz Starkwüchsig; Frostempfindlichkeit beachten
30 Esche Später Winter (Februar/März) Totholz & kreuzende Äste entfernen; konkav wachsende Triebe schneiden Schnitt vor Saftanstieg; großes Rückschnittvorhaben über mehrere Jahre verteilen
31 Fichte Spätherbst/Frühwinter Nur tote oder kranke Äste entfernen Keine Kronenformung; vermeiden großer Rückschnitte ins alte Holz
32 Flieder Unmittelbar nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Rispen bodennah abschneiden; Auslichtung alter Triebe Blüht am einjährigen Holz; Schnitt zu spät führt zu geringerer Blüte
33 Forsythie Direkt nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Triebe bodennah entfernen; Auslichtung älterer Äste Blüht am einjährigen Holz; Schnitt im Herbst/Winter entfernt Blütenknospen
34 Gardenie (Gardenia jasminoides) Später Frühling (April/Mai) Verblühte Triebe & Totholz entfernen; minimale Formschnitte Empfindlich gegen Kälte; ausreichende Feuchtigkeit sicherstellen
35 Ginkgo Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & Wasserschosser entfernen; Auslichtung minimal Wächst langsam – Schnitt nur zur Entfernung toter Äste notwendig
36 Haselnuss Später Winter (Februar/März) Wasserschosser bodennah entfernen; alte Fruchttriebe auslichten Ertragssteigerung durch Auslichten; kein Sommerschnitt empfohlen
37 Heidelbeere Später Winter/Frühjahr (Februar/März) Altes Holz (> 5 Jahre) bodennah entfernen; schwache Triebe auslichten Schnitt vor Saftanstieg; Sommerschnitt nur zur Korrektur langer Triebe
38 Hibiscus syriacus Spätherbst (Oktober) oder SpätWinter (Februar) Alte Blütenstände & tote Triebe entfernen; Rückschnitt auf 2–3 Knospen Blüte am erstjährigen Holz; frosthärter als viele exotische Arten
39 Himbeere Nach der Ernte (Juli/August) Abgeerntete Ruten bodennah entfernen; Herbsttragende Sorten im Frühjahr auf 20–30 cm zurückschneiden Himbeersorten: Sommer- vs. Herbsttragend verschieden schneiden
40 Holunder (Sambucus nigra) Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Kein Schnitt im Herbst/Winter; Sommerschnitt fördert frischen Austrieb
41 Hortensie Rispenhortensie: Spätwinter (März); Ballhortensie: nach der Blüte (August) Verblühte Rispen bzw. alte Triebe entfernen; leichte Formen korrigieren Unterschiedliche Schnittmethoden für Sorten beachten
42 Ilex aquifolium Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; Formschnitt im Mai/Juni Immergrün – Schnitt vor neuem Austrieb; Dornige Blätter erschweren Arbeit
43 Ilex crenata Später Frühling (April/Mai) Leichte Auslichtung; Formschnitt zur Erhaltung kompakten Wuchses Immergrün – Rückschnitt minimal; gut für Formschnitt-Hecken
44 Jasmin Später Winter/Frühjahr (März/April) Totholz & schwache Triebe entfernen; nach Blüte (Juli) verblühte Triebe kürzen Schnittzeiten je nach Sorte variieren; sonnigen Standort bevorzugen
45 Johannisbeere (Ribes rubrum) Unmittelbar nach der Ernte (Juli) Alte Triebe (> 3 Jahre) bodennah entfernen; junge Triebe um 1/3 kürzen Beim Schneiden über Schnee arbeitet man am Saftarmen Holz
46 Juniperus communis Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; nur leichte Formschnitte ins grüne Holz; nicht ins braune Holz schneiden Braunes Holz bildet keine neuen Triebe; Schnitt zurückhaltend
47 Kalmia latifolia (Lorbeerrose) Später Winter/Frühjahr (März) Verblühte Rispen entfernen; nur leichte Verjüngungsschnitte Verträgt kaum starke Rückschnitte; braucht saure, humusreiche Erde
48 Kiefer Später Winter/Frühjahr (Februar) Nur tote Äste entfernen; keine Rückschnitte ins alte Holz Bei Rückschnitt im Sommer erhöhtes Krankheitsrisiko
49 Kirschbaum Nach der Ernte (Juli/August) Verblühte & tote Äste entfernen; Wasserschosser ausbrechen Kirschbäume bluten stark – Sommerschnitt vermindert Saftaustritt
50 Kolkwitzia amabilis (Perlstrauch) Später Winter (Februar/März) Totholz & verblühte Triebe entfernen; Auslichtung älterer Äste Blüte am einjährigen Holz – später Schnitt nimmt Knospen für nächstes Jahr
51 Koelreuteria paniculata Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; kurze Wasserschosser abschneiden Schnitt selten erforderlich; stabile Form durch wenig Rückschnitt möglich
52 Kornelkirsche Später Winter/Frühjahr (Februar) Altes Holz bodennah entfernen; Auslichtung dichter Kronenteile Blüte am zweijährigen Holz – kein Sommerschnitt
