Wie kann ich Johannisbeeren entsaften?
Johannisbeeren sind kleine Fruchtwunder aus dem Garten, voller Vitamine, Mineralstoffe und Geschmack. Die Frage „Wie kann ich Johannisbeeren entsaften?“ stellen sich jedes Jahr viele Hobbygärtner, wenn die Sträucher in voller Pracht stehen und die reifen Beeren nur darauf warten, verarbeitet zu werden. Frisch gepflückt, haben sie oft eine leichte Säure, die im Saft hervorragend zur Geltung kommt und sich vielseitig weiterverwenden lässt – ob als reiner Saft, Gelee, Sirup oder als Grundlage für sommerliche Getränke und Cocktails. Doch wie kommst du am besten an den köstlichen Johannisbeersaft? In diesem ausführlichen Ratgeber zeige ich dir verschiedene Möglichkeiten, wie du Johannisbeeren entsaften kannst – vom klassischen Dampfentsafter bis zur schonenden Kaltpressung, mit und ohne spezielle Geräte. Du bekommst Schritt-für-Schritt-Anleitungen, nützliche Hinweise zu Hygiene, Haltbarkeit und Lagerung sowie kreative Ideen, was du aus dem Saft alles machen kannst. Außerdem gehe ich auf häufige Fehler ein und verrate dir praktische Tipps aus der Praxis, damit deine Saftausbeute hoch und der Geschmack optimal wird. Ganz gleich, ob du zum ersten Mal Johannisbeeren verarbeitest oder schon geübt bist – nach diesem Artikel kennst du garantiert alle Tricks rund ums Johannisbeeren entsaften und bist perfekt für die nächste Beerenernte gerüstet.

Inhaltsverzeichnis
- Johannisbeeren ernten und vorbereiten
- Welche Johannisbeeren eignen sich am besten zum Entsaften?
- Die wichtigsten Entsaftungsmethoden im Überblick
- Der Dampfentsafter: Klassiker mit viel Saftausbeute
- Johannisbeeren entsaften im Kochtopf – einfach und schnell
- Kalt entsaften: Frischer Geschmack und viele Vitamine
- Entsaften mit der Küchenmaschine oder dem Mixer
- Handentsaftung mit dem Passiertuch
- Elektrische Entsafter: Effizient, aber lohnen sie sich?
- Vorbereitung und Hygiene: Das A und O beim Entsaften
- Johannisbeersaft einkochen und haltbar machen
- Johannisbeersaft aufbewahren: Glas, Flasche oder Gefriertruhe?
- Saft verfeinern und weiterverarbeiten
- Häufige Fehler beim Johannisbeeren entsaften
- Tipps zur maximalen Saftausbeute
- Johannisbeeren entsaften ohne Zucker
- Was tun mit den Rückständen?
- Kreative Rezepte und Verwendungsideen für Johannisbeersaft
1. Johannisbeeren ernten und vorbereiten
Bevor du mit dem Entsaften beginnst, steht natürlich die Ernte der Johannisbeeren an. Ideal ist es, wenn die Beeren voll ausgereift, aber noch fest sind – das erkennst du an ihrer intensiven Farbe und daran, dass sie sich leicht von den Rispen lösen lassen. Ernte am besten an einem trockenen Tag und möglichst morgens, wenn die Früchte noch frisch und kühl sind. Nach der Ernte solltest du die Beeren zeitnah verarbeiten, da sie sehr empfindlich sind und schnell matschig werden können. Sortiere beschädigte oder schimmelige Exemplare sofort aus. Um die Johannisbeeren optimal vorzubereiten, entferne die Stiele und wasche die Früchte gründlich unter fließendem Wasser, um Schmutz und kleine Insekten zu entfernen. Lasse sie in einem Sieb abtropfen und tupfe sie gegebenenfalls mit einem Tuch trocken. Möchtest du einen besonders klaren Saft, lohnt es sich, die Beeren zusätzlich zu verlesen und gegebenenfalls nochmals durchzuspülen. Das richtige Vorbereiten ist nicht nur für die Qualität des Safts entscheidend, sondern auch für die Haltbarkeit, da Rückstände und Schmutz später zu Gärung oder Schimmel führen könnten. Wenn du große Mengen Johannisbeeren hast, kannst du sie bis zur Verarbeitung auch kurz im Kühlschrank lagern, solltest dies aber nicht länger als einen Tag tun. So sorgst du für einen perfekten Start in dein Saftprojekt!
