Was sind die Vorteile von Japansägen?

Die traditionelle japanische Baukunst ist weltweit sehr bekannt und anerkannt. Wer schon Mal die hochwertigen Holzverkleidungen und detailreichen Verzierungen gesehen hat, bekommt ein Gefühl dafür, wie fingerfertig die japanischen Künstler und Handwerker sind. Aber der beste Handwerker kann nur mit gutem Werkzeug solche Kunstwerke erschaffen. Über die vielen Jahrhunderte haben die Japaner für Ihre Holzbaukunst die dafür benötigen Werkzeuge perfektioniert. Am häufigsten werden spezielle Japansägen verwendet. Diese bieten viele Vorteile und ein paar Besonderheiten im Vergleich zu unseren bekannten europäischen Sägen.

Unser Ratgeber „Was sind die Vorteile von Japansägen?“ gibt Ihnen viele wertvolle Informationen und Tipps zu diesem Thema.

Was sind die Vorteile von Japansägen?

Was sind die Vorteile von Japansägen?

Was ist das besondere an einer Japansäge?

Der wohl wichtigste Unterschied einer Japansäge im Vergleich zu einer europäischen Säge liegt in der Art wie man die Säge benutzt, also damit arbeitet. Die Japansäge ist eine sogenannte Zugsäge. Sie sägt also nur, wenn man sie zu sich hinzieht. Europäische Sägen, wie Feinsägen oder die bekannten Fuchsschwanzsägen arbeiten hingegen auf Stoß. Sie sägen also in der Vorwärtsbewegung. Dadurch, dass Japansägen auf Zug arbeiten haben sie viel dünnere Sägeblätter als unsere Sägen in Europa. Sie sind zudem deutlich schärfer, was präzisere Schnitte bei geringerem Kraftaufwand ermöglicht. Die Sägeblätter der Japansäge werden impulsgehärtet und weisen eine deutlich längere Standzeit auf. Das Blatt ist am Zahnfuß recht weich und erreicht dadurch eine höhere Bruchfestigkeit.

Unterschiede: Japansäge vs. europäische Säge

Ist man bisher die klassischen europäischen Sägen gewohnt, dann ist das Arbeiten mit einer Japansäge für Ungeübte vorerst gewöhnungsbedürftig. Verwendet man die Japansäge wie eine europäische Säge, verbiegt sich das Sägeblatt und kann im schlimmsten Fall auseinanderbrechen. Von daher sollte man vor dem Sägen mit einer Japansäge den richtigen Umgang und die Handhabung also unbedingt üben, um das Werkzeug nicht zu beschädigen. Die Japansäge weist recht lange Griffe auf. Dieses ist sehr praktisch, denn man kann die Säge so mit beiden Händen bedienen und mit mehr Kraft auch größere Schnitte mit höchster Präzision durchführen.

Sägetypen, Schränkung und Verzahnungsarten von Japansägen

Bei den Japansägen gibt es mehrere verschiedene Varianten. Wollen Sie sich eine Japansӓge kaufen, dann sollten Sie sich vorab genau informieren, welcher Typ für sie geeignet ist. Die drei beliebtesten und gängigsten Typen sind die folgenden:

  • Japansäge Dozuki: Die Verzahnung ist einseitig. Sie hat einen verstärkten Rücken, mit dem Sie sehr präzise Schnitte ausführen können. Dadurch ist sie jedoch in der Schnitttiefe begrenzt
  • Japansäge Kataba: Die Verzahnung ist einseitig. Sie hat keinen Rücken und kann somit für tiefe und große Schnitte verwendet werden.
  • Japansäge Ryoba: Die Verzahnung ist zweiseitig. Sie findet Verwendung für Längs- und Querschnitte.

Die jeweiligen Typen geben den Einsatzzweck zwar grob vor, eine Querholzsäge kann allerdings im begrenzten Maß auch für Längsschnitte verwendet werden und auch umgekehrt. Allerdings kann es sein, dass die Schnitte nicht so sauber und präzise ausgeführt werden können, besonders, wenn man anfangs noch recht ungeübt im Umgang damit ist. In der Regel können Sie bei den Japansägen das Sägeblatt austauschen. So können Sie das Blatt gegen ein neues tauschen, falls dieses einmal beschädigt sein sollte oder mit der Zeit stumpf geworden ist. Beim Kauf sollten Sie auch unbedingt auf die sogenannte Schränkung achten. Diese gibt die Feinheit der Schnittfläche an. Dadurch entscheidet sich auch wie viel Kraftaufwand nötig ist und ob sich der Sägeschnitt korrigieren lässt. Die Schränkung besagt, dass die Zähne am Blatt abwechselnd nach rechts und links ausgerichtet sind. Haben Sie eine Schränkung von 0,15 – 0,35 mm, können Sie den Schnitt mit ein wenig Kraftaufwand nochmal leicht korrigieren. Hat die Japansäge eine Schränkung von 0,1 bis 0,15 mm entstehen sehr saubere Schnittflächen und ein sehr gerader Schnitt, der sich später nicht mehr korrigieren lässt.

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