53 Korkenzieherhasel Später Winter (Februar/März) Alte Triebe bodennah rechtwinklig schneiden; Form durch Kürzung erhalten Jährlicher starker Verjüngungsschnitt möglich; fördert charakteristische Rinde
54 Lagestroemia indica (Lagerstroemie) Später Winter (Februar/März) Totholz & alte Blütenstände entfernen; leichte Formschnitte Sehr frostempfindlich – Standortwahl wichtig; kräftiger Rückschnitt fördert Blüte
55 Lavendel Spätsommer (August) Verblühte Rispen entfernen; Triebe um 1/3 einkürzen, nicht ins alte Holz Kein Rückschnitt ins verholzte Holz; fördert kompakte Pflanze
56 Lebensbaum (Thuja occidentalis) Später Frühling (März/April) Braune & kranke Triebe entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
57 Linde (Tilia) Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & kreuzende Äste entfernen; leichte Formen Wildtriebe frühzeitig entfernen; Rückschnitt ins alte Holz schlecht
58 Liguster Frühsommer (Juni) & Spätsommer (August) Erster Formschnitt, dann feiner Ausgleichsschnitt Zwei Schnitte pro Jahr möglich; Spätschnitt nicht zu spät, sonst Frostschäden
59 Lorbeerrose Später Winter (Februar/März) Verblühte Rispen entfernen; keine radikalen Rückschnitte Empfindlich gegenüber trockenen Standorten; Schutz bei strengem Frost nötig
60 Mahonie (Mahonia aquifolium) Später Frühling (April) Totholz & verblühte Blütenstände entfernen Nur leichter Formschnitt; sonst keine tiefen Rückschnitte ins alte Holz
61 Magnolie Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & beschädigte Äste entfernen; keine großen Rückschnitte ins Alte Blüte am alten Holz – Schnitt zu spät führt zu Blütenverlust
62 Malus sylvestris (Wildapfel) Später Winter (Februar/März) Totholz & Wasserschosser entfernen; Krone lichten Ähnlich wie Kulturapfel, jedoch sparsam schneiden
63 Mespilus germanica (Mispel) Später Winter/Frühjahr (März) Abgestorbene & beschädigte Äste entfernen; Auslichtung Frühe Ernte im Herbst – Schnitt hauptsächlich nach der Ernte möglich
64 Myrtus communis Frühling (April/Mai) Verblühte Triebe entfernen; leichte Formkürzung Frostempfindlich – Schnitt erst nach Frostgefahr; mediterrane Pflanze
65 Nandina domestica (Himmelsbambus) Später Winter/Frühjahr (Februar) Alte & abgestorbene Triebe bodennah entfernen; Auslichten Ideal für Unterpflanzung; benötigt wenig Schnitt
66 Osmanthus fragrans Später Winter (Februar/März) Verblühte Triebe nach der Blüte entfernen; alte Triebe auslichten Duftender Strauch – Schnitt selten nötig; behutsam zurückhaltend
67 Osmanthus heterophyllus Später Frühling (März/April) Totholz & Fischgräten-Äste entfernen; leichte Formschnitte Immergrün – Rückschnitt minimal halten; fördert kompakte Wuchsform
68 Pappel Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Große Verjüngungsschnitte führen zu Wasserschosser; besser regelmäßig auslichten
69 Philadelphus coronarius (Mockorange) Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & ältere Triebe bodennah entfernen Blüte am einjährigen Holz – Schnitt nach der Blüte wichtig
70 Photinia × fraseri (Glanzmispel) Spätsommer (August/September) Triebe um 1/3 kürzen; abgestorbene Triebe entfernen Frühjahrsblüte – Sommerschnitt fördert Neuaustrieb
71 Pieris japonica Später Winter (Februar) Verblühte Blütenrispen entfernen; alte Triebe leicht auslichten Empfindlich gegen starken Rückschnitt – nur minimale Kürzung
72 Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer) Spätsommer (August) Triebe auf Wunschhöhe einkürzen; im Frühjahr kranke & überschießende Äste entfernen Starker Austrieb – regelmäßiges Formschnitt notwendig
73 Quercus robur (Eiche) Spätherbst/Später Winter (November/Februar) Nur tote & kranke Äste entfernen; keine radikalen Schnitte Große Astabbrüche vorzugsweise von Fachleuten; starke Regeneration selten
74 Quitte Spätsommer/Herbst (August/September) Totholz & Wasserschosser entfernen; Auslichten Blüte & Fruchtbildung am einjährigen Holz – später Schnitt reduziert Ertrag
75 Ribes rubrum (Johannisbeere) Unmittelbar nach der Ernte (Juli) Alte Triebe (> 3 Jahre) bodennah entfernen; junge Triebe um 1/3 kürzen Beim Schneiden über Schnee arbeitet man am Saftarmen Holz