2. Welche Johannisbeeren eignen sich am besten zum Entsaften?
Johannisbeeren gibt es in verschiedenen Farben und Sorten – rote, schwarze und weiße. Doch eignen sich alle gleichermaßen zum Entsaften? Grundsätzlich ja, aber es gibt geschmackliche und praktische Unterschiede. Rote Johannisbeeren sind klassisch und liefern einen fruchtig-sauren, erfrischenden Saft mit intensiver Farbe. Schwarze Johannisbeeren enthalten besonders viele Vitamine und Antioxidantien, ihr Saft ist kräftig, würzig und eignet sich hervorragend für Gelees, Sirup oder als Mixgrundlage. Weiße Johannisbeeren sind milder und süßer, ihr Saft ist heller und wird oft als edle Spezialität geschätzt. Für eine optimale Saftausbeute ist es wichtig, reife und gesunde Beeren zu verwenden, da unreife Früchte oft weniger Saft und mehr Säure liefern. Du kannst auch verschiedene Sorten mischen, um ein eigenes Geschmacksprofil zu kreieren. Bedenke dabei, dass schwarze Johannisbeeren eine festere Haut haben und beim Dampfentsaften besonders ergiebig sind, während rote und weiße Sorten schneller zerplatzen und sich auch für Kaltpressung eignen. Achte darauf, keine zu alten oder überreifen Beeren zu verwenden, da diese bereits gären können und der Saft schnell umkippt. Wer besonders feinen Saft möchte, sollte zudem auf samenarme Sorten achten.
3. Die wichtigsten Entsaftungsmethoden im Überblick
Es gibt viele Wege, Johannisbeeren zu entsaften, je nachdem, welche Geräte du zur Verfügung hast und wie viel Aufwand du investieren möchtest. Der Klassiker ist der Dampfentsafter, bei dem Hitze und Dampf die Zellen aufbrechen und der Saft direkt abfließt. Eine weitere beliebte Methode ist das Kochen der Beeren im Topf, bei dem du den Saft später durch ein Sieb oder Tuch abseihst. Für besonders frischen, vitaminreichen Saft eignet sich das Kaltentsaften, entweder per Hand, mit einer Saftpresse oder einer speziellen Saftmaschine. Auch Mixer oder Küchenmaschinen sind praktisch, um die Beeren schnell zu zerkleinern und anschließend durch ein Tuch zu pressen. Elektrische Entsafter bieten sich bei großen Mengen an, sind aber in der Anschaffung teurer. Wer keine Geräte hat, kann die Johannisbeeren auch ganz einfach mit einem Passiertuch und etwas Geduld auspressen. Alle Methoden haben ihre Vor- und Nachteile in Sachen Aufwand, Saftausbeute, Klarheit und Vitamingehalt. In den nächsten Absätzen lernst du die einzelnen Varianten genau kennen, damit du die perfekte Methode für dich und deine Johannisbeeren findest.
