Wie füttere ich Eichhörnchen?
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Eichhörnchen sind neugierig, flink und wirken oft zutraulich, bleiben aber Wildtiere. Wenn du sie füttern willst, geht es weniger darum, sie an Menschen zu gewöhnen, sondern sie sinnvoll zu unterstützen, vor allem in Zeiten mit wenig natürlichem Futter. Mit dem richtigen Futter kannst du helfen, ohne zu schaden. Wichtig ist dabei: artgerechte Auswahl, saubere Futterstellen und eine Portion Zurückhaltung. Eichhörnchen brauchen energiereiche Nahrung, vor allem Nüsse und Samen, dazu gelegentlich Obst oder Gemüse in kleinen Mengen. Mindestens genauso wichtig ist frisches Wasser, denn viele Tiere finden in trockenen Perioden kaum geeignete Trinkstellen. Füttere so, dass das Tier nicht gezwungen ist, nah an dich heranzukommen: Eine Futterbox oder ein ruhiger Platz im Garten ist besser als Handfütterung. Achte außerdem darauf, dass du keine unerwünschten Gäste wie Ratten anlockst, und entferne Reste, bevor sie schimmeln. Wenn du regelmäßig fütterst, dann am besten konsequent und passend zur Jahreszeit, aber immer mit dem Ziel, das natürliche Verhalten zu erhalten. So wird aus gut gemeint auch wirklich gut gemacht.

Wie füttere ich Eichhörnchen?
Inhaltsverzeichnis
- Wann Füttern sinnvoll ist und wann nicht
- Das beste Grundfutter für Eichhörnchen
- Nüsse richtig anbieten, mit Schale, ohne Salz
- Samen, Kerne und Ergänzungen für Abwechslung
- Obst und Gemüse, ja aber nur in kleinen Mengen
- Wasser anbieten, oft wichtiger als Futter
- Futterstelle einrichten, sicher, sauber, katzensicher
- Futtermenge und Rhythmus, damit es nicht schadet
- Hygiene und Risiken, Schimmel, Parasiten, falsches Futter
- Sonderfälle, Jungtiere, Winterhilfe, verletzte Tiere
1. Wann Füttern sinnvoll ist und wann nicht
Eichhörnchen finden in vielen Gegenden genug Futter, vor allem dort, wo es alte Bäume, Hecken und naturnahe Gärten gibt. Sinnvoll ist Zufüttern vor allem in späten Winterphasen, bei lang anhaltender Trockenheit, nach stürmischen Perioden oder in stark versiegelten Wohngebieten mit wenigen Nahrungsquellen. Im Herbst können kleine Portionen helfen, wenn das Angebot knapp ist, aber du solltest nicht versuchen, das Anlegen von Vorräten komplett zu ersetzen. Füttern ist nicht sinnvoll, wenn du damit Tiere an Menschen heranlockst, sie regelmäßig an Fenster oder Balkon gewöhnst oder wenn du merkst, dass ständig große Mengen liegen bleiben. Dann stimmt entweder die Auswahl nicht oder es ist zu viel. Vermeide auch hektische Situationen: Wenn Kinder oder Haustiere die Futterstelle dauernd stören, steigt Stress und das Risiko von Unfällen. Ziel ist immer Unterstützung, nicht Abhängigkeit. Beobachte ruhig aus Abstand, halte den Bereich ruhig und biete Futter so an, dass das Eichhörnchen jederzeit fliehen kann.
2. Das beste Grundfutter für Eichhörnchen
Als Grundfutter eignen sich naturbelassene Nüsse und hochwertige Samen. Eichhörnchen sind darauf spezialisiert, energiereiche Nahrung zu verwerten, vor allem mit Fett und Eiweiß. Sehr gut sind Haselnüsse, Walnüsse und andere ungesalzene Nüsse, idealerweise roh und nicht geröstet. Auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Pinienkerne sind beliebt, wobei Pinienkerne eher als kleine Extra Belohnung dienen, weil sie teuer sind und schnell verschwinden. Eine gute Mischung besteht aus mehreren Komponenten, damit das Tier unterschiedliche Nährstoffe bekommt und nicht einseitig frisst. Achte darauf, dass alles sauber riecht und trocken gelagert wurde. Schimmlige Nüsse sind gefährlich, auch wenn sie äußerlich noch gut aussehen. Wenn du fertige Mischungen kaufst, prüfe, ob sie ohne Rosinen, ohne Zuckerzusätze und ohne Salz auskommen. Viele süße Bestandteile sind eher für Vögel gedacht und passen nicht gut zu Eichhörnchen. Eine einfache Regel: Je näher am Naturzustand, desto besser.