76 Rhododendron Direkt nach der Blüte (Mai) Verblühte Rispen & kranke Triebe entfernen; nur leichte Formen Kein Rückschnitt im Herbst, um Frostschäden an Schnittstellen zu vermeiden
77 Rosa canina (Hundsrose) Nach der Blüte (Juni/Juli) Verblühte Blütenstände entfernen; Auslichten alter Triebe bodennah Verjüngungsschnitt bei alten Sträuchern möglich; dorniges Holz erschwert Arbeit
78 Rosa rugosa (Kartoffelrose) Nach der Blüte (Juli) Verblühte Blüten & Totholz entfernen; Auslichten älterer Triebe Robust & winterfest – starker Schnitt möglich, fördert Neuaustrieb
79 Salix alba (Silber-Weide) Später Winter (Februar/März) Tote & beschädigte Äste entfernen; nur wenige stärkere Triebe bodennah schneiden Schnitt spart Staunässe; vermeidet flache Wurzelausbreitung
80 Sambucus nigra (Holunder) Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Kein Schnitt im Herbst/Winter; Sommerschnitt fördert frischen Austrieb
81 Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) Später Frühling (April) Krone leicht auslichten; Seitentriebe auf gewünschte Länge schneiden Sehr frostempfindlich – Standortwahl & Schnittzeit beachten
82 Schlehe (Prunus spinosa) Direkt nach der Blüte (März/April) Verblühte Blütenstände entfernen; Auslichten älterer Triebe Keine Winterschnitte wegen Frösten; Rückschnitt fördert neue Blütenzweige
83 Spiraea Direkt nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Blüte am einjährigen Holz – Schnitt im Herbst entfernt Blüten für nächstes Jahr
84 Stachelbeere Unmittelbar nach der Ernte (Juli) Alte Triebe (> 3 Jahre) bodennah entfernen; junge Triebe um 1/3 kürzen Ausdünnung für bessere Belüftung; Sommerschnitt ausreichend
85 Taxus baccata (Eibe) Später Winter/Frühjahr (Februar) Auslichten; Rückschnitt ins alte Holz möglich Verträgt Kahlschnitt; kein Spätschnitt, damit Austriebe vor Frost ausreifen
86 Tanne (Abies) Spätherbst (November) Nur tote & kranke Äste entfernen Keine Kronenformung; großer Rückschnitt schlecht für Baumgesundheit
87 Thuja occidentalis (Lebensbaum) Später Frühling (April/Mai) Seitentriebe um 1/3 kürzen; braune Triebe entfernen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
88 Trauerweide Später Winter (Februar/März) Tote & beschädigte Äste entfernen; Seitentriebe minimal einschneiden Starkwüchsig; regelmäßige Auslichtung nötig
89 Vitis vinifera (Weinrebe) Später Winter (Februar/März) Alte & schwache Triebe bodennah entfernen; fruchttragende Triebe auslichten Verjüngung verhindern; Kordonschnitt nach System erforderlich
90 Weide (Salix) Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Schnelles Wachstum; regelmäßige Auslichtung notwendig
91 Weigelie Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Blüte am zweijährigen Holz – kein Herbstschnitt
92 Weißdorn (Crataegus) Später Winter/Frühjahr (Februar) Dornenbedingtes Totholz & kranke Triebe entfernen; Auslichten Dornig – Schutzkleidung tragen; Schnitt vor Blattaustrieb
93 Wisteria sinensis Spätsommer (August) Verblühte Ranken & Seitentriebe auf 20–30 cm kürzen Schnitt für Blütenknospenkontrolle; intensiv wachsende Kletterpflanze
94 Yucca filamentosa Frühling (April/Mai) Abgestorbene & welke Blätter entfernen; alte Blattrosetten abschneiden Schnitt ins Stammholz nicht möglich; scharfe Blätter – Vorsicht
95 Zelkove (Zelkova serrata) Später Winter (Februar/März) Totholz & konkav wachsende Äste entfernen; nur leichte Auslichtung Selten rückschnittbedürftig; starke Regeneration aus robusten Knospen
96 Zierapfel Später Winter/Frühjahr (Februar) Altes & krankes Fruchtholz entfernen; Krone auslichten Schnitt auf Leitäste zur Kronenformung; fördert Blüte und Fruchtqualität
97 Zierkirsche Nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Rispen entfernen; Auslichten alter Triebe bodennah Blüte am einjährigen Holz – kein Winterschnitt
98 Zierquitte Später Winter (Februar/März) Totholz & beschädigte Äste entfernen; Auslichten Blüte am zweijährigen Holz – spätes Schneiden verzichtet Blütenknospen
99 Ziziphus jujuba Später Winter (Februar/März) Totholz & Wasserschosser entfernen; Krone leicht öffnen Frostempfindlich; Rückschnitt minimal halten
100 Vitex agnus-castus Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Triebe auf 20–30 cm einkürzen Empfindlich bei Frost; bevorzugt sonnigen Standort