4. Der Dampfentsafter: Klassiker mit viel Saftausbeute
Der Dampfentsafter ist für viele die erste Wahl, wenn es um das Entsaften größerer Mengen Johannisbeeren geht. Das Prinzip ist einfach: Die Beeren werden in einen speziellen Siebeinsatz gegeben, während darunter Wasser erhitzt wird. Der aufsteigende Dampf lässt die Fruchthäute aufplatzen und der Saft läuft durch einen Abflussschlauch direkt in Flaschen oder Gläser. Der Vorteil liegt in der hohen Ausbeute und der gleichzeitigen Pasteurisierung – der Saft ist direkt haltbar gemacht und kann lange gelagert werden. Ein Dampfentsafter ist einfach zu bedienen und spart viel Zeit, vor allem, wenn du mehrere Kilo Johannisbeeren auf einmal verarbeiten möchtest. Wichtig ist, dass du die Geräte vorher gründlich reinigst und die Beeren nicht zu hoch einfüllst, damit der Dampf alle Früchte erreicht. Während des Entsaftens solltest du regelmäßig kontrollieren, ob noch genug Wasser im unteren Topf ist, um ein Trockenlaufen zu vermeiden. Sobald der Saft abläuft, kannst du ihn in sterile Flaschen füllen und direkt verschließen. Geschmacklich ist der Saft aus dem Dampfentsafter etwas weniger frisch als bei Kaltpressung, dafür aber intensiv und haltbar. Für Marmelade oder Gelee ist dieser Saft besonders geeignet.
5. Johannisbeeren entsaften im Kochtopf – einfach und schnell
Auch ohne speziellen Dampfentsafter kannst du Johannisbeeren entsaften – mit einem herkömmlichen Kochtopf. Gib die vorbereiteten Beeren in den Topf und zerdrücke sie leicht, damit die Säfte besser austreten. Füge ein wenig Wasser hinzu, damit nichts anbrennt, meist reicht ein halbes Glas auf ein Kilo Beeren. Koche die Beeren unter ständigem Rühren langsam auf, bis sie aufplatzen und viel Saft freisetzen. Danach gießt du die heiße Masse durch ein feines Sieb oder Passiertuch ab und fängst den Saft in einem separaten Gefäß auf. Drücke die Beerenmasse mit einem Löffel oder einer Kartoffelpresse gut aus, um möglichst viel Saft zu gewinnen. Dieser Vorgang ist unkompliziert und auch für kleinere Mengen geeignet. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass du selbst bestimmen kannst, wie intensiv der Saft werden soll, indem du den Kochvorgang verlängerst oder verkürzt. Nachteil: Durch das Erhitzen gehen einige Vitamine verloren, und der Saft ist etwas trüber. Trotzdem ist der Geschmack meist wunderbar aromatisch, und du kannst den Saft nach Belieben süßen oder pur genießen.
6. Kalt entsaften: Frischer Geschmack und viele Vitamine
Wenn du Wert auf ein Maximum an Vitaminen und einen besonders frischen Geschmack legst, solltest du die Kaltentsaftung ausprobieren. Hierbei werden die Johannisbeeren ohne Erhitzen gepresst, sodass wertvolle Nährstoffe und Aromen erhalten bleiben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Du kannst die Beeren per Hand mit einer Beerenpresse oder mit einer modernen Saftpresse (Slow Juicer) verarbeiten. Bei der klassischen Handpresse gibst du kleine Mengen Johannisbeeren hinein und drückst sie aus, bis der Saft herausläuft. Beim Slow Juicer wird die Fruchtmasse langsam zerkleinert und der Saft vorsichtig herausgepresst, was besonders schonend ist. Anschließend wird der Saft durch ein feines Sieb oder Tuch filtriert, um Rückstände zu entfernen. Diese Methode ist zwar etwas arbeitsintensiver und bringt weniger Saft als das Erhitzen, dafür bleibt der Geschmack herrlich frisch und die Farbe besonders leuchtend. Allerdings solltest du den kaltgepressten Johannisbeersaft innerhalb weniger Tage verbrauchen oder einfrieren, da er nicht pasteurisiert ist und schnell verdirbt. Für einen schnellen Vitaminkick lohnt sich der Aufwand aber allemal!