3. Nüsse richtig anbieten, mit Schale, ohne Salz
Nüsse sind für Eichhörnchen nicht nur Nahrung, sondern auch Beschäftigung. Wenn du Nüsse mit Schale anbietest, unterstützt du das natürliche Nageverhalten und den Zahnabrieb. Haselnüsse in Schale sind dafür besonders geeignet. Walnüsse mit Schale gehen auch, sind aber härter, manche Tiere brauchen länger. Erdnüsse solltest du nur sehr vorsichtig geben und wenn, dann nur ungesalzen und in sehr guter Qualität. Erdnüsse schimmeln vergleichsweise leicht und können bei schlechter Lagerung problematisch sein. Mandeln sind möglich, aber ebenfalls nur naturbelassen und eher als Abwechslung. Gesalzene, geröstete oder gewürzte Nüsse sind tabu, ebenso Honig und karamellisierte Varianten. Lege Nüsse am besten so aus, dass sie trocken bleiben, etwa in einer Futterbox oder unter einem kleinen Dach. So vermeidest du, dass Regen alles aufweicht und später schimmelt. Wenn du merkst, dass Nüsse liegen bleiben, reduziere die Menge. Ein paar Stück pro Tag sind oft völlig ausreichend, besonders wenn mehrere Tiere den Platz nutzen.
4. Samen, Kerne und Ergänzungen für Abwechslung
Neben Nüssen bieten Samen und Kerne eine gute Ergänzung, weil sie leichter verdaulich sind und schnell Energie liefern. Sonnenblumenkerne werden fast immer genommen, am besten ungesalzen und ohne Öl. Kürbiskerne sind ebenfalls beliebt, sie liefern Mineralstoffe und Fette. Hanfsamen oder kleine Saaten können in kleinen Mengen für Abwechslung sorgen, sind aber kein Muss. Wenn du noch mehr Vielfalt willst, kannst du kleine Stücke getrockneter Pilze oder ungesüßte Trockenfrüchte sehr sparsam anbieten, wobei Trockenes schnell klebt und in feuchter Witterung ungeeignet sein kann. Tierisches Eiweiß spielt bei Eichhörnchen eine kleinere Rolle, kann aber in der Natur vorkommen. Wenn du das ergänzen willst, dann nur sehr vorsichtig, zum Beispiel wenige getrocknete Mehlwürmer und nur gelegentlich. Übertreibe es nicht, sonst lockst du andere Tiere an. Wichtig ist, dass du nicht alles durcheinander in großen Mengen auslegst. Eine kleine Auswahl, regelmäßig gewechselt, ist besser als ein riesiger Berg, der am Ende alt wird.
5. Obst und Gemüse, ja aber nur in kleinen Mengen
Obst und Gemüse können eine Ergänzung sein, sollten aber nie den Hauptteil ausmachen. Eichhörnchen mögen zum Beispiel Apfelstücke, Birne, etwas Banane oder ein paar Beeren, aber alles bitte in kleinen Portionen. Zu viel Obst bringt viel Zucker und Feuchtigkeit, das kann bei warmem Wetter schnell gären oder Insekten anziehen. Gemüse wie Karotte oder Gurke wird manchmal genommen, ist aber eher ein gelegentlicher Zusatz als ein Muss. Besonders wichtig: Kein Brot, keine Kekse, keine Schokolade und keine Milchprodukte. Solche Sachen sind für Eichhörnchen ungeeignet und können ernsthafte Verdauungsprobleme verursachen. Auch gewürzte Küchenreste sind tabu. Wenn du Obst gibst, lege es getrennt vom Nussfutter aus und nimm Reste noch am selben Tag wieder weg, besonders im Sommer. Achte auch auf Schalen und Kerne: Apfelkerne zum Beispiel enthalten Stoffe, die in größeren Mengen nicht ideal sind, deshalb lieber kleine Stücke ohne Kerngehäuse anbieten. Weniger ist hier wirklich mehr.