Tabelle: Wann schneidet man welches Gehölz? (nach Monaten sortiert)

Februar

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Acer campestre Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & Wasserschosser entfernen; schwache Äste ausdünnen Schnitt nicht zu spät, ansonsten kräftiger Laubaustrieb
Acer palmatum Später Winter/Frühjahr (Februar) Beschädigte Äste entfernen; nur im geringen Umfang schneiden Häufig nur Formschnitt nötig; empfindlich bei starkem Rückschnitt
Apfelbaum Später Winter (Februar/März) Altes Fruchtholz & Wasserschosser entfernen; Krone auslichten Max. ein Drittel des Holzes entfernen; fördert Fruchtqualität
Bambus (Phyllostachys) Später Winter (Februar) Alte Kulterhalme bodennah entfernen; Auslichten dichter Ruten Wuchst intensiv – regelmäßiges Entfernen von Kulterhalmen wichtig
Betula pendula Später Winter/Frühjahr (Februar) Tote & beschädigte Äste entfernen; nur Weißholz schneiden Rückschnitt ins alte Holz führt oft zu Ausbleiben von Neuaustrieb
Birnbaum Später Winter/Frühjahr (Februar) Krone auslichten; Wasserschosser & alte Triebe bodennah entfernen Nicht mehr als ein Drittel des Holzes pro Jahr entfernen
Buche Später Winter (Februar/März) Krone auslichten; Wasserschosser entfernen Hecken: Zweimal jährlich (Sommer und Winter) schneiden
Camellia japonica Später Winter/Frühjahr (Februar) Verblühte Knospenreste entfernen; leichtes Auslichten Empfindlich gegen Frost; Standort und Schnittzeit beachten
Carpinus betulus Später Winter (Februar/März) Krone auslichten; konkav wachsende Äste entfernen Gut für Formschnitt von Hecken geeignet; Sommerschnitt auf leichte Korrektur
Deutzie (Amelanchier) Später Winter (Februar/März) Totholz & schwache Triebe entfernen; Krone leicht formen Blüht am zweijährigen Holz – spätes Schneiden vermeidet Blütenverlust
Eberesche (Sorbus aucuparia) Später Winter (Februar/März) Totholz & kreuzende Äste entfernen; Wasserschosser ausschneiden Leichte Auslichtung reicht meist; Vorsicht bei starker Verjüngung
Eiche (Quercus robur) Spätherbst/Später Winter (November/Februar) Nur tote & kranke Äste entfernen; keine radikalen Schnitte Große Astabbrüche vorzugsweise von Fachleuten; starke Regeneration selten
Eucalyptus Später Winter (Februar/März) Totholz & kranke Äste entfernen; keine Formschnitte ins alte Holz Starkwüchsig; Frostempfindlichkeit beachten
Esche Später Winter (Februar/März) Totholz & kreuzende Äste entfernen; konkav wachsende Triebe schneiden Schnitt vor Saftanstieg; großes Rückschnittvorhaben über mehrere Jahre verteilen
Ginkgo Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & Wasserschosser entfernen; Auslichtung minimal Wächst langsam – Schnitt nur zur Entfernung toter Äste notwendig
Haselnuss Später Winter (Februar/März) Wasserschosser bodennah entfernen; alte Fruchttriebe auslichten Ertragssteigerung durch Auslichten; kein Sommerschnitt empfohlen
Heidelbeere Später Winter/Frühjahr (Februar/März) Altes Holz (> 5 Jahre) bodennah entfernen; schwache Triebe auslichten Schnitt vor Saftanstieg; Sommerschnitt nur zur Korrektur langer Triebe
Hibiscus syriacus (Garteneibisch) Spätherbst (Oktober) oder Spätwinter (Februar) Alte Blütenstände & tote Triebe entfernen; Rückschnitt auf 2–3 Knospen Blüte am erstjährigen Holz; frosthärter als viele exotische Arten
Kiefer Später Winter/Frühjahr (Februar) Nur tote Äste entfernen; keine Rückschnitte ins alte Holz Bei Rückschnitt im Sommer erhöhtes Krankheitsrisiko
Kolkwitzia amabilis (Perlstrauch) Später Winter (Februar/März) Totholz & verblühte Triebe entfernen; Auslichtung älterer Äste Blüte am einjährigen Holz – später Schnitt nimmt Knospen für nächstes Jahr
Kornelkirsche (Cornus mas) Später Winter/Frühjahr (Februar) Altes Holz bodennah entfernen; Auslichtung dichter Kronenteile Blüte am zweijährigen Holz – kein Sommerschnitt
Korkenzieherhasel Später Winter (Februar/März) Alte Triebe bodennah rechtwinklig schneiden; Form durch Kürzung erhalten Jährlicher starker Verjüngungsschnitt möglich; fördert charakteristische Rinde
Lagerstroemia indica (Lagerstroemie) Später Winter (Februar/März) Totholz & alte Blütenstände entfernen; leichte Formschnitte Sehr frostempfindlich – Standortwahl wichtig; kräftiger Rückschnitt fördert Blüte
Linde (Tilia) Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & kreuzende Äste entfernen; leichte Formen Wildtriebe frühzeitig entfernen; Rückschnitt ins alte Holz schlecht
Lorbeerrose (Kalmia latifolia) Später Winter/Frühjahr (März) Verblühte Rispen entfernen; nur leichte Verjüngungsschnitte Verträgt kaum starke Rückschnitte; braucht saure, humusreiche Erde
Magnolie Später Winter/Frühjahr (Februar) Totholz & beschädigte Äste entfernen; keine großen Rückschnitte ins Alte Blüte am alten Holz – Schnitt zu spät führt zu Blütenverlust
Malus sylvestris (Wildapfel) Später Winter (Februar/März) Totholz & Wasserschosser entfernen; Krone lichten Ähnlich wie Kulturapfel, jedoch sparsam schneiden
Nandina domestica (Himmelsbambus) Später Winter/Frühjahr (Februar) Alte & abgestorbene Triebe bodennah entfernen; Auslichten Ideal für Unterpflanzung; benötigt wenig Schnitt
Osmanthus fragrans Später Winter (Februar/März) Verblühte Triebe nach der Blüte entfernen; alte Triebe auslichten Duftender Strauch – Schnitt selten nötig; behutsam zurückhaltend
Pappel Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Große Verjüngungsschnitte führen zu Wasserschosser; besser regelmäßig auslichten
Pieris japonica Später Winter (Februar) Verblühte Blütenrispen entfernen; alte Triebe leicht auslichten Empfindlich gegen starken Rückschnitt – nur minimale Kürzung
Quercus robur (Eiche) Spätherbst/Später Winter (November/Februar) Nur tote & kranke Äste entfernen; keine radikalen Schnitte Große Astabbrüche vorzugsweise von Fachleuten; starke Regeneration selten
Salix alba (Silber-Weide) Später Winter (Februar/März) Tote & beschädigte Äste entfernen; nur wenige stärkere Triebe bodennah schneiden Schnitt spart Staunässe; vermeidet flache Wurzelausbreitung
Taxus baccata (Eibe) Später Winter/Frühjahr (Februar) Auslichten; Rückschnitt ins alte Holz möglich Verträgt Kahlschnitt; kein Spätschnitt, damit Austriebe vor Frost ausreifen
Trauerweide Später Winter (Februar/März) Tote & beschädigte Äste entfernen; Seitentriebe minimal einschneiden Starkwüchsig; regelmäßige Auslichtung nötig
Vitis vinifera (Weinrebe) Später Winter (Februar/März) Alte & schwache Triebe bodennah entfernen; fruchttragende Triebe auslichten Verjüngung verhindern; Kordonschnitt nach System erforderlich
Weide (Salix) Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Schnelles Wachstum; regelmäßige Auslichtung notwendig
Weißdorn (Crataegus) Später Winter/Frühjahr (Februar) Dornenbedingtes Totholz & kranke Triebe entfernen; Auslichten Dornig – Schutzkleidung tragen; Schnitt vor Blattaustrieb
Zelkove (Zelkova serrata) Später Winter (Februar/März) Totholz & konkav wachsende Äste entfernen; nur leichte Auslichtung Selten rückschnittbedürftig; starke Regeneration aus robusten Knospen
Zierapfel Später Winter/Frühjahr (Februar) Altes & krankes Fruchtholz entfernen; Krone auslichten Schnitt auf Leitäste zur Kronenformung; fördert Blüte und Fruchtqualität
Zierquitte Später Winter (Februar/März) Totholz & beschädigte Äste entfernen; Auslichten Blüte am zweijährigen Holz – spätes Schneiden verzichtet Blütenknospen
Ziziphus jujuba Später Winter (Februar/März) Totholz & Wasserschosser entfernen; Krone leicht öffnen Frostempfindlich; Rückschnitt minimal halten
Vitex agnus-castus Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Triebe auf 20–30 cm einkürzen Empfindlich bei Frost; bevorzugt sonnigen Standort