7. Entsaften mit der Küchenmaschine oder dem Mixer
Wer keine spezielle Saftpresse besitzt, kann Johannisbeeren auch ganz einfach mit dem Mixer oder einer Küchenmaschine entsaften. Gib die gewaschenen und verlesenen Beeren in den Mixer und zerkleinere sie gründlich, bis eine homogene Masse entsteht. Du kannst dabei auch einige Esslöffel Wasser hinzugeben, um das Mixen zu erleichtern. Die entstandene Fruchtmasse gießt du anschließend durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch, um den Saft von den Kernen und Schalen zu trennen. Drücke die Masse mit einem Löffel oder einer kleinen Schöpfkelle gut aus, damit möglichst viel Saft gewonnen wird. Diese Methode ist besonders praktisch, wenn du keine großen Mengen verarbeiten willst oder schnelle Ergebnisse wünschst. Der Saft ist wunderbar frisch und enthält noch viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Einziger Nachteil: Durch das Mixen gelangen oft kleine Fruchtstücke in den Saft, was ihn etwas trüb machen kann. Wer einen besonders klaren Saft möchte, kann ihn zusätzlich filtern oder stehen lassen und vorsichtig abgießen. Insgesamt ist diese Methode unkompliziert und auch für Anfänger bestens geeignet.
8. Handentsaftung mit dem Passiertuch
Die wohl ursprünglichste und einfachste Methode, Johannisbeeren zu entsaften, ist die Handentsaftung mit einem Passiertuch oder Mulltuch. Hierzu gibst du kleine Portionen der vorbereiteten Johannisbeeren in das Tuch, fasst es oben zusammen und drehst das Ganze, bis der Saft herausläuft. Mit etwas Geduld kannst du auf diese Weise auch ohne Strom oder teure Geräte einen aromatischen Johannisbeersaft gewinnen. Am besten geht es, wenn die Beeren zuvor leicht zerdrückt oder mit einer Gabel angestochen wurden, damit der Saft besser austritt. Je nach Beerenmenge kann das Auspressen ganz schön anstrengend sein, doch der Lohn ist ein besonders reiner, klarer Saft, dessen Aroma alle Liebhaber frischer Früchte begeistert. Für größere Mengen ist diese Methode allerdings eher ungeeignet, da der Zeitaufwand beträchtlich ist. Aber für kleine Portionen oder wenn du wirklich ganz natürlich arbeiten möchtest, ist das Passiertuch eine super Alternative – auch Kinder haben oft Spaß daran, beim Auspressen zu helfen!
9. Elektrische Entsafter: Effizient, aber lohnen sie sich?
Elektrische Entsafter sind praktische Küchenhelfer, wenn du regelmäßig größere Mengen Johannisbeeren entsaften möchtest. Es gibt zwei Hauptarten: Zentrifugalentsafter und Slow Juicer. Der Zentrifugalentsafter arbeitet mit hoher Geschwindigkeit und schleudert den Saft aus den Beeren, was schnell und effizient ist, aber den Saft leicht erwärmt und zu Schaum führen kann. Slow Juicer pressen die Beeren langsam und schonend aus, sodass mehr Vitamine erhalten bleiben und die Saftausbeute meist höher ist. Die Handhabung ist einfach: Du gibst die Johannisbeeren in den Einfüllschacht, schaltest das Gerät ein und fängst den Saft in einem Gefäß auf. Die Rückstände werden automatisch getrennt. Nachteil dieser Methode sind die Anschaffungskosten und der Reinigungsaufwand, da viele Teile gründlich gesäubert werden müssen. Für den gelegentlichen Gebrauch lohnt sich die Investition meist nicht, aber wer regelmäßig viele Beeren verarbeitet, wird den Komfort zu schätzen wissen. Achte beim Kauf auf Geräte mit guten Bewertungen und passender Kapazität, damit das Entsaften reibungslos klappt.
