Darmkrebs: Das kann man zur Vorbeugung selbst beitragen

Männer ab dem 50. Lebensjahr sind besonders gefährdet, viele von ihnen verdrängen das Thema Darmkrebs. Er bleibt in vielen Fällen unentdeckt, da die Tumore, welche sich im Darm bilden, nicht umgehend Beschwerden auslösen. Mit einer gesunden Ernährung, viel Bewegung und einer regelmäßigen Darmkrebsvorsorge können Männer aber auch Frauen dem Darmkrebsrisiko vorbeugen.

Darmkrebs: Das kann man zur Vorbeugung selbst beitragen

Darmkrebs: Das kann man zur Vorbeugung selbst beitragen

Familienhistorie berücksichtigen – sie ist ein wichtiger Indikator

Gibt es in der Familie, besonders in den vorangegangenen Generationen, Fälle von Darmkrebs? Die Unterhaltung mit Verwandten hilft herauszufinden, ob bereits ältere Menschen der Familie an Krebs, insbesondere an Darmkrebs, erkrankten. Die genetische Veranlagung ist damit gegeben, weshalb vor allem Männer besser auf ihre Darmgesundheit achten müssen. Neben der Familiengeschichte in Bezug auf Krebs gibt es weitere Verhaltensweisen, die das Darmkrebsrisiko erhöhen.

Gesunde Ernährung und viel Sport

Übergewichtige Menschen erkranken häufiger an Darmkrebs als Menschen mit Normal- oder Idealgewicht. Der Konsum von übermäßigem Alkohol, Zucker und Fleisch trägt zur Bildung der Tumore im Darm bei. Wer dazu noch gerne auf Bewegung, frisches Obst und Gemüse verzichtet, provoziert an Darmkrebs zu erkranken. Täglich sind fünf Mahlzeiten mit Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Drei Mahlzeiten sollten Gemüse enthalten, zwei Obst. Wer lieber Obst statt Gemüse ist, kann auch mehr Früchte konsumieren. Wichtig ist, dass dem Körper natürliche Vitamine und Nährstoffe zugeführt werden.

Statt Schokolade sind Nüsse geeignet. Dazu kommen Korn und Brot, also viele Ballaststoffe, die zur Reinigung der Darminnenwand beitragen. Im Darm bleiben manche Essensreste bis zu zwei Wochen, bevor sie ausgeschieden werden. Wer sich das einmal bildlich vorstellt, versteht, warum bestimmte Produkte unbedingt sein müssen, damit der Darm gesund bleibt. Besteht der Drang zu Fleisch, also mehr als rund 600 Gramm in der Woche, dann ist Geflügel und Fisch dem Rind und Schwein vorzuziehen. Weißes statt rotes Fleisch; eine Grundsatzregel in der modernen Ernährung.

Bewegung hilft, den Kreislauf anzukurbeln. Das Körperfett wird nur durch sportliche Aktivitäten vermindert. Rund 30 Minuten an fünf Tagen der Woche bei gesunder Ernährung reichen aus, um den Körper fit zu halten. Durch die sportliche Tätigkeit wird das Darmkrebsrisiko deutlich reduziert.

Gespräche mit dem Arzt

Kaum ein Mensch freut sich auf die Darmspiegelung. Deshalb wird sie auch unter Teilnarkose angeboten. Niemand muss das in einem völlig wachen Zustand über sich ergehen lassen. Doch die Alternativen sind nicht so sicher wie der Blick in den Darm. Nur so lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen, die dazu beitragen, das eigene Leben zu retten. Männer sollten ihren Arzt mit spätestens 50 Jahren kontaktieren und um eine Darmspiegelung bitten. Es reicht aus, wenn diese erst nach zwei bis drei Jahren wiederholt wird. Ab dem 55. Lebensjahr wird sie alle zwei Jahre angeboten, Männer sowie Frauen haben sogar ein Recht auf diese kassenärztliche Leistung.

Alternativen sind der Stuhl- und Bluttest. Dazu reicht die Abgabe einer Stuhlprobe, bei der der Stuhl auf okkultes Blut untersucht wird. Bei der Untersuchung lassen sich kleinste Mengen Blut im Labor finden, die einen Hinweis darauf geben, ob sich bereits Polypen oder andersartige Tumore gebildet haben. Eine volle Sicherheit bietet der Test jedoch nicht. Sollte kein Blut vorhanden sein, können sich dennoch bereits Tumore gebildet haben. In dem Fall hilft nur die Darmspiegelung. Die Darmkrebsvorsorge ist für alle im mittleren Alter ein zusätzlicher Schutz, Darmkrebs rechtzeitig zu erkennen.

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