März

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Acer platanoides Später Winter/Frühjahr (März) Krone lichten; schwache Verzweigungen entfernen Starkwüchsig – regelmäßig kontrollieren, um Kronenform zu erhalten
Acer pseudoplatanus Später Winter/Frühjahr (März) Abgebrochene Äste & Wasserschosser entfernen; Auslichtung Rückschnitte ins alte Holz selten empfohlen; wächst schnell
Ahorn Später Winter/Frühjahr (März/April) Abgestorbene & kreuzende Äste entfernen; Auslichtung Verjüngungsschnitt über Jahre dosieren; keine Radikalschnitte ins Altholz
Apfelbaum Später Winter (Februar/März) Altes Fruchtholz & Wasserschosser entfernen; Krone auslichten Max. ein Drittel des Holzes entfernen; fördert Fruchtqualität
Blasenbaum (Koelreuteria paniculata) Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; Wasserschosser & Wildtriebe bodennah abbrechen Regelmäßige Auslichtung hilft, attraktive Baldachinform zu wahren
Buche Später Winter (Februar/März) Krone auslichten; Wasserschosser entfernen Hecken: Zweimal jährlich (Sommer und Winter) schneiden
Carpinus betulus Später Winter (Februar/März) Krone auslichten; konkav wachsende Äste entfernen Gut für Formschnitt von Hecken geeignet; Sommerschnitt auf leichte Korrektur
Cotoneaster Später Winter/Frühjahr (März) Krone auslichten; nur leichte Verjüngungskürzungen Nur wenig schneiden, da Blüten und Früchte an älteren Trieben entstehen
Deutzie (Amelanchier) Später Winter (Februar/März) Totholz & schwache Triebe entfernen; Krone leicht formen Blüht am zweijährigen Holz – spätes Schneiden vermeidet Blütenverlust
Eberesche (Sorbus aucuparia) Später Winter (Februar/März) Totholz & kreuzende Äste entfernen; Wasserschosser ausschneiden Leichte Auslichtung reicht meist; Vorsicht bei starker Verjüngung
Eucalyptus Später Winter (Februar/März) Totholz & kranke Äste entfernen; keine Formschnitte ins alte Holz Starkwüchsig; Frostempfindlichkeit beachten
Esche Später Winter (Februar/März) Totholz & kreuzende Äste entfernen; konkav wachsende Triebe schneiden Schnitt vor Saftanstieg; großes Rückschnittvorhaben über mehrere Jahre verteilen
Haselnuss Später Winter (Februar/März) Wasserschosser bodennah entfernen; alte Fruchttriebe auslichten Ertragssteigerung durch Auslichten; kein Sommerschnitt empfohlen
Heidelbeere Später Winter/Frühjahr (Februar/März) Altes Holz (> 5 Jahre) bodennah entfernen; schwache Triebe auslichten Schnitt vor Saftanstieg; Sommerschnitt nur zur Korrektur langer Triebe
Hortensie (Rispenhortensie) Spätwinter (März) Verblühte Rispen entfernen; alte Triebe entfernen Blüht am einjährigen Holz – starker Rückschnitt im Frühjahr fördert Blüte
Ilex aquifolium (Stechpalme) Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; Formschnitt im Mai/Juni Immergrün – Schnitt vor neuem Austrieb; dornenreiche Blätter erschweren Arbeit
Jasmin Später Winter/Frühjahr (März/April) Totholz & schwache Triebe entfernen; nach der Blüte (Juli/August) Triebe kürzen Schnittzeiten je nach Sorte variieren; sonnigen Standort bevorzugen
Juniperus communis (Wacholder) Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; nur leichte Formschnitte ins grüne Holz; nicht ins braune Holz schneiden Braunes Holz bildet keine neuen Triebe; Schnitt zurückhaltend
Kalmia latifolia (Lorbeerrose) Später Winter/Frühjahr (März) Verblühte Rispen entfernen; nur leichte Verjüngungsschnitte Verträgt kaum starke Rückschnitte; braucht saure, humusreiche Erde
Kolkwitzia amabilis (Perlstrauch) Später Winter (Februar/März) Totholz & verblühte Triebe entfernen; Auslichtung älterer Äste Blüte am einjährigen Holz – später Schnitt nimmt Knospen für nächstes Jahr
Koelreuteria paniculata (Blasenbaum) Später Winter/Frühjahr (März) Totholz entfernen; kurze Wasserschosser abschneiden Schnitt selten erforderlich; stabile Form durch wenig Rückschnitt möglich
Korkenzieherhasel Später Winter (Februar/März) Alte Triebe bodennah rechtwinklig schneiden; Form durch Kürzung erhalten Jährlicher starker Verjüngungsschnitt möglich; fördert charakteristische Rinde
Lagerstroemia indica (Lagerstroemie) Später Winter (Februar/März) Totholz & alte Blütenstände entfernen; leichte Formschnitte Sehr frostempfindlich – Standortwahl wichtig; kräftiger Rückschnitt fördert Blüte
Lebensbaum (Thuja occidentalis) Später Frühling (März/April) Braune & kranke Triebe entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
Mespilus germanica (Mispel) Später Winter/Frühjahr (März) Abgestorbene & beschädigte Äste entfernen; Auslichtung Frühe Ernte im Herbst – Schnitt hauptsächlich nach der Ernte möglich
Osmanthus fragrans Später Winter (Februar/März) Verblühte Triebe nach der Blüte entfernen; alte Triebe auslichten Duftender Strauch – Schnitt selten nötig; behutsam zurückhaltend
Osmanthus heterophyllus Später Frühling (März/April) Totholz & Fischgräten-Äste entfernen; leichte Formschnitte Immergrün – Rückschnitt minimal halten; fördert kompakte Wuchsform
Pappel Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Große Verjüngungsschnitte führen zu Wasserschosser; besser regelmäßig auslichten
Schlehe (Prunus spinosa) Direkt nach der Blüte (März/April) Verblühte Blütenstände entfernen; Auslichten älterer Triebe Keine Winterschnitte wegen Frösten; Rückschnitt fördert neue Blütenzweige
Trauerweide Später Winter (Februar/März) Tote & beschädigte Äste entfernen; Seitentriebe minimal einschneiden Starkwüchsig; regelmäßige Auslichtung nötig
Vitis vinifera (Weinrebe) Später Winter (Februar/März) Alte & schwache Triebe bodennah entfernen; fruchttragende Triebe auslichten Verjüngung verhindern; Kordonschnitt nach System erforderlich
Weide (Salix) Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Schnelles Wachstum; regelmäßige Auslichtung notwendig
Zelkove (Zelkova serrata) Später Winter (Februar/März) Totholz & konkav wachsende Äste entfernen; nur leichte Auslichtung Selten rückschnittbedürftig; starke Regeneration aus robusten Knospen
Zierquitte Später Winter (Februar/März) Totholz & beschädigte Äste entfernen; Auslichten Blüte am zweijährigen Holz – spätes Schneiden verzichtet Blütenknospen
Ziziphus jujuba Später Winter (Februar/März) Totholz & Wasserschosser entfernen; Krone leicht öffnen Frostempfindlich; Rückschnitt minimal halten
Vitex agnus-castus Später Winter (Februar/März) Totholz entfernen; Triebe auf 20–30 cm einkürzen Empfindlich bei Frost; bevorzugt sonnigen Standort

