Welche Tannenarten werden am häufigsten als Weihnachtsbaum verwendet?

Ein Weihnachtsbaum soll gut aussehen, lange frisch bleiben und idealerweise auch dann noch Nadeln halten, wenn in der Wohnung geheizt wird. Genau deshalb greifen viele Familien jedes Jahr zu denselben bewährten Baumarten. Am häufigsten landen robuste Tannen im Wohnzimmer, vor allem die Nordmanntanne, weil sie weich nadelt, dicht wächst und vergleichsweise ausdauernd ist. Daneben sind Fichten und weitere Tannenarten beliebt, oft je nach Region, Budget und persönlichem Geschmack. Manche mögen es klassisch mit sattem Grün, andere wünschen sich einen deutlichen Waldduft, wieder andere lieben eine silbrig blaue Optik oder besonders starke Zweige für schweren Schmuck. Auch die Form spielt eine Rolle, denn nicht jede Wohnung bietet Platz für einen sehr breiten Baum. In den folgenden Absätzen lernst Du die gängigsten Arten kennen, die als Weihnachtsbaum verkauft werden, was sie auszeichnet und für wen sie besonders gut passen. So kannst Du am Ende leichter entscheiden, ob Du einen pflegeleichten Allrounder, einen duftenden Traditionstyp oder einen echten Schmuckträger suchst.

Welche Tannenarten werden am häufigsten als Weihnachtsbaum verwendet?

Welche Tannenarten werden am häufigsten als Weihnachtsbaum verwendet?

Inhaltsverzeichnis

  1. Nordmanntanne
  2. Nobilistanne
  3. Blaufichte
  4. Rotfichte
  5. Weißtanne
  6. Korktanne
  7. Küstentanne
  8. Balsamtanne
  9. Douglasie
  10. Serbische Fichte
  11. Koreatanne
  12. Waldkiefer

1. Nordmanntanne

Die Nordmanntanne ist in vielen Haushalten der Standard Weihnachtsbaum, weil sie mehrere Wünsche gleichzeitig erfüllt. Ihre Nadeln sind weich, stechen kaum und bleiben bei guter Wasserversorgung meist lange am Zweig. Optisch wirkt sie dicht und gleichmäßig, mit einem ruhigen, sattgrünen Farbton, der sehr klassisch aussieht. Dadurch eignet sie sich besonders, wenn Du eine harmonische Silhouette möchtest und nicht ständig nachnadelnde Zweige aufsammeln willst. Auch für Familien mit Kindern ist sie beliebt, weil das Schmücken angenehmer ist und kleine Hände weniger pieksen. Der Duft ist eher dezent, was manche als Vorteil empfinden, wenn der Baum im Wohnbereich steht. Die Zweige tragen normalen Christbaumschmuck gut, bei sehr schweren Kugeln hilft es, diese näher am Stamm zu platzieren. Wenn Du einen pflegeleichten Baum suchst, der viele Tage zuverlässig wirkt, ist die Nordmanntanne meist die sicherste Wahl.

2. Nobilistanne

Die Nobilistanne wird oft gewählt, wenn der Weihnachtsbaum besonders edel wirken und kräftigen Schmuck tragen soll. Ihre Nadeln sind leicht blaugrün bis silbrig und geben dem Baum eine elegante, fast winterliche Ausstrahlung. Typisch sind sehr stabile Zweige, die auch größere Kugeln, Anhänger aus Glas oder üppige Dekorationen gut aushalten. Gleichzeitig verströmt sie häufig einen angenehmen, aromatischen Duft, der stärker sein kann als bei der Nordmanntanne. Ihre Nadeln sind etwas fester, aber meist nicht so unangenehm wie bei vielen Fichten. Wer einen Baum für einen großen Raum sucht, schätzt außerdem ihre strukturierte, markante Optik, die auch ohne viel Schmuck beeindruckt. Preislich liegt sie oft höher, was an Anbau und Verfügbarkeit liegen kann. Für Dich ist die Nobilistanne ideal, wenn Du Wert auf Tragkraft, besondere Farbe und ein hochwertiges Gesamtbild legst und bereit bist, dafür etwas mehr auszugeben.

