Winterspeck oder Winterschlaf – Katzenernährung in der kalten Jahreszeit

Anderes Futter für die Katze im Winter?

Es ist grundsätzlich nicht nötig, im Winter ein anderes Katzenfutter zu wählen als im Sommer – Dinge, die gut funktionieren sollte man nicht ändern. Was aber gegebenenfalls verändert werden muss, ist die Futtermenge und hier ist es von essentieller Bedeutung, ob Ihre Katze eine Wohnungskatze oder ein Freigänger ist. 

Freigänger benötigen in der kalten Jahreszeit deutlich mehr Energie, um ihre Körpertemperatur zu stabilisieren und ihr Immunsystem fit zu halten. Es muss also mehr gefüttert werden – im Gegensatz zum Sommer sollte das Futter jedoch im Haus gereicht werden, da das Futter draußen für den empfindlichen Magen-Darm-Trakt der Katze zu kalt wird. Da auch Freigänger im Winter die warme Stube oft bevorzugen, sollte eine Fütterung im Haus eigentlich kein Problem darstellen.

Winterspeck oder Winterschlaf - Katzenernährung in der kalten Jahreszeit

Katzenernährung in der kalten Jahreszeit

Wohnungskatzen brauchen im Winter meist deutlich weniger Futter, da sie sich im Gegensatz zum Sommer in der kalten Jahreszeit kaum bewegen. Wenig Bewegung bedeutet einen geringen Energiebedarf, der über das Futter reguliert werden sollte, da die Katze sonst zu dick wird!

Trockenfutter für Katzen?

Viele Katzenhalter lassen für ihren Stubentiger immer ein Schälchen mit Trockenfutter stehen, die Katze sollte ja immer wieder kleine Portionen fressen können. Trockenfutter entzieht dem Körper der Katze jedoch leider sehr viel Wasser, darum ist Trockenfutter für Katzen schädlich. Da die Tiere sowieso eher zu wenig trinken, vor allem in der ohnehin schon trockenen Heizperiode, kann die Fütterung von Trockenfutter zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.

Wichtige Bestandteile der Katzennahrung

Katzen benötigen viel tierisches Eiweiß. Im Gegensatz zu Hunden können sie ausschließlich mit Fleisch gesund ernährt werden! In industriellem Katzenfutter ist jedoch oft sehr viel Müll enthalten, der mit frischem Fleisch nicht viel zu tun hat: Nebenerzeugnisse der Fleischindustrie und Gastronomie, Schlachtabfälle, Frittierfett, etc. finden in der herkömmlichen Katzenfutterdose oder im Trockenfutter Platz. 
Tipp: Um sicher zu gehen, dass in der Dose nur richtiges, hochwertiges Fleisch drinnen ist, achten Sie auf die Kennzeichnung „Alleinfuttermittel in Lebensmittelqualität“. Aber auch barfen ist heute ein gangbarer Weg, den immer mehr Katzenbesitzer wählen. Hierbei wird rohes Frischfleisch gefüttert, was dem Organismus der Katze sicher am besten entspricht, jedoch nicht für jedermann so einfach zu managen ist. Von herkömmlichem Trockenfutter sollten Sie aber in jedem Fall absehen, da dieses – wie oben schon erwähnt – für Katzen schädlich ist.
Fakt ist, dass Katzenfutter – im Winter wie im Sommer – zu 90-95% aus Fleisch bestehen sollte, denn Katzen sind im Gegensatz zum Hund reine Carnivoren und fressen lediglich den Darminhalt der Beutetiere mit, was in etwa 5-10% der Gesamtnahrung ausmacht. 

Fütterungszeiten einführen

Da Katzen einen sehr empfindlichen Verdauungstrakt haben, ist es ratsam, das Nassfutter immer frisch zu füttern und es nachdem die Katze gefressen hat, zu entsorgen bzw. in den Kühlschrank zu stellen. Bitte bedenken Sie jedoch, dass Sie das Futter nicht frisch aus dem Kühlschrank verfüttern dürfen, und nehmen Sie es einige Stunden vor der nächsten Fütterung wieder heraus.
Futter sollte der Katze eigentlich immer zur Verfügung stehen, da Katzen oftmals am Tag kleine Portionen fressen (Freigänger decken diesen Bedarf durch gefangene Mäuse oder Vögel, die sie zwischendurch immer mal wieder verdrücken) – da herkömmliches Trockenfutter jedoch ungesund ist und das frische Fleisch nicht so lange herumstehen soll, ist dies nicht ganz so einfach. Eventuell findet man in kaltgepresstem Futter als Ergänzung zum frischen Fleisch einen möglichen Kompromiss.

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