April

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Ahorn Später Winter/Frühjahr (März/April) Abgestorbene & kreuzende Äste entfernen; Auslichtung Verjüngungsschnitt über Jahre dosieren; keine Radikalschnitte ins Altholz
Aucuba japonica Später Frühling (April/Mai) Blaue Früchte stehen lassen, nur kranke Äste entfernen Immergrün – kaum Schnitt nötig; verträgt Schatten
Daphne mezereum Nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Triebe entfernen; nur minimaler Rückschnitt nötig Giftig – Handschuhe tragen; starker Rückschnitt reduziert Blüte
Eibe (Taxus baccata) Später Winter/Frühjahr (März/April) Auslichten; Rückschnitt ins alte Holz möglich Verträgt Kahlschnitt; kein Spätschnitt, damit neue Triebe vor Frost ausreifen
Efeu Später Frühling/Spätsommer (April/August) Triebspitzen kürzen; unverzweigte Ranken auf gewünschte Länge schneiden Immergrün – Schnitt nach Bedarf, um Wuchs zu kontrollieren
Forsythie Direkt nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Triebe bodennah entfernen; Auslichtung älterer Äste Blüht am einjährigen Holz – Schnitt im Herbst entfernt Blütenknospen
Gardenie (Gardenia jasminoides) Später Frühling (April/Mai) Verblühte Triebe & Totholz entfernen; minimale Formschnitte Empfindlich gegen Kälte; ausreichende Feuchtigkeit sicherstellen
Ilex crenata (Japanische Stechpalme) Später Frühling (April/Mai) Leichte Auslichtung; Formschnitt zur Erhaltung kompakten Wuchses Immergrün – Rückschnitt minimal; gut für Formschnitt-Hecken
Jasmin Später Winter/Frühjahr (März/April) Totholz & schwache Triebe entfernen; nach der Blüte (Juli/August) Triebe kürzen Schnittzeiten je nach Sorte variieren; sonnigen Standort bevorzugen
Lebensbaum (Thuja occidentalis) Später Frühling (März/April) Braune & kranke Triebe entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
Myrtus communis (Myrte) Frühling (April/Mai) Verblühte Triebe entfernen; leichte Formkürzung Frostempfindlich – Schnitt erst nach Frostgefahr; mediterrane Pflanze
Osmanthus heterophyllus Später Frühling (März/April) Totholz & Fischgräten-Äste entfernen; leichte Formschnitte Immergrün – Rückschnitt minimal halten; fördert kompakte Wuchsform
Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) Später Frühling (April) Krone leicht auslichten; Seitentriebe auf gewünschte Länge schneiden Sehr frostempfindlich – Standortwahl & Schnittzeit beachten
Schlehe (Prunus spinosa) Direkt nach der Blüte (März/April) Verblühte Blütenstände entfernen; Auslichten älterer Triebe Keine Winterschnitte wegen Frösten; Rückschnitt fördert neue Blütenzweige
Thuja occidentalis (Lebensbaum) Später Frühling (April/Mai) Seitentriebe um 1/3 kürzen; braune Triebe entfernen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
Yucca filamentosa Frühling (April/Mai) Abgestorbene & welke Blätter entfernen; alte Blattrosetten abschneiden Schnitt ins Stammholz nicht möglich; scharfe Blätter – Vorsicht
Zierkirsche Nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Rispen entfernen; Auslichten alter Triebe bodennah Blüte am einjährigen Holz – kein Winterschnitt

