Tomaten lagerst Du am besten luftig, schattig und nicht zu kalt. Ideal sind ungefähr 12 bis 16 °C; Rispentomaten mögen es etwas wärmer. Im Kühlschrank verlieren Tomaten schnell Aroma, bei großer Sommerhitze kann das Gemüsefach aber kurzfristig die bessere Lösung sein. Druckstellen solltest Du vermeiden.

Tomaten mögen es weder heiß noch eiskalt
Für reife Tomaten ist ein kühler Vorratsplatz meist besser als der Kühlschrank. Das Bundeszentrum für Ernährung nennt für viele Tomaten etwa 12 bis 16 °C als günstigen Bereich. Rispentomaten können etwas wärmer liegen. In einer normalen Wohnung ist deshalb ein schattiger Platz oft die praktikabelste Lösung.
Ist es im Hochsommer dauerhaft sehr warm, kann eine kurzfristige Lagerung im Gemüsefach sinnvoller sein als mehrere Tage bei großer Hitze. Nimm die Tomaten vor dem Essen rechtzeitig heraus, damit sie wieder temperieren können.
Luftig lagern und Druckstellen verhindern
Lege Tomaten möglichst einlagig auf eine weiche Unterlage. Schwere Früchte obenauf oder ein enger Beutel fördern Druckstellen. Der Stielansatz darf an der Frucht bleiben. Wasche Tomaten erst kurz vor der Verwendung, damit keine zusätzliche Feuchtigkeit auf der Schale zurückbleibt.
| Zustand | Geeigneter Platz | Hinweis |
|---|---|---|
| Reif und aromatisch | Kühl, luftig, schattig | Nicht unnötig kalt lagern |
| Noch unreif | Etwas wärmer | Nachreifen lassen und täglich prüfen |
| Sehr warme Wohnung | Kurzzeitig Gemüsefach | Vor dem Essen wieder temperieren |
| Angeschnitten | Kühlschrank, abgedeckt | Zeitnah verbrauchen |
Tomaten getrennt von empfindlichem Obst und Gemüse aufbewahren
Tomaten geben Ethylen ab. Dieses Reifegas kann bei empfindlichen Nachbarn die Reifung beschleunigen. Bewahre sie deshalb nicht dicht zusammen mit Obst oder Gemüse auf, das dadurch schneller weich oder überreif wird. Umgekehrt kannst Du Ethylen gezielt nutzen, wenn etwas nachreifen soll.
Unreife Tomaten nachreifen lassen
Noch feste, unreife Tomaten reifen bei etwas wärmeren Temperaturen nach. Das BZfE nennt dafür ungefähr 18 bis 20 °C. Wichtig: Nicht jede grüne Tomate ist unreif – manche Sorten bleiben auch reif grün. Orientiere Dich daher zusätzlich an Sorte, Festigkeit und Aroma.
Woran erkennst Du, dass eine Tomate nicht mehr gut ist?
Kleine Druckstellen kannst Du großzügig wegschneiden, wenn die Frucht sonst fest und unauffällig ist. Bei Schimmel, gärigem oder fauligem Geruch, großflächig matschigem Gewebe oder austretender verdorbener Flüssigkeit solltest Du die Tomate entsorgen.
Angeschnittene Tomaten gehören abgedeckt in den Kühlschrank und sollten zeitnah verbraucht werden. Auch Passata, Saucen und andere geöffnete Tomatenprodukte müssen nach dem Öffnen gekühlt werden.
Druckstellen und Reife richtig nutzen
Tomaten nicht stapeln
Reife Früchte reagieren empfindlich auf Druck. Lege sie möglichst nebeneinander statt in einen tiefen Korb. Sehr weiche Tomaten solltest Du zuerst verbrauchen. Beschädigte Früchte gehören nicht zwischen den restlichen Vorrat, weil austretender Saft Feuchtigkeit und Verderb fördern kann.
Waschen erst kurz vor dem Essen
Bewahre Tomaten trocken auf und wasche sie erst unmittelbar vor der Verarbeitung. So bleibt die Schale länger intakt und es sammelt sich keine unnötige Feuchtigkeit in der Schale oder Aufbewahrungsbox. Bereits gewaschene Tomaten solltest Du gut abtrocknen.
Überreife Tomaten sinnvoll verwerten
Sehr weiche, aber noch einwandfrei riechende und schimmelfreie Tomaten eignen sich oft besser für Sauce, Suppe oder Ofengerichte als für Salat. Das ist eine einfache Möglichkeit, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Bei Schimmel oder gärigem Geruch gilt diese Resteverwertung natürlich nicht.
Tomaten mit beschädigter Schale zuerst verbrauchen
Kleine Risse und Druckstellen verkürzen die Haltbarkeit. Lege solche Früchte getrennt und verwende sie möglichst bald, etwa für Sauce oder Suppe. Was stark nässt, schimmelt oder gärig riecht, gehört dagegen nicht mehr in den Topf. So schützt Du auch die übrigen Tomaten vor austretender Flüssigkeit.
