Das Trinkwasser mit einem Wassertest prüfen lassen

Das Leitungswasser bzw. Trinkwasser in Deutschland gehört zu den am besten kontrolliertesten Lebensmitteln. Normal kann man das Leitungswasser bedenkenlos nutzen. Die Wasserversorger sind per Trinkwasserverordnung auch gesetzlich verpflichtet nur einwandfreies Leitungswasser zur Verfügung zu stellen. Darum testen die Wasserversorger das Wasser teilweise mehrmals täglich, um sicher zu stellen, dass nur einwandfreies Wasser an die Kunden ausgeliefert wird und kein Gesundheitsrisiko droht. Das bedeutet aber auch, dass die Untersuchungspflicht des Versorgers am Hauswasseranschluss bzw. an der Wasseruhr endet. Was danach mit dem Wasser passiert, liegt somit nicht mehr im Verantwortungsbereich der Wasserwerke. Dieses obliegt bei Vermietungen dem Vermieter oder bei Hauseigentümern sollte sich der Eigentümer im eigenen Interesse darum kümmern. Der Vermieter muss das Trinkwasser allerdings nur regelmäßig auf Legionellen prüfen. Er hat keine Pflicht zur Untersuchung auf andere Verunreinigungen und Metalle. Diese sieht man nicht im Trinkwasser, sind jedoch da und können im menschlichen Körper giftig wirken. Sie können auf Dauer schwere Krankheiten auslösen, die oft erst spät erkannt werden, weil die Vergiftung durch Metalle und Keime schleichend, oft über Jahre oder Jahrzehnte stattfindet. Grenzwerte für gefährdenden Stoffe im Leitungswasser sind in der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) streng geregelt. Eine Wasseranalyse bzw. ein Wassertest bei einem Labor verschafft Ihnen Klarheit über den Zustand Ihres Trinkwassers.

Unser Ratgeber „Das Trinkwasser mit einem Wassertest prüfen lassen“ gibt Ihnen zu diesem Thema wertvolle Informationen.

Das Trinkwasser mit einem Wassertest prüfen lassen

Das Trinkwasser mit einem Wassertest prüfen lassen

In Deutschland wird das Trinkwasser sehr gründlich kontrolliert

In Deutschland wird das Trinkwasser sehr gründlich untersucht und kontrolliert. So können die Verbraucher sicher sein, dass Sie Wasser in sehr hoher Qualität aus dem Wasserwerk des Versorgers erhalten. Auch wenn das Wasser durch die Leitungen des Versorgers sauber und unbelastet bis zum Hausanschluss des Verbrauchers geleitet wird, so kann es jedoch ab dort durch die hauseigenen Leitungen und Armaturen zu einer Belastung mit Schwermetallen wie Blei oder Nickel kommen, welche nachweislich gesundheitsschädlich sind. Mit einem Wassertest können Sie Ihr Leitungswasser, aber auch Brunnenwasser auf verschiedene Metalle wie z.B. Kupfer, Blei, Cadmium, Nickel, Aluminium, Chrom, Eisen, Molybdän und Lithium sowie auf die Kationen Magnesium, Natrium, Kalium und Calcium testen lassen. Viele Labors testen auch die sogenannten Anionen wie Nitrat, Chlorid, Fluorid, Phosphat und Sulfat.

So kommt das Wasser bei Ihnen aus dem Wasserhahn

Wie bereits im Absatz davor erläutert, liefert der Wasserversorger das Trinkwasser in der Regel von höchster Qualität bis zu Ihrem Wasseranschluss. Allerdings kann auf den letzten Metern im eigenen Haus bzw. der Wohnung mit dem Trinkwasser noch viel passieren. Veraltete Hausleitungen und Wasserarmaturen können das Wasser mit Schadstoffen verunreinigen und damit die Qualität des häuslichen Trinkwassers beträchtlich beeinflussen. Die Ursachen für die Verunreinigung des Trinkwassers sind sehr unterschiedlich. Häufig liegt es einfach an der Bausubstanz des Hauses, denn bis Anfang der 70er Jahre wurden sehr häufig Bleileitungen verbaut. Wie man heute weiß, lagert sich das in den Leitungen enthaltenen Blei nachweislich im Trinkwasser ab. Aber auch die verwendeten Armaturen, also Wasserhähne, können manchmal Metalle wie Nickel oder Chrom ins durchfließende Wasser abgeben. Mit einem Wassertest und der Auswertung der Wasserprobe durch das Labor können Sie Schwermetallbelastungen erkennen. Viele Labors bieten auch eine mikrobiologische Analyse an. Hierbei wird das Leitungswasser auf Verunreinigungen durch Keime geprüft.

Häufige Problembereiche:

Nachfolgend Punkte können beim Trinkwasser aus der Leitung zu Problemen führen:

  • Chrom- oder Nickelbelastungen aus den Wasserarmaturen
  • Blei-, Zink-, Kupfer- oder Eisenbelastung aus den hauseigenen Rohrleitungen
  • Übermäßige Keimbelastungen bei stehendem Wasser oder durch Bauarbeiten
  • Erhöhte Natriumwerte beim Einsatz von Wasserenthärtungsanlagen
  • Nitrat- und Phosphatüberschreitungen, aber auch Keimbelastungen bei Hausbrunnen, z. B. durch Dünger aus der umliegenden Landwirtschaft

Ein Wassertest bzw. Wasseranalyse verschafft Ihnen ein Überblick über unerwünschte Stoffe in Ihrem Trinkwasser.

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