Mai

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Alpenrose (Rhododendron indicum) Nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Blütenstände entfernen; Formen leicht korrigieren Keine radikalen Schnitte; altersweises Ausdünnen möglich
Aucuba japonica Später Frühling (April/Mai) Blaue Früchte stehen lassen, nur kranke Äste entfernen Immergrün – kaum Schnitt nötig; verträgt Schatten
Buchsbaum Später Frühling (Mai/Juni) Formschnitt für kompakte Gestalt; im Spätsommer leichter Nachschnitt Letzter Schnitt spätestens Ende August, sonst Neuaustrieb erfriert
Cytisus scoparius (Ginster) Direkt nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Rispen entfernen; nur auf dem einjährigen Holz schneiden Kein Rückschnitt ins alte Holz, da Ginster dort nicht erneut austreibt
Daphne mezereum Nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Triebe entfernen; nur minimaler Rückschnitt nötig Giftig – Handschuhe tragen; starker Rückschnitt reduziert Blüte
Flieder Unmittelbar nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Rispen bodennah abschneiden; Auslichtung alter Triebe Blüht am einjährigen Holz; Schnitt zu spät führt zu geringerer Blüte
Forsythie Direkt nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Triebe bodennah entfernen; Auslichtung älterer Äste Blüht am einjährigen Holz – Schnitt im Herbst entfernt Blütenknospen
Gardenie (Gardenia jasminoides) Später Frühling (April/Mai) Verblühte Triebe & Totholz entfernen; minimale Formschnitte Empfindlich gegen Kälte; ausreichende Feuchtigkeit sicherstellen
Ilex crenata (Japanische Stechpalme) Später Frühling (April/Mai) Leichte Auslichtung; Formschnitt zur Erhaltung kompakten Wuchses Immergrün – Rückschnitt minimal; gut für Formschnitt-Hecken
Lebensbaum (Thuja occidentalis) Später Frühling (März/April) Braune & kranke Triebe entfernen; Seitentriebe um 1/3 kürzen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
Myrtus communis (Myrte) Frühling (April/Mai) Verblühte Triebe entfernen; leichte Formkürzung Frostempfindlich – Schnitt erst nach Frostgefahr; mediterrane Pflanze
Rhododendron Direkt nach der Blüte (Mai) Verblühte Rispen & kranke Triebe entfernen; nur leichte Formen Kein Rückschnitt im Herbst, um Frostschäden an Schnittstellen zu vermeiden
Thuja occidentalis (Lebensbaum) Später Frühling (April/Mai) Seitentriebe um 1/3 kürzen; braune Triebe entfernen Kein Schnitt ins alte Holz; Sommerschnitt für Pflegeform
Yucca filamentosa Frühling (April/Mai) Abgestorbene & welche Blätter entfernen; alte Blattrosetten abschneiden Schnitt ins Stammholz nicht möglich; scharfe Blätter – Vorsicht
Zierkirsche Nach der Blüte (April/Mai) Verblühte Rispen entfernen; Auslichten alter Triebe bodennah Blüte am einjährigen Holz – kein Winterschnitt

Juni

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Abelia Frühsommer nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen entfernen; leichte Formschnitte Rückschnitt ins alte Holz vermeiden; fördert neuen Austrieb
Alpenrose (Rhododendron indicum) Nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Blütenstände entfernen; Formen leicht korrigieren Keine radikalen Schnitte; altersweises Ausdünnen möglich
Buchsbaum Später Frühling (Mai/Juni) Formschnitt für kompakte Gestalt; im Spätsommer leichter Nachschnitt Letzter Schnitt spätestens Ende August, sonst Neuaustrieb erfriert
Holunder (Sambucus nigra) Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Kein Schnitt im Herbst/Winter; Sommerschnitt fördert frischen Austrieb
Liguster Frühsommer (Juni) & Spätsommer (August) Erster Formschnitt, dann feiner Ausgleichsschnitt Zwei Schnitte pro Jahr möglich; Spätschnitt nicht zu spät, sonst Frostschäden
Philadelphus coronarius (Mockorange) Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & ältere Triebe bodennah entfernen Blüte am einjährigen Holz – Schnitt nach der Blüte wichtig
Rosa canina (Hundsrose) Nach der Blüte (Juni/Juli) Verblühte Blütenstände entfernen; Auslichten alter Triebe bodennah Verjüngungsschnitt bei alten Sträuchern möglich; dorniges Holz erschwert Arbeit
Sambucus nigra (Holunder) Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Kein Schnitt im Herbst/Winter; Sommerschnitt fördert frischen Austrieb
Spierstrauch (Spiraea) Direkt nach der Blüte (Mai/Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Blüte am einjährigen Holz – Schnitt im Herbst entfernt Blüten für nächstes Jahr
Weigelie Direkt nach der Blüte (Juni) Verblühte Rispen & alte Triebe bodennah entfernen; Auslichten Blüte am zweijährigen Holz – kein Herbstschnitt