10. Vorbereitung und Hygiene: Das A und O beim Entsaften
Hygiene spielt beim Entsaften von Johannisbeeren eine entscheidende Rolle, denn Saft ist ein empfindliches Produkt, das schnell verdirbt, wenn Keime oder Schmutz hineingelangen. Deshalb solltest du alle Geräte – vom Dampfentsafter über Töpfe und Siebe bis zu Flaschen und Gläsern – vorab gründlich mit heißem Wasser und ggf. Spülmittel reinigen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sterilisiert Flaschen und Deckel zusätzlich im Backofen oder kochendem Wasser. Die Johannisbeeren müssen sorgfältig gewaschen und verlesen werden, damit keine Fremdstoffe in den Saft gelangen. Auch deine Arbeitsflächen und Hände sollten sauber sein, um spätere Probleme wie Schimmel oder Gärung zu vermeiden. Bei der Verarbeitung gilt: Den Saft möglichst schnell abfüllen und verschließen, solange er noch heiß ist, falls du ihn haltbar machen möchtest. Für Frischsaft immer nur kleine Mengen bereithalten und rasch verbrauchen oder einfrieren. Mit etwas Disziplin und guter Vorbereitung sicherst du dir beste Qualität und lange Haltbarkeit für deinen Johannisbeersaft.
11. Johannisbeersaft einkochen und haltbar machen
Wenn du Johannisbeersaft länger aufbewahren möchtest, ist das Einkochen die sicherste Methode. Dafür füllst du den frisch gewonnenen, heißen Saft in sterile Flaschen oder Gläser, verschließt sie sofort und stellst sie für etwa 10 Minuten auf den Kopf – so entsteht ein Vakuum, das Keime fernhält. Alternativ kannst du die gefüllten Flaschen in einem Einkochtopf oder Backofen nochmals erhitzen, um die Haltbarkeit zu verlängern. Der Saft ist so bis zu einem Jahr lagerfähig, vorausgesetzt, die Gefäße bleiben dicht und lichtgeschützt. Wer den Saft lieber roh genießt, kann ihn auch einfrieren, sollte aber daran denken, dass sich der Geschmack nach dem Auftauen leicht verändert. Achte beim Einkochen darauf, dass keine Rückstände am Flaschenhals kleben bleiben, da dies die Haltbarkeit beeinträchtigen könnte. Je nach Geschmack kannst du den Saft auch mit etwas Zucker, Honig oder Zitronensäure konservieren, das ist aber nicht zwingend notwendig – Johannisbeersaft ist durch seine eigene Säure recht stabil. So hast du das ganze Jahr über einen Vorrat an köstlichem, selbstgemachtem Saft!
12. Johannisbeersaft aufbewahren: Glas, Flasche oder Gefriertruhe?
Für die Aufbewahrung deines Johannisbeersafts gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich je nach gewünschter Haltbarkeit und Menge unterscheiden. Klassisch ist das Abfüllen in Glasflaschen mit Schraub- oder Bügelverschluss, die du nach dem Einkochen kühl, dunkel und stehend lagerst. Für kleine Mengen eignen sich auch Marmeladengläser, vor allem, wenn du den Saft zum Backen oder für Desserts verwenden willst. Wer Platz im Gefrierfach hat, kann frisch gepressten Saft auch portionsweise in Kunststoffbehältern oder Gefrierbeuteln einfrieren – achte darauf, sie nicht randvoll zu füllen, da sich der Saft beim Gefrieren ausdehnt. Kaltgepresster Saft hält im Kühlschrank nur wenige Tage, daher solltest du diesen möglichst schnell verbrauchen. Ein weiterer Tipp: Flaschen oder Gläser immer gut beschriften mit Datum und Inhalt, damit du den Überblick behältst. So findest du jederzeit den passenden Vorrat für deine nächste Küchenidee und musst keine Angst vor verderbenem Saft haben.