3. Blaufichte

Die Blaufichte fällt sofort durch ihre blau silbrige Nadelfarbe auf und wird gern genommen, wenn Du einen auffälligen Weihnachtsbaum möchtest. Sie wirkt sehr winterlich, fast wie mit einem Hauch Frost überzogen, und bildet einen spannenden Kontrast zu warmem Licht und roten oder goldenen Kugeln. Viele mögen außerdem den typischen Waldduft, der bei Fichten oft deutlich wahrnehmbar ist. Allerdings sind die Nadeln spitzer als bei vielen Tannen, weshalb das Schmücken etwas mehr Geduld erfordert, vor allem ohne Handschuhe. Bei Wärme und trockener Luft kann sie eher nadeln, daher lohnt es sich, besonders konsequent auf ausreichend Wasser im Ständer zu achten und den Baum nicht direkt neben eine Heizung zu stellen. Positiv ist, dass die Blaufichte meist recht stabil wächst und eine klare, klassische Baumform hat. Wenn Dir Optik und Duft wichtiger sind als weiche Nadeln, kann die Blaufichte genau Dein Baum sein.

4. Rotfichte

Die Rotfichte ist einer der traditionellsten Weihnachtsbäume und steht für den typischen Duft, den viele mit Weihnachten verbinden. Sie ist oft günstiger als viele Tannenarten und wird deshalb gern gewählt, wenn Du ein gutes Preis Leistungs Verhältnis suchst oder den Baum eher kürzer stehen lassen möchtest. Optisch hat sie eine eher lockere, natürliche Anmutung, die sehr gemütlich wirken kann, besonders mit Strohsternen, Holzschmuck oder klassischem Lametta Stil. Ihre Nadeln sind allerdings recht spitz und können beim Schmücken deutlich pieksen. Außerdem neigt die Rotfichte bei warmem Raumklima schneller zum Nadeln, was Du mit einem kühlen Standort, regelmäßiger Wasserversorgung und möglichst kurzer Zeit im beheizten Raum etwas abmildern kannst. Ein Vorteil ist die gute Verfügbarkeit, denn sie stammt häufig aus regionalem Anbau. Wenn Du den starken Duft liebst und mit etwas mehr Pflege und Nadeln auf dem Boden leben kannst, ist die Rotfichte eine stimmige Wahl.

5. Weißtanne

Die Weißtanne ist weniger allgegenwärtig als die Nordmanntanne, wird aber von vielen geschätzt, die einen heimischen Tannencharakter mögen. Ihre Nadeln sind meist flach, eher weich und oft angenehm in der Hand, was das Schmücken erleichtert. Optisch wirkt sie etwas natürlicher und weniger perfekt geschniegelt als manche Plantagenbäume, was gerade in rustikalen oder skandinavisch eingerichteten Wohnzimmern sehr gut passt. Der Duft kann merklich sein, ohne zu aufdringlich zu werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die stabile Zweigstruktur, die normalen Schmuck gut trägt. Je nach Herkunft und Schnitt kann die Weißtanne jedoch unterschiedlich dicht sein, weshalb ein genauer Blick beim Kauf sinnvoll ist. Achte auf frische Schnittstellen, einen elastischen Zweig und Nadeln, die nicht sofort abfallen, wenn Du sanft darüber streichst. Für Dich ist die Weißtanne spannend, wenn Du etwas Alternativeres zur Nordmanntanne willst, dabei aber trotzdem eine klassische Tannenoptik bevorzugst.

6. Korktanne

Die Korktanne wird als Weihnachtsbaum oft dann gewählt, wenn Du sehr gute Nadelfestigkeit und einen frischen, klaren Duft suchst. Ihr Name kommt von der rindenartigen Struktur, die an Kork erinnern kann. Optisch zeigt sie meist ein schönes Grün mit leicht silbrigen Unterseiten, was im Lichterglanz lebendig wirkt. Die Nadeln sind häufig angenehm weich, sodass das Schmücken komfortabler ist als bei vielen Fichten. Gleichzeitig gilt sie als relativ ausdauernd, wenn sie ausreichend Wasser bekommt. In manchen Regionen ist sie nicht überall verfügbar, weshalb sie eher als besondere Alternative auftaucht. Gerade wenn Du schon mehrere Jahre Nordmanntanne hattest und Abwechslung möchtest, ohne auf Komfort zu verzichten, kann die Korktanne eine gute Idee sein. Ihre Zweige tragen typischen Schmuck gut, bei sehr schweren Anhängern gilt auch hier, lieber näher am Stamm platzieren. Wenn Du Wert auf Haltbarkeit, dezente Eleganz und ein gutes Anfassgefühl legst, passt die Korktanne sehr gut.

7. Küstentanne

Die Küstentanne ist in einigen Ländern ein sehr verbreiteter Weihnachtsbaum und gewinnt auch bei uns immer wieder Fans, weil sie eine angenehme Mischung aus Duft, Nadelfestigkeit und weichem Nadelgefühl bietet. Ihre Nadeln sind oft nicht stechend, wodurch das Dekorieren leichter fällt, und sie hält bei guter Pflege meist recht lange durch. Optisch wirkt sie harmonisch, mit einer ausgewogenen Form, die sowohl mit viel Schmuck als auch eher minimalistisch schön aussieht. Der Duft kann frisch und tannenartig sein, ohne dass er den ganzen Raum dominiert. Ein Vorteil ist die gute Tragkraft für Lichterketten und gängige Dekoration, wobei besonders große Kugeln auch hier besser näher am Stamm sitzen. Da die Verfügbarkeit regional schwankt, begegnet sie Dir manchmal eher beim spezialisierten Händler als im kleinen Straßenverkauf. Wenn Du einen Weihnachtsbaum suchst, der sich wie ein unkomplizierter Allrounder anfühlt, aber nicht die Standardwahl sein muss, ist die Küstentanne eine sehr passende Option.

8. Balsamtanne

Die Balsamtanne ist vor allem für ihren intensiven, typischen Tannenduft bekannt, den viele als Inbegriff von Weihnachten empfinden. Wenn Du möchtest, dass der Raum beim Betreten sofort nach Wald und Harz riecht, ist sie eine der spannendsten Arten. Ihre Nadeln sind meist weich bis mittelfest und fühlen sich angenehmer an als viele Fichtennadeln. Optisch wirkt sie oft natürlich, mit einer eher charmant lebendigen Struktur, die nicht immer perfekt symmetrisch sein muss. In beheizten Räumen ist sie wie alle Bäume auf Wasser angewiesen, doch bei guter Versorgung kann sie ordentlich durchhalten. Weil sie nicht überall gleich häufig angeboten wird, ist sie eher eine bewusste Wahl als ein Zufallsfund. Für den Schmuck eignet sie sich gut, vor allem für Lichterketten und mittlere Anhänger. Wenn Du eine starke Duftwirkung priorisierst und bereit bist, bei der Suche etwas genauer hinzuschauen, ist die Balsamtanne eine sehr stimmungsvolle Alternative.

9. Douglasie

Die Douglasie ist botanisch keine echte Tanne, wird aber trotzdem häufig als Weihnachtsbaum genutzt, weil sie eine schöne Form, einen angenehmen Duft und ein gutes Preisniveau mitbringen kann. Ihre Nadeln sind meist weich genug, um sie ohne große Mühe zu schmücken, und sie duftet oft frisch, leicht zitronig harzig, je nach Sorte und Herkunft. Optisch wirkt sie eher leicht und natürlich, mit etwas mehr Luft zwischen den Zweigen, was besonders schön ist, wenn Du Deinen Schmuck bewusst platzieren willst und die Lichterkette sichtbar durchscheinen soll. Je nach Schnitt kann sie sehr gleichmäßig aussehen oder etwas wilder, was viele als authentisch empfinden. In warmen Räumen kann auch sie nadeln, deshalb hilft ein kühler Standort und ausreichend Wasser. Ihre Zweige sind für normalen Schmuck geeignet, bei sehr schwerer Deko lohnt sich eine vorsichtige Verteilung. Wenn Du einen Baum suchst, der nach Wald riecht, natürlich wirkt und nicht zwingend aus der klassischen Tannen Ecke kommen muss, kann die Douglasie gut passen.

10. Serbische Fichte

Die Serbische Fichte ist als Weihnachtsbaum weniger verbreitet als Rotfichte oder Blaufichte, aber sie wird immer wieder gewählt, weil sie eine elegante, schlanke Form haben kann. Das ist besonders praktisch, wenn Du wenig Platz hast oder einen Baum suchst, der nicht zu breit in den Raum ragt. Ihre Nadeln können dunkler wirken, oft mit leicht helleren Unterseiten, wodurch der Baum im Licht eine schöne Tiefe bekommt. Wie bei Fichten üblich, sind die Nadeln eher spitz, also ist beim Schmücken etwas Vorsicht hilfreich. Der Duft ist oft angenehm fichtentypisch, aber nicht immer so kräftig wie bei der Rotfichte. In Sachen Nadelfestigkeit hängt viel von Frische und Raumklima ab, daher sind Wasser und Abstand zur Heizung entscheidend. Wenn Du eine schmale, elegante Silhouette bevorzugst und Dich eine etwas pieksigere Nadel nicht stört, ist die Serbische Fichte eine interessante, nicht ganz alltägliche Wahl.

11. Koreatanne

Die Koreatanne ist vor allem als Zierbaum bekannt, taucht aber auch als kleinerer Weihnachtsbaum auf, besonders wenn Du etwas Besonderes suchst. Ihre Nadeln haben oft auffällige, silbrige Unterseiten, wodurch der Baum einen feinen Glanz bekommt, selbst bevor Du Lichter aufhängst. Bei guter Qualität fühlen sich die Nadeln eher weich an, was das Schmücken angenehm macht. Sie ist häufig kompakter und eignet sich daher gut für kleinere Räume, Wohnungen oder als Zweitbaum, etwa im Flur. Der Duft ist meist eher dezent, also ideal, wenn Du empfindlich auf starke Gerüche reagierst. Weil sie nicht überall als Weihnachtsbaum angeboten wird, findest Du sie eher bei spezialisierten Händlern oder in kleineren Größen. Ihre Zweige tragen leichten bis mittleren Schmuck gut, für sehr schwere Anhänger ist sie eher nicht gemacht. Wenn Du eine besondere Optik, eine kompakte Größe und einen ruhigen Duft suchst, kann die Koreatanne Deine Alternative zu den bekannten Klassikern sein.

12. Waldkiefer

Die Waldkiefer ist ebenfalls keine Tanne, wird aber in manchen Regionen als Weihnachtsbaum genutzt, vor allem wenn Du eine rustikale, sehr natürliche Ausstrahlung magst. Ihre Nadeln sind länger und bündeln sich, wodurch der Baum eine ganz andere Textur bekommt als Tannen oder Fichten. Das kann richtig schön aussehen, besonders mit schlichtem Schmuck, Naturmaterialien und warmem Licht. Der Duft ist oft angenehm harzig und erinnert stark an Waldspaziergänge. Allerdings ist die Form nicht immer so gleichmäßig wie bei Plantagenbäumen, was Du entweder als Nachteil oder als Charme sehen kannst. Beim Schmücken ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, weil lange Nadeln Dekoration optisch anders umrahmen und manche Haken leichter verrutschen. Mit ausreichend Wasser und einem eher kühlen Standort kann sie gut wirken, dennoch solltest Du auf Frische achten, damit sie nicht schnell austrocknet. Wenn Du einen Weihnachtsbaum möchtest, der bewusst anders aussieht und sehr naturverbunden wirkt, ist die Waldkiefer eine spannende Wahl.

Tabelle: Überblick über häufig genutzte Weihnachtsbaum Arten

Baumart Nadeln Gefühl Duft Nadelfestigkeit Optik Besonders geeignet für
Balsamtanne weich stark gut bis sehr gut natürlich Duft Fans, gemütliche Deko
Blaufichte spitz deutlich mittel blau silbrig auffällige Optik, Waldduft
Douglasie eher weich frisch harzig mittel luftig natürlich schlichte Deko, Preisbewusst
Koreatanne eher weich dezent gut silbriger Schimmer kleine Räume, besondere Optik
Korktanne weich frisch gut lebendig grün lange Standzeit, Komfort
Nordmanntanne weich dezent sehr gut dicht klassisch Familien, unkomplizierte Wahl
Nobilistanne mittelfest aromatisch gut edel blaugrün schwerer Schmuck, Premium Look
Rotfichte spitz sehr stark eher gering traditionell kurzer Zeitraum, intensiver Duft
Weißtanne eher weich angenehm gut klassisch natürlich Alternative zur Nordmanntanne

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