Meersalz vs. Steinsalz: Der Unterschied

In Handel sind sowohl Meer- als auch Steinsalze enthalten – doch wie unterscheiden sich diese beiden Salzarten eigentlich voneinander?

Im ersten Schritt ist es wichtig zu wissen, dass der Ursprung allen Salzes, welches auf der Welt gewonnen wird, in den Meeren zu verorten ist. In der Weltgeschichte kam es immer wieder zu tektonischen und klimatischen Veränderungen, wodurch die Meere verschwunden sind und das Salz demnach unter der Erde lagert, ob in der afrikanischen Wüste oder den Hochgebirgen der Alpen. 

Meersalz vs. Steinsalz: Der Unterschied

Meersalz vs. Steinsalz: Der Unterschied

Wodurch sich beispielsweise deutsches Steinsalz von dem Meersalz unterscheidet, erklärt der folgende Beitrag. 

Die verschiedenen Salzarten

Salze werden in der Praxis in zwei verschiedene Gruppen unterteilt, nämlich in Salz, welches aus den Meeren gewonnen wird und solches, das unter der Erde vorkommt. Beide dieser Gruppen weisen zahlreiche Untersorten aus, die Unterschiede in ihrer Aufarbeitung oder ihrer Gewinnung aufweisen. 

Salze aus der Erde

Als Steinsalz wird Salz bezeichnet, welches unter der Erde in Salzstöcken lagert. Dieses wird in Salzbergwerken durch eine Sprengung oder Schlagen aus dem Stein gewonnen. Die Salzklumpen, die zum Teil eine beeindruckende Größe aufweisen, werden im Anschluss gemahlen beziehungsweise zerschlagen. 

Steinsalz lässt sich jedoch auch unter Einsatz des Siedeverfahrens gewinnen. Das Salz wird dabei von unterirdischen Wasserquellen aus den Salzstöcken gelöst, sodass sich das Salz in diesen anreichert. Dieses Salzwasser wird auch Sole genannt. Die Sole tritt entweder – bei den Quellwassersalzen – natürlich an die Oberfläche oder wird durch ein künstliches Hochpumpen gefördert. Das Salz wird gewonnen, indem das Wasser anschließend gekocht, also gesiedet, wird. 

Eine spezielle Sorte der Siedesalze stellen die Quellwassersalze dar. Diese finden sich ebenfalls gelöst in Wasser, jedoch findet kein unnatürliches Pumpen an die Erdoberfläche statt. Bei diesen Salzvorkommen handelte es sich um die ersten überhaupt, die von den urzeitlichen Menschen entdeckt wurden. 

Salze aus dem Meer

Wie der Name es bereits vermuten lässt, findet die Gewinnung von Meersalz in den Meeren statt. Die Sole wird im Zuge des Gewinnungsprozesses konzentriert und verdunstet. Allerdings wird dabei in der Regel eine natürliche Verdunstung eingesetzt, die durch intensive Sonneneinstrahlung erzielt wird. So lässt sich das Salz in südlichen Gefilden besonders günstig herstellen. 

Zu den bekanntesten und gefragtesten Meersalzen gehört das Fleur de Sel. Der Abbau dieses speziellen Meersalzes gestaltet sich überaus aufwendig. Die handwerkliche Gewinnung wird nämlich sowohl von ausgeprägten Gezeiten als auch speziellen klimatischen Bedingungen beeinflusst. Im ersten Schritt wird das Salzwasser in Bassins geleitet. Sobald die Sättigung der Sole in diesen erfolgt ist, kommt es zu einer Unterbrechung des Wasserzuflusses. Die Kristallisierung der Salze beginnt dann in den geschlossenen Becken, sobald ausreichend Wind und Sonne vorhanden sind. Die Salzbauern schöpfen die Kristalle, die an der Wasseroberfläche schwimmen, händisch mithilfe eines großen Hakens ab, bevor das Fleur de Sel danach unbehandelt trocknet und abgepackt wird. 

Bei der Produktion des Fleur de Sel fallen auch Salzkristalle an, die zu groß werden und dadurch auf den Boden des Behälters absinken. Dabei nehmen sie sowohl Ton als auch Schwebstoffe auf, wodurch ihre Farbe verändert wird. Das Salz wird somit grau. Abhängig von seiner individuellen Mineralienzusammensetzung kann das Salz jedoch auch eine eher bräunliche oder rötliche Farbe annehmen. Eine besonders große Bekanntheit genießt dieses Salz, das als Sel Gris bezeichnet wird, in Form von Produkten, die an der französischen Atlantikküste gewonnen werden. 

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