13. Saft verfeinern und weiterverarbeiten
Dein selbstgemachter Johannisbeersaft ist pur schon ein Genuss, doch du kannst ihn nach Belieben verfeinern und kreativ weiterverarbeiten. Ein Spritzer Zitronensaft bringt mehr Frische, etwas Zucker oder Honig nimmt die Säure und macht den Saft milder. Auch Gewürze wie Vanille, Zimt oder ein Hauch Ingwer passen wunderbar zu Johannisbeeren. Du kannst den Saft auch mit anderen Fruchtsäften wie Apfel oder Holunder mischen, um
neue Geschmacksrichtungen zu kreieren. Besonders beliebt ist Johannisbeersaft als Grundlage für Gelee, Sirup oder Fruchtsoßen, aber auch für Cocktails, Bowlen oder Smoothies eignet er sich hervorragend. Wenn du gerne backst, kannst du den Saft zum Tränken von Kuchenböden, für fruchtige Cremes oder als Guss verwenden. Wer es ausgefallen mag, probiert Johannisbeersaft als Eiswürfel, Granita oder in selbstgemachtem Fruchtjoghurt. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – Hauptsache, du hast Freude am Ausprobieren und genießt den vollen Geschmack des Sommers.
14. Häufige Fehler beim Johannisbeeren entsaften
Trotz aller Begeisterung können beim Entsaften von Johannisbeeren auch Fehler passieren, die sich leicht vermeiden lassen. Ein häufiger Fehler ist es, unreife oder überreife Beeren zu verwenden – das Ergebnis ist meist ein säuerlicher oder wenig aromatischer Saft. Auch eine unzureichende Reinigung der Geräte oder Flaschen kann zu Schimmel oder Gärung führen. Beim Dampfentsaften ist es wichtig, regelmäßig den Wasserstand zu kontrollieren, sonst kann das Gerät trockenlaufen und beschädigt werden. Zu langes Kochen wiederum zerstört viele Vitamine und lässt den Saft bitter werden. Wenn du zu hastig arbeitest, kann es passieren, dass Kerne und Schalen in den Saft geraten und ihn trüben. Bei der Handentsaftung solltest du darauf achten, das Passiertuch nicht zu voll zu machen, sonst spritzt der Saft heraus und es geht viel verloren. Auch das falsche Lagern (zu warm, zu hell) kann den Saft schnell verderben lassen. Mit etwas Sorgfalt und Geduld umgehst du diese Stolpersteine aber mühelos.
15. Tipps zur maximalen Saftausbeute
Du möchtest aus deinen Johannisbeeren wirklich jeden Tropfen herausholen? Dann beachte einige einfache, aber effektive Tricks: Ernte die Beeren am besten bei trockenem Wetter und lasse sie nach dem Waschen gut abtropfen, damit der Saft nicht verwässert wird. Zerdrücke die Beeren vor dem Erhitzen oder Pressen leicht, damit die Zellen schneller aufbrechen. Beim Dampfentsaften lohnt es sich, die Früchte zwischendurch umzurühren, damit sie gleichmäßig vom Dampf erreicht werden. Nach dem eigentlichen Entsaften kannst du die ausgepresste Masse noch einmal mit etwas Wasser aufkochen und erneut auspressen, um die letzten Reste zu nutzen. Auch beim Passiertuch hilft es, das Tuch mehrmals zu drehen und auszuwringen. Bei Mixern solltest du die Masse nicht zu dickflüssig machen, damit alles gut zerkleinert wird. Achte darauf, nicht zu viel Wasser zuzufügen, sonst wird der Saft zu dünn. Mit diesen Tipps holst du das Maximum aus deinen Johannisbeeren heraus.