Juli

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Brombeere Nach der Ernte (Juli/August) Abgeerntete Ruten bodennah abschneiden; Seitentriebe im Frühjahr kürzen Nur einjähriges Holz fruchtet; Ausdünnung für Luftzirkulation wichtig
Himbeere Nach der Ernte (Juli/August) Abgeerntete Ruten bodennah entfernen; Herbsttragende Sorten im Frühjahr auf 20–30 cm zurückschneiden Himbeersorten: Sommer- vs. Herbsttragend verschieden schneiden
Johannisbeere (Ribes rubrum) Unmittelbar nach der Ernte (Juli) Alte Triebe (> 3 Jahre) bodennah entfernen; junge Triebe um 1/3 kürzen Beim Schneiden über Schnee arbeitet man am Saftarmen Holz
Kirschbaum Nach der Ernte (Juli/August) Verblühte & tote Äste entfernen; Wasserschosser ausbrechen Kirschbäume bluten stark – Sommerschnitt vermindert Saftaustritt
Ribes rubrum (Johannisbeere) Unmittelbar nach der Ernte (Juli) Alte Triebe (> 3 Jahre) bodennah entfernen; junge Triebe um 1/3 kürzen Beim Schneiden über Schnee arbeitet man am Saftarmen Holz
Rosa canina (Hundsrose) Nach der Blüte (Juni/Juli) Verblühte Blütenstände entfernen; Auslichten alter Triebe bodennah Verjüngungsschnitt bei alten Sträuchern möglich; dorniges Holz erschwert Arbeit
Rosa rugosa (Kartoffelrose) Nach der Blüte (Juli) Verblühte Blüten & Totholz entfernen; Auslichten älterer Triebe Robust & winterfest – starker Schnitt möglich, fördert Neuaustrieb
Stachelbeere Unmittelbar nach der Ernte (Juli) Alte Triebe (> 3 Jahre) bodennah entfernen; junge Triebe um 1/3 kürzen Ausdünnung für bessere Belüftung; Sommerschnitt ausreichend

August

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Blauregen (Wisteria sinensis) Spätsommer (August/September) Verblühte Ranken einkürzen; Seitentriebe auf 20–30 cm kürzen Schnittzeitpunkt wichtig, um Blütenknospen für das nächste Jahr zu behalten
Brombeere Nach der Ernte (Juli/August) Abgeerntete Ruten bodennah abschneiden; Seitentriebe im Frühjahr kürzen Nur einjähriges Holz fruchtet; Ausdünnung für Luftzirkulation wichtig
Efeu Später Frühling/Spätsommer (April/August) Triebspitzen kürzen; unverzweigte Ranken auf gewünschte Länge schneiden Immergrün – Schnitt nach Bedarf, um Wuchs zu kontrollieren
Hortensie (Ballhortensie) Nach der Blüte (August) Verblühte Rispen entfernen; alte Triebe entfernen Blüte am altem Holz – Schnitt im Herbst verringert Blüten
Kirschbaum Nach der Ernte (Juli/August) Verblühte & tote Äste entfernen; Wasserschosser ausbrechen Kirschbäume bluten stark – Sommerschnitt vermindert Saftaustritt
Lavendel Spätsommer (August) Verblühte Rispen entfernen; Triebe um 1/3 kürzen, nicht ins alte Holz Kein Rückschnitt ins verholzte Holz; fördert kompakte Pflanze
Liguster Frühsommer (Juni & Spätsommer (August) Erster Formschnitt, dann feiner Ausgleichsschnitt Zwei Schnitte pro Jahr möglich; Spätschnitt nicht zu spät, sonst Frostschäden
Photinia × fraseri Spätsommer (August/September) Triebe um 1/3 kürzen; abgestorbene Triebe entfernen Frühjahrsblüte – Sommerschnitt fördert Neuaustrieb
Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer) Spätsommer (August) Triebe auf Wunschhöhe einkürzen; im Frühjahr kranke & überschießende Äste entfernen Starker Austrieb – regelmäßiges Formschnitt notwendig
Quitte Spätsommer/Herbst (August/September) Totholz & Wasserschosser entfernen; Auslichten Blüte & Fruchtbildung am einjährigen Holz – später Schnitt reduziert Ertrag
Wisteria sinensis (Blauregen) Spätsommer (August) Verblühte Ranken & Seitentriebe auf 20–30 cm kürzen Schnitt für Blütenknospenkontrolle; intensiv wachsende Kletterpflanze

September

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Blauregen (Wisteria sinensis) Spätsommer (August/September) Verblühte Ranken einkürzen; Seitentriebe auf 20–30 cm kürzen Schnittzeitpunkt wichtig, um Blütenknospen für das nächste Jahr zu behalten
Photinia × fraseri Spätsommer (August/September) Triebe um 1/3 kürzen; abgestorbene Triebe entfernen Frühjahrsblüte – Sommerschnitt fördert Neuaustrieb
Quitte Spätsommer/Herbst (August/September) Totholz & Wasserschosser entfernen; Auslichten Blüte & Fruchtbildung am einjährigen Holz – später Schnitt reduziert Ertrag

Oktober

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Hibiscus syriacus (Garteneibisch) Spätherbst (Oktober) Alte Blütenstände & tote Triebe entfernen; Rückschnitt auf 2–3 Knospen Blüte am erstjährigen Holz; frosthärter als viele exotische Arten

November

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Eiche (Quercus robur) Spätherbst/Später Winter (November/Februar) Nur tote & kranke Äste entfernen; keine radikalen Schnitte Große Astabbrüche vorzugsweise von Fachleuten; starke Regeneration selten
Fichte Spätherbst/Frühwinter (November/Dezember) Nur tote oder kranke Äste entfernen Keine Kronenformung; vermeiden großer Rückschnitte ins alte Holz
Quercus robur (Eiche) Spätherbst/Später Winter (November/Februar) Nur tote & kranke Äste entfernen; keine radikalen Schnitte Große Astabbrüche vorzugsweise von Fachleuten; starke Regeneration selten
Tanne (Abies) Spätherbst (November) Nur tote & kranke Äste entfernen Keine Kronenformung; großer Rückschnitt schlecht für Baumgesundheit

Dezember

Gehölz Schnittzeitpunkt Schnittmaßnahmen Wichtige Informationen
Fichte Spätherbst/Frühwinter (November/Dezember) Nur tote oder kranke Äste entfernen Keine Kronenformung; vermeiden großer Rückschnitte ins alte Holz

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