Pflegekräfte im eigenen Haus unterbringen – darauf sollte man achten

Die Altenpflege in Deutschland ist ein leidiges Thema. Doch wir alle werden irgendwann alt und auch Du solltest Dich daher mit den Tücken der Altenpflege auseinandersetzen. Denn besonders, wenn Du für Dich oder Deine Liebsten eine Pflegekraft im eigenen Haus unterbringen möchtest, gilt es ein paar Punkte zu beachten, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

Pflegekräfte im eigenen Haus unterbringen - darauf sollte man achten

Pflegekräfte im eigenen Haus unterbringen – darauf sollte man achten

Die private Pflegekraft im eigenen Haus – ein eigenes Zimmer sollte selbstverständlich sein

Spätestens bei der Suche nach einer geeigneten 24-Stunden Pflegekraft merken Betroffene, wie schwer es ist, gutes Personal zu finden. Du möchtest schließlich, dass Deine oder die Pflegekraft Deiner Angehörigen bestens ausgebildet ist, Erfahrung vorweisen kann und einen vertrauenswürdigen Eindruck erweckt.

Es liegt daher in Euer beiderseitigem Interesse, neben einer angemessenen Entlohnung, auch über weitere Benefits nachzudenken.

Ein privates, abschließbares Zimmer für Deine Pflegekraft ist dabei das Minimum. Sicherlich musst Du das Zimmer nicht vollständig mit Box-Springbett, Flat-Screen undPlaystation ausstatten oder durch die neusten Tv Möbel verschönern. Trotzdem locken solche Angebote und Du findest dadurch vielleicht schneller bessere Pflegekräfte.

Was gehört zu den Aufgaben Deiner privaten Pflegekraft?

Das hängt ganz davon ab, was Ihr in den Arbeitsvertrag schreibt. Generell könnt Ihr alle Aufgaben und auch Regeln für das Zusammenleben in den Arbeitsvertrag aufnehmen. Jedoch musst besonders Du als Arbeitgeber darauf achten, dass Du dabei nicht gegen „Sitte und Anstand“ verstößt. Das bedeutet, Du kannst durchaus vertraglich festlegen, dass Deine Pflegekraft dafür zuständig ist, den Couchtisch schwarz anzustreichen, wenn dies fällig ist. Du kannst aber nicht von ihr verlangen, dies in aufreizender Kleidung zu tun. Es gilt stets den Anstand zu wahren und Deiner Sorgfaltspflicht als Arbeitgeber nachzukommen!

Generell sollten folgende Dinge in dem Arbeitsvertrag unbedingt geregelt sein:

  • Arbeitszeiten
  • Welche Aufgaben sind bezüglich der Pflege zu übernehmen?
  • Welche Aufgaben sind im Haushalt zu übernehmen?
  • Welche Räume sind privat, welche sind gemeinschaftlich zu nutzen?
  • Organisatorische Dinge wie Bezahlung, Urlaubstage, Spesen der Zusatzzahlungen

Im Internet gibt es einige Muster für Arbeitsverträge, jedoch solltest Du im Zweifel lieber einen Anwalt fragen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Wo liegt der Unterschied zwischen privater Pflegekraft und ambulantem Pflegedienst?

Die Vorteile einer privaten Pflegekraft zeigen sich in der ständigen Anwesenheit und der räumlichen Nähe. Wenn Du oder Deine Angehörigen auch nachts oft Hilfe benötigen, ist eine Pflegekraft im eigenen Haus ein Segen.

Während ambulante Pflegedienste oft unterschiedliche Mitarbeiter schicken, ist die private Pflegekraft immer dieselbe und es baut sich automatisch eine viel engere Bindung auf. Mögen die hohen Kosten für eine private Pflegekraft im ersten Moment auch abschrecken, so darfst Du die Vorteile durch ein solch enges Vertrauensverhältnis nicht außer Acht lassen. Je nach Pflegegrad bekommst Du übrigens auch Teile Deiner Kosten erstattet und viele Ausgaben sind steuerlich absetzbar.

Fazit zur privaten Pflegekraft im eigenen Haus

Wie so oft im Leben ist es ein „Geben und Nehmen“. Je besser die Arbeitsbedingungen für Deine Pflegekraft, desto zufriedener wirst Du mit ihrer Arbeit sein. Schnell entsteht eine enge Bindung zwischen der Pflegekraft und der pflegebedürftigen Person, deren Wert gerade im hohen Alter nicht unterschätzt werden sollte. Am Ende ist es wichtig, dass alle Aufgaben klar verteilt sowie die Entlohnung geregelt ist und Du Deiner privaten Pflegekraft voll vertrauen kannst.

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