16. Johannisbeeren entsaften ohne Zucker
Viele Rezepte schlagen vor, Johannisbeeren beim Entsaften zu zuckern, doch das ist nicht zwingend nötig. Wenn du auf Zucker verzichten möchtest, geht das problemlos – die natürliche Säure der Beeren sorgt von allein für ein frisches Aroma und gute Haltbarkeit. Du kannst den Saft pur genießen oder erst bei der späteren Verarbeitung nach Geschmack süßen, zum Beispiel für Gelee oder Sirup. Wichtig: Wenn du ganz auf Zucker verzichtest und den Saft länger lagern willst, solltest du besonders sauber arbeiten und den Saft möglichst heiß und luftdicht abfüllen, damit er nicht verdirbt. Für den Sofortgenuss ist frischer, ungesüßter Saft ohnehin am leckersten. Wer möchte, kann mit natürlichen Süßungsmitteln wie Honig, Agavendicksaft oder Stevia experimentieren, doch probiere den puren Geschmack unbedingt zuerst aus – oft brauchst du gar keinen zusätzlichen Zucker, da die Beeren von Natur aus genug Aroma haben.
17. Was tun mit den Rückständen?
Nach dem Entsaften bleiben immer Fruchtfleisch, Kerne und Schalen übrig – zu schade, um sie einfach wegzuwerfen! Diese Rückstände, auch Trester genannt, sind voller Ballaststoffe und enthalten noch viele Aromen. Du kannst sie als Basis für Gelee oder Fruchtaufstriche verwenden, indem du sie mit etwas Wasser aufkochst, nochmals auspresst und dann gelierst. Auch als Zutat im Müsli, Joghurt oder in Smoothies machen sich die Reste gut, vor allem, wenn du Wert auf Ballaststoffe legst. Wer einen Garten hat, kann den Trester auf den Kompost geben – die organischen Reste werden zu wertvollem Dünger. Einige kreative Köchinnen und Köche backen sogar Brot oder Kuchen mit Johannisbeertrester, um Geschmack und Farbe ins Gebäck zu bringen. Wichtig ist, die Reste rasch zu verarbeiten oder einzufrieren, damit sie nicht verderben. So nutzt du deine Johannisbeeren wirklich komplett aus und hast ein gutes Gefühl beim Entsaften.
18. Kreative Rezepte und Verwendungsideen für Johannisbeersaft
Hast du deinen Johannisbeersaft endlich gewonnen, stehen dir viele Möglichkeiten offen, ihn zu genießen oder weiterzuverarbeiten. Ganz klassisch ist natürlich der pure Genuss – eisgekühlt im Glas oder als erfrischende Schorle mit Mineralwasser. Du kannst den Saft auch als Basis für Gelee, Marmelade oder Fruchtsirup verwenden. Besonders lecker wird Johannisbeergelee, wenn du etwas Apfelsaft hinzugibst. Wer es exotisch mag, mischt den Saft in Cocktails oder kreiert eine rote Bowle mit frischen Früchten und Sekt. Im Winter macht sich Johannisbeersaft als Heißgetränk mit Gewürzen wie Zimt und Nelken hervorragend. Auch für Desserts, Fruchteis oder als Topping für Pudding und Milchreis ist er ideal. Wenn du Kinder hast, kannst du den Saft zu kleinen Eiswürfeln einfrieren und in Limonaden geben – das sieht toll aus und schmeckt. Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Experimentiere ruhig und entdecke, wie vielseitig Johannisbeersaft wirklich ist!
| Methode | Aufwand | Saftausbeute | Geschmack | Haltbarkeit | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Dampfentsafter | mittel | sehr hoch | intensiv | sehr gut | große Mengen |
| Kochtopf | gering | hoch | aromatisch | gut | kleine/mittlere |
| Kaltentsaftung (Handpresse) | hoch | mittel | sehr frisch | gering | kleine Mengen |
| Küchenmaschine/Mixer | gering | mittel | frisch | gering | kleine Mengen |
| Elektrischer Entsafter | mittel/hoch | hoch | intensiv | gut | mittlere/große |
| Passiertuch/Mulltuch | hoch | gering | sehr klar | gering | sehr kleine |
| Einfrieren des Safts | gering | — | wie frisch | sehr gut | Vorratshaltung |
| Einkochen/Abfüllen | mittel | — | intensiv | sehr gut | Vorratshaltung |