6. Wasser anbieten, oft wichtiger als Futter
Viele denken beim Helfen zuerst an Futter, dabei ist Wasser in trockenen Perioden oft der entscheidende Punkt. Eichhörnchen trinken regelmäßig, finden aber nicht immer sichere Wasserstellen. Eine flache, schwere Schale mit frischem Wasser kann enorm helfen, besonders im Sommer, bei Frostperioden mit zugefrorenen Pfützen oder in dicht bebauten Gegenden. Stelle die Schale so auf, dass das Tier einen guten Überblick hat und nicht in einer Ecke gefangen wirkt. Ideal ist ein Platz in der Nähe von Büschen oder einem Baum, aber nicht direkt im Versteck, damit das Tier schnell ausweichen kann. Wechsle das Wasser täglich und reinige die Schale regelmäßig, damit sich keine Keime ansammeln. Bei Frost kannst du lauwarmes Wasser anbieten und häufiger erneuern. Keine tiefen Eimer oder Tonnen, dort können Tiere ertrinken. Wenn du zusätzlich fütterst, gehört Wasser immer dazu, denn trockenes Nuss und Samenfutter erhöht den Bedarf. Eine gute Wasserstelle ist oft die nachhaltigste Hilfe, ohne dass du Gewöhnung an Futter fördern musst.
7. Futterstelle einrichten, sicher, sauber, katzensicher
Eine gute Futterstelle entscheidet darüber, ob deine Hilfe nützt oder Probleme schafft. Am besten ist eine Eichhörnchen Futterbox aus Holz mit Klappdeckel, die an einem Baum oder Pfosten befestigt wird. So bleibt das Futter trocken und du kannst die Menge besser steuern. Achte auf eine Höhe, die für Katzen schwer erreichbar ist, und wähle einen Standort mit Fluchtwegen, etwa in Nähe von Ästen oder dichterem Gehölz. Gleichzeitig sollte die Stelle nicht direkt über einem häufig genutzten Sitzplatz liegen, damit sich das Tier nicht bedrängt fühlt. Wenn du keine Box hast, reicht auch ein überdachter Teller auf einem erhöhten Podest, solange er stabil steht. Lege Futter nie direkt auf den Boden, das lockt Ratten an und verschmutzt schnell. Entferne leere Schalen und Reste regelmäßig. Wenn du merkst, dass viele Tauben oder Krähen dominieren, hilft eine Box besonders, weil Eichhörnchen sie leichter nutzen können als große Vögel. Ruhe und Konstanz machen den Platz attraktiv, ohne das Tier zu zähmen.
8. Futtermenge und Rhythmus, damit es nicht schadet
Die richtige Menge ist meist kleiner, als man denkt. Wenn du regelmäßig fütterst, starte mit wenigen Nüssen und etwas Samen, zum Beispiel pro Tag eine kleine Handvoll insgesamt, verteilt in der Box. Beobachte, wie schnell es verschwindet und ob Reste liegen bleiben. Bleibt etwas übrig, war es zu viel oder die Auswahl passt nicht. Wichtig ist auch, dass du nicht unbewusst eine Massenfütterung auslöst. In manchen Gegenden kommen mehrere Eichhörnchen, Vögel und andere Tiere, dann wächst die Menge schnell. Bleibe trotzdem kontrolliert, lieber häufig kleine Portionen als selten riesige. Füttere am besten tagsüber, morgens oder am frühen Nachmittag. Nachts profitieren andere Tiere eher. Wenn du im Winter zufütterst, kann ein regelmäßiger Rhythmus helfen, aber setze ihn nicht abrupt ab, sobald Schnee liegt und die Tiere deine Stelle kennen. Reduziere dann langsam, sobald wieder mehr natürliches Futter verfügbar ist. Ziel bleibt: unterstützen, nicht ersetzen. Ein naturnaher Garten mit Nistmöglichkeiten ist langfristig die beste Basis.
9. Hygiene und Risiken, Schimmel, Parasiten, falsches Futter
Hygiene ist beim Füttern von Wildtieren entscheidend. Nüsse und Samen können schimmeln, besonders wenn sie feucht werden, und Schimmel ist für Eichhörnchen gefährlich. Verwende nur trocken gelagertes Futter, fülle lieber häufiger nach und lagere Vorräte kühl und trocken. Reinige Futterboxen regelmäßig, entferne alte Schalen, klebrige Reste und feuchte Klumpen. Wenn du Obst gibst, muss es schnell weg, sonst zieht es Wespen, Fliegen und Schimmel an. Ein weiteres Risiko sind Parasiten und Krankheiten, die sich über stark frequentierte Futterstellen verbreiten können. Deshalb: nicht zu viele Tiere auf engem Raum, nicht zu viel Futter und stets sauber halten. Handfütterung solltest du vermeiden, damit du keine Keime überträgst und das Tier nicht seine Scheu verliert. Auch Tierfutter für Hunde oder Katzen ist keine gute Idee, weil Zusammensetzung und Zusätze nicht passen. Achte außerdem auf die Umgebung: Offene Müllsäcke, Kompost mit Speiseresten oder frei zugängliches Vogelfutter können den Effekt deiner guten Absicht kippen, weil dann falsche Nahrung und ungewollte Gäste hinzukommen.
10. Sonderfälle, Jungtiere, Winterhilfe, verletzte Tiere
Manchmal wirkt ein Eichhörnchen sehr klein, orientierungslos oder sitzt lange am Boden. Das kann ein Jungtier sein, muss es aber nicht. Jungtiere sollten nicht einfach mitgenommen werden, denn oft sind die Eltern in der Nähe. Halte Abstand, sichere die Umgebung vor Katzen und beobachte eine Weile. Füttern kann helfen, aber wärmen, anfassen oder gar mit Milch versorgen ist keine gute Idee. Wenn das Tier verletzt wirkt, apathisch ist, sichtbare Wunden hat oder von Fliegen umschwirrt wird, braucht es professionelle Hilfe. In so einem Fall ist das Richtige, eine lokale Wildtierhilfe oder eine fachkundige Auffangstation zu kontaktieren. Im Winter gilt: Du kannst unterstützen, aber du kannst kein fehlendes Revier ersetzen. Biete energiereiche Nüsse und Samen in kleinen Mengen und immer Wasser an, auch bei Frost. Zusätzlich hilft es enorm, den Garten eichhörnchenfreundlich zu machen: keine giftigen Mittel, dichte Hecken, Klettermöglichkeiten und sichere Durchgänge. Wenn du einmal angefangen hast zu füttern, bleib zuverlässig, aber kontrolliert. Das beste Ergebnis erreichst du, wenn deine Fütterung nur ein Baustein ist und der Lebensraum insgesamt sicher und vielfältig bleibt.
Tabelle: Geeignetes Eichhörnchenfutter und was du vermeiden solltest
| Kategorie | Geeignet | Menge als Richtwert | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Nüsse | Haselnüsse in Schale | 2 bis 6 Stück pro Tag | Sehr gut für Zahnabrieb, trocken lagern |
| Nüsse | Walnüsse | 1 bis 3 Stück pro Tag | Nur naturbelassen, Reste entfernen |
| Nüsse | Mandeln | 1 bis 2 Stück gelegentlich | Abwechslung, nicht täglich nötig |
| Samen und Kerne | Sonnenblumenkerne | 1 bis 2 Esslöffel | Ungesalzen, ideal in Futterbox |
| Samen und Kerne | Kürbiskerne | 1 Esslöffel | Gute Ergänzung, nicht übertreiben |
| Ergänzung | Pinienkerne | wenige Stücke | Sehr energiereich, eher als Extra |
| Obst | Apfelstücke | 1 bis 3 kleine Stücke | Reste am selben Tag entfernen |
| Obst | Beeren | kleine Handvoll | Nur frisch, nicht schimmeln lassen |
| Wasser | Frisches Wasser | täglich | Flache, schwere Schale, regelmäßig reinigen |
| Nicht geeignet | Gesalzene oder geröstete Nüsse | 0 | Salz und Zusätze schaden |
| Nicht geeignet | Brot, Gebäck, Süßes | 0 | Führt oft zu Verdauungsproblemen |
| Nicht geeignet | Milch und Milchprodukte | 0 | Nicht artgerecht, kann